Mittwoch, 24. Dezember 2014

Maria und Joseph auf Herbergssuche

Maria und Joseph auf Herbergssuche
Krippenfiguren aus der 

Kollektion "Immanuel" von Heide
In damaliger Zeit ging vom dem römischen Kaiser Augustus der Befehl aus, dass der ganze Erdkreis aufgeschrieben werde. Diese Aufschreibung geschah als die erste unter der Statthalterschaft des Cyrinus (Quirinius) über Syrien. 
Jeder musste daher an den Stammort seiner Familie gehen, um sich da aufschreiben zu lassen.*

Am Abend vor Christi Geburt,
Michael Rieser, 1869
gefunden bei wiki
Da gingen auch Maria und Joseph, weil sie aus dem königlichen Geschlechte Davids waren, nach Bethlehem, der Stadt Davids. 

Wegen der vielen Fremden, die schon gekommen waren, fanden sie indes keine Herberge.** 
Sie gingen deshalb in eine vor der Stadt befindliche Grotte. 

Hier wurde Jesus Christus geboren, der eingeborene Sohn Gottes und Heiland der Welt; und die jungfräuliche Mutter wickelte das Kind in Windeln und legte es in eine Krippe.

* Die Schätzung geschah nach jüdischer Sitte. Zum sicheren Nachweis echt israelitischer Abstammung und Zugehörigkeit zu einer bestimmten Familie wurde nach Stamm, Geschlecht, Haus und einzelnen Familien gemustert, die Familienregister befanden sich am Stammort der Familienglieder. Auch die unveräußerlichen Erbgrundstücke lagen innerhalb des betreffenden Stammanteils.– 
So musste ein heidnischer Kaiser, der „die ganze Welt“ zu beherrschen glaubte, die mehr als 700 Jahre früher gegebene Weissagung des Propheten Michäas in Erfüllung bringen, dass der Messias in Bethlehem geboren werde.

** So geschah hier ganz buchstäblich, was der heil. Johannes (1,11) sagt: "Er kam in sein Eigentum, aber die Seinigen nahmen ihn nicht auf." Ein trauriges Vorbild der Verblendung, womit später die Mehrzahl der Juden den Erlöser und seine Gnade von sich stieß.

Alles aus: Handbuch zur Biblischen Geschichte, Schuster und Holzammer, mit Approbation des Erzbischofs von Freiburg, Herder 1906.

Siehe auch: 

Montag, 22. Dezember 2014

Was heißt: "Im Anfang war das Wort?"

Was der Beginn des Prologs des Johannes-Evangeliums, der in der dritten heil. Messe am hochheiligen Weihnachtsfest gelesen wird, bedeutet, wird hier in einem "Goffine" kurz und prägnant erklärt.

Unten sind die Snippets aus diesem Goffine, durch darauf klicken werden sie größer.


Und hier wird erklärt, was für ein großartiges Buch der "Goffine"  ist.

Siehe auch die Predigt von Prälat Prof. Georg May:
Am Anfang war das Wort






Sonntag, 21. Dezember 2014

Die Menschheit vor der Ankunft des Messias Jesus Christus

Frage: Haben die Menschen während der viertausend Jahre vor der Ankunft des Erlösers selig werden können?

Antwort: Ja, sie konnten durch die zukünftigen Verdienste des Welterlösers selig werden.

Erklärung:
Während der viertausend Jahre bis zur Ankunft des Erlösers Jesus Christus eignete Gott in seiner Barmherzigkeit den Menschen im Voraus die künftigen Verdienste seines Sohnes zu; er gewährte ihnen Gnaden, und sie konnten durch weise Benützung dieser Gnaden heilig und gerecht leben.


Es sind in der Tat unter den Juden mehrere heilig geworden: Abel, Seth, Noe, Abraham, Isaak, Jakob usw. und selbst unter den Heiden*), unter letzteren führt man Melchisedech und Job an. – 

Um aber vor der Ankunft des Erlösers selig werden zu können, musste man: 
1) den wahren Gott kennen, lieben und ihm dienen; 
2) dem Lichte der Vernunft folgen; 
3) an den verheißenen Messias glauben und auf seine künftigen Verdienste hoffen; 
ebenso wie die Menschen, nachdem es Gott gefallen hat, seine herrliche Verheißung auszuführen, glauben müssen, dass der Messias gekommen ist und ihr ganzes Vertrauen auf die überreichen Verdienste seiner Erlösung zu setzen haben.

So war der erwartete oder der gegebene Erlöser zu allen Zeiten der Trost und die Hoffnung der Kinder Gottes; und die Religion ist immer einförmig, oder vielmehr immer dieselbe vom Anfang der Welt an; man hat immer denselben Gott als Urheber, und denselben Jesus Christus als Erlöser des Menschengeschlechtes anerkannt.

*) Man nennt so die vom Volke Gottes verschiedenen Völker

Alles aus: Historische, dogmatische, moralische und liturgische Erklärung des Katechismus nebst Widerlegung der Haupteinwürfe der Ungläubigen gegen die Religion von Ambrosius Guillois, Pfarrer zu Mans, mit Approbation, Verlag G.J. Manz, 1848

So viel zu der Frage, die ich schon öfter im Internet gelesen habe, ob der Gott des Alten Testamentes derselbe ist wie der des Neuen Testamentes. 
Antwort: natürlich ist es derselbe Gott, nur war im Alten Testament noch vieles dunkel, was durch das Erscheinen des Lichtes der Welt, des göttlichen Messias Jesus Christus hell und klar geworden ist. 

Leider haben sich viele Juden von dem speziell ihrem Volk angekündigten Erlöser abgewandt, als er vor 2000 Jahren endlich erschienen war, weil sie sich einen anderen, einen mächtigen Erlöser, der sie aus irdischem Elend erlösen würde, vorgestellt hatten. Diese Juden wollten einen Messias mit einem Reich von dieser Welt. 


Auf so einen mächtigen, irdischen Messias warten die heutigen Juden interessanterweise immer noch, was man leicht feststellten kann, wenn man mal ein halbes Jahr ihre auf Englisch veröffentlichten Zeitungen im Internet und besonders ihre eigene Berichterstattung über ihren aktuellen Kampf um den Tempelberg liest.

Siehe auch:
Was bedeutet Testament im religiösen Sinn?
und

Christus wurde erwartet
und
Die Offen­ba­rung Got­tes im Alten Bund
und
Die Offen­ba­rung Got­tes in Jesus Chris­tus
und

Samstag, 20. Dezember 2014

Kardinal Burke ist sehr besorgt und ruft die Katholiken zur Verteidigung der Ehe auf

Das hat er in einem Interview mit „Le Figaro“ geäußert, das Rorate Caeli ins Englische übersetzt hat. Das Titelblatt von Le Figaro spricht sogar von einem "geheimen Krieg" im Vatikan. (So geheim ist der Krieg nicht.)


Kardinal Burke sagt u.a. in dem Interview, dass alle diejenigen, die das verteidigt hätten, was immer die Lehre der Kirche war, beschuldigt worden wären, gegen den Papst zu sein, was schon extrem erstaunlich wäre.

Er sagt auch, dass es bei der Synode zur Familie eine Linie gab, nämlich die, die Kardinal Kasper vorgezeichnet hatte und der sich alle anschlossen, die die Richtung der Synode in der Hand hatten. 

Der Synodenzwischenbericht schien sogar schon vor den Beiträgen der Synodenväter geschrieben zu sein, sagt er. Und zwar nur entsprechend der Richtung, die die Position von Kardinal Kasper begünstigte.

Außerdem sei die Frage der Homosexualität eingeführt worden, obwohl sie keine Beziehung zur Frage der Ehe hat, und zwar um "positive Elemente" in ihr zu finden. 

Ein anderer schockierender Punkt sei, dass der Synodenzwischenbericht keinerlei Bezug nahm auf die Heilige Schrift oder die Überlieferung (d. h. Tradition oder Erblehre) der Kirche und nicht einmal auf die Lehre von Papst Johannes Paul II zur ehelichen Liebe.

Schließlich war Kardinal Burke entsetzt, dass das Synodenabschlussdokument die Punkte zur Homosexualität und zu "wiederverheirateten Geschiedenen", die keine Mehrheit der Synodenväter gefunden hatte, trotzdem enthielt (übrigens auf speziellen Wunsch von Papst Franziskus, siehe hier)

Kardinal Burke sagte zudem, dass wir in einem Zeitalter der "Gender"-Verwirrung die Lehre der Kirche zur Ehe dringender denn je benötigten, wir aber in die Richtung gedrängt würden, „wiederverheirate Geschiedene“ zur Kommunion zuzulassen und dass es eine Obsession damit gäbe, den Eheannullierungsprozess zu erleichtern, was zu einer Art „katholischer Scheidung“ führen würde und damit zu einer Schwächung der Unauflöslichkeit der Ehe.

Er sei daher sehr besorgt und ruft alle Katholiken - Laien, Priester und Bischöfe - auf, sich einzubringen bis zum nächsten Synodenteil, um die Wahrheit über die Ehe hervorzuheben.
------------------

Tja, das ist ja alles schön und gut, aber es kommt doch alles etwas spät von Kardinal Burke, das alles hatte man schon etliche Monate vor der Synode vorhersehen können. Den ersten Post über die Richtung, die sich deutlich abzeichnete, bezüglich der „wiederverheirateten Geschiedenen“, gab es auf diesem Blog schon im Oktober 2013.

Hätte er das alles noch als Präfekt der Apostolischen Signatur gesagt, hätte das einen durchschlagenderen Erfolg gehabt, damals gab es auch viele Katholiken weltweit, die hilfesuchend in seine Richtung sahen, aus der leider Schweigen kam, ich erinnere mich noch allzu gut.

Leider bleibt ein Nachgeschmack, da Kardinal Burke mit alledem erst ankommt, da er aus allen Ämtern entfernt wurde. Aber besser spät als nie. Immerhin gehört er zu den ganz wenigen aus dem Klerus, die gegen die revolutionäre Linie, die, gedeckt von Papst Franziskus, aus dem Vatikan kommt, öffentlich überhaupt irgendetwas sagen. 
Nebenbei ist die Ehe nicht das einzige, was man unter diesem Pontifikat als Laie, Priester oder Bischof verteidigen muss.



Mittwoch, 17. Dezember 2014

Haben die Apostel "interreligiösen Dialog" geführt?

Am 11. Novem­ber 2006 hielt ein hoch­ran­gi­ger Ange­hö­ri­ger des Bischöf­li­chen Ordi­na­ria­tes Mainz einen Vor­trag. Darin erklärte er: „Es kann nicht Sinn des Chris­ten­tums sein, andere Reli­gio­nen zu erset­zen.“ 
Ich sage es noch ein­mal, damit Sie es gut behal­ten kön­nen. Die­ser Ange­hö­rige des Bischöf­li­chen Ordi­na­ria­tes erklärte: „Es kann nicht Sinn des Chris­ten­tums sein, andere Reli­gio­nen zu erset­zen.“ 

Diese Rede­wen­dung stellt eine Unge­heu­er­lich­keit dar. Gerade das ist der Sinn des Chris­ten­tums, die fal­schen Reli­gio­nen zu erset­zen. 

Dazu ist Chris­tus erschie­nen, dazu ist er auf die Erde gekom­men, damit alle den wah­ren Gott in der rech­ten Weise anbe­ten.

Die Apos­tel haben kei­nen Dia­log geführt, um die ande­ren Reli­gio­nen bes­ser ken­nen­zu­ler­nen. Sie woll­ten auch nicht bes­sere inter­re­li­giöse Bezie­hun­gen stif­ten. 

Sie woll­ten nicht das Wis­sen über andere Reli­gio­nen ver­tie­fen, son­dern sie haben ihre ein­zige Auf­gabe darin gese­hen, das Evan­ge­lium zu ver­kün­den und die Men­schen von ihren Göt­zen abzu­füh­ren zum einen, wah­ren Gott. 

Warum ein Bischof und besonders ein Papst sich unbedingt an die Lehre 
der Apostel halten müsste, erklärt Prälat Prof. Georg May hier in: Die Apos­to­li­zi­tät der Kir­che

Siehe auch: Grenzen des Papstamtes

11 von 12 Aposteln sind übrigens eines gewaltsamen Todes gestorben, weil ihre Bemühungen, die Menschen von den falschen Gottesvorstellungen weg und zum einen wahren Gott hinzuführen, etlichen damals Mächtigen nicht gepasst haben und sie von diesen getötet wurden. 
Allgemein hat die Welt seit 2000 Jahren etwas gegen echt apostolisch gesinnte Männer, wie die Kirchengeschichte eindeutig beweist. 
Der heilige Apostel Petrus wurde kopfüber gekreuzigt.
Das Martyrium der anderen Apostel siehe hier
Es ist daher ein schlechtes Zeichen, wenn man als Nachfolger der Apostel von sonst generell anti-katholisch agierenden Medien und von den Vertretern der falschen Religionen hofiert und gelobt wird und sogar mit weltlichen Auszeichnungen aller Art überschüttet wird. 
Die Mehrzahl der Menschen hat nämlich noch nie gerne gehört, dass sie sich zum dreifaltigen Gott bekehren sollen und als Grundbedingung dafür mit dem Sündigen aufhören sollen und reagiert auf solche Aufforderungen oft mit Verfolgungen.

"Wie sie mich verfolgt haben, so werden sie auch euch verfolgen." hat der göttliche Heiland Jesus Christus seinen Aposteln vorhergesagt. 




Dienstag, 16. Dezember 2014

Was Papst Franziskus für Christen erbeten hat, die ihm nicht gefallen: Bananenschalen

„Herr, lass ihn auf einer Bananenschale ausrutschen." 
So titelte Radio Vatikan gestern.

Wie es aussieht, wenn jemand auf einer Bananenschale ausrutscht, Video in Zeitlupe hier.
Screenshot von Radio Vatikan
Was gefällt ihm nicht an ihnen, weshalb sie ausrutschen und sich dann schämen sollen? Wieder geht es um das einzig Schlimme für Papst Franziskus seit 20 Monaten: sie nehmen die Regeln der Kirche ernst und sind daher für ihn "nach außen knallhart".

Ehebrechern, Atheisten, Evangelikalen, Juden und Moslems wird ständig der rote Teppich ausgerollt. Kirchentreue Katholiken sollen auf einer Bananenschale zu Fall kommen.

Interessant ist übrigens wie Papst Franziskus in dem Artikel von Radio Vatikan Papst Pius XII. lobt, der das Fastengebot vor Empfang der heil. Kommunion gelockert hat. 

(Wer dieses Lob hören und sehen möchte, kann es hier im Video, lesen kann man es auf Deutsch im Screenshot unten)


Wie ich in diesem Blog unter dem Label von Papst Pius XII. schon öfter schrieb, ist dieser leider nicht so traditionell gewesen, wie viele denken.
Mit dieser angeblich so menschenfreundlichen Lockerung (ist jemals jemand durch dieses kurze Fasten, das für Papst Franziskus "ein schweres Kreuz" war, zu Schaden gekommen?) hat er die ersten Schritte eingeleitet, dass die Katholiken das allerheiligste Altarsakrament immer weniger schätzen und verehren. 
Heute macht selbst der Papst keine Kniebeuge mehr vor dem eucharistischen Heiland.

Aber um ein "einfaches und großes Herz für Menschen" sollen wir beten, so Papst Franziskus. (siehe Screenshot unten). 

Etwa um ein Herz, das anderen wünscht, sie sollen auf einer Bananenschale ausrutschen oder ein Herz, das Ehebrechern wünscht, dass sie, ohne vorher von ihrer Todsünde lassen zu müssen, d. h. unwürdig und damit zu ihrem eigenen Verderben, die heil. Kommunion gereicht bekommen?



Sonntag, 14. Dezember 2014

Die katholische Kirche als einzige Arche des Heils verlässt man nicht

Außerhalb der katholischen Kirche gibt es kein Heil, das ist ein Dogma.
Dass trotzdem unzählige katholische Bischöfe und sogar der Papst so tun, als sei die katholische Kirche eine Religion unter vielen und sie dadurch seit Jahrzehnten global entwerten, ist ein Ärgernis kaum beschreibbaren Ausmaßes.

Besonders in den letzten zwanzig Monaten habe ich von vielen Katholiken weltweit gelesen, die vor allem am Verhalten von Papst Franziskus irre geworden sind, der leider nicht seiner Pflicht nachkommt, seine Brüder im Glauben zu stärken, sondern täglich an deren Glauben zerrt und die daher mittlerweile katholische Kirche verlassen haben.


Was tun diese Bedauernswerten wohl jetzt? 
Vorher waren sie auf einem Schiff in ganz schwerem Sturm mit meterhohen Wellen und dann sind sie, zwar aus Verzweiflung, aber nicht ohne vorherige Überlegung, freiwillig ins tosende Wasser gesprungen. Und das, obwohl wir doch von Gott die feste Zusicherung haben, dass das Schiff der katholischen Kirche nie untergehen wird, gleich wie schlimm der Sturm aussieht.

Wer nicht weiß, dass Gott seine Auserwählten immer auf die eine oder andere Weise prüft, ob sie Seiner auch wert sind, und nicht bedenkt, dass die katholische Religion eine Religion des Kreuzes ist, kann leicht den Mut verlieren.


Geduldig und für Gott ertragenes Leiden jeder Art kann man übrigens aufopfern und so in reiche Verdienste für die Ewigkeit umwandeln. Das geht allerdings nur, wenn man im Gnadenstand ist, d. h. von unbereuten, ungebeichteten Todsünden frei ist.

Uns ist von Gott geoffenbart worden, dass die Prüfung am Ende der Zeiten so schlimm werden wird, dass, wenn diese Zeiten von Gott nicht abgekürzt würden, auch die Auserwählten nicht mehr durchhalten könnten. 
Mittlerweile muss man sich angesichts des Massenabfalls vom katholischen Glauben wohl fragen, "ob nicht die letzte Zeit ist." 

Es ist eine furchtbare Prüfung, wenn das oberste "Bodenpersonal" der wahren Kirche Gottes versagt und schweres Ärgernis gibt, aber wer Ärgernis nimmt, d.h. sich durch das schlechte Beispiel anderer, gleich, wer sie sein mögen, zu eigenen Sünden verführen lässt, nämlich zur Verzweiflung und zum Glaubensabfall, ist leider nicht unschuldig daran. 

Wenn man als Blinder von Blinden geführt sind, fallen beide in die Grube, wie wir aus dem Evangelium wissen. Jeder muss daher selbst versuchen und vor allem im Gebet Gott darum bitten, so scharfsichtig wie möglich zu werden, dann wird er sich auch nicht von blinden oder verblendeten Kirchenführern in die Grube führen lassen. 
Dazu muss man von den Wahrheiten des Glaubens etwas wissen und nicht nur ahnen. Wer nicht wenigstens den sehr leicht verständlichen "Katechismus von Basel" in- und auswendig kennt, wird wohl über Bord gespült werden, in diesem schrecklichen Sturm, der sich gerade zum Orkan auswächst. 

Vor allem muss man selbst um die Gnade der Beharrlichkeit bis zum (eigenen) Ende beten, denn aus eigenen Kräften kann niemand durchhalten, man braucht täglich neu den göttlichen Gnadenbeistand und muss diesen jeden Tag als "das große Geschenk" neu erbitten, wie der heil. Kirchenlehrer Alphons Maria von Liguori immer mahnte und wie hier beschrieben ist.

Was man in heutigen Zeiten außerdem selbst tun muss, beschreibt Prälat Prof. Georg May, einer der großen rechtgläubigen und unermüdlichen katholischen Kämpfer der Neuzeit im folgenden vortrefflich:
(Wie immer lohnt es sich, die ganze Predigt Außerhalb der Kirche kein Heil vom 19. Oktober 2014 zu lesen.)

"Die Beru­fung zum Chris­ten­tum ist noch nicht die Ret­tung. Wir müs­sen viel­mehr im Chris­ten­tum ver­har­ren, wir müs­sen in der Kir­che blei­ben, wir müs­sen wahre Glie­der des Lei­bes Christi wer­den. Glie­der, meine lie­ben Freunde, kön­nen den Leib nicht ver­las­sen. Sie kön­nen abge­schnit­ten wer­den, aber dann müs­sen sie ster­ben. 

Men­schen, die aus der Kir­che flie­hen, ver­las­sen die Arche des Hei­les. Warum tun sie das? Häu­fig aus irdi­schen, welt­li­chen Grün­den. Wegen der Kir­chen­steuer, so sagt man, oder wegen ärger­li­cher Vor­fälle von Pries­tern und Bischö­fen. 

Meine lie­ben Freunde, sind wir in die Kir­che ein­ge­tre­ten wegen eines Men­schen oder wegen unse­res Got­tes und Hei­lan­des? Und blei­ben wir in der Kir­che wegen eines Men­schen oder wegen der Wahr­heit und der Gnade? 
Ver­lässt jemand den Fuß­ball­club FC Bay­ern, weil Uli Hoeneß ins Gefäng­nis gehen musste wegen Steu­er­hin­ter­zie­hung? Kün­digt jemand sein Konto bei der Deut­schen Bank, weil da ein Mana­ger vor Gericht gezo­gen wird? 

Hier in Buden­heim wurde ein vor Jahr­zehn­ten am Ort wir­ken­der Pfar­rer ver­däch­tigt, eine uner­laubte Bezie­hung zu einer in der Pfar­rei täti­gen Dame zu unter­hal­ten. Eine mei­ner Nach­ba­rin­nen hat sich des­we­gen von der Kir­che abge­wandt, wie mir ihr Mann, der Pro­tes­tant ist, erzählte. Ich habe zuver­läs­sige Män­ner die­ser Pfar­rei befragt. Män­ner, die um die Ver­hält­nisse wis­sen. Sie haben mir ent­schie­den und ein­mü­tig gesagt: „Diese Behaup­tung ist ein fal­sches Gerücht. Daran ist nichts wahr.“ 

Ich habe noch nie etwas davon gehal­ten, sich wegen Schwä­chen und Män­geln von Men­schen von der Kir­che zu tren­nen. 
„Die Tren­nung von der Kir­che ist immer ein grö­ße­res Übel als die Übel, denen man durch die Tren­nung ent­ge­hen will“, schrieb im drit­ten Jahr­hun­dert der hei­lige Bischof Cyprian. Die Tren­nung von der Kir­che ist immer ein grö­ße­res Übel als die Übel, denen man durch die Tren­nung ent­ge­hen will. 

Was bringt die Flucht aus der Heils­ge­meinde Christi? Wor­aus wol­len die Flücht­linge das Wort Got­tes ent­neh­men? Woher die Gnade schöp­fen? Wer hin­dert uns, fromm zu sein, wenn ein Pries­ter und ein Bischof ver­sagt?

Wir müs­sen in der Kir­che blei­ben und in der Kir­che als Chris­ten leben. Im zwei­ten christ­li­chen Jahr­hun­dert schrieb Jus­tin in sei­ner Ver­tei­di­gungs­schrift für die Chris­ten: 
„Wenn ein Christ in sei­nem Wan­del sich nicht so zeigt, wie Chris­tus uns gelehrt hat, so soll er nicht als Christ ange­se­hen wer­den, mag er auch mit der Zunge die Lehre Christi beken­nen.“ Auf das Leben kommt es an, auf die Ver­wirk­li­chung. 

An ers­ter Stelle muss ein Glied der Kir­che im unver­kürz­ten Glau­ben der Kir­che ste­hen. Der Glaube prägt die Kir­che, gibt ihr ein unver­wech­sel­ba­res Gesicht. Wer zur Kir­che gehö­ren will, muss ihren Glau­ben tei­len. Was nützt es, in die Kir­che auf­ge­nom­men zu wer­den und nicht am Glau­ben der Kir­che fest­zu­hal­ten. Unser Heil hängt am Glau­ben. (...)

An zwei­ter Stelle muss ein Christ treu zur Sit­ten­lehre der Kir­che stehen.​
Was nützt es, Glied der Kir­che zu sein, aber die Gebote, die sie in Got­tes Namen ver­kün­det, zu miss­ach­ten. Das Hal­ten der Gebote ver­bin­det uns doch mit Chris­tus, es bekräf­tigt die Zuge­hö­rig­keit zur Kir­che, es bezeugt unsere Liebe zum Hei­land. 

Nie­mand hat das deut­li­cher aus­ge­spro­chen als der Apos­tel Johan­nes: 
„Daran erken­nen wir, dass wir ihn (Chris­tus) erkannt haben, wenn wir seine Gebote hal­ten. Wer sagt: Ich habe ihn erkannt, und hält seine Gebote nicht, der ist ein Lüg­ner und in dem ist nicht die Wahr­heit.“ 

Es ist das unmess­bare Glück, meine lie­ben Freunde, dass wir die Gebote Got­tes ken­nen. Wir dür­fen über vie­les froh sein, was in unse­rer Kir­che vor­han­den ist, aber ich per­sön­lich habe es immer als ein wahr­haf­tig unmess­ba­res Glück emp­fun­den, zu wis­sen, was ich tun muss, weil Gott es so geord­net hat. Denn das ist der Weg des Hei­les. 
Es kann nichts heil­sam sein, was gegen den Wil­len Got­tes ist. Es ist meta­phy­sisch unmög­lich, dass eine Sünde dem Men­schen Heil bringt – das ist meta­phy­sisch unmög­lich. Die Gebote des Herrn sind ein siche­rer Füh­rer. Sie beleh­ren den Men­schen, sie machen Toren zu Wei­sen. 

Chris­tus, meine lie­ben Freunde, macht seine Jün­ger für die getreue Wei­ter­gabe sei­nes Erlö­sungs­werks an alle Men­schen bis ans Ende der Zeit ver­ant­wort­lich. Was er den Apos­teln auf­trug: „Macht alle Men­schen zu mei­nen Jün­gern“, das ist an uns gesagt. 
Beim Gericht wer­den wir gefragt wer­den: Was hast du getan, um die Men­schen dei­ner Umge­bung zum Glau­ben, zur Kir­che zu füh­ren? War dein Leben ein Zeug­nis für Chris­tus?"

Siehe auch:
Der Glaubensabfall am Ende der Zeiten
und
Der heil. Kirchenlehrer Johannes von Damaskus über den Antichrist
und
Der heil. Papst Pius X. hat vor der kommenden Eine-Welt-Kirche gewarnt

und 
Wie wachsam der heutige Katholik sein muss und wie er sich wappnen muss
und
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...