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Dienstag, 30. Dezember 2014

„Das Leben der Frauen heute“ beim Päpstlichen Rat für Kultur und der Familiensynode


Unter amerikanischen Katholiken und Katholikinnen gab es schon vor einiger Zeit ziemliche Aufregung über ein Video mit dem Titel Call #LIFEOFWOMEN, produziert vom Päpstlichen Rat für Kultur. 

Vielleicht ist das der Grund, warum der Vatikan die englische Version von YouTube zurückgezogen hat und nur noch die italienische Version auf der Vatikanwebsite zu sehen ist, allerdings zusammen mit dem Text des englischen Videos erklärt. 

John Vennari von Catholic Family News  hat aber die oben zu sehende Kopie des englischsprachigen Videos „gerettet" und auf seinem YouTube Kanal hochgeladen.

Die Frau, die im Video zu sehen ist, entspricht in keiner Hinsicht dem überlieferten katholischen Frauenbild. Die unglaublichen künstlichen Wimpern, die wulstigen, weil aufspritzen Lippen und die offensichtlich operierte Nase zusammen mit den blond gefärbten Haaren erinnern eher an eine gealterte Version der „Barbie“-Puppe. 

Eine Zeit lang habe ich mich sogar gefragt, ob das überhaupt eine Frau ist, in Zeiten von weltweit verbreiteten Transgender-OPs, mit deren Ergebnissen das Modell im Video erstaunliche Ähnlichkeit hat.

Diese blondierte Frau ruft im Video dazu auf, Links zu Bildern oder Kurzfilmen in den Vatikan zu senden, die Frauen in ihrem modernen Leben zeigen und die sie vorher im Internet hochgeladen haben. 

Aus diesen Beiträgen werden dann einige ausgesucht und auf dem zweiten Teil der Familiensynode im Februar 2015 den Bischöfen vorgestellt und auch in einen Kurzfilm für YouTube eingeschnitten.

Wenn man sieht, woraus der päpstliche Rat für Kultur entstanden ist und wenn man den Text dieses Aufrufs liest, sieht es so aus, als richte sich der Aufruf sogar nicht nur an Katholikinnen.

Mit "You are important!", Du ist wichtig! schließt der Aufruf.

Ganz klar handelt es sich hier wieder um ein induktives Herangehen an bestimmte Problemstellungen, d. h. aus Einzelfällen wird auf das Ganze verallgemeinert. 
Aus den eingeschickten Filmen und Fotos sollen laut Vatikan von einer Jury die passenden ausgesucht werden. Es ist unschwer zu erahnen, dass diejenigen ausgesucht werden, die in die Richtung zeigen, die in diesem Jahr schon überdeutlich vorher gezeichnet wurde.

Katholisch wäre ein deduktives Vorgehen, d. h. man stellt das katholische Frauenbild, das sich seit 2000 Jahren nicht verändert hat und das seine Wurzeln schon im Alten Testament hat, den heutigen, von der modernen Pop-Kultur seit Jahrzehnten indoktrinierten Frauen vor.  
Dann sagt man ihnen, wo sich sich diesem von den Aposteln überlieferten Frauenbild angleichen sollen und müssen, wenn sie in den Himmel kommen wollen. 
Man leitet also aus dem letztlich von Gott vorgegebenen Ideal entsprechende Verhaltensregeln für den Einzelfall ab.

Dieses deduktive katholische Vorgehen ist aber nicht mehr gewünscht, denn heutzutage soll sich die Kirche der modernen Welt angleichen oder wie es mittlerweile offensichtlich wird, soll die Kirche nach dem Willen einflussreicher hoher Kirchenmänner die Grundsätze der vollkommen unsittlich gewordenen Welt sogar verkünden, und zwar unter dem Tarnmäntelchen der "Kasper´schen Barmherzigkeit". 

Die Angleichung an die Grundsätze der Welt geht schon seit über 50 Jahren so, aber unter Papst Franziskus hat dieser Zug noch mal zusätzliche Fahrt aufgenommen.

Nicht zufällig entspricht das Frauenbild, das die sprechende Barbiepuppe im modernen vatikanischen "Kultur"-Video verkörpert, demjenigen, das die UN seit ihrer Gründung 1945 in Europa, Amerika, Australien und in Teilen Asiens via UNESCO und ihrer anderen Sonderorganisationen hat propagieren lassen.



Nachtrag: Wer an einem Kurzfilm mitmachen möchte mit dem Inhalt, wie für ihn als traditionstreuem Katholiken das Leben unter dem Pontifikat von Papst Franziskus ist, der kann bis zum 20. Januar 2015 seine Links an die in dem zweiten Video "#Life ofCatholics" hier angegebene E-Mail senden. ;-)

Nachtrag II: Das Video oben wurde nicht für die Familiensynode produziert, sondern vom Päpstlichen Rat für Kultur für die (inhaltlich aber verbundene) "Plenary Assembly", die sich mit "Women's cultures: equality and difference" beschäftigt vom 4-7 Februar 2015.

Siehe auch:
Vatikan: Input für Bischofssynode 2015 soll nicht nur auf Doktrin basieren
und 

Papst Franziskus "induktiver" Kampf gegen "die rechte Szene in der Kirche"
und
Was haben das Konzilsdokument "Gaudium et Spes" und die Enzyklika "Mater et Magistra" mit der Familiensynode zu tun?

und
Papst Franziskus Sieg auf ganzer Linie: Der erste Erzbischof hat den Hauptvorschlag des Synodenprogramms schon umgesetzt
und
Nur Röcke
und
'Bildung für das Leben in der Weltgesellschaft'




Samstag, 20. Dezember 2014

Kardinal Burke ist sehr besorgt und ruft die Katholiken zur Verteidigung der Ehe auf

Das hat er in einem Interview mit „Le Figaro“ geäußert, das Rorate Caeli ins Englische übersetzt hat. Das Titelblatt von Le Figaro spricht sogar von einem "geheimen Krieg" im Vatikan. (So geheim ist der Krieg nicht.)


Kardinal Burke sagt u.a. in dem Interview, dass alle diejenigen, die das verteidigt hätten, was immer die Lehre der Kirche war, beschuldigt worden wären, gegen den Papst zu sein, was schon extrem erstaunlich wäre.

Er sagt auch, dass es bei der Synode zur Familie eine Linie gab, nämlich die, die Kardinal Kasper vorgezeichnet hatte und der sich alle anschlossen, die die Richtung der Synode in der Hand hatten. 

Der Synodenzwischenbericht schien sogar schon vor den Beiträgen der Synodenväter geschrieben zu sein, sagt er. Und zwar nur entsprechend der Richtung, die die Position von Kardinal Kasper begünstigte.

Außerdem sei die Frage der Homosexualität eingeführt worden, obwohl sie keine Beziehung zur Frage der Ehe hat, und zwar um "positive Elemente" in ihr zu finden. 

Ein anderer schockierender Punkt sei, dass der Synodenzwischenbericht keinerlei Bezug nahm auf die Heilige Schrift oder die Überlieferung (d. h. Tradition oder Erblehre) der Kirche und nicht einmal auf die Lehre von Papst Johannes Paul II zur ehelichen Liebe.

Schließlich war Kardinal Burke entsetzt, dass das Synodenabschlussdokument die Punkte zur Homosexualität und zu "wiederverheirateten Geschiedenen", die keine Mehrheit der Synodenväter gefunden hatte, trotzdem enthielt (übrigens auf speziellen Wunsch von Papst Franziskus, siehe hier)

Kardinal Burke sagte zudem, dass wir in einem Zeitalter der "Gender"-Verwirrung die Lehre der Kirche zur Ehe dringender denn je benötigten, wir aber in die Richtung gedrängt würden, „wiederverheirate Geschiedene“ zur Kommunion zuzulassen und dass es eine Obsession damit gäbe, den Eheannullierungsprozess zu erleichtern, was zu einer Art „katholischer Scheidung“ führen würde und damit zu einer Schwächung der Unauflöslichkeit der Ehe.

Er sei daher sehr besorgt und ruft alle Katholiken - Laien, Priester und Bischöfe - auf, sich einzubringen bis zum nächsten Synodenteil, um die Wahrheit über die Ehe hervorzuheben.
------------------

Tja, das ist ja alles schön und gut, aber es kommt doch alles etwas spät von Kardinal Burke, das alles hatte man schon etliche Monate vor der Synode vorhersehen können. Den ersten Post über die Richtung, die sich deutlich abzeichnete, bezüglich der „wiederverheirateten Geschiedenen“, gab es auf diesem Blog schon im Oktober 2013.

Hätte er das alles noch als Präfekt der Apostolischen Signatur gesagt, hätte das einen durchschlagenderen Erfolg gehabt, damals gab es auch viele Katholiken weltweit, die hilfesuchend in seine Richtung sahen, aus der leider Schweigen kam, ich erinnere mich noch allzu gut.

Leider bleibt ein Nachgeschmack, da Kardinal Burke mit alledem erst ankommt, da er aus allen Ämtern entfernt wurde. Aber besser spät als nie. Immerhin gehört er zu den ganz wenigen aus dem Klerus, die gegen die revolutionäre Linie, die, gedeckt von Papst Franziskus, aus dem Vatikan kommt, öffentlich überhaupt irgendetwas sagen. 
Nebenbei ist die Ehe nicht das einzige, was man unter diesem Pontifikat als Laie, Priester oder Bischof verteidigen muss.



Mittwoch, 22. Oktober 2014

Kardinal Kasper plaudert wieder: "mehr Anerkennung der Tatsache, dass Homosexuelle auch etwas einzubringen haben in die Kirche"

Diesmal ist das Interview mit Die Welt „autorisiert“ und überschrieben mit:
"Wir werden einen Schritt auf Schwule zu machen"
 

Wie es scheint, haben ihm mittlerweile seine PR-Berat
er gesagt, wie er sich aus dem letzten Skandal-Interview herausreden kann, in dem er sich verächtlich über afrikanische Bischöfe und deren Haltung gegen Homosexualität äußerte, und von dem er wenig später behauptet hatte, so etwas habe er nie gesagt. 

Mittlerweile sagt er laut Die Welt, dieses Skandal-Interview sei gar keines gewesen, er sei nur ein "lockeres" und damit "nicht autorisiertes" und daher nicht zur Veröffentlichung gedachtes Gespräch gewesen.

Damit schimpft Kardinal Kasper den renommierten katholischen Journalisten Edward Pentin einen Lügner, denn der hatte erklärt, in solchen Gesprächssituationen sei die Autorisierung normalerweise eingeschlossen, wenn nichts Gegenteiliges angeordnet würde. (siehe auch hier.)
Dass solche Kasper´schen Behauptungen leicht die Existenz von Herrn Pentin gefährden können, passt scheinbar in sein „Barmherzigkeitskonzept“.

Was die Welt als von Kardinal Kasper gesagt u.a. abdruckt und zwar 100%ig autorisiert, ist dieses hier:
Kasper: Ich bin überzeugt, dass wir am Ende einen breiten Konsens erzielen und einen Schritt auf die Homosexuellen zumachen. Einen Schritt hin zu mehr Respekt, zu mehr Anerkennung der Tatsache, dass Homosexuelle auch etwas einzubringen haben in die Kirche. 
Es kann nicht sein, dass die einfach ausgeschlossen sind. Sie sind Kinder Gottes und gehören zur Familie Gottes.
Über Kardinal Burke redet der Kardinal der Barmherzigkeit auch abfällig in dem Welt-Interview.

Kardinal Burke hatte übrigens neulich seine Kollegen angemahnt, nicht immer so zu tun, als ob „homosexuell“ eine Identität wäre. Hat er nicht vollkommen Recht? Warum ist es nur so erstrebenswert für manche Leute, sich ständig mit dem Geschehen in ihrem Unterhosenbereich öffentlich zu bezeichnen und bezeichnen zu lassen?

Und natürlich spricht Kardinal Kasper darüber, was der Papst will, was nun mittlerweile auch ohne Kardinal Kasper wirklich jeder weiß, der es wissen will.

Aus dem Interview wird überdeutlich: Er und seine Freunde sind absolut siegessicher.

Ich kann nur sagen: Eigenartige Sorgen hat der Kardinal, während die UN ungehindert weltweit hinter kleinen Kindern her sind. 


Was genau beobachtet eigentlich der ständige Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen (UN)? Den Fortschritt bei der tyrannischen Weltregierung? 
Dieser Beobachter wurde übrigens kürzlich von Papst Franziskus ausgetauscht und redet seitdem noch mehr öffentlich den UN nach dem Mund als man das schon gewohnt war.


Nachtrag: Der Kardinal hat "Die Zeit" auch ein Interview mit leicht abgewandeltem Inhalt gegeben, das  Radio Vatikan preist.
In dem Interview gibt es diese eigenartige Stelle:


ZEIT ONLINE: Ist Homosexualität Sünde?
Kasper: Die homosexuelle Orientierung also solche ist selbstverständlich keine Sünde. Die moralische Beurteilung kann sich nur auf die Praxis beziehen. Dabei möchte ich über das subjektive Gewissen des Einzelnen nicht urteilen. Da sollen wir statt zu verurteilen bei uns selber anfangen. 
Was der letzte Satz in dem Zitat bedeuten soll, weiß nur Kardinal Kasper.


Siehe auch:
Synodenzwischenbericht aus dem Vatikan redet himmelschreiende Sünde schön
und
Preist der Vatikan die UN auch für die Verfechtung von LGBT-"Rechten"?
und
Warum progressive "Katholiken" sehr interessante Leute sind

und
Papst gleicht Vatikanisches Recht an zweifelhaftes UN- Recht an

Sonntag, 19. Oktober 2014

Kardinal Kaspers Skandal-Interview über afrikanische Bischöfe: Der Interviewer spricht

Der katholische Journalist Edward Pentin, der Kardinal Kaspers Skandal-Interview aufnahm, erzählt im Video, wie es zu dem Interview kam.

Wie schon vermutet, Kardinal Kasper hielt ihn für einen Progessiven, offensichtlich weil Edward Pentin zufällig mit einem Journalisten zusammenstand, der ganz auf Kardinal Kaspers Linie ist und durchgängig für progessive Zeitungen schreibt. Daher dachte er laut Pentin offensichtlich, er könne offen reden, was er auch tat.


Freitag, 17. Oktober 2014

Dank Kardinal Kaspers Aussagen über Afrikaner denken die Anglo-Amerikaner, wir Deutschen wären immer noch Rassisten

Kardinal Kasper hat nach der Bischofssynode am Dienstag dieser Woche ein Interview gegeben, das weltweit hohe Wellen geschlagen hat. 
So hoch, dass der Journalisten- Nachwuchs von „Die Welt“ jetzt zur Rettung von Kardinal Kasper und seinen progessiven Freunden auf der Synode kommen musste unter dem irreführenden Titel und Untertitel
So trickreich läuft der Kampf der Kardinäle in Rom 
Untertitel:
Der deutsche Kardinal Walter Kasper ist einer der mächtigsten Teilnehmer der römischen Synode. Jetzt kursieren verkürzte Zitate, die Kaspers Reformpartei schwächen sollen. Das ist kein Einzelfall.

Was ist wirklich passiert?
Kardinal Kasper war offensichtlich abends nach der Synodensitzung in Plauderlaune und hat ein Interview gegeben, aber offensichtlich nicht darauf geachtet, wem er das Interview gibt. 

Vielleicht hat er „National Catholic Reporter“ verstanden als sich der Journalist Edward Pentin als von "National Catholic Register" kommend vorgestellt hat. Das erstere ist nämlich ultra-progressiv und ganz auf Kaspers Linie, das zweite „konservativ“. 
Nebenbei ist Edward Pentin kein Unbekannter unter Katholiken.

Kardinal Kasper hat in dem Interview etwas über Afrikaner gesagt, über das sich die Anglo-Amerikaner furchtbar aufgeregt haben und wodurch wir Deutschen wieder unter Rassismus-Generalverdacht gekommen sind (Ich verlinke jetzt nicht zu diesen katholischen Bloggern, die ansonsten ganz gut sind, es reicht, wenn ich mich über diese stark verallgemeinerten Deutschen-Attacken geärgert habe.)

Die „aufregende“ Stelle im Interview lautet so:

Kard. Kasper:
„Afrika ist völlig anders als der Westen. Ebenso Asien und muslimische Länder, besonders in Bezug auf Homosexuelle. Darüber kann man mit Afrikanern und mit Menschen aus muslimischen Ländern nicht sprechen. Es ist unmöglich. Es ist ein Tabu. Wir für uns sagen, wir sollten nicht diskriminieren, in bestimmter Hinsicht wollen wir nicht diskriminieren.“
Edward Pentin fragte daraufhin, ob bezüglich dieses Themas (Homosexualität) den afrikanischen Synodenvätern denn zugehört werde. 
„Nein“, stellte Kasper fest, der Mehrheit unter ihnen werde nicht zugehört. „Man hört ihnen nicht zu?“, fragte Pentin nochmals nach. Kasper entgegnete: „In Afrika“, wo die Homosexualität tabuisiert sei, werde ihnen „natürlich“ zugehört, doch „uns sollen sie nicht zu viel sagen, was wir zu tun haben“.

Aus ihren eigenen Publikationen weiß ich zufällig, dass Kardinal Kaspers Freunde im gleichen Geiste seit Jahrzehnten bemängeln, dass seit Jahrhunderten nur „Europa theologisiere“ und es an der Zeit sei, dass auch einmal andere Kontinente „theologisieren“ würden.

In Bezug auf Homosexualität gilt das offensichtlich nicht. Da soll der „nicht diskriminierende“ Westen weiterhin "theologisieren", was in diesem Fall Homosex schön reden heißt, und die anderen sollen den Mund halten oder zu Hause reden, so Kardinal Kasper und Co.

Über Papst Franziskus sagt er in dem Interview, dieser habe bisher zu allem in der Synode geschwiegen, doch es sei offensichtlich, was er wolle. 

Nachdem die Wellen über dieses Interview weltweit zu hoch geschlagen waren, dementierte Kard. Kasper gegenüber kath.net dass er dieses Interview jemals Zenit gegeben habe:
Wörtlich sagt er: "Ich bin schockiert. So habe ich nie über Afrikaner geredet und würde ich auch nie reden. 
Ich stelle fest: Von Zenit hat sich mir in diesen Tagen und Wochen nie jemand vorgestellt und mich nie jemand um ein Interview gebeten. Niemand von Zenit hat von mir ein Interview erhalten." 
Kasper kündigte auch an, dass er die Zenit-Agentur zur Rede stellen werde. 
Kardinal Kasper hatte das Interview auch nicht Zenit gegeben, sondern Edward Pentin, der eben auch für Zenit schreibt, wo er es auch veröffentlicht hatte.

Nachdem Kardinal Kasper solcherart dementiert hatte, lud Edward Pentin den Audio-Mitschnitt des Interviews hoch.

Nun behauptet Die Welt im oben verlinkten Artikel, der Mitschnitt entlaste Kardinal Kasper und zitiert "zum Beweis" eine Stelle, um die es bei der weltweiten Aufregung gar nicht geht und unterstellt zusätzlich dem "konservativen Lager“ mit "Halbwahrheiten und Tricksereien zu arbeiten". 

Ich würde sagen, hier gab es keinerlei Tricks, sondern Kardinal Kasper war zu redselig und zu siegessicher. 
Anhand der weiteren Fragen im Interview hätte er leicht merken können, wen er vor sich hat: keinen Progressiven nämlich und hätte die Veröffentlichung noch verbieten können, was er nicht getan hat. 

Nach Edward Pentin ist es absolut üblich solche Interviews zu veröffentlichen, weil davon ausgegangen wird, dass der Interviewte nichts dagegen hat.

Der Rest des Interviews enthält auch jede Menge Sprengstoff.

Eigentor für Kardinal Kasper. Da müssen sogar Weltleute seiner progressiven Mannschaft zu Hilfe kommen.

Nachtrag: Kardinal Kasper steht für einen Kommentar zum veröffentlichten Audio-Mitschnitt seines anstößigen Interviews, das er geleugnet hat, jemals gegeben zu haben, weil er "über Afrikaner niemals so reden würde" nicht zur Verfügung.


Hier die chronologische Berichterstattung von Rorate caeli zu dem Thema Kasper-Interview:
http://rorate-caeli.blogspot.com/2014/10/kasper-xenophobic-synod-master-pope.html

http://rorate-caeli.blogspot.com/2014/10/synod-fathers-under-intense-pressure.html

http://rorate-caeli.blogspot.com/2014/10/yes-kasper-did-give-interview-with.html

Ein weiteres Kardinal-Kasper-Interview gibt es hier zu sehen.

Samstag, 4. Oktober 2014

Kardinal Kasper weiß, dass „wiederverheiratete Geschiedene“ dauerhafte Ehebrecher sind, aber er findet, es beleidigt sie

https://www.youtube.com/watch?v=9N879uaq9-8
Man kann den „wiederverheirateten Geschiedenen“ heute nicht mehr sagen, dass jeder ihrer Geschlechtsakte ein wiederholter Ehebruch und eine schwere Sünde ist, denn er glaubt, da fühlen sie sich beleidigt und angegriffen, sagt der Kardinal im Video des Senders der amerikanischen Bischofskonferenz. 

Ja das kann ich verstehen, wenn man es den Katholiken seit fünfzig Jahren absichtlich nicht mehr gesagt hat, was einen Ehebruch nach katholischer Lehre ausmacht, dass sie dann schockiert sind, wenn sie plötzlich von einer Sünde hören, die sie – mittlerweile ganz protestantisiert – für abgeschafft hielten. 
Meine immer noch protestantischen Verwandten halten mich auch für irre und sind beleidigt, wenn ich ihnen von Sünde rede. Verstockte Sünder fühlen sich meist beleidigt und werden häufig sogar tätlich, wenn man sie auf ihre Sünde hinweist, wie man aus unzähligen Fällen der Kirchengeschichte weiß.

Die amerikanische Bloggerin, bei der ich das Video gefunden habe, hat Kardinal Kasper "kook", d. h. Verrückter oder Depp genannt. Ich sehe Herrn Kardinal Kasper nicht als Depp an, im Gegenteil. Mich interessiert: wo erhält man so ein Media Training und wer gibt den Inhalt vor? 
Dass das einstudiert ist, was er sagt, kann man an der Körpersprache sehen. An einer Stelle, wo es sogar ihm zu bunt wird, kratzt er sich als Übersprungshandlung am Kopf. 

Dieser Bischof aus Algerien, ein Dominikaner, versucht noch toller die Quadratur des Kreises von der Unauflöslichkeit der ersten Ehe der „wiederverheirateten Geschiedenen“ zur angeblichen Sündenlosigkeit ihrer „zweiten“ Ehe, wobei der erste echte Ehepartner natürlich noch lebt, zu ziehen. 

Normalerweise kann ich mir auch kompliziertere katholische Gedankengänge sofort merken und wiedergeben, aber diesen Schrott kann ich mir nicht merken. Unlogisches, unkatholisches Zeug will nicht in meinen Kopf. Daher kann sich jeder die enorm verquere Argumentation selbst durchlesen, man muss es aber nicht. Scheinbar will sich der Msgr. für höhere Ämter in Stellung bringen, da er die allgemeine neue Parteilinie so brilliant wiedergibt.

Was ich vor allem bei seinen verqueren Ausführungen verstanden habe ist, dass er die "Stellung" der Kirche defizitär findet, wenn diese von Ehebrechern verlangt, nicht mehr weiter schwer sündigen zu wollen und sich daher von demjenigen , mit dem sie die Ehe brechen, zu trennen, da diese "kirchliche Stellung" seiner Meinung nach außer acht lässt, dass die neue "Verbindung" durch die neue "Liebe" "unauflöslich" geworden ist!

Ich frage mich, ob das nicht schon an formelle Häresie grenzt, da der Msgr. hier die Lehre der Kirche direkt als defizitär angreift.

Außerdem behauptet er generell, dass die Unauflöslichkeit einer ehelichen Verbindung durch die Liebe kommt, was falsch ist. 
Die Unauflöslichkeit kommt durch die Einwilligung in den Ehevertrag; durch gegenseitige Einwilligung in den Ehevertrag kommt bei Christen außerdem das Sakrament zustande. (Kann man alles im Ott nachlesen, der auch dann noch wahr ist, wenn in Rom und anderswo alle verrückt spielen.)

Hat der Msgr. keine anderen Sorgen in Algerien? In seiner Diözese gibt es mehr als 8 Millionen Seelen aber nur 1000 „Christen“, unter die auch die Schismatiker gezählt werden. Wie viele Katholiken es tatsächlich sind, steht dort nicht, ich schätze 250. 
Der 8 Millionen große Rest sind Moslems, früher Mohammedaner genannt. 

Kommt unter seinen paar Katholiken das Problem „wiederverheiratete Geschiedene“ so oft vor, dass er darüber ein Interview geben muss? Wie wäre es denn mal mit echt katholischer Mission unter den Mohammedanern? Oder sollen die alle ungetauft zur Hölle fahren?

Was ist nur aus den Dominikanern geworden? Laut Randy Engel waren sie und die Jesuiten die ersten Orden, in die absichtlich zur Subversion Sodomiten eingeschleust wurden und die interessieren sich normalerweise nicht wirklich für die katholische Lehre und schon gar nicht für die Durchsetzung der katholischen Sittenlehre, besonders nicht beim sechsten und neunten Gebot.



Sonntag, 22. Dezember 2013

Einen nur barmherzigen Gott fürchtet niemand mehr - Kardinal Kasper ähnelt einem kommunistischen Agenten

Kardinals Kaspers gestern schon gepostete Gründe, warum er ein Buch über die Barmherzigkeit Gottes geschrieben hat, erinnerten mich, dass ich schon immer nochmals auf dieses Buch hinweisen wollte:
Aa-1025: The Memoirs of an Anti-Apostle (als PDF hier)

Es sind Dokumente, die eine französische Krankenschwester, eine Konvertitin aus dem Protestantismus, in den 60er Jahren bei einem Unfallopfer gefunden hat, das später starb. Nach Prüfung ihres Gewissens hat sie sich entschlossen, die Dokumente zu veröffentlichen.

Aus den Dokumenten geht hervor, dass es sich bei dem Unfallopfer um einen kommunistischen Agenten handelte, der, obwohl als aus dem Ostblock stammendes Waisenkind von fürsorglichen kinderlosen Katholiken adoptiert, aus Hass gegen Gott einen Plan zur Zerstörung der katholischen Kirche entworfen hat. Um den Plan besser durchführen zu können, hat er sich zum Priester weihen lassen, und ist zu großem Einfluss in der Kirche gelangt. Er ist nicht der einzige solcher "Anti-Apostel", wie aus dem Buch und Buchtitel hervorgeht.

Einer der wesentlichen Punkte, auf die sich der Plan der Zerstörung stützt, ist, den Menschen die Furcht vor Gott zu nehmen. (Schon im Alten Testament steht, dass die Furcht des Herrn der Anfang der Weisheit ist.) Wenn die Menschen Gottes Gerechtigkeit nicht mehr fürchten, dann werden sie nur noch in Notzeiten zu ihm beten und ihn sonst vergessen.


Ein Gott, der ständig nur als barmherzig hingestellt wird, von dem aber nie mehr gesagt wird, dass seine Barmherzigkeit untrennbar von seiner Gerechtigkeit ist, an den denken die Menschen nicht mehr.

Wenn man die letzten 50 Jahre betrachtet und überlegt, wie sehr gerade Gottes Gerechtigkeit, die jede Übertretung seiner Gebote strafen wird, von katholischen Theologen unterschlagen worden ist, so ist es unglaublich, dass Kardinal Kasper sich tatsächlich hinstellt und sagt:


ZEIT: Warum haben Sie ein Buch über Barmherzigkeit geschrieben?
Kasper: Ganz banal: Ich wollte eine Reihe von Vorträgen für Priester halten und merkte, dass die Barmherzigkeit in den Lehrbüchern der Dogmatik kaum vorkommt. Eine schlimme Erkenntnis.
ZEIT: Warum?
Kasper: Wir haben uns sehr auf die Allwissenheit, die Allmacht, die Gerechtigkeit Gottes konzentriert.

In dem Buch über den Anti-Apostel stehen noch viele andere sehr interessante Sachen, z. B. dass die Katholische Kirche auf die Protestanten und die schismatischen Orthodoxen zugehen würde und sich bei ihnen entschuldigen, weil das ein Mittel sei, um die Kirche zu zerstören. Die Katholiken sollten sich entschuldigen, weil es wegen ihrer Sturheit und ihrer Weigerung Kompromisse zu schließen, überhaupt nur zur Kirchenspaltung gekommen wäre.

Heute ist mir ein Buch zugekommen über den Besuch Papst Johannes Pauls II. in Bayern 1980, damals herausgeben von einem katholischen Priester, einem Msgr. Dort steht drin, dass der Papst sich bei den Protestanten entschuldigte. Zumindest wurde der entsprechende Teil seiner Ansprache, der wie meist in nachkonziliaren Ansprachen, Raum zur Interpretation lässt, genauso interpretiert.

Der Konvertit aus dem Kommunismus, Hamish Fraser, warnte schon 1954 vor einer "fünften Kolonne", die in der Kirche existiere, ebenso wie Bella Dodd.

Kardinal Kasper wurde übrigens Bischof und Kardinal, obwohl er die Naturwunder Jesu abgelehnt hat. Die Auferstehung Jesu Christi von den Toten hält er auch nicht für historisch, ebensowenig glaubt er an die Historizität der Magiergeschichte. 

Siehe auch:
Masterplan zur Zerstörung der katholischen Kirche bis zum Jahr 1980
und
Der kommunistische Plan, den Katholizismus zu korrumpieren








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