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Dienstag, 15. August 2017

Das leere Grab der allerseligsten Jungfrau Maria

Maria Himmelfahrt und das leere Grab
Bildquelle
Die Aufnahme der allerseligsten Jungfrau Maria in den Himmel wird bei den morgenländischen und abendländischen Kirchenvätern und Kirchenschriftstellern als eine uralte und ganz zuverlässige Überlieferung bezeichnet. Sie berichten im Wesentlichen wie Nicephorus (Hist. Eccl. XV. 14.):

„Als der Tod Mariä herannahte, kamen die Apostel aus den verschiedenen Ländern, in die sie sich zur Verkündigung des Evangeliums zerstreut hatten, nach Jerusalem.


Der göttliche Sohn aber erschien der heiligsten Jungfrau bei ihrem Tode und nahm ihren Geist auf; ihr heiliger Leib wurde nahe bei Gethsemani unter dem Gesange der Engel und der Apostel begraben.

Als jedoch am dritten Tage das Grab wieder geöffnet wurde, fand sich ihr heiliger Leib nicht mehr vor, sondern nur ihre Leichentücher, welche einen unbeschreiblichen Wohlgeruch verbreiteten

Die Apostel verschlossen alsdann das Grab wieder und waren überzeugt, dass der Herr den unbefleckten heiligen Leib Mariä vor der allgemeinen Auferstehung mit der Unsterblichkeit geehrt und durch Engel in den Himmel habe bringen lassen.“ 


Alles aus: 
Schuster, Holzammer, Handbuch zur Biblischen Geschichte. zweiter Band: das Neue Testament, Herder, 1886
Ein Link zur einer kostenlos herunterladbaren älteren Ausgabe dieses genialen Handbuches findet sich in diesem Post



Siehe auch:
Kein Verständnis der „unbefleckten Empfängnis Mariens“ ohne Verständnis der Erbsünde
und 
eine ganz ausführliche Beschreibung des Todes und der Umstände des leeren Grabes der allerseligsten Jungfrau findet sich im herausragenden Buch des Stadtpfarrers Georg Ott, kostenlos als PDF herunterladbar hier



Sonntag, 19. März 2017

Gebet zum hl. Joseph in schweren Anliegen

Lieber hl. Joseph, Freund des heiligsten Herzens Jesu, reinster Bräutigam der allzeit unbefleckten, ohne Makel der Sünde empfangenen Jungfrau Maria, kaum wurdest du von Gott zum Haupt der heiligem Familie auserwählt, als Kümmernis und Sorgen, Trübsal und Not dein Anteil wurden.

Welch überaus schmerzliches Anliegen war es für dich, als du in Bethlehem keine Herberge für die liebe Mutter des Heilandes fandest und in einem Stall Unterkunft suchen musstest! Welch Schmerz war es für dich, als du sahst, wie Maria ihr neugeborenes göttliches Kind in armselige Windeln gewickelt in die Krippe auf Stroh legte.

Welch ein Schrecken und welche Angst jagte dir der Befehl des Engels ein, mit dem himmlischen Kind und seiner Mutter bei der Nacht nach Ägypten zu fliehen! Wie überaus schmerzlich und kummervoll war die Reise in dieses Land, wo man den wahren Gott nicht kannte, und welche Armut und Not drückte dich dort, als du die nötige Unterkunft und Nahrung suchen und durch mühevolle Arbeit gewinnen musstest; und in welcher Armut, nur mit harter Arbeit, brachtest du im kleinen Haus zu Nazareth mit Jesus und Maria dein Leben zu !

Du hast an dir selbst erfahren, was Kümmernis und Sorgen, Trübsal und Not für den Menschen sind.
Deshalb wende ich mich zu Dir in meinem schweren Anliegen und bitte dich inbrüstig, nimm dich meiner an und bewege durch deine mächtige Fürbitte, dass dein Pflegekind Jesus sich meiner erbarme und in meiner Not mir helfe.
Denn es ist noch nie gehört worden, dass jemand deinen Schutz angerufen hat, ohne getröstet worden zu sein.
Mit diesem Vertrauen erscheine ich vor dir und empfehle mich dir inständig.
Ach verschmähe meine Bitte nicht, Pflegevater unseres Heilandes, sondern nimm sie huldreich an. Amen


gefunden in:
Leidensblumen aus dem Garten der Heiligen, Ein Exempel- und Erbauungsbuch für alle Betrübte und Leidende, herausgegeben von Georg Ott, Stadtpfarrer in Abensberg, mit bischöflicher Approbation, Verlag Friedrich Pustet, 1888



Dieses Bild des hl. Joseph
hängt bei uns seit Jahren am Esstisch und
 ist zu kaufen hier



Montag, 8. Dezember 2014

Ein sehr guter Pfarrer erklärt die "Unbefleckte Empfängnis Mariens"

Screenshot des "Marianum" von Stadtpfarrer Ludwig Ott
Und zwar handelt es sich um den hier im Blog unter der Rubrik "Christliche Vollkommenheit" schon oft  - aus seiner "Legende der Heiligen" - zitierten, enorm seeleneifrigen Stadtpfarrer Georg Ott. 
Er hat in seinem zweibändigen "Marianum" sehr viele echte Perlen der katholischen Lehre und Liebe zur Gottesmutter, der allerseligsten Jungfrau Maria, zusammengetragen.

Das Buch kann bei der Bayerischen Staatsbibliothek in beiden Bänden online gelesen und heruntergeladen werden. (Dazu "Marianum Ott" im Suchfeld eingeben und solange im Ergebnis blättern, bis Ausgaben mit dem Vermerk "online lesen" kommen.)

Die ausführliche Erklärung zum heutigen Hochfest steht im zweiten Band auf S. 2641: hier 
Über den eingescannten Seiten kann man anklicken, um sie noch weiter zu vergrößern oder um umzublättern.

Siehe auch:
Kein Verständnis der „unbefleckten Empfängnis Mariens“ ohne Verständnis der Erbsünde


Sonntag, 8. Dezember 2013

Kein Verständnis der „unbefleckten Empfängnis Mariens“ ohne Verständnis der Erbsünde

Die Erbsünde entstand als Folge des Sündenfalls von Adam und Eva und mit ihr kam der Ver­lust der über­na­tür­li­chen Gott­eben­bild­lich­keit.  Daher wird der Mensch nicht in dem Zustand der heiligmachenden Gnade geboren, den Gott dem ersten Menschenpaar Adam und Eva sozusagen als "Grundausstattung" geschenkt hatte:
Er gab ihm zu der natür­li­chen eine über­na­tür­li­che Gottähn­lich­keit. Er wollte, dass der Mensch in sein inne­res Leben hin­ein­ge­zo­gen wird, dass er nicht nur nach sei­nem Kör­per und sei­nem Geist Gott ähn­lich ist, son­dern dass er auch das gött­li­che Leben in sich trüge, das gött­li­che Leben, das wir die hei­lig­ma­chende Gnade nen­nen. So hat Gott den ers­ten Men­schen auch ver­ähn­licht in sei­ner inne­ren Befind­lich­keit. Er hat die geschaf­fene hei­lig­ma­chende Gnade in seine Seele ein­ge­gos­sen. 
Und mit der Gnade kam deren Begleit­schaft, die gött­li­chen Tugen­den Glaube, Hoff­nung, Liebe, die Anlage, sitt­li­che Tugen­den zu erwer­ben. Es kamen die sie­ben Gaben des Hei­li­gen Geis­tes, und so war der Mensch in einer wun­der­ba­ren Weise aus­ge­stat­tet." (Quelle)
Im Zustand der Gna­den­lo­sig­keit geboren zu werden, das ist das Wesen der Erb­sünde. Die Erb­sünde im stren­gen Sinne ist beschränkt auf den Zustand der Gna­den­lo­sig­keit.

Die allerseligste Jungfrau Maria hingegen ist von jeder Makel der Erbsünde frei - d.h. unbefleckt - geblieben und wurde "gratia plena", d.h. "voll der Gnade" empfangen und geboren, ganz im Gegensatz zu jedem von uns:


"Die Aus­er­wäh­lung und Wei­hung Mari­ens durch Gott drückt sich in weni­gen Tat­sa­chen deut­li­cher aus als in ihrer Frei­heit von der Erb­sünde und von der unge­ord­ne­ten Begier­lich­keit. Es ist ein Glau­bens­satz unse­rer Kir­che: 
„Maria ist im ers­ten Augen­blick ihres Daseins durch eine beson­dere Gnade des all­mäch­ti­gen Got­tes im Hin­blick auf die Ver­dienste Christi, des Erlö­sers, von jeder Makel der Erb­sünde frei geblie­ben.“ 
Die­ser Glau­bens­satz wurde von Papst Pius IX. am 8. Dezember 1854 ver­kün­det. Seit­dem fei­ern wir am 8. Dezember das Fest der Unbe­fleck­ten Emp­fäng­nis. 
Der Text der päpst­li­chen Defi­ni­tion vom 8. Dezember 1854 lau­tet fol­gen­der­ma­ßen: 
„Zur Ehre der hei­li­gen, unge­teil­ten Drei­fal­tig­keit, zur Zierde und Ver­herr­li­chung der jung­fräu­li­chen Got­tes­ge­bä­re­rin, zur Erhö­hung des katho­li­schen Glau­bens und zum Wachs­tum der christ­li­chen Reli­gion erklä­ren, ver­kün­den und bestim­men Wir in Voll­macht unse­res Herrn Jesus Chris­tus, der seli­gen Apos­tel Petrus und Pau­lus und in Unse­rer eige­nen: 
Die Lehre, daß die seligste Jung­frau Maria im ers­ten Augen­blick ihrer Emp­fäng­nis durch ein­zig­ar­ti­ges Gna­den­ge­schenk und Vor­recht des all­mäch­ti­gen Got­tes im Hin­blick auf die Ver­dienste Christi Jesu, des Erlö­sers des Men­schen­ge­schlech­tes, von jedem Fehl der Erb­sünde rein bewahrt blieb, ist von Gott geof­fen­bart und des­halb von allen Gläu­bi­gen fest und stand­haft zu glau­ben.“
Wenn man diese Glau­bens­wahr­heit ver­ste­hen will, muß man sich erst ein­mal klar­ma­chen, was die Erb­sünde ist und wel­ches die Fol­gen der Erb­sünde sind.(...)"
und 
Die Lage der Schöp­fung nach dem Sün­den­fall
und
Die Erbsünde
und
Der Ver­lust der über­na­tür­li­chen Gott­eben­bild­lich­keit
und
Der Tod als Folge der Erb­sünde
und 
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