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Montag, 22. Februar 2016

Die geistigen Werke der Barmherzigkeit erklärt von einem sehr guten Kardinal

An der gleichen Stelle, da der Katechismus von den leiblichen Werken der Barmherzigkeit spricht, nennt er auch sieben geistige Werke der Barmherzigkeit:
  1. Die Sünder zurechtweisen, 
  2. die Unwissenden lehren, 
  3. den Zweifelnden recht raten, 
  4. die Betrübten trösten, 
  5. das Unrecht geduldig erleiden, 
  6. denen, die uns beleidigen, gerne verzeihen, 
  7. für die Lebenden und die Toten beten.
Diese Werke heißen geistige Barmherzigkeit, weil sie unmittelbar den Seelen der Mitmenschen einen guten Dienst erweisen.

So gewiss es neben der leiblichen wirtschaftlichen Not eine geistige und sittliche Not gibt – auch die Seelen rufen nach Brot und Licht, nach Heimat und Pflege 
, so gewiss muss es neben der leiblichen Nothilfe eine Fürsorge für die Seelen geben. 

So gewiss die geistige Not der Zeit noch größer ist als die leibliche, weil sie auch jene erfasst, die nicht wirtschaftliche Not leiden, so gewiss ist die Barmherzigkeit an den Seelen noch notwendiger als die leibliche Barmherzigkeit.
(..) 
Die leibliche Not macht sich bemerkbar. Die Not der Seelen ist meist still und totgeschwiegen. 
Wir müssen acht haben, dass wir über der lauten leiblichen Not die stille Seelennot nicht übersehen.
(…)

Das erste Werk „Die Sünder zurechtweisen“ ist im Evangelium geboten: „Hat Dein Bruder gesündigt, sollst du ihn zurechtweisen“ (Luk.17, 3). 
Nicht aus Scheinheiligkeit, die in fremden Augen jeden Splitter, im eigenen Auge nicht einmal den Balken sieht! Nicht aus Klatschsucht und Rachsucht, überhaupt nicht aus selbstsüchtigen Gründen, sondern aus Barmherzigkeit mit der Seele des Bruders! 

Zuerst müssen wir ein mea culpa sprechen. Wenn aber der Herr fragt: „Wo ist Abel, dein Bruder?“, dürfen wir nicht ausweichend antworten: „Bin ich denn der Schutzmann meines Bruders?“ (Gen.4, 9.) 
„Hat dein Bruder gesündigt, sollst du ihn zurechtweisen.“ Zuerst unter vier Augen, nicht vor fremden Ohren, dann vor Zeugen, zuletzt vor der Kirche (Mat.18,15-7). 
Einerseits schonend, anderseits bestimmt und ohne Menschenfurcht. 
Aus diesem Heilandswort ist die christliche Tugend der brüderlichen Zurechtweisung heraus gewachsen. 

Wenn wir wissen, da oder dort besteht für einen Mitmenschen die Gefahr der schweren Sünde, für die Umgebung die Gefahr schweren Ärgernisses, haben wir die Pflicht, ihn zur Rede zu stellen, außer wir müssten mit Grund fürchten, Sünde und Ärgernis noch größer zu machen. 

Gar leicht kann es also unsere Pflicht werden, in einer Versammlung, in einer Gesellschaft, in der Straßenbahn zu erklären: das und das ist nicht wahr, das ist Verleumdung. 

Erforschen wir unser Gewissen nicht bloß darüber, ob wir die Demut gehabt haben zu schweigen, sondern auch darüber, ob wir den Freimut gehabt haben, zu reden, wo wir zur Rede stellen mussten. 

Die Sünder zurechtweisen ist im Besonderen den geistlichen Hirten und Oberhirten auf das Gewissen gebunden: „Du sollst zurechtweisen in aller Geduld und Lehrweisheit“ (2 Tim. 4,3). „Du sollst sie scharf zurechtweisen, damit sie im Glauben gesunden“ (Tit.1, 13). 
Die Hirten und Oberhirten müssen die gesunde Glaubenslehre bewahren und in der sittlichen Ordnung Weizen und Spreu auseinander halten. 

Wenn also die Bischöfe ihre Stimme erheben gegen heidnische Auswüchse und Leichenflecken an unserer christlichen Kultur, müssen die Gläubigen hinter ihren Bischöfen stehen. 

Das ist der tiefste Sinn des ersten Werkes geistiger Barmherzigkeit: wir sind mitverantwortlich für die Seele des Mitmenschen. 
(…) 
Gewiss darf man eine Seele nur mit Heilandshänden anfassen, vorsichtig und nachsichtig, aber der Gedanke soll uns nicht mehr loslassen: 
Wir sind mitverantwortlich für die Seele des Mitmenschen.

Fortsetzung folgt

alles aus der Allerseelen-Predigt, gehalten von Kardinal-Erzbischof Michael von Faulhaber im November 1931 im Münchner Dom.

Kardinal Faulhaber hatte eine besondere Begabung, die katholische Glaubens- und Sittenlehre so einfach und gleichzeitig anschaulich und unterhaltsam zu formulieren, dass wirklich jeder sie verstehen kann. 

Da die geistlichen Hirten und Oberhirten ihrer von Kardinal Faulhaber so trefflich beschriebenen Pflicht heute fast fächendeckend nicht mehr nachkommen, lohnt es sich sehr zur eigenen (Gewissens)bildung, Bücher seiner Predigten und Vorträge anzuschaffen, wie z.B. 
Zeitfragen und Zeitaufgaben: gesammelte Reden; Zeitrufe Gottesrufe: gesammelte Predigten; Rufende Stimmen in der Wüste der Gegenwart: gesammelte Reden, Predigten, Hirtenbriefe; dies alles und noch mehr von ihm ist erhältlich hier.



Montag, 30. November 2015

Ein Bischof von Rottenburg erklärt die Gefahren von Hochzeiten am Samstag

Leider kommt diese Erklärung nicht vom aktuellen Bischof von Rottenburg. Gegen moderne sittliche Übel steht ja schon lange kein Bischof mehr auf. 
Gegen den Brauch, die Hochzeiten an Samstagen abzuhalten, wendete sich Bischof von Keppler (Rottenburg) in einem besonderen, im kirchlichen Amtsblatt veröffentlichten Erlasse. Er sagt: 
„In den letzten Jahren hat leider mehr und mehr die Unsitte eingerissen, am Samstag feierliche Hochzeiten zu halten mit Zechgelagen und Tanzunterhaltung bis in den Sonntagmorgen hinein 
An sich steht der Trauung am Samstag nichts im Wege und wenn die Hochzeitsfestlichkeit sich auf ein Mahl im Familienkreis oder im Kreis geladener Gäste beschränkt, so wollen wir gegen eine Samstagshochzeit nichts einwenden.

Wenn aber die Samstagshochzeit, wie es leider nur zu oft der Fall ist, Anlass gibt zur Versäumnis des Sonntagsgottesdienstes und zur Entheiligung des Tages des Herrn, so müssen wir entschieden unsere Stimme dagegen erheben.
 
Wir weisen die hochwürdige Geistlichkeit an, den Brautleuten ernstlich ins Gewissen zu reden, dass sie von einer Samstagshochzeit abstehen sollen. 
Wie könnte Gottes Segen auf ihrem Ehebund ruhen, wenn sie ihr eheliches Zusammenleben mit einer Versäumnis des Gottesdienstes am Sonntag beginnen und so vielen anderen Anlass zur gleichen Sünde geben?"
Gefunden in : Schönere Zukunft, 4. Juli 1926, S. 981
Mittlerweile sind wir schon ein riesiges Stück weiter in der Entchristlichung, nämlich so weit, dass allzu viele Katholiken gar nicht mehr einsehen bzw. wissen, warum sie überhaupt heiraten sollen bevor sie geschlechtliche Beziehungen aufnehmen.

Zusätzlich wissen auch allzu viele nicht mehr, warum sie am So
nntag zur heil. Messe gehen sollten.

Zudem gibt heutzutage auch viele Katholiken, die in solchen bischöflichen Erlassen unzumutbare Maßregelungen sehen würden.

Dabei ging es dem guten Bischof Keppler nur um die unsterblichen Seelen seiner Katholiken.

Denn was nutzt es
 den Brautleuten, wenn sie sich sinnlich amüsiert haben, aber dabei den Stand der heiligmachenden Gnade verloren haben durch Todsünde? 
Dazu kommen noch die fremden Sünden, an denen sie mitschuldig werden, weil sie dazu Anlass gegeben haben. 

Wer im Stand der Todsünde tot umfällt, kommt in die Hölle. Was hat es ihm da genutzt, dass er sich vorher noch sündhaft amüsiert hat?

Außerdem
ist ein Amüsement, bei dem man den Gnadenstand verliert, in Wirklichkeit keines, sondern die niederen Seelenkräfte haben die Gewalt über Phantasie, Verstand und Willen erhalten. Beim persönlichen Gericht nach dem Tode spätestens wird das jeder einsehen müssen, weil da alle Binden von seinen Augen fallen.

1926 gab es noch nicht die unchristliche Mode, als Braut mit nackten Armen, Schultern und unvorstellbarem Ausschnitt zum Altar zu treten, sonst hätte Bischof von Keppler
sicherlich seine Diözesanen auch davor gewarnt.
Denn Gott sei Dank gab es damals noch viele deutsche Bischöfe, die gegen die damals aufkommende Frauenmode mit unbekleideten Oberarmen, nur bis knapp zum Knie reichenden Röcken und durchsichtigen Stoffen ihr Wort erhoben haben. 

Immer wenn ich Bilder von den "modernen" Bräuten mit nackten Schultern sehe, frage ich mich, wie ein Priester solches öffentliches Ärgernis in der Kirche zulassen kann.

Siehe auch:
Wie wird der Sonntag geheiligt, wie wird er entheiligt?

Was soll uns abhalten von der Entheiligung des Sonntags?

Müssen auch die Werktage geheiligt werden?

Die Unkeusch­heit als Wur­zel­sünde

Es täuschen sich diejenigen, welche sagen, dass die Unkeuschheit nur ein geringes Übel sei




Montag, 5. Oktober 2015

Die Homosex-Synode




Michael Voris von Churchmilitant fasst im obigen Video zusammen, was jeder, der sich seit über einem Jahr mit der „Familien“-Synode näher befasst hat, weiß, nämlich dass es sich um keine Familiensynode, sondern um eine Homosex-Synode handelt, genannt von Michael Voris nach der himmelschreienden Sünde Sodoms „Sodomie“-Synode.

Das Video ist ganz sehenswert, allerdings vermeidet Michael Voris wie immer die Hauptursache für die ganze Katastrophe zu nennen, nämlich den Papst. 

Der Fisch stinkt am Kopf zuerst oder wie die Amerikaner sagen, "the buck always stops at the top“, was Michael Voris aber seit Beginn dieses Pontifikates nicht einsehen möchte und was leider zu unschönen öffentlichen Auseinandersetzungen zwischen ihm und anderen katholischen Journalisten geführt hat.

Im Video erwähnt Michael Voris auch den aktuellen Fall des vatikanischen Klerikers, der sich gerade - passend zur Homosex-Synode  - als Sodomit geoutet hat.

Was Michael Voris im Video verschweigt, was er aber mit Sicherheit weiß, weil es kürzlich durch alle amerikanischen Medien und Blogs ging, ist, dass ebenfalls passend zu Beginn der Synode bekannt wurde, dass Papst Franziskus bei seinem Amerikabesuch einem seiner früheren Schüler, der seit 19 Jahren mit seinem deutlich jüngeren Homosexpartner zusammenlebt, in Washington eine Privataudienz gewährt hat. 
Video dazu hier, leicht anderer Aufnahmewinkel hier.

Die Screenshots unten sind aus dem ersten verlinkten Video, in dem es zudem drei hysterisch schluchzende Frauen, "Freundinnen" und/oder Verwandte der beiden Männer, gibt.

Zu Beginn und Abschied gibt es reichlich Körperkontakt zwischen Papst Franziskus und den anwesenden Damen und den beiden schwulen Männern. Am Ende hört man sogar schmatzende Kussgeräusche als der jüngere von beiden sich vom Papst verabschiedet, wonach er tiefen Blickkontakt mit dem Papst sucht.

Papst Franziskus „Schüler“ hat zwischenzeitlich erklärt, Bergoglio/Franziskus habe ihm noch nie geraten, von seiner Sünde zu lassen.

Was das bedeutet, weiß jeder, der sein Hirn benutzen möchte. 

Wer nämlich ernsthaft glaubt, dass Todsünden und erst recht solche der himmelschreienden Kategorie den Todsünder auf ewig in die Hölle bringen, falls der Todsünder diese Sünde nicht einstellt und sie bereut, der will den Todsünder unbedingt von seiner Sünde abbringen
Das gebietet die Nächstenliebe und das ist ein Werk der sogenannten geistlichen Barmherzigkeit. 

Dass man seine Nächsten lieben muss, d. h. ihm das Beste für die Zeit und vor allem für die Ewigkeit wünschen muss, ist ein verpflichtendes Gebot Gottes. 

Falls ich meinem Nächsten keine leiblichen und/oder geistlichen Werke der Barmherzigkeit erweise, zeige ich dadurch, dass ich ihn nicht liebe.

Falls jemand zur Todsünde anderer, die er verpflichtet wäre zurechtzuweisen, schweigt, glaubt er entweder nicht, dass die Sünde eine Beleidigung Gottes ist, die unbereut sehr schlimme Folgen für die Ewigkeit haben wird oder er glaubt nicht an Himmel und Hölle, also nicht an die Ewigkeit oder er glaubt gar nicht erst an Gott.

Ein Papst, der vor himmelschreienden Sündern zu ihrer fortgesetzten Todsünde (19 lange Jahre!) lächelt und diese Männer auch noch abküsst, hätte früher jeden Katholiken entsetzt. 

Heute ist kaum einer entsetzt und zwar deshalb, weil die meisten Katholiken  selbst ein "Problem" mit dem 6. Gebot haben und auf diesem Gebiet Todsünder sind. 
Als ich noch nicht katholisch war und selbst schwere Sünden gegen das 6. Gebot begangen habe, war mir das, was Schwule machen, auch egal. Zwischen natürlicher und widernatürlicher Unzucht macht man als Todsünder gegen das 6. Gebot nämlich meist keine Unterschiede mehr.

Mit nur einer einzigen nicht bereuten Sünde gegen das 6. Gebot wird man schon so verblendet, dass man nur noch leichte Unterschiede im "Sexualverhalten" feststellen kann, die einem nebenbei egal sind, was eigentlich immer ein Zeichen dafür ist, dass man den so wichtigen Stand der heiligmachenden Gnade schon länger verloren hat.


Schau mir in die Augen, Kleines!

Zur fremden Todsünde schweigen bzw. sie gar gut heißen macht daran mitschuldig, das ist unveränderliche katholische Lehre, steht in jedem guten Katechismus und wenn Papst Franziskus diese Lehre ignoriert, dann tut er das nicht nur zum ewigen Verderben anderer, sondern auch zum eigenen.





Sonntag, 19. April 2015

Berufe für Katholiken in UN-Zeiten oder: Verkauf unsittlicher Waren im Supermarkt

Da man ja immer öfter von Floristen oder Bäckern oder seit neuestem auch Pizzeria-Inhabern liest, die besonders in Amerika von der UN-geförderten "Gay-Lobby" verfolgt werden und allzu oft mit kostspieligen und häufig existenzvernichtenden Folgen vor einen Richter gezerrt werden, weil sie für praktizierende Homosexuelle keine Torten oder Blumengestecke oder Pizzas zu deren „Hochzeit“ anfertigen wollen, um nicht an fremden Sünden mitzuwirken, unterhalten wir uns öfter darüber, was man als Katholik heutzutage überhaupt noch arbeiten kann, ohne ständig Gefahr zu laufen, von den UN-gesteuerten LGBT-NGOs verklagt zu werden oder an fremden Sünden mitzuwirken.

Neulich wurde uns klar, dass man als Katholik nicht mal mehr im Supermarkt arbeiten kann, zumindest nicht, wenn in diesem Kondome verkauft werden.*

In unser früher rein katholischen Gegend hat eine „katholische“ Familie ihren dritten Supermarkt eröffnet und diesmal die Kondome an der Hauptkasse so platziert, dass diese beim Anstehen und Bezahlen an der Wand hinter der Verkäuferin zu sehen sind, dass man also praktisch darauf gucken muss. Ich frage mich, wie viele Kinder beim Warten schon die Aufschriften gelesen und ihre Eltern gefragt 
haben, was das für bunte Packungen sind.

Wenn ich über solche Entwicklungen wie sehr gut sichtbare Kondome an der Supermarktkasse auf dem früher rein katholischen Dorf nachdenke, wundere ich mich immer wieder, wie leicht und unbemerkt und vor allem unbedauert von den allermeisten es gelungen ist, in nicht mal fünfzig Jahren eine ganze, zumindest nach außen hin noch christliche Zivilisation niederzubrechen.

Das gelang natürlich nur, indem man an den Priesterseminaren nicht mehr die gute alte Moraltheologie lehrte.

Als ich vor sieben Jahren einen „konservativen“ Priester nach einem Ratschlag für ein gutes Moraltheologiebuch fragte, sagte dieser zu meinem größten Erstaunen: 

„Ich kann Ihnen keines empfehlen, denn Moraltheologie hatten wir im Priesterseminar nicht! Aber vielleicht fragen sie mal bei den Piusbrüdern nach, die haben ja eine recht strenge Moral!“
Damals war ich noch recht frisch katholisch und begriff noch nicht das ganze Ausmaß seiner leicht dahin gesagten Sätze.

Seitdem weiß ich immerhin, dass es Priester gibt, die im Beichtstuhl sitzen, ohne die geringste Ahnung von Moraltheologie zu haben, aber dort berufsgemäß ständig über moraltheologische Fragen richten müssen.

Zu diesen Priestern kommen noch die, denen man absichtlich eine verwässerte Moraltheologie a la Häring oder noch schlimmer beigebracht hat.

Wenn man solche Priester dann in katholische Gegenden bringt, sorgen sie nicht mehr für sittliche Ordnung, wie es eigentlich ihre Aufgabe wäre und nach nicht mal fünfzig Jahren hat man das oben beschriebene Ergebnis: Katholiken verkaufen ohne mit der Wimper zu zucken Kondome in ihrem Lebensmittelgeschäft.

Wie schon in einem früheren Post gesagt, ist die absichtliche Aufweichung der Moraltheologie schon seit weit vor dem Konzil im Gange, denn die gute katholische Moraltheologie steht der Schaffung der Eine-Welt-Religion im Wege.

In einem noch sehr guten Buch von weit vor dem Konzil steht über die Sündhaftigkeit des Verkaufs unsittlicher Waren nämlich noch Folgendes:

Artikel zu verkaufen, die zu sündhaftem Zweck bestimmt sind, ist schlechthin unerlaubt; unsittliche Schriften, Glauben und Religion gefährdende Bücher, Antikonzeptionsmittel (empfängnisverhütende Mittel) und dergleichen zum Verkauf bereit zu halten und anzubieten wäre schwer sündhaft.  
Angestellte dürften sich nicht zu solchem Dienste herabwürdigen lassen, sie wären streng zu verpflichten, nötigenfalls sich um eine andere Stelle umzusehen.

Dass die Herstellung oder Beteiligung an der Herstellung des zur Unsittlichkeit Dienenden noch strenger zu beurteilen ist, versteht sich von selbst.
Zitat aus: Lehrbuch der Moraltheologie von Otto. Schilling, II. Band, Max Hueber Verlag, München, mit Imprimatur, 1928. S. 311 
Die unsittlichen Schriften gibt es heutzutage auch im Supermarkt, es muss nicht mal „Playboy“ sein, schon die „Gala“ reicht heute, wie ich neulich beim Arzt feststellen konnte, der das Blatt ausgelegt hatte. 
Dass die „Bravo“, die Heranwachsende als Zielgruppe hat, unter extrem unsittliche Schriften (Vorsicht, Link zur Onlineausgabe dient nur zur Veranschaulichung der hoch unsittlichen Inhalte) fällt, ist den meisten Verkäufern und vor allem den Eltern wegen Mangel an moraltheologisch gut ausgebildeten Priestern mit Sicherheit nicht mehr klar.

* Die UN bewerben seit Jahrzehnten auch global den Gebrauch von Kondomen und verkleiden das mit dem "Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten" und besonders HIV. Sie bezeichnen den Gebrauch von Kondomen als "sustainable", "nachhaltig". 
Wo dieser Begriff drauf steht, ist 100%ig das gesamte globale Bevölkerungsreduzierungsprogramm der UN drin.
So helfen alle mit ihren schweren Sünden mit, die Ziele der UN zu erreichen, nämlich, dass jeder möglichst wenig Nachkommen hat, und kommen sich dabei auch noch modern und aufgeklärt vor.



Montag, 8. Dezember 2014

Talkshows und Fernsehserien oder: Wie wird man UN-indoktriniert?

In Talkshows könnte man etwas lernen, meinen genügend Leute, darunter auch Katholiken. Das sonstige Programm wird zwar vermieden, weil arg primitiv, aber Talk-Shows sieht man an.

Ja, in Talk-Shows kann man tatsächlich was lernen und zwar, in welche Richtung die Weltregierung UN die Massen agitieren möchte. Vergleicht man nämlich die Themen in Talk-Shows (und nicht nur in deutschen) mit den Themen, die die UN (Vereinte Nationen) entsprechend ihrer Millenniums- und Post-2015-Ziele weltweit unter die Leute bringen möchten, mit denen der Talkshows, so kommt man nicht umhin, eine enorme Übereinstimmung festzustellen, besonders wenn man öfter die täglichen UN-Nachrichten liest.

In Talk-Shows wird übrigens immer Hegelsche Dialektik mit These, Antithese und Synthese angewendet. Ich bin mir ziemlich sicher, dass niemand, der nicht weiß, was in Talkshows gespielt wird, ohne eine Synthese in seinem Kopf wieder ausschaltet.

Ein Beispiel: jemand ist absoluter Euthanasie-Gegner, er bekommt aber in Talkshows psychologisch mehr oder weniger subtil solch emotionale Argumente pro-Euthanasie geliefert, dass er innerlich bereit wird, immerhin in Einzelfällen einer Euthanasie doch zuzustimmen. Bingo! Ziel erreicht, Fuß in der Tür. 
Mit der nächsten Talkshow dieser Art wird derjenige noch weicher geklopft und die Tür noch mehr geöffnet. 
So macht man es seit Jahrzehnten im Fernsehen mit allen Themen. (Und leider auch seit 50 Jahren in der katholischen Kirche. Wie oft besonders Papst Franziskus und seine internationalen Freunde im Klerus und unter den Theologen schon vom „Türenöffnen“ geredet haben, kann ich nicht mehr zählen.)

Schauen wir uns das Spitzenpersonal der öffentlich-rechtlichen „Talker“ genauer an. Frau Maybrit Illner z.B., ohne deren gewinnendes Lächeln ja nichts mehr geht im ZDF, hat ihre Ausbildung absolviert wo? Laut Wiki hier: "
Karl-Marx-Universität in Leipzig, Sektion Journalistik. Anschließend arbeitete sie als Sportjournalistin für das Fernsehen der DDR."

Das wird den meisten wenig sagen, denn wer weiß schon wie die Sektion Journalistik der Karl-Marx-Universität umgangssprachlich genannt wird? Sie wird genannt: das Rote Kloster
Diese Bezeichnung sagte mir deshalb etwas, weil ich zufällig ein Buch einer Absolventin dieses "Roten Klosters" besitze, die ihren Aufenthalt dort bereut hat. Das Buch hat den gleichen Titel und wurde erworben in der Zeit, in der ich mich ziemlich intensiv mit der dem Kommunismus zugrunde liegenden falschen Philosophie des dialektischen und historischen Materialismus auseinandergesetzt habe, die dort natürlich auch gelehrt wurde, wie sollte es anders sein. 
Das rote Kloster war vor allem die Kaderschmiede der subversiv tätigen DDR-Journalisten, die hauptsächlich für den „Auslandsdienst“ ausgebildet wurden.

Dort hat man u. a. schreiben gelernt, wie man es heute besonders noch im Neuen Deutschland, d
em früheren Zentralorgan der SED oder auch beim schön öfter erwähnten National Catholic Reporter (Gott sei es geklagt) zu lesen bekommt.

Solange ein Absolvent des Roten Klosters nicht glaubhaft vorführen kann, dass der größte Irrtum seines Lebens war, die Journalistenschule der DDR besucht zu haben, würde ich mir niemals eine Talkshow mit ihm ansehen, außer höchstens um zu erfahren, mit was und wie wir aktuell indoktriniert werden sollen. Aber das kann man auch Zeitsparender und effektiver mit fünf Klicks im Internet in 10 Minuten erfahren, z. B., wenn man einen Blick auf die UN-Nachrichten wirft. Und da hat man dann gleich alle ihre Themen im Überblick präsent und nicht nur eines.

Fernsehserien mit UN-Inhalten

Das Nächste, was man vermeiden sollte, wenn man nicht UN-gleichgeschaltet werden möchte, sind Fernsehserien. 
Ich kann hier wirklich mitreden, denn ich war früher leider jahrelang Lindenstrasse-süchtig. 

Was mir der linke Produzent Hans Geissendörfer  aus der Gruppe der Autorenfilmer des Neuer Deutscher Film  (heißt übersetzt: kommunistischer, subversiver, gesellschaftszerstörender Agitprop, geschickt verkleidet als Unterhaltung und Zeitvertreib) in dieser Zeit der Lindenstrasse-Sucht alles in Hirn gesetzt hat, geht auf keine Kuhhaut. 

Es ist ein Wunder der Gnade, dass ich mich von diesem ganzen linken Agitprop, den ich vollkommen unkritisch geschluckt habe, gedanklich ebenso vollkommen wieder verabschieden konnte. 
Denn sonst würde ich immer noch Folgendes denken: 
"Ist der schwule Carsten Flöter aus der Lindenstrasse nicht ein netter Kerl gewesen? Er und sein auch schwuler Lebensgefährte „Käthe“ kümmerten sich doch so reizend und selbstlos um einen männlichen Halbwüchsigen, der bei ihnen wohnte, weil der aus problematischen Verhältnissen kam. Sie wollten doch so gerne auch ein Kind haben, die beiden netten Männer! So ein schönes Zuhause haben die zwei Schwulen versucht, ihm zu machen, obwohl er so ein Problemjunge war! Wie sozial eingestellt sind doch Schwule und schlau war der Herr Dr. Flöter auch, denn er war ja Arzt."

Ja, so habe ich tatsächlich mal gedacht; vollkommen mit dem UN-Thema LGBT indoktriniert dank Lindenstrasse. Scheidung, Ehebruch und Selbstmord waren damals für mich auch kein Problem, alles u. a.  dank der "netten" Leute in der Lindenstrasse.

Der Darsteller des „Carsten Flöter“, auch im richtigen Leben „schwul“ und sogar in der Schwulenbewegung extrem aktiv,  ist übrigens seit einigen Jahren wegen einer "mysteriösen" Krankheit todkrank und kann nicht mehr mitspielen.

Bekannt wurde Herr Uecker laut Wikipedia, als er 1987 in der Lindenstrasse Günter Barton küsste. Es war nämlich der erste Kuss zwischen zwei Männern im deutschen Fernsehen in einer Vorabendserie.

Das ist so unvorstellbares und vor allem immer noch nachwirkendes Ärgernis, dass in besseren Zeiten jeder Katholik gewusst hätte, dass man Heerscharen für Herrn Uecker beten lassen müsste, damit so jemand die Gnade bekommt, seine öffentlichen Todsünden zu bereuen und sich bekehren zu können. 
Auch Herr Barton könnte solche Gebete gebrauchen, denn er wurde laut Wiki "einem weiten Publikum durch seine Rolle des Gert Weinbauer in der Serie Lindenstraße bekannt. Zwanzig Jahre später kehrte er kurzzeitig in die Serie zurück, um den Freitod seiner Figur darzustellen."

Freitod als allgemein akzeptiert einzuführen, ist übrigens ein Langzeitprojekt der UN und besonders ihrer Untereinheit UNESCO und deren ersten Direktors Sir Julian Huxley.

Man sieht, nicht nur Fernsehgucken, sondern auch im Fernsehen mitspielen ist enorm gefährlich für das ewige Heil, denn fremden Sünden zustimmen und sie verteidigen, ist mitschuldig daran werden, ein Sachverhalt, den kaum noch ein Katholik kennt. 
Und mit den sozusagen "real" im Fernsehen vorgeführten fremden Sünden wird man vorbereitet, ihn auch zuzustimmen, sie zu verteidigen oder zumindest dazu zu schweigen, wenn sie einem real begegnen.

Daher habe ich auch seit acht Jahren so gut wie kein Fernsehen mehr geguckt. Vor drei Jahren habe ich es mal wieder mit Tierfilmen versucht, nur um festzustellen, dass man auch da indoktriniert wird, vorzugsweise werden einem heidnische Kulturen angepriesen. 

Um heidnische Kulturen kümmern sich die UN, wie sollte es jetzt auch anders sein, natürlich auch besonders und zwar unter der Rubrik Indigenous People, wie ich dieses Jahr gelernt habe. Diese werden von den UN vor allem vom katholischen Glauben ferngehalten, aber das ist jetzt ein anderes Thema.

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Kardinal Burke: "In dieser Zeit zu leben verursacht großes Leiden."

Aus seinem neuesten in Interview mit einer italienischen Zeitung, dankenswerterweise von "Katholisches.info" ganz übersetzt (fett und kursiv ist der Interviewer):

Was kann ein Hirte einem Katholiken sagen, der sich angesichts der Wendewinde verloren fühlt?
Die Gläubigen sollen nur Mut haben, weil der Herr Seine Kirche nie im Stich lassen wird. Denken wir daran, wie der Herr der stürmischen See Einhalt geboten hat und an Seine Worte an die Jünger: „Warum habt ihr solche Angst, ihr Kleingläubigen?“ (Mt 8,26). Wenn diese Zeit der Verwirrung ihren Glauben zu gefährden scheint, müssen sie sich mit noch größerer Anstrengung um ein wirklich katholisches Leben bemühen. Mir ist aber bewußt, daß in dieser Zeit zu leben, großes Leiden verursacht.


und

Einige Prälaten, die die überlieferte Lehre vertreten, sagen, sollte der Papst Änderungen vornehmen, würden sie diese akzeptieren. Ist das nicht ein Widerspruch?
Ja, das ist ein Widerspruch, weil der Papst der Stellvertreter Christi auf Erden und damit der erste Diener der Glaubenswahrheit ist. Da ich die Lehre Christi kenne, kann ich nicht erkennen, wie man mit einer doktrinellen Erklärung oder einer pastoralen Praxis, die die Wahrheit ignoriert, diese Lehre zu ändern glaubt.

Trägt der vom Papst auf die Barmherzigkeit gelegte Akzent als der wichtigste, wenn nicht sogar einzige Leitgedanke der Kirche nicht auch zur Illusion bei, man könne eine von der Lehre losgelöste Pastoral praktizieren?
Es breitet sich die Idee aus, es könne eine barmherzige Kirche geben, die sich nicht um die Wahrheit kümmert. 
Die Idee beleidigt mich zutiefst, daß angeblich bis heute die Bischöfe und Priester nicht barmherzig gewesen seien. Ich bin in einer ländlichen Gegend der USA aufgewachsen und ich erinnere mich, als ich Kind war, daß es in unserer Pfarrei ein Paar von einer Farm nahe der unseren gab, das zur Messe in die Kirche kam, aber nie die Kommunion empfing. 
Als ich größer wurde, fragte ich meinen Vater nach dem Grund, und er erklärte mit großer Natürlichkeit, daß sie in einem ungeordneten Stand lebten und es akzeptierten, nicht die Kommunion empfangen zu können. Der Pfarrer war sehr freundlich mit ihnen, sehr barmherzig und setzte seine Barmherzigkeit dafür ein, daß das Paar wieder in ein mit dem katholischen Glauben übereinstimmendes Leben zurückkehrt. 
Ohne Wahrheit kann es keine wahre Barmherzigkeit geben. Meine Eltern haben mir beigebracht: wenn wir die Sünder lieben, müssen wir die Sünde hassen und alles tun, um die Sünder dem Bösen zu entreißen, in dem sie leben.
Gott sei Dank! Unbedingt alles lesen! 


Mittwoch, 19. Dezember 2012

Gib nie einen Rat zur Sünde

Zum besseren Verständnis des folgenden empfiehlt sich das Lesen der passenden Heiligenlegende, des heiligen Timotheus und seiner Ehefrau Maura, beide Märtyrer

Maura hat ihrem Ehegatten zu einer sehr großen Sünde geraten, da sie ihm zugemutet, wenigstens dem Scheine nach den Göttern zu opfern. Sie sah nicht ein, dass man seinen heiligen Glauben aufrichtig und offen bekennen und auch den Schein einer Verleugnung desselben vermeiden müsse. Timotheus gab ihr auch die rechte Antwort auf ihren sündhaften Rat. — 

Ähnliche Versuchungen zur Sünde durch bösen Rat sind auch jetzt nicht selten. Leider ist es so, dass sich so manche Christen nichts daraus machen, ihren Mitmenschen, wenn dieselben in irgendeiner Verlegenheit sind, oder wenn sie einem Unglück entgehen, einem Schaden ausweichen, irgend einen Vorteil erringen können, zum Verderben ihrer Seele Ratschläge zu geben.

So gibt es Betrüger, die allerhand unerlaubte Mittel anraten, um Krankheiten zu heilen, Schätze zu graben. Andere raten zu ungerechten Prozessen, zu Übervorteilung ihres Nächsten bei Handel und Wandel. Mütter raten ihren Töchtern zu gottlosen Bekanntschaften, um sie an den Mann zu bringen. Gewissenlose Menschen raten jungen Männern allerhand Mittel an, um dem Soldatenstand zu entgehen. Liederliche Frauen geben oft sogar Ratschlag, wie gefallene Mädchen der Schande entgehen können, und machen sie zu Mörderinnen! Herrschaften raten ihren Dienstboten, Verwandte ihren Freunden, Nachbarn ihren Nachbarn, wie sie ihre Rache kühlen, ihren Beleidigern oder Feinden Schaden zufügen können u. s. w. 

O wie viele Sünden laden sich solche Ratgeber auf die Seele! Sie meinen, weil sie selbst das böse Werk nicht tun, sondern nur den Rat dazu geben, so seien sie ohne Schuld, denken aber nicht daran, dass man sich auch fremder Sünden teilhaftig machen kann, wenn man Anlaß dazu gibt, und dass Jesus ein schreckliches Wehe über jene ausgestossen, die ihren Mitmenschen Ärgernis geben, sie auf irgend eine Weise zur Sünde verleiten. — 

Übrigens straft sich diese Sünde des bösen Rates nicht selten an dem, der ihn gibt, wie es in der heiligen Schrift heißt: „Der böse Rat fällt auf den zurück, der ihn gibt, und er wird nicht wissen, woher dieses kommt." Eccli. 27, 38, 30. „Den Gottlosen wird sein eigener Rat stürzen." Job 18, 7. „Keiner kann verborgen bleiben, der Unrecht redet, und das Strafgericht wird ihn nicht verfehlen." Weish. 1, 8. — Hüte dich also lieber Leser! vor der Sünde des bösen Rates. Überlege wohl, ehe du einen Rat erteilest, ob derselbe nicht zum Verderben deines Nächsten ausschlage, und deine eigene Seele nicht mit hineinziehe! — 

Nimm aber auch niemals einen bösen Rat an, und gedenke deshalb der Worte der Schrift: „Mein Sohn, wenn dich die Sünder locken, so folge ihnen nicht. Gehe nicht mit ihnen! Halt zurück deinen Fuß von ihren Wegen; denn ihre Füße laufen zum Bösen und sie eilen, Blut zu vergießen."(Sprüchw. 1,10. 15,16.) '

Gebet. Gütigster Herr Jesu Christe! hilf mir, dass ich meine Zunge bezähme, damit ich sie niemals gebrauche zu einem bösen Rate, der mir und meinem Nebenmenschen zum Verderben gereichen könnte. Amen.
Alles aus: Legende von den lieben Heiligen Gottes. Nach den besten Quellen bearbeitet und herausgegeben. Stadtpfr. Georg Ott, mit oberhirtlicher Gutheißung, Verlag F. Pustet, 1858  

Buchtipp zu diesem wichtigen, heutzutage fast völlig übersehenen Thema: "Fremde Sünden und Ärgernis" von Prof. Georg May 




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