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Mittwoch, 10. Dezember 2014

Vatikan: Input für Bischofssynode 2015 soll nicht nur auf Doktrin basieren

Das berichtete das ultraprogressive und immer bestens informierte Magazin National "Catholic" Reporter gestern freudig.

Meine Übersetzung, kursive Hervorhebungen auch von mir:

Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren hat der Vatikan die nationalen Bischofskonferenzen aufgefordert, Input von Katholiken "auf allen Ebenen" zu suchen, wie die Kirche auf manchmal schwierige Fragen des modernen Familienlebens wie Scheidung und Wiederheirat reagieren sollte. 
In einem Vorbereitungsdokument für ein weltweites zweites Treffen der katholischen Bischöfe zum Familienleben, hat der Vatikan außerdem betont, dass Barmherzigkeit benötigt wird, um auf solche schwierigen Situationen zu reagieren - und hat die Bischöfe sogar aufgefordert, zu vermeiden, dass ihre pastorale Sorge ausschließlich auf der derzeitigen katholischen Lehre basiert.
 (später in dem Artikel - siehe Verlinkung oben - wird die betreffende Stelle aus dem vatikanischen Vorbereitungsdokument zitiert)
Mein Kommentar: Papst Franziskus lässt gerade Brandbomben auf die Kirche werfen.

Katholisches.info berichtet auch darüber und fragt:

„Gibt es eine von der Lehre unabhängige Pastoral?“

Mein Kommentar
dort:

Ja, die gibt es, leider. 
Es ist die "Sehen, Urteilen, Handeln"-Methodik oder "see, judge, act"-method, mit der seit 50 Jahren die Kirche gesprengt wird und die besonders von der Befreiungstheologie (bedeutet übersetzt "Befreiung von der Theologie") benutzt wird.

Jeder "progressive Katholik" weiß das und kennt diese Methode. Bei diesen bzw. in einem Buch des Papstlehrers J. C. Scannone S.J., dem Erfinder der argentinischen Befreiungstheologie "Theologie des Volkes" (interessanter Begriff), habe ich das auch zum ersten Mal gelesen und dann gegoogelt. 

(Beim zweiten Papstlehrer, Lucio Gera, "erwächst die Theologie sogar gleich aus der Pastoral".)

Bei dieser "sehen, urteilen, handeln"-Methode wird nicht von der katholischen Lehre (deduktiv) ausgegangen und die entsprechende Lösung des Falles abgeleitet, sondern von Einzelfällen ausgehend (induktiv) wird verallgemeinert.

Beispiel: 


„Wiederverheiratete Geschiedene“ sind Ehebrecher, denn eine gültige Ehe kann nicht geschieden werden. Sie müssen daher ihren Ehebruch beenden (!) und bereuen und beichten, wie die katholische Lehre sagt und fordert. 
Dann können sie jederzeit wieder zur heil. Kommunion gehen, sofern sie sich nicht einen neuen Ehebruch suchen oder den alten wieder auffrischen oder eine andere Todsünde begehen.
Das wäre die deduktive Vorgehensweise, die aus der Doktrin die Pastoral ableitet.

Warum müssen generell Todsünder sofort aufhören zu sündigen? 

Weil Gott unser aller Heiligung will und es ein Dogma ist, dass eine einzige unbereute ungebeichtete Todsünde ausreicht, um jemanden nach seinem Tod auf ewig in die Hölle zu bringen. Denn eine Todsünde löscht sofort die heiligmachende Gnade aus, ohne die keiner den unvorstellbar heiligen Gott in der Ewigkeit wird sehen können.
Und da niemand weiß, wann er sterben muss, sollte man einen Todsünder schon drängen sich zu bekehren, das ist ein Akt der geistlichen Barmherzigkeit.
Einfach zu verstehen und einleuchtend oder? Nicht für die heutige Besetzung des Vatikans, denn:

Das gefällt nicht mehr, weil zu hart, wie Kardinal Kasper, der handverlesene Chef-Theologe der päpstlichen "neuen Barmherzigkeit", ja im Video neulich zugab und daher sind „wiederverheiratete Geschiedene“ durch die induktive Vorgehensweise jetzt Menschen, die einen "gescheiterten Lebensentwurf" hinter sich haben, denn: scheitert nicht jedem mal was? 
Dieses Scheitern bereuen sie zwar , aber jetzt haben sie auch Kinder mit dem "neuen Ehepartner" und man "liebt sich" doch und kann sich nicht trennen und alle leiden so furchtbar, dass sie nicht zur Kommunion gehen dürfen, da kann man ihnen nicht auch noch sagen, dass sie in fortgesetzter Todsünde leben, sondern da muss der „Pastor der Kasper´schen neuen Barmherzigkeit“ einspringen, um sie zu "integrieren". 
So Kardinal Kasper im Video, außer dass er natürlich nicht gesagt hat, dass das eine induktive Vorgehensweise ist, die die katholische Lehre völlig außer Acht lässt.

Wie das „Integrieren“ dann geht, erklärt Papst Franziskus im neuesten argentinischen Interview:

„Im Fall der wiederverheiratet Geschiedenen: Was machen wir mit ihnen, welche Tür kann man öffnen? 
Es gibt eine pastorale Unruhe: Also geben wir ihnen die Kommunion? Es ist keine Lösung, ihnen die Kommunion zu geben. Das allein ist nicht die Lösung. Die Lösung ist die Integration. 
Sie sind nicht exkommuniziert, sicher. Aber sie dürfen nicht Taufpaten sein, sie dürfen in der Messe die Lesungen nicht lesen, sie dürfen die Kommunion nicht austeilen, sie dürfen den Katechismus nicht lehren, sie dürfen sieben Dinge nicht tun. Ich habe die Liste hier. Schluß! Wenn ich das erzähle, würden sie wirklich wie Exkommunizierte wirken! Also, die Türen etwas weiter öffnen.“ 
(Quelle für die deutsche Übersetzung)
Papst Franziskus arbeitet immer so und hat dieses Vorgehen früher schon per CELAM (Lateinamerikanische Bischofskonferenz) in ganz Lateinamerika eingeführt.

Wer das alles weiß, muss nicht mehr so viel rätseln und wird sich auch nicht von der neuen anti-katholischen induktiven "Pastoral" verführen lassen:

Papst Franziskus "induktiver" Kampf gegen "die rechte Szene in der Kirche"

Schon vor über fünfzig Jahren wurde dieses anti-katholische und nicht von der kirchlichen apostolischen Tradition gedeckte, induktive "Fallstudienverfahren", das aus Harvard (!) kommt, eingeführt:
Was haben das Konzilsdokument "Gaudium et Spes" und die Enzyklika "Mater et Magistra" mit der Familiensynode zu tun?


Es war diese Einführung ein genialer Streich, um komplett die katholische Lehre aus den Köpfen der Laien und auch der Priester auszuradieren. Die letzten noch verbliebenen Reste der katholischen Lehre in den Köpfen werden jetzt ganz "offiziell" im Namen der "neuen Barmherzigkeit" ausradiert. 

Wer weiß schon noch, dass "die Sünder zurechtweisen" und "die Unwissenden belehren", zwei echte Werke der geistlichen Barmherzigkeit entsprechend der mittlerweile selbst im Vatikan verpönten katholischen Lehre sind?

Die "neue Barmherzigkeit" jedenfalls kommt vom falschen Geist und führt Scharen in die Hölle, wo es auch schon genügend Bischöfe und Priester geben soll.

Heiliger Erzengel Michael, verteidige uns im Kampfe.










Donnerstag, 27. November 2014

Unerlaubte Absprachen vor der letzten Papstwahl?

Im anglo-amerikanischen Sprachraum wird seit einigen Tagen diskutiert, ob es unerlaubte Beeinflussungen und Absprachen vor der Papstwahl gegeben haben könnte. 
Der Grund dafür ist ein in Kürze erscheinendes Buch mit dem Titel „The Great Reformer“, Untertitel "Francis and the making of a radical Pope", das über Papst Franziskus und seine Geschichte handelt. (Bild, wie der Autor, Herr Ivereigh, Papst Franziskus das Buch überreicht hier.)

Der Autor ist der bei anglo-amerikanischen Katholiken gut bekannte Austen Ivereigh, vormalig Pressesprecher von 
Cormac Kardinal Murphy-O’Connor, dem früheren römisch-katholischen Primas von England und Wales. 

Laut den Aussagen von Herrn Ivereigh soll Kardinal Murphy-O’Connor sich 2013 mit Walter Kardinal Kasper zusammengetan haben, von Herrn Ivereigh "Team Bergoglio" genannt, und gezielt etliche andere Kardinäle besucht haben, um deren Stimme für Kardinal Bergoglio für das bevorstehende Konklave zu gewinnen. 
Vorher hatten sie Letzteren gefragt, ob er zustimmen würde, wenn er zum Papst gewählt würde. Kardinal Bergoglio soll geantwortet haben,  dass „in einer Zeit der Krise für die Kirche kein Kardinal seine Zustimmung verweigern könne“. 

Darauf soll Kardinal Murphy-O’Connor ihm geraten haben „vorsichtig“ zu sein, worauf Kardinal Bergoglio mit „capisco“, "ich verstehe" geantwortet haben soll.

Das alles soll in Austen Ivereighs kommendem Buch stehen. Als dies bekannt wurde, sah sich Kardinal 
Murphy-O’Connor genötigt, eine Pressemitteilung an den Herausgeber des "The Telegraph" (Bild links) herauszugeben, in der diese Frage an Kardinal Bergoglio, ob er Papst werden wolle, geleugnet wurde. Die weiteren Absprachen vom "Team Bergoglio", über die Herr Ivereigh in seinem Buch berichtet, wurden in der Pressemitteilung an übrigens interessanterweise nicht bestritten.
Der Buchautor schweigt bislang zur Pressemitteilung des Kardinals. Jeder darf nun überlegen, wer hier nicht die Wahrheit sagt. 

Falls Austen Ivereigh die Wahrheit geschrieben hat, hätte das einige extrem unangenehme Konsequenzen für die Beteiligten. Der rührige Br. Alexis Bugnolo, der neulich schon beim Twittern dem angeblich „konservativen“ Kardinal Napier bezüglich des unkatholischen Synodenzwischenberichts auf den Zahn gefühlt hat, hat sich ein wenig im Kirchenrecht umgesehen und diese Konsequenzen hier zusammengestellt.

Hier ist außerdem ein Video mit Austen Ivereigh, in dem er über seine Recherchen bezüglich Papst Franziskus und dessen Wurzeln in der Befreiungstheologie spricht. 

Herr Ivereigh sagt das, was auch während des letzten Jahres in diesem Blog geschrieben wurde, nämlich, Papst Franziskus handelt nicht zufällig, alles ist ein seit Jahrzehnten vorbereiteter Plan, eine andere Kirche zu gestalten, bei dem auch Papst Benedikt voll umfänglich involviert war und ist. 
In Lateinamerika wurde dazu (Anmerk. von mir:  mit Hilfe von Papstlehrer und Rahner-Schüler Juan Carlos Scannone SJ) eine „Befreiungstheologie ohne marxistische Wurzeln“ erfunden, die sogenannte "Theologie des Volkes“. Lateinamerika wurde mit den Bischofskonferenzen von Medellin nach Puebla benutzt, um dort unbemerkt von den europäischen Laien (Anmerkung von mir: aber mit kräftiger Mithilfe der deutschen Bischofskonferenz, siehe hier), eine „andere Kirche zu gestalten“, die - später nach Europa "exportiert" - die bis dahin bekannte Kirche ersetzen soll, da die alte Kirche mit ihrer "Ideologie" den selbst berufenen "Reformern" nicht gefällt.

Das ist das, was Herr Ivereigh im Kern sagt und ich bin beruhigt, dass ich mich mit meinen selbst recherchierten Blogposts nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt habe, denn als katholischer Blogger sollte man unbedingt die Wahrheit berichten. Wenn man lange genug recherchiert und kombiniert, kommt man tatsächlich auf das, was der progressive Kirchenkenner Herr Ivereigh im Video erzählt. 

Im Gegensatz zu Herrn Ivereigh freue ich mich nicht über den gelungen Coup der Kirchenzerstörung, ganz im Gegenteil.

Das einzige was Herr 
Ivereigh im Video nicht sagt, ist, dass „Befreiungstheologie“ mit "Befreiung von der dogmatischen Theologie“ übersetzt werden muss und dass die UN (Vereinte Nationen) seit Jahrzehnten eine nicht kleine Rolle bei dem Ganzen spielen, was leider durch die folgereichen Entscheidungen von Papst Pius XII. möglich wurde, siehe hier.

Einer der informellen Chefs, wenn nicht der informelle Chef der UN ist laut Joan Veon Prinz Charles, eine gewagte, aber bestens fundierte Behauptung, die leider jeder Überprüfung standhält. 
Das englische Königshaus mit seiner seit Jahrhunderten bestehenden extremen Abneigung gegen den Katholizismus spielt nach meinen Recherchen eine enorme Rolle in der Kirchenkrise, was aber scheinbar noch niemandem aufgefallen ist. Ich hoffe demnächst Zeit zu finden, diesen "Fund" näher ausführen zu können. In dieses Bild passt jedenfalls, dass der Kardinal, der vor der Papstwahl die Fäden gezogen haben soll, früher Primas von England und Wales war:
Cardinal Murphy-O’Connor’s role included lobbying his North American counterparts as well as acting as a link for those from Commonwealth countries. Quelle
Weitere Berichterstattung zu den angeblichen Absprachen vor dem Konklave:



Dienstag, 21. Oktober 2014

Warum progressive "Katholiken" sehr interessante Leute sind

Seit einiger Zeit schon habe ich erkannt, dass man heute nicht um die progressiven "Katholiken" herumkommt, wenn man wissen will, was wirklich in der katholischen Kirche abläuft. 
Mindestens zweimal wöchentlich beschäftige ich mich seit über einem Jahr mit ihren Schriften. Mittlerweile muss ich sagen, man kann wirklich von ihnen lernen. 
Allerdings muss  man wissen, was man von ihnen lernen kann, ihr progressives Gedankengut jedenfalls nicht, denn: Neuerungen im Glauben sind unstatthaft.

Was also kann man von den Progessiven abgucken?

Die Progressiven haben missionarischen Eifer und wie. Leider in die ganz falsche Richtung. Sie wollen eine andere Kirche gestalten, die den Bauchgelüsten aller Menschen schmeichelt oder sie wollen die katholische Kirche sogar ganz zerstören. Und zur Mithilfe in diesem Kampf wollen sie so viele Leute wie möglich gewinnen
. Deshalb predigen sie ohne Unterlass ihr Neues Evangelium.
Das alles kann man leicht aus ihren Schriften entnehmen, denn sie sind ziemliche Plaudertaschen nicht nur in Schrift, sondern auch in Wort, wie Kardinal Kasper kürzlich vorgeführt hat.

Wenn die Progressiven ihren Eifer nur in die richtige Richtung lenken wollten, so wäre in maximal 10 Jahren der ganze Erdkreis katholisch, ja wirklich, das ist nicht übertrieben. 


Da die Progressiven solche Plaudertaschen sind, kann man bei ihnen alles, wirklich alles über die Kirchenkrise lernen. 


Zwei Monate nachdem Papst Franziskus auf den Balkon getreten war, allerspätestens, nachdem ich gelesen hatte, dass P. Juan Carlos Scannone SJ., der Erfinder der argentinischen Spielart der Befreiungstheologie, sein Freund und Lehrer ist, konnte ich nicht mehr länger meine selbst verordnete rosarote Brille aufsetzen und musste mir eingestehen, dass etwas noch schwerer in Unordnung war, als ich bis dahin dachte. 
Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt schon viel Kirchengeschichte gelesen, leider, möchte ich fast sagen, nur aus ziemlich alten Büchern und aus neueren Schriften von Traditionskatholiken und letzteren fehlen leider entscheidende Fakten. 

So studiere ich also seit einem Jahr privat Kirchengeschichte aus progressiven Quellen. Was man da lernen kann! Die Progressiven wissen alles, da sie hinter allem stecken (hier ein kleines Beispiel). So viel kann man zu Lebzeiten gar nicht studieren, wie sie allein im Internet über ihre Kirchenbekämpfung veröffentlicht haben. 

Bei so einem Studium wird einem irgendwann klar, dass ihnen ihre Macht nur von jemand anderem gegeben wurde. Jeder Katholik weiß, dass das letztendlich Gott ist, Der vor 2000 Jahren auch den Verfolgern des göttlichen Heilandes zeitliche Macht gegeben hat und Der generell durch Schlechte die Guten prüft, und den Schlechten Möglichkeit gibt, Gute zu werden, sofern sie mit Seiner Gnade mitwirken wollen; aber ich meine hier mächtige Menschen, die hinter den Progressiven stehen.

In alten Kirchengeschichtsbüchern kann man lesen, dass sich das Christentum in den ersten Jahrhunderten noch viel schneller ausgebreitet hätte, wenn nicht die römische Weltmacht hinter seinen Feinden gestanden hätte, bzw. sein Feind gewesen wäre.

So ist es auch jetzt, jetzt steht wieder eine Weltmacht hinter den Feinden der Kirche und zwar die Vereinten Nationen (UN). 
Um Kirchenkampf zu machen, haben sie hier besonders ihre Unterabteilung UNESCO eingesetzt. 
Es ist erstaunlich wie viele Progressive ihren Lehrstuhl von der UNESCO finanziert bekommen. In Bologna gibt es z. B. einen solchen Lehrstuhl, der sich besonders bemüht, das Vatikanum II und den dort erfundenen "Dialog mit den anderen Religionen" umzusetzen, damit es "Frieden" gibt. 

Da die UNESCO seit Jahrzehnten alle Schulbücher kontrolliert (das kann an neben vielem mehr in diesem genialen Buch nachlesen), ist es kein Wunder, dass es immer schwieriger wird, Kinder katholisch zu erziehen. 

Ich wollte schon lange einen Post schreiben, dass ich denke, dass sie UN die Weltmacht am Ende der Zeiten sind, die laut Offenbarung des heil. Johannes die Menschen zur Unkeuschheit verführt und dadurch auch kontrolliert (kann man in den lehramtlichen Erklärung in dieser Vulgata lesen), denn die UN sind der Hauptverbreiter und –förderer von LGBT und allen anderen Unzuchtssünden. 


Wie schon die Jugend von ihnen absichtlich in unvorstellbarer Weise verdorben wird, kann man eindrücklich (Shame on you, United Nations) bei dieser amerikanischen Ärztin nachlesen, die versucht hat auf einer UN-Sitzung gegen das "Menschenrecht auf Sex für Kinder" (!!) zu kämpfen. 

Außerdem kann man bei den Progressiven lernen, niemals aufzugeben. Als sie angefangen haben, gegen die katholische Kirche zu kämpfen, muss es aussichtslos ausgesehen haben, aber da sie schon seit mindestens 15 Jahrzehnten mit allen Mitteln kämpfen und nie nachlassen, haben sie scheinbar gesiegt. 
Ich las einmal sinngemäß in einer katholischen Zeitschrift, dass Gott Arbeit und Mühe belohnt und deshalb lässt er die Progressiven auch zeitlichen Erfolg haben, eben weil sie so viel arbeiten. 
Spätestens nach ihrem letzten Atemzug wird natürlich abgerechnet, wenn sie sich nicht vorher bekehren und Buße tun wollen, denn niemand kämpft ungestraft gegen Gott.

Fällt mir noch was ein? Im Moment nicht. Nur dass, wenn man sich zu viel mit den Progressiven beschäftigt, man mit der Unwissenheit 
der Traditionskatholiken bezüglich der wirklichen Lage in der Kirche ziemlich ungeduldig werden kann. Außerdem machen sich leider viele "konservative" Katholiken über Progressive lustig, weil sie diese nicht ernst nehmen, was ein sehr schwerer Fehler und damit ein enormer strategischer Vorteil für die Progressiven ist. 
Wenn man den Feind nicht ernst nimmt, kann dieser noch leichter siegen. 

Es gibt leider viele Konservative, die immer noch meinen, die Progressiven würden in einer Generation aussterben, nicht wissend, dass sich letztere jede Menge Nachwuchs herangezogen haben. Außerdem ist heute ohnehin fast jeder Katholik ein Progressiver, wenn auch meist ohne es selbst zu merken. 

Und was sollte man von den Progressiven niemals lernen? 


Sie lügen und zwar wie gedruckt, zwar nicht, wenn sie ihre Generalstabsmäßig geplante Attacke gegen die katholische Kirche beschreiben, aber wenn sie sich darüber auslassen, was angeblich "katholisch" ist. Und sie lassen sich reichlich über ihr Neues Evangelium aus.
Das ist oft ein solch unglaublicher Agitprop, dass selbst die Autoren der schrecklichen Agitpropbücher gegen die katholische Kirche, die in der DDR erschienen sind, noch etwas hätten lernen können. 

Daher kann es sehr gefährlich sein, bei den Progressiven zu lesen, denn wer nicht ganz genau die katholische Lehre und die katholische Morallehre kennt, kann bei ihnen sehr leicht infiziert werden, denn sie kennen sich sehr gut mit Psychologie und auch mit Masseneinflussungstechniken wirklich sehr gut aus, ganz wie ihre mächtigen Freunde bei den UN. (Papst Franziskus z. B. hat als junger Mann u. a. auch Psychologie studiert laut Biographie, man kann etliche davon bei Google-books durchforsten.) 
Daher ist das meiste, was sie sagen und schreiben mit allen Wassern der Werbepsychologie gewaschen.

Spätestens übermorgen gibt es einen Post über induktiv versus deduktiv, ein schon seit Jahrzehnten angewendetes Zaubermittel zur Glaubenszerstörung, besonders in Lateinamerika, auch bekannt als "sehen, urteilen, handeln", das jetzt auch erstmals auch auf einer Synode angewandt wurde und offensichtlich zum neuen innerkirchlichen Standard werden soll. 
Das kann man auch alles bei den immer gut informierten Progressiven lesen, sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch. 

Montag, 13. Oktober 2014

Die Gestaltung einer "Neuen Kirche" durch Bischöfe: von Medellín nach Puebla

"Eine neue Kirche: Von Medellin nach Puebla." So heißt das zweite Kapitel aus dem 1985 veröffentlichen Buch „Crisis and Change“ des Dominikaners Edward L. Clearly, O.P., hochgeladen von einer Dominikanerprovinz und als Ganzes online lesbar. 

Medellín und Puebla sind die Orte an denen 1968 und 1979 die lateinamerikanische Bischofskonferenz CELAM tagte. 

Mir ist schon länger klar, dass vor allem mit Hilfe der lateinamerikanischen Bischöfe die katholische Kirche „aufgebrochen“ wurde, hatte leider bloß keine Zeit darüber zu schreiben. 

Nach 1985 hatte die „Abteilung Weltkirche“ der Deutschen Bischofskonferenz stark Einfluss auf die Entwicklung in Lateinamerika genommen, und zwar über die Entwicklung einer neuen "katholischen" Soziallehre via Befreiungstheologie.
Das steht nicht in dem verlinkten Buch, da es 1984 endet, aber in den Büchern, die ich mir besorgt habe, herausgegeben von den für das lateinamerikanisch-deutsche Projekt Hauptverantwortlichen, dem Papstkenner Prof . Peter Hünermann und Papstlehrer Juan Carlos Scannone SJ.

Ich kann nicht sehen, dass P. Clearly O.P. diese Entwicklung zu einer „Neuen Kirche“ bedauert, im Gegenteil, er begrüßt sie. 

Er beschreibt auch die spezielle Rolle des Jesuitenordens und der Befreiungstheologie bei der Entwicklung dieser „Neuen Kirche“.

Dass die ganze Veränderung schon seit Anfang des letzten Jahrhunderts vorbereitet wurde, beschreibt er in Kapitel I, in dem er auch ausführlich die Rolle des Vatikanums II erklärt.

Die Progressiven wissen schon seit Jahrzehnten, was in der Kirche an neuen Veränderungen passiert ist und wie das bewerkstelligt wurde und was noch alles geplant ist. 

Wenn man etwas über die Kirchenkrise, die sie als „Veränderung“ und vor allem „Aufbruch“ bejubeln und deren Hintergründe erfahren will, muss man nur bei ihnen lesen.

Leider gilt seit Jahrzehnten für die meisten „Traditionskatholiken“ und die Kirchenkrise, das, was einer der Hauptführer der Progressiven, Hans Küng, gesagt hat und was seine einzige Aussage ist, der ich mich anschließen kann.

"Es war ein leichtes Spiel, es waren nur noch einige Details zu klären, die verärgerte Bande von reaktionären Abweichlern* von der neuen Ordnung hat nicht verstanden, was passiert ist und konnte nicht viel dagegen tun."
*Anmerkung von mir: hier sind ganz offensichtlich die dem Lehramt treuen Katholiken gemeint
Nachtrag: Ich vergaß zu sagen, dass die Entwicklung einer "Neuen Kirche" in Lateinamerika von aus Rom begleitet wurde. Die Arbeit von CELAM und die von ihnen eingeführte neue Methodik, die ihre Empfehlungen nicht mehr von der Dogmatik (deduktiv), sondern vom Einzelfall, von dem aus sie verallgemeinert (induktiv), ableitet, genannt "Sehen-Urteilen-Handeln-Dreischritt", stützt sich besonders auf das Konzilsdokument "Gaudium et Spes" (die Kirche in der modernen Welt).

Siehe auch:

Freitag, 12. September 2014

Kokoserde statt Theologie von Papst Franziskus

Je länger man nicht mehr bloggt, desto weniger hat man Lust zum Bloggen. Man liest dann auch nicht mehr täglich bei Vaticaninsider oder Radio Vatikan, wie hervorragend Papst Franziskus mit den extrem anti-katholischen Vereinten Nationen (UN) zusammenarbeitet und alle ihre „Millenniums“-Themen abarbeitet, mehr oder weniger offensichtlich nur mit den Worten „Jesus“ oder "Evangelium" gemischt. 
Man erfährt dann an sich selbst, dass zutrifft, was schon vor einiger Zeit ein Kommentator in einem englischsprachigen Blog schrieb: „Wenn man sich nicht mit dem beschäftigt, was Papst Franziskus alles sagt, kann man sehr gut katholisch leben.“

Zudem weiß ich mittlerweile über die Hintergründe der Kirchenkrise nie dagewesenen Ausmaßes zu viel, was zum einen enorm deprimiert und zum anderen die Auswahl des Post-Themas erschwert. Wer die Wahl hat, hat die Qual.

Im Garten zu arbeiten, hingegen ist keine Qual, sondern nur Freude, da die Blumen und die Geschöpfe immer von Gott predigen. Mit Gartenarbeit habe ich mich in den letzten Wochen daher ausgiebig beschäftigt. 
Das einzige Problem in unserem Garten (neben dem sonst sehr niedlichen täglichen Katzenbesuch, der sich leider auf das Fangen von Libellen und Wasserfröschen spezialisiert hat) ist der extrem schwere Lehmboden. 

Wer auch damit zu kämpfen hat, dem sei Kokoserde empfohlen. Ich habe diesen Bodenhilfsstoff erst vor kurzem entdeckt und bin begeistert. Die schwer verrottbaren Fasern sorgen für lang anhaltende Lockerung des Bodens und erleichtern so den Pflanzen die Durchwurzelung ansonsten kaum durchdringbaren Bodens. Man kann das Ergebnis schon nach wenigen Tagen sehen. 
Das Produkt gibt es gedüngt erhältlich unter dem schönen New-Age-Titel „Magischer Erdenzauber“ oder auch ungedüngt gepresst (einfach bei Amazon gucken). 

Als ich noch sehr jung war, hing über meinem Bett der angeblich chinesische Spruch, ausgeschnitten aus einem Journal für junge Frauen, das, wenn man die besonders heutzutage dort gegebenen Ratschläge betrachtet, besser "Feindin" hieße: 
"Wer einen Tag lang glücklich werden will, der schlachte ein Schwein, wer ein Jahr glücklich sein will, der heirate. Wer ein Leben lang glücklich sein will, der werde Gärtner."
Damals war ich noch arme protestantische Agnostikerin und konnte daher nicht den Hauptirrtum in dem Spruch erkennen, nämlich, dass der dreifaltige Gott, der allein den nach seinem Bilde geschaffenen Menschen glücklich machen kann, darin gar nicht vorkommt, sondern nur die Geschöpfe.
Ich fürchte allerdings, dass ich mit dem immer gültigen und schönen Satz des heiligen Augustinus: 
„Auf Dich hin hast Du uns geschaffen, oh Herr, und unruhig ist unser Herz, bis es ruhet in Dir.“ damals noch nicht viel hätte anfangen können. 

Auf jeden Fall immer richtig ist der leicht verständliche Spruch: 
„Wer sein Leben lang glücklich werden will, der werde katholisch.“ 
Am glücklichsten ist man als Katholik natürlich, wenn die Hierarchie auch 100% katholisch denkt und handelt. Das ist in Rom schon länger und ganz besonders heutzutage, Gott sei es geklagt, nicht der Fall. 
Dort hat man u. a. zu viel unbarmherziges Verständnis für solche Eheleute, die fälschlich meinen, Liebe sei ein Glücks-Gefühl, das ihnen, wie in dem chinesischen Spruch suggeriert, abhanden kommen kann, worauf man das Glücksspiel als "wiederverheirateter Geschiedener" (modernistische Bezeichnung für eine besonders schwere Form des Ehebruchs) neu versuchen kann.

Echte katholische Barmherzigkeit wäre, solche Eheleute zu belehren, 
Wobei ich dann doch wieder bei Papst Franziskus und seiner Theologie angekommen bin, die, wie bei seinem Lehrer Lucio Gera, einem Befreiungstheologen, aus der Pastoral erwächst: "... bei mir erwächst die Theologie aus der Pastoral". 
Diesen Artikel hat auch Kardinal Lehmann empfohlen und fügt hinzu: 
"Es ist noch der Hinweis nützlich, dass Kardinal Bergoglio im Jahr 2012, als sein Lehrer Lucio Gera starb, ihn in der Krypta des Domes in Buenos Aires beerdigen ließ, obwohl er nicht Bischof und nicht Mitglied des Domkapitels war. Über sein Grab ließ Kardinal Bergoglio nur schreiben: „Maestro en teologia"."
(Anmerk: Letzteres heißt "Meister der Theologie".)

Laut Fundamentaltheologie erwächst die Theologie, also die Wissenschaft von Gott, aus der Offenbarung, erst im Alten Bund und dann im Neuen Bund, aber das ist heute endgültig out. 
Papst Franziskus selbst findet, Fundamentaltheologie gehört zu den langweiligsten Dingen auf dieser Erde, glaubt man, dass Papst Franziskus diesen Tweet auch so gemeint hat, woran ich nach über 18 Monaten Pontifikat leider keinen Zweifel mehr habe.

Guckt man nach Lateinamerika, laut Kardinal Lehman der Kontinent im Aufbruch,  und auf die bisherigen Ergebnisse dieses Pontifikates, erkennt man, dass die Übersetzung von „bei mir erwächst die Theologie aus der Pastoral", in etwa heißt: 
je nachdem welche Bauchwünsche die Leute gerade haben, eine solche Theologie schnitze ich ihnen. Oder ganz dumpf: je prolliger die Leute, desto prolliger das Gottesbild und die Moral. 
Man wird sofort an 2. Tim.4:3-4 erinnert.

Der zweite Lehrer von Kardinal Bergoglio, Rahner-Schüler P. Scannone SJ, Erfinder der argentinischen Spielart der Befreiungstheologie, der "Theologie des Volkes", erklärt hier auf Deutsch im Video (mit Krawatte), was ihre Definition von "Volksfrömmigkeit" ist: 
„Laien haben in Lateinamerika die Volksfrömmigkeit entwickelt, im Lichte des Evangeliums, aber ohne Beihilfe des Klerus.“

Das deckt sich mit dem Buch, das ich mir von P. Scannone vor über einem Jahr besorgt habe, als ich das erste Mal erfuhr, dass er der hoch geschätzte Lehrer von Kardinal Bergoglio ist.

Sein Buch ist de facto eine Anleitung dazu, wie man aus katholischen Gesellschaften heidnische macht, alles unter dem Deckmäntelchen der „Volksfrömmigkeit“. Seitdem wundert mich nicht mehr, wie es kommt, dass Katholiken in Südamerika immer öfter zu „Santa Muerte“ beten, und in Scharen zu Allerheiligen Essen und Trinken zu ihren Toten auf die Gräber bringen. In der Definition von P. Scannone SJ „evangelisiert sich das Volk selbst und das führt dann zur Volksfrömmigkeit ohne Beihilfe des Klerus
“.
Der Klerus hilft bei dem ganzen allerdings schon mit, nämlich indem er dem neuheidnischen Treiben zusieht und schweigt.

An anderer Stelle sprach sich Papstlehrer P. Scannone SJ für eingetragene „Homo“-Partnerschaften in der „post-modernen Gesellschaft
“ aus.

Meine Familie und ich haben Jahrzehnte in dem Denk- und Handlungssystem des de facto Heidentums mit seiner grauenhaften Unmoral und seinen entsetzlichen zerstörerischen Auswirkungen auf den Einzelnen und auf die Gesellschaft verbracht und sind seit einigen Jahren jeden Tag aufs Neue überglücklich, endlich die klaren Richtlinien und die Logik des katholischen Glaubens als Lebensanleitung für ein glückliches Leben im Diesseits und vor allem für eine glückliche Ewigkeit zur Verfügung zu haben. 
Wir stehen fassungslos davor, wie man als katholischer Priester offensichtliche Anstrengungen unternehmen kann, die Leute de facto wieder in die Unmoral des Heidentums zurückzuführen und das alles auch noch als „Barmherzigkeit“ und „Volksfrömmigkeit“ verpackt.

Siehe auch:
Mehr über P. Scannone SJ hier.
und



Montag, 21. Juli 2014

Die geplante Umweltenzyklika, Kardinal Marx und „die Nachhaltigkeit“

Eigentlich wollte ich einen Eintrag über Bischof Kräutler, Papst Franziskus neue rechte Hand beim Abfassen der geplanten „Umweltenzyklika“ schreiben, aber beim Googeln dazu kam mir gerade dieser Radio Vatikan-Artikel auf den Bildschirm:
Kardinal Marx: Umweltenzyklika als „Initialzündung“

Der Artikel ist von A bis Z Werbung für Agenda 21, die von den UN 1992 in Rio beschlossen wurde. Wie schon kürzlich gesagt, wer nicht die Pläne der UN und deren Vokabular 
kennt, sollte Radio Vatikan nicht lesen, denn sonst wird er UN-katholisch, wie fast alle Katholiken, die ich kenne.

Besonders interessant wird es hier im Artikel:
Nach Überzeugung von Marx ist der Begriff Nachhaltigkeit inzwischen „unumstritten ein Prinzip der katholischen Soziallehre“. Auch in der Kirche sei das Bewusstsein hierfür „stark gestiegen“. Marx äußerte sich bei einer Veranstaltung zum Thema „Kirche als Treiber öko-sozialen Wandels?“
Falls die Kirche mittlerweile "Treiber des öko-sozialen Wandels" ist, dann nur deshalb weil es der UN perfekt gelungen ist, auch in der katholischen Kirche „agents of change“ (Triebkräfte des Wandels) zu akquirieren oder gar einzuschleusen. Wie man solche akquiriert (Karriere dann garantiert) schreibt die UN im verlinkten Dokument selbst.

Falls der Begriff „Nachhaltigkeit“ „inzwischen unumstritten ein Prinzip der katholischen Soziallehre“ ist, dann nur, weil auch die (unveränderliche) katholische Soziallehre mittlerweile gekapert, sprich komplett umgemodelt worden ist. 
Heutzutage kennt kaum einer mehr die echte traditionelle Soziallehre, zumal alle alten Bücher im "Frühlingsaufbruch" nach dem Konzil auf den Müll geworfen wurden. Praktisch, so kann keiner mehr vergleichen. Allerdings habe ich einige zur katholischen Soziallehre, die noch den Weg in ein Antiquariat gefunden haben, retten können und kann daher vergleichen und die dramatischen Veränderungen erkennen.

Ich spreche bei dieser Einschätzung nicht aus einem Gefühl, sondern habe seit Monaten schriftliche Beweise in Form von Büchern, von den Veränderern selbst geschrieben. (Leider fehlte mir bis jetzt immer die Zeit, so darüber zu schreiben, dass es auch diejenigen verstehen, die davon noch nie gehört oder es nie geahnt haben. Unter diesen Veränderern der katholischen Soziallehre jedenfalls sind zwei Lehrer von Papst Franziskus P. Juan Carlos Scannone SJ und Lucio Gera. Das Projekt dazu war übrigens ein deutsch-lateinamerikanisches Gemeinschaftsprojekt, in den 80ern.) 

Mit dem Wort „inzwischen“ in dem Satz oben von Radio Vatikan zeigen sie selbst, dass es früher kein Prinzip der katholischen Soziallehre war. Wir als Katholiken müssen uns Neuerungen im Glauben aber niemals aufzwängen lassen.

Von wem kommt der relativ junge Begriff Nachhaltigkeit tatsächlich? 
Von Prinz Charles, der diesen über die UN, der Spielwiese des englischen Königshauses, und über zahlreiche internationale Politiker und multinationale Unternehmen, die mit ihm kooperieren, in die ganze Welt gebracht hat. Wenn man weiß, wonach man googeln muss, kann man leicht herausfinden, dass das wahr ist, was Joan Veon, die über 100 UN-Sitzungen besucht hat, in ihrem Buch Prince Charles, the sustainable Prince (Prinz Charles, der nachhaltige Prinz)
schreibt. 
Zum Anfangs-googeln reichen die Schlagwörter „Prince Charles sustainability“.

Das "Prinzip Nachhaltigkeit", übrigens auch Hauptanliegen unserer Bundesregierung, dient in Wirklichkeit dazu, die globalen Ressourcen unter die Kontrolle einiger weniger, ohnehin schon Ultrareicher und Ultraeinflussreicher, zu bringen. Zum größten Teil ist dieses Ziel schon erreicht, es sind allerdings in Agenda 21 noch weitere, weltweit einschneidende Veränderungen geplant.

Nachhaltigkeit - Bundesregierung | Nachhaltigkeitsstrategie

www.bundesregierung.de/.../Nachhaltigkeitsstrategie/_...
Nachhaltige Entwicklung in unserem Land ist ein Grundprinzip der Politik der Bundesregierung. Die nationale Nachhaltigkeitsstrategie enthält konkrete ...

    Das Buch über Prinz Charles liegt gerade zusammen mit Joan Veons anderem Buch über die UN vor mir. Ich kann nur jedem empfehlen, sich beide Bücher zu besorgen, denn dann wird einem überdeutlich klar, was eigentlich hinter der „Kirchenkrise“ steckt.

    An ihrem Vokabular kann man dann leicht die von der UN akquirierten „Triebkräfte des Wandels“ in der katholischen Kirche erkennen. "
    Zeige mir deine Freunde und ich sage dir, wer du bist," lässt sich hier abwandeln in:
    Lass mich hören, welche Themen du ansprichst und welche Schlagworte du benutzt und ich sage dir, für wen du arbeitest.
    Falls Protestanten oder Evangelikale dies lesen; auch ihre "Kirche" ist von UN-Themen infiltriert. 100%ig.
    Die WEA, deren Vertreter kürzlich Papst Franziskus besuchten, was zu einem High-Five führte, hat sogar ein WEA UN Team.

Siehe auch den Artikel von Joan Veon:
SUSTAINABLE DEVELOPMENT, AGENDA 21 AND PRINCE CHARLES
Ihre anderen, immer noch aktuellen Recherchen finden sich hier.
und 
neuere von anderen Autoren:
Stealth Globalism: UN Agenda 21
und
DOH! UN Looks To Catholic Church To Promote Agenda 21



Sonntag, 4. Mai 2014

Papst Franziskus "fühlt sich berufen, eine neue Kirche zu gestalten"

Das erfahren wir von keinem geringeren als seinem „C8-Chef“, Kardinal Rodriguez Maradiaga, der in dieser Funktion im englischsprachigen Raum durch seine ultraprogressiven Aussagen und Prognosen vor Monaten schon einigen Wirbel unter den wenigen Katholiken verursacht hat, die sich überhaupt noch für das ewig gültige Lehramt interessieren bzw. überhaupt wissen, dass es so etwas gibt und kein Papst eine neue Lehre nach seinem eigenen Gutdünken schaffen kann.

Dass Papst Franziskus sich berufen fühlt, die Kirche neu zu gestalten, ist nichts Neues, hat er der Welt vor laufenden Kameras doch schon kurz nach seiner Wahl erklärt, dass er von einer „armen Kirche für die Armen" träumt. Dass es so etwas in der gesamten Ekklesiologie nicht gibt 
(nachzulesen z.B in der Dogmatik von Ott), interessierte weder ihn noch die katholischen Kommentatoren weltweit. 


Dafür tourte und tourt einer seiner Lehrer, der Erfinder der argentinischen Spielart der Befreiungstheologie („Theologie des Volkes“), der Rahner-Schüler Juan Carlos Scannone SJ durch die deutschsprachigen Lande, um einem progressiven Publikum zu erklären, was genau damit gemeint ist und auf was sich alle Progressiven demnächst freuen können.

Nun hat Kardinal Rodriguez nachgelegt mit der Beschreibung von Papst Franziskus Kirchenbild, das sich wie der Wunschtraum der UN und ihren „spirituellen“ Organisationen, wie dem World Parliament of Religions, der United Religions Initiative, dem World Council of Churches (Weltkirchenrat) oder auch Hans Küngs „Stiftung Weltethos“ anhört:

(eigene Übersetzung, gefunden in dem ultraprogressiven “katholischen” Wochenmagazin “The Tablet”)

"Unter anderem soll die Kirche sein: `Im Dienste dieser Welt während sie Christus und dem Evangelium treu ist; frei von aller weltlichen Spiritualität, frei von den Gefahren, um sich selbst besorgt zu sein, eine Mittelklasse zu werden, sich in sich selbst abzuschließen, eine klerikale Kirche zu werden und dabei fähig sein, sich selbst als offenen Raum anzubieten, in der sich alle treffen und anerkennen können, weil es Raum für Dialog, Vielfalt und Willkommensein in ihr gibt.´ Franziskus möchte auch eine Kirche, die `Frauen gerechte Aufmerksamkeit schenkt und ihnen Bedeutung gibt, sowohl in der Gesellschaft als auch in ihren Institutionen´, sagte der Kardinal."
Was das konkret heißt, konnte jeder, der es sehen wollte, im gesamten letzten Jahr mit Schrecken erfahren und jüngst wurde durch die skandalöse Taufe des „Nachwuchses“ eines lesbischen „Paares“, in einer argentinischen Kathedrale und der Aussage der Verantwortlichen, dass dies „ohne Jorge Bergoglio als Papst nicht so leicht möglich gewesen wäre“, gezeigt, was in der Zukunft wohl noch alles auf uns zukommen wird. 
Deutsche Berichte über diese Taufe hier und hier, auf das skandalöse, weltweit verbreitete Video darüber verlinke ich nicht

Sich nur auf die Kurie zu verlassen, in der sehr zum Missfallen von Kardinal Rodriguez der Widerstand gegen Papst Franziskus Versuch wächst, "eine neue Art, Kirche zu sein, zu erschaffen", wird wohl nicht ausreichen, um noch größeres Übel abzuwenden.

Solange sich die Katholiken nicht endlich wieder berufen fühlen, ein heiliges Leben nach den zehn Geboten Gottes und den Kirchengeboten zu führen, statt sich wie bisher geschehen vollkommen an die weltweit verbreitete, dekadente Pop-Kultur anzugleichen, wird das wohl noch eine geraume Zeit so weitergehen. Schwere Sünden der Laien und schlechte Priester stehen in enger Wechselwirkung; beides ruft den Zorn Gottes hervor, wie man früher noch wusste.

Siehe auch:
"Evangelii Gaudium" ist „Befreiungstheologie pur“

und
Es ist sehr wichtig, die Sprache der "Progressiven" entschlüsseln zu können, (erklärt in diesem Post und diesem Post), denn wie ich gerade im Kommentarbereich eines englischen Blog lesen konnte, ist ein "emeritierter Pastor", der eigentlich "konservativ" ist, dazu nicht fähig und freut sich über die Aussagen von Kardinal Rodriguez. Solche Naivität ist der Grund, warum Hans Küng und Freunde so leichtes Spiel hatten.

Nachtrag:

Die „neue Kirche“ der Barmherzigkeit und die „Revolution“ Franziskus

http://www.katholisches.info/2014/05/13/die-neue-kirche-der-barmherzigkeit-und-die-revolution-franziskus/




Donnerstag, 5. Dezember 2013

"Evangelii Gaudium" ist „Befreiungstheologie pur“

Was sogar den Protestanten schon aufgefallen ist, nämlich dass der Papst das Vokabular der Befreiungstheologen benutzt, stellt jetzt auch ein katholischer Bischof fest, der weiß, wovon er spricht:
Innsbruck, 04.12.2013 (KAP) Höchstes Lob für Papst Franziskus kommt vom austro-brasilianischen Bischof Erwin Kräutler. Das neue Papstschreiben "Evangelii Gaudium" sei "ausgezeichnet" und "nur auf dem Hintergrund der Erfahrungen der Kirche in Lateinamerika zu verstehen", so Kräutler gegenüber "Kathpress". Es sei "kein Regierungsprogramm, sondern vielmehr ein Dienstplan" und zudem "Befreiungstheologie pur", auch wenn Franziskus den Begriff meide:
und bei Radio Vatikan lautet die Schlagzeile gar:
Bischof Kräutler: „Franziskus lebt Befreiungstheologie“
Die Apostolische Exhortation „Evangelii Gaudium“ ist ein „Dienstprogramm“ und kein „Regierungsprogramm“. Das betonte im Gespräch mit Kathpress der österreichisch-brasilianische Bischof Erwin Kräutler.
(...) Was Franziskus konkret in dem Schreiben betont, ist meines Erachtens nur im Hintergrund seiner persönlichen Erfahrungen sowie der lateinamerikanischen Bischofskonferenzen zu verstehen.“
Franziskus vertrete die Anliegen der Befreiungstheologie, auch wenn er deren Sprache nicht in den Mund nehme, so Kräutler weiter.
„Er sagt ja ganz klar, dass es eine Kirche bedarf für die Armen. Auch der Hinweis, dass die Kirche an die Peripherie gehen muss – das ist nicht nur geographisch gemeint. Das ist Befreiungstheologie pur. Es geht jetzt nicht darum zu sagen, dass er für die Befreiungstheologie sei. Das wird er auch gar nie sagen. Aber er wird diese Theologie leben.“
Papst Franziskus liest ein Buch über Befreiungstheologie und wird zum Handeln inspiriert.
Cartoon, gefunden schon im  September in dem als "katholisch" verpackten kommunistischen NCR
Die Linken verstanden es von Anfang an den "Sprachcode" dieses Papstes zu dechiffrieren.
Was ist an der "Befreiungstheologie" so problematisch? Dass sie ein "anderes Evangelium" (Galat. 1,9)  ist, weil es im katholischen Glauben nicht um die Befreiung von der Armut, sondern um Befreiung von der Sünde geht. Dazu wird ein aktiver Beitrag jedes einzelnen erfordert, nämlich der feste Wille, mit der Gnade, der  übernatürlichen Hilfe zum Guten, mitzuwirken und selbst aufzuhören zu sündigen, wodurch sich nach und nach eine gerechte Gesellschaft von alleine ergibt, weil andere Menschen ungerecht behandeln Sünde und damit von Gott verboten ist.

"Die Armen vom Kreuz herunterholen"
"Christologie der Befreiung"
Gotteslästerliches Werbeplakat
von Befreiungstheologen
wie Leonardo Boff
Quelle
Im Gegensatz dazu kämpfen die Befreiungstheologieströmungen  – ob sie sich auf den Marxismus berufen oder nicht, ist dabei völlig unwesentlich – von Anfang an nur gegen eine ungerechte Gesellschafts- oder Wirtschaftsordnung, die sie interessanterweise immer nur im Kapitalismus, niemals aber im Kommunismus erkennen, und agitieren jeden einzelnen bei diesem Kampf mitzukämpfen. 
Die einzige "Sünde", gegen die sie kämpfen, ist die angeblich ungerechte Verteilung der Güter in einer bestimmten Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung. Dabei dichten sie Jesus Christus zum Vorbild-Kämpfer für die Armen um. 


Das Elend dieser Welt kommt für Befreiungstheologen nicht von der Erbsünde und deren Folgen, von der sie niemals reden, sondern nur von der Unterdrückung der Armen. 

Die Befreiungstheologie wurde von den Sowjets erfunden, um auch die Christen, von diesen selbst unbemerkt, für ihren Kampf gegen die westliche Gesellschaftsordnung einsetzen zu können.
In Lateinamerika kam dieses russische „Kampfmittel“ besonders zum Einsatz und eroberte 1968 auch die lateinamerikanische Bischofskonferenz. (siehe dazu auch  hier und hier)

Allerdings wurden auch die Christen in der und via DDR agitiert und zum aktiven Kampf für eine „soziale Gerechtigkeit“ aufgerufen. Gleichzeitig hassten die Kommunisten die katholische Soziallehre, die eine wirklich gerechte Gesellschaft schaffen würde, allerdings eine mit dem dreifaltigen Gott und nicht wie im Kommunismus ohne Gott. 


Das Online-Antiquariat machte es möglich, dass ich Besitzerin von Original-DDR-Büchern bin, in denen das alles steht, Diese Bücher wurden über bestimmte Verlage allerdings auch im Westen verbreitet. Und leider gab es auch katholische Bischöfe in Deutschland und Europa, die sich nicht scheuten, dieses „andere Evangelium“ mit allen Mitteln unter die schlafenden, naiv-gutgläubigen Laien zu bringen.

Wenn man als Katholik nicht vor allem anderen zum Kampf gegen die Sünden aufgerufen wird und zwar zuerst zum Kampf gegen die eigenen, und stattdessen der Kampf gegen angeblich ungerechte Gesellschaftsstrukturen und „sozial Benachteiligte“ im Vordergrund steht, dann sollte man immer misstrauisch sein, egal wie hoch derjenige in der Hierarchie steht, der zu diesem Kampf aufruft.

Dass man die Befreiungstheologie in Lateinamerika benutzt hat, um auch die verhasste katholische Soziallehre in Richtung Marxismus/Leninismus zu verschieben, ist ein anderes, sehr wichtiges Thema.


Die Muttergottes hat uns in Fatima vor den Irrtümern Russlands gewarnt, die sich in der ganzen Welt verbreiten würden, wenn die Menschen nicht aufhören wollen, zu sündigen und Gott weiterhin schwer zu beleidigen. Da man nicht auf sie hören wollte, sondern nur noch mehr und noch schlimmer gesündigt hat, sind die irrigen Ansichten der "Welt" und damit die Irrtümer Russlands spätestens seit dem Vatikanum II auch in die katholische Kirche eingedrungen. Der Befreiungstheologe Leonardo Boff hat schon vor Monaten erklärt, dass er glaubt, dass er und seine 150 Mitstreiter bald vom Papst rehabilitiert werden.

Siehe auch: Über den Lehrer von Papst Franziskus, den Gründer der argentinischen Befreiungstheologie, P. Scannone SJ (unten im verlinkten Artikel)
und
Das Wiederauferstehen-Lassen der Befreiungstheologie (Englisch)



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