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Samstag, 11. Juni 2016

Papst Franziskus baut die Kirche um nach dem Modell des jüdischen Sozialpsychologen Kurt Lewin

Kürzlich las ich einige Tweets von Blogger Maurice Pinay über die Finanzierung des mir bis dahin unbekannten Kurt Lewin durch den American Jewish Congress und seine aktuelle Ehrung durch das berühmt-berüchtigte Tavistock-Institut.


Als ich das blau Unterstrichene im obigen Tweet las dachte ich sofort: „Aber das ist genau der Veränderungs-Prozess, den Papst Franziskus offensichtlich in der katholischen Kirche anwendet: Auftauen, auf eine neue Ebene bringen, einfrieren.“


Kurzes Googeln ergab, dass Kurt Lewin Jude war, wie übrigens interessanterweise auch die meisten anderen Begründer der verschiedenen Zweige der „Wissenschaft“ der Psychologie.

Wie die Psychologie seit weit über 100 Jahren benutzt wurde, um das christliche Gesellschaftssystem aufzubrechen, soll im Moment hier nicht diskutiert werden.


3-Phasen-Modell
Kurt Lewin war Begründer der experimentellen Sozialpsychologie und Erfinder des „3-Phasen-Modells“.

Der Inhalt des 3-Phasen-Modells ist eben das im Tweet oben blau Unterstrichene:
Man findet eine Struktur in der Gesellschaft oder einer Organisation vor, die einem nicht passt, dann taut man das Ganze auf, bringt es in Bewegung, leitet es dann dorthin, wo man es gerne haben möchte und friert es dann an diesem Punkt wieder ein. 
Genial, die Kinder dieser Welt sind schlau. 

Warum Juden gerne christliche Gesellschaftssysteme verändern, soll hier auch im Moment nicht erörtert werden, nebenbei ist ja immer meine Meinung, dass selber gründlich forschen am besten bildet.

Wenn man so nachdenkt, wird das Auftauen in der westlichen Gesellschaft seit 100 Jahren und in der katholischen Kirche seit weit über 50 Jahren verstärkt angewandt.
Besonders nachdrücklich wird das Einfrieren angewendet, denn man darf über die überdeutlichen Veränderungen nicht sprechen, z. B. darf man nicht diskutieren, ob der Novus Ordo wirklich erfolgreich war, das wird einem als Denkmuster einfach von oben aufoktroyiert und vieles mehr.

Heute hatte ich mal wieder Zeit zum googeln und das Thema Kurt Lewin lies mir keine Ruhe.
Ich wollte herausfinden, ob erstens Papst Franziskus vielleicht diesen Kurt Lewin kennt, weil er ja eine Ausbildung in Psychologie haben soll. Und zweitens wollte ich sehen, ob es vielleicht irgendwelche Progressive gibt, die mir dazu was sagen können.

Und siehe da, ich bin spät dran, denn über das Thema Kurt Lewin /Papst Franziskus wurde sogar 2015 in Amerika schon eine Doktorarbeit eingereicht!

Der Titel ist: 
Unfreezing the Organizational Culture of the Catholic Church: 
A Case Study of Pope Francis’ Organizational Culture Change Initiative Using the Transformational Leadership Theoretical Framework, 
was in etwa heißt: 
Das Auftauen der Organisationskultur der katholischen Kirche: 
Eine Fallstudie der organisatorischen Kulturveränderungsinitiative von Papst Franziskus unter Benutzung der theoretischen Rahmenstruktur der transformationalen Führerschaft
Quelle

Die Doktorandin hat zur Unterstützung ihrer These, dass Papst Franziskus ein Change-Agent ist (darüber hatte ich schon 2013 geschrieben), der vorhat, die katholische Kirche nach einem Plan massiv zu verändern, einfach etliche Aussagen von ihm bezüglich seiner Ziele und sein Vorgehen, um diese Ziele zu erreichen, untersucht und daraus ihre Schlüsse gezogen. 
(Das ist das, was ich seit drei Jahren hier in diesem Blog mache, aber ich wusste noch nicht, das man dafür einen Doktortitel bekommen kann, Scherz beiseite.) 

Das Ganze hat sie mit sozialpsychologischen Theorien untermauert, die genau auf die Vorgehensweise von Papst Franziskus passen, zum Beispiel muss man bei solchen Veränderungsvorhaben genau wissen, woher der Widerstand kommen könnte.

Dabei ist sie zu dem Schluss gekommen, Papst Franziskus arbeitet nach dem Modell von Kurt Lewin, er hat eine monumentale Aufgabe in Angriff genommen, nämlich die katholische Kirche von ihrer 
„Klerus-Zentriertheit“ wegzubringen zur katholischen Soziallehre hin (in ihrer Doktorarbeit wird genau erklärt, was unter beidem zu verstehen ist) und er ist ihrer Analyse nach in diesem Prozess in der Phase des Auftauens.

Ich denke, mittlerweile ist Papst Franziskus schon tüchtig in Phase zwei, beim „in Bewegung bringen“. 
Das sagen nicht nur alle seine Freunde in den progressiven katholischen Medien, sondern man kann es auch an seinen täglichen Aussagen sehen.

Zufällig weiß ich von denselben Progressiven, dass sie eine Angst haben: Nämlich dass sich vor allem die Priester weigern könnten, sich „in Bewegung bringen zu lassen“.

Ausgemachtes Feindbild aller Progressiven ist nämlich verständlicherweise der „junge traditionelle Priester“, der an dem „festhalten möchte“, was schon immer gelehrt worden ist und wie es schon immer in der katholischen Kirche war.

Dennoch sind die Progressiven enorm siegessicher, denn viele haben schon verlauten lassen - war es nicht auch Kardinal Kasper - dass man bald am „Punkt ohne Umkehr“ wäre. 

Mir ist jetzt klar, dass sie damit meinen, dass sie den gewünschten neuen Zustand der Kirche dann so „eingefroren“ haben, dass keiner mehr zurück kann…

Dass Hochmut vor dem Fall kommt, glauben sie offensichtlich nicht.

Siehe auch:

Der durchgeführte Plan zur Manipulation der Massen
und
und
Das drei-Affen-Spiel seit dem II. Vatikanischen Konzil




Dienstag, 10. Februar 2015

Wer ist ein "Märtyrer des II. Vatikanischen Konzils"? oder: Die Seligsprechung Oscar Romeros

Kürzlich las ich mal wieder, was die ultraprogressiven, immer bestens informierten „Katholiken“ in Amerika so schreiben und wie sie das Zeitgeschehen erklären. Dabei erfuhr ich, dass es jetzt "Märtyrer des II. Vatikanischen Konzils" gibt. Ich dachte ja, mich könne so leicht nichts mehr in Erstaunen versetzen, was die Progressiven so treiben, aber diesmal war ich doch erstaunt.

Als mein Sohn nach Hause kam, fragte ich ihn: „Was ist ein Märtyrer des II. Vatikanischen Konzils? Die gibt es nämlich jetzt.“


Darauf sagte er augenzwinkernd: „Das sind alle die treuen Katholiken, die in den letzten 50 Jahren durchgehalten haben und noch immer nicht den echten katholischen Glauben verloren haben!“

Leider ist das nicht die Definition der Progressiven, die schon seit Jahrzehnten die Marschrichtung in der Kirche angeben, denn für das grausame Leiden der traditionstreuen Katholiken interessieren sich die Progressiven nicht, denn sie fallen nicht in ihre Kategorie „am Rande der Gesellschaft“ oder „poor“, „arm“ und diesen muss man auch keine „justice“, „Gerechtigkeit“ wiederfahren lassen und man muss mit ihnen keine „solidarity“, Solidarität“ üben. 

Im Gegenteil, die dem unveränderlichen Glauben auch in Taten weiterhin treuen Katholiken bekommen allerlei Schimpfworte von den sonst so "barmherzigen" Progressiven gesagt und bestenfalls den Stempel „rückwärtsgewandt“ aufgedrückt.

Der besagte „Märtyrer des II. Vatikanischen Konzils“ in den Augen der Progressiven ist Oscar Romero, der in El Salvador Erzbischof war und dessen Seligsprechungsverfahren von Papst Benedikt und Papst Franziskus aus der scheinbaren Versenkung gehoben wurde. 

Warum war das Seligsprechungsverfahren Romeros in der scheinbaren Versenkung? 

Weil "Kilos von Briefen" im Vatikan ankamen, während seiner Zeit als Erzbischof von 1977 bis 1980 ", die ihn als „politisch“ und als Befreiungstheologe beschuldigten. Außerdem habe es Anschuldigungen geben, er habe "doktrinelle Irrtümer" in Homilien und Reden verbreitet.
Da habe es Zeit gebraucht, "ebenso viele Unterlagen im Vatikan zu sammeln, die das Gegenteil bestätigten", nämlich, dass er „den Glauben heroisch gelebt habe und aus Hass wegen seiner Handlungen und Aussagen, die er als katholischer Priester gemacht hatte, getötet worden war".

Besonders unbeliebt bei den Progressiven war unter den „Feinden der Heiligsprechung Romeros“, der kolumbianische Kardinal Alfonso Lopez Trujillo, der meinte, Oscar Romero habe „eine Neigung zum Marxismus gehabt und eine Heiligsprechung Romeros würde einer Heiligsprechung dieser materialistischen, politischen Form der Befreiungstheologie gleich kommen“. 

Kardinal Lopez Trujillo ist schon länger tot und daher geht es jetzt ungebremst weiter mit dem Fall, die Anschuldigungen der Heterodoxie Romeros wurden vom Tisch gefegt.
Das mehrfach blockierte Verfahren ist schon am 20. Dezember 2012 von Benedikt XVI. freigegeben worden. Anfang Februar hat Papst Franziskus das Martyrium Romeros bestätigt.

Warum genau fällt Erzbischof Romero unter die neue Rubrik (das sagen die Progressiven selbst, dass das neu ist) "Märtyrer des II. Vatikanischen Konzils"? 

Auch das erklären die Progressiven: Da er „am Altar“ getötet wurde, wollte man "die Kirche treffen, die aus dem II. Vatikanischen Konzil geflossen war". 

Der "Altar", an dem Erzbischof Romero 
getötet wurde.
Zu sagen, er ist am "Mahltisch" 
getötet worden,
lässt nicht die vom Vatikan 
mit Thomas Becket aufkommen 
und wird daher 
von den Progressiven vermieden.
Das behauptete sogar Erzbischof Vincenzo Paglia, der Postulator Romeros, bei der offiziellen Pressekonferenz vor Journalisten im Vatikan, allerdings ohne weitere Beweise für diese Theorie vorzulegen. (Denn wenn man 35 Jahre nach seinem Tod immer noch nicht weiß, wer genau Erzbischof Romero getötet hat, bzw. wer die Tötung in Auftrag gegeben hat, kann man auch nicht wissen, weshalb der Mörder ihn getötet hat, oder? Solche "Feinheiten" spielen aber offensichtlich heutzutage keine Rolle mehr in einem post-Vatikanum II Seligsprechungsverfahren. Nachtrag: wie man dieses Problem im Vatikan gelöst hat, siehe unten)

Welche „ Kirche war aus dem II. Vatikanischen Konzil geflossen"? 

Die mit einer besonderen Bevorzugung für die Armen. Diese neue Kirche (siehe Link unten) will die Armen "von all ihren Unterdrückungen" und hier besonders "von den Institutionen, die sie Hunger und Armut aussetzen“ befreien. 

Diese neue Vorgabe zu einer solchen Kirche, entstanden auf dem II. Vatikanischen Konzil, war von der lateinamerikanischen Bischofskonferenz in Medellín aufgegriffen worden und dort war die Formung einer lateinamerikanischen „Kirche für die Armen“ und „Kampf für social justice“ für „soziale Gerechtigkeit“ postuliert worden. 
(Anmerkung: In dieser Kirche spielte bald die persönliche Sünde jedes einzelnen Armen selbst keine Rolle mehr. Nur noch die "gesellschaftlichen Sünden" zählten. Der Priester wurde jetzt zum politischen Sozialarbeiter umfunktioniert. In Medellin wurde auch die unkatholische „ See, judge, act"-Methode, der "Dreischritt: Sehen, Urteilen, Handeln,“, was ursprünglich aus Harvard kommt, eingeführt.)

Oscar Romero sei eine Art "Proto-Märtyrer" so Erzbischof Paglio in Anspielung auf die ersten Märtyrer der Kirche, und macht nach Einschätzung der Progressiven den Weg frei für die „Heiligsprechung von weiteren Märtyrern des II. Vatikanischen Konzils“.

"Zufällig" finden auch
 die UN Erzbischof Romeros Kampf für ihre „Human Rights“, "Menschenrechte" super, was ihm sogar eine Nominierung für den Nobelpreis einbrachte. Außerdem, so sagen sie lobend, hat er für „social justice“, "soziale Gerechtigkeit" gekämpft und hatte sich auf die Seite derjenigen Bischöfe gestellt, die den „traditionellen Kurs“ der katholischen Kirche verlassen hatten.

Siehe auch:
Die Gestaltung einer "Neuen Kirche" durch Bischöfe: von Medellín nach Puebla
Bisherige Posts über "Befreiungstheologie" und deren "Theologen" hier
und
Hans Küng: “Wir kontrollieren alles"


Nachtrag: Wie hat man im Vatikan das Problem gelöst, dass man eigentlich nicht genau weiß, warum Romero getötet wurde?

Der wirklich immer bestens informierte, sehr progressive Jesuit Thomas Reese sagt, das Problem sei, ob der Mord Romeros wirklich aus Hass auf den katholischen Glauben geschah, denn wenn es nicht des Glaubens wegen war, sondern weil man ihn für einen politischen Unruhestifter hielt, dann wäre er kein Märtyrer. 


Im Folgenden erklärt er, wie man diese Fragestellung im Vatikan "gelöst" hat, man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen, im Moment fehlt mir die Lust solche Unglaublichkeiten zu übersetzen. 
In Kürze: man hat einfach im Vatikan die Definition von "the faith that is hated" von "dem Glauben, der gehasst wird" erweitert. "Glaube" schließt jetzt auch die "Lehre der Kirche über soziale Gerechtigkeit" ein. 
Mit anderen Worten, so Reese, "die Killer hassten einen Glauben, der Ungerechtigkeit bekämpfte".
(Wie war das noch mal im Credo?)
Another reason the process was held up was because of debates over whether he technically qualified as a martyr or not. For some this was simply an excuse to block his beatification, but for others this was a real question. 
Here is the problem. A martyr is someone killed because of hatred of the faith. The classic examples are Roman martyrs who refused to worship pagan gods and were thrown to the lions. Or there were Catholics who were killed by Protestants for refusing to join the Reformation.
The problem with this approach is that whether a person is a martyr or not depends on the motivation of the killer not the victim. 
For Romero this means that if the people who had him killed did so because they considered him a political troublemaker, then he is not a martyr. 
The critics would point out that the people who killed him were Catholics who had their children baptized and went to Mass on Sunday. In order for him to be a martyr, he must be killed out of hatred of the faith. Do these people hate the faith or simply hate Romero? 
This is similar to the way we treat hate crimes in the United States. In order to be convicted of a hate crime, the prosecution has to prove that the attacker was motivated by hatred toward a person because of his or her race, religion, sexual orientation, etc. If that cannot be proven, then it could still be a crime (murder, assault, etc.), but not a hate crime. 
One way out of this dilemma would be for the church to change the definition of martyr so that a martyr is defined more by his or her motivations rather than by the killer's. The killer may simply see the martyr as a threat to his or her political and/or economic power, but the person would qualify as a martyr if he or she is motivated by the Gospel to words or actions that inspire the violent reaction. 
The Vatican, however, decided not to change the definition of a martyr. Rather, it expanded its definition of "the faith" that is hated to include the church's teaching on social justice. 
"His death – as the detailed documentary examination clearly showed," asserts Paglia, "was not only politically motivated, but due also to hatred for a faith that, combined with charity, would not stay silent when faced with the injustices that implacably and cruelly afflicted the poor and their defenders." 
In other words, the killers hated a faith that opposed injustice. For the Vatican, this was the best of both worlds. It declared Romero a martyr without having to change its definition of martyrdom. 
http://ncronline.org/blogs/faith-and-justice/oscar-romero-martyr-faith
Um das oben von Fr. Thomas Reese Erklärte richtig einordnen zu können, muss man wissen, dass die Progressiven auch das "church's teaching on social justice", also "die Lehre der Kirche über soziale Gerechtigkeit", abgeändert haben.

Aber da kaum noch jemand weiß, wie die katholische Soziallehre vor Pius XII. lautete, hat das kaum einer gemerkt.

Da ich jede Menge vor- und nachkonziliare Bücher zu dem Thema angesammelt habe, konnte ich die überdeutliche Veränderung erkennen. 
Die Progressiven behaupten nämlich, dass, wie sollte es bei ihnen auch anders sein, auch die überzeitlichen Prinzipien der katholischen Soziallehre einer zeitlichen Anpassung unterworfen werden müssen, bzw, dass es gar nichts Überzeitliches, immer Gültiges gibt und fast alle Elemente in der Soziallehre nur zeitbedingte Reaktionen der Päpste waren. 

Wie Progressive so sind, behaupten sie nicht nur, sie sind auch seit über 50 Jahren emsig zur Tat geschritten. 

Mit dem Ergebnis, dass es durch ihre neue Soziallehre (die nämlich ganz geschickt die wahren Besitzer des tatsächlich ungerecht verwendeten "Kapitals" verschont, die heute jeder namentlich kennen könnte, wenn er wollte - von den Namen der Herrschaften hinter den Kulissen der übermächtigen Weltregierung UN ganz zu schweigen, die sich mit ersteren häufig decken - und stattdessen eine unbestimmte "ungerechte Gesellschaft" attackiert, die ständig verändert werden muss) den "Armen" weltweit schlechter geht als zuvor und es prozentual mehr davon gibt als je zuvor.

Dass vor allem die UN für "soziale Gerechtigkeit" kämpfen und das auch noch ein alter kommunistischer Kampfbegriff ist, ist kein Zufall.

Wie es sein kann, dass superreiche "Kapitalisten" absichtlich weltweit den Kommunismus fördern, wird in einem der nächsten Posts beantwortet.

Samstag, 7. Februar 2015

Video über Vatikanum II: Zitate der "Progressiven" über die Mehrdeutigkeit der Konzils-Texte

Dies ist das dritte Video aus John Vennaris neuer Video-Serie. Wie einer der Kommentatoren bei Youtube schrieb, wird er zunehmend besser. 
Mein "Lieblings"-Zitat aus dem Video unten ist von Kardinal Suenens, der sich später u. a. als Zerstörer von Frauenorden hervorgetan hat: 
"Das Vatikanum II ist die französische Revolution in der Kirche."
Aus dem Video geht klar hervor, was jeder schon weiß, der sich näher mit dem II. Vatikanischen Konzil und der Intention der "Progressiven", die das Konzil dominierten, beschäftigt hat, nämlich, dass alles so geplant war, wie es gekommen ist und dass das Chaos in der katholischen Kirche nichts ist, worüber man die Herren im Vatikan etwa noch aufklären müsste, weil man dort nicht richtig Bescheid weiß, wie katastrophal es "draußen" zugeht.  

Man weiß dort bestens Bescheid (man ist nämlich selbst "progressiv") und genau so wie es jetzt ist, ist es gewollt. Und wer das - immer noch zunehmende - nach-vatikanische Chaos in der katholischen Kirche beklagt, bekommt von den Progressiven den Stempel "Häretiker und Spalter" aufgedrückt.

Freitag, 12. Dezember 2014

Rorate-Messen oder Engelamt in der Adventszeit

Wir sind so glücklich dran, in der Adventszeit zu einer traditionellen Rorate-Messe gehen zu können, bei der die Kirche nur mit Kerzen beleuchtet wird. 
Sie heißen auch "Engelamt" (s. u. unter "Geschichte"). 
Zum Einzug wird der gregorianische Wechselgesang Roráte caéli (siehe Video und Text unten) gesungen. 

Es ist kein Wunder, dass die Feinde der katholischen Religion solche heil. Messen weltweit abschaffen wollten. Sie haben es ja auch so gut wie geschafft. Uns wundert nur immer, wie leicht man den Katholiken so etwas wegnehmen konnte und wie leicht man die Priester dazu bringen konnte, solche heil. Messen zu unterlassen.

Siehe auch:
Beschreibung aus besseren Zeiten:

und

Geschichte der Rorate-Messen

Die Roratemesse war bis zur liturgischen Erneuerung nach dem 2. Vatikanischen Konzil eine Votivmesse zu Ehren Mariens, die ursprünglich nur an den Samstagen der Adventszeit, mancherorts aber auch täglich gefeiert wurde.[1] Wegen des dabei vorgetragenen Evangeliums von der Verkündigung des Herrn durch den Engel Gabriel bezeichnete man sie auch als Engelamt. Ihre liturgische Farbe war weiß. Wegen der Sitte, die Kirche dazu allein durch Kerzen zu erleuchten, erhielt der Brauch in Franken den Namen Lichtleskerch.[2]

https://www.youtube.com/watch?v=-EjHCYLukRY
LateinDeutsch
Kehrvers: Roráte caéli désuper,
et núbes plúant jústum.
Kv: Tauet Himmel, von oben,
ihr Wolken, regnet den Gerechten.
Ne irascáris Dómine,
ne ultra memíneris iniquitátis:
'ecce cívitas Sáncti fácta est desérta:
Síon desérta fácta est:
Jerúsalem desoláta est:
dómus sanctificatiónis túæ et glóriæ túæ,
ubi laudavérunt te pátres nóstri. - Kv
Zürne nicht länger, Herr,
nicht länger gedenke unserer Missetaten.
Siehe, die Heilige Stadt ist zur Wüste geworden,
Zion ist zur Wüste geworden.
Jerusalem ist verödet,
das Haus deiner Heiligung und deiner Herrlichkeit,
wo Dich gepriesen haben unsere Väter. - Kv
Peccávimus, et fácti súmus tamquam immúndi nos,
et cecídimus quasi fólium univérsi:
et iniquitátes nóstræ quasi véntus abstulérunt nos:
abscondísti faciem túam a nóbis,
et allisísti nos in mánu iniquitátis nóstræ. - Kv
Wir haben gesündigt und sind unrein geworden
und sind gefallen wie ein Blatt,
und unsere Missetaten haben uns wie der Wind fortgetragen.
du hast dein Antlitz verborgen vor uns
und uns zerschmettert durch die Wucht unserer Schuld. - Kv
Víde Dómine afflictiónem pópuli túi,
et mítte quem missúrus es:
emítte Agnum dominatórem térræ,
de Pétra desérti ad móntem fíliæ Síon:
ut áuferat ípse júgum captivitátis nóstræ. - Kv
Sieh an, Herr, die Betrübnis deines Volkes,
und sende, den du senden willst.
Sende aus das Lamm, den Beherrscher der Erde,
vom Felsen der Wüste zum Berg der Tochter Zion,
dass es hinwegnehme das Joch unserer Knechtschaft. - Kv
Consolámini, consolámini, pópule méus:
cito véniet sálus túa:
quare mæróre consúmeris,
quia innovávit te dólor?
Salvábo te, nóli timére,
égo enim sum Dóminus Déus túus,
Sánctus Israël, Redémptor túus. - Kv
Tröstet, tröstet, mein Volk!
Bald wird kommen dein Heil.
Warum verzehrst du dich in Trauer,
weil sich erneuert hat dein Schmerz?
Ich werde dich retten, fürchte dich nicht.
Denn ich bin der Herr, dein Gott,
der Heilige Israels, dein Erlöser. - Kv

Donnerstag, 4. Dezember 2014

"Warum lassen die Katholiken die blasphemischen Äußerungen von Papst Franziskus durchgehen?"

Das fragt ein protestantischer Fernsehprediger in diesem ziemlich sehenswerten Video anlässlich von Papst Franziskus Äußerung, dass auch Atheisten in den Himmel kommen können.

Er erinnert mich an mich selbst, wie ich mich vor weit über acht Jahren über die Degradierung des göttlichen Heilands aufgeregt habe, als ich erstmals auf das Konzilsdokument "Nostra Aetate" stieß. Selbst als Ex-Protestantin, die schon Jahre zuvor aus der evangelisch-lutherischen "Kirche" ausgetreten war, konnte ich die Irrtümer darin erkennen und war mehr als entsetzt über die Katholiken, denen das offensichtlich ganz egal war. 

Man muss für den guten Mann im Video beten, vielleicht erkennt er trotz der ganzen schrecklichen Kirchenkrise doch noch, dass man nicht nur an Jesus glauben muss, wie er ganz richtig leidenschaftlich vertritt, sondern auch zur katholischen Kirche gehören muss, um sicher seine Seele für die Ewigkeit retten zu können, auch wenn die katholische Kirche gerade bis zur Unkenntlichkeit demoliert wird.

Nebenbei: der gute Mann könnte etliche weitere Videos machen, denn Papst Franziskus hat nicht nur dieses eine unvorstellbar anti-katholische gesagt, ohne dass sich erkennbar die Katholiken weltweit aufregt hätten, abgesehen von den üblichen, an zwei Händen abzählbaren internationalen Bloggern.

Eine der neuesten Unglaublichkeiten von Papst Franziskus ist, dass der Koran, in dem übrigens behauptet wird, dass Gott keinen Sohn hat und Jesus nicht gekreuzigt wurde und dass Christen drei Götter anbeten (nämlich Allah, Jesus und Maria), "ein prophetisches Buch des Friedens" sein soll.

Über das "er spricht wie ein Protestant", ist Papst Franziskus schon länger hinaus, selbst die Protestanten wissen es trotz all ihrer sonstigen Irrtümer mittlerweile besser als er. 
Sehr schlimm ist das ganze, besonders da Protestanten ohnehin das Papstamt ablehnen und verachten und das Benehmen dieses Papstes ihre Aversion gegen die katholische Kirche noch weiter steigert.


Sonntag, 1. Juni 2014

Wie Juden es offensichtlich schafften, die katholische Liturgie und Lehre zu ändern

Wie verändert man die katholische Liturgie und Lehre, wenn sie einen als Jude, der nicht glauben will, das Jesus Christus der verheißene Messias war, stört?

Antwort: Man schreibt – idealerweise im Verein mit anderen einflussreichen Juden 
–, hier dem American Jewish Commitee (AJC), 1961 ein "Memorandum über anti-jüdische Elemente in der katholischen Liturgie" und sendet es an Kardinal Bea SJ. 
Eine Kopie des Originalschreibens hat das AJC ins Netz gestellt, scheinbar ist man sich dort so siegessicher, dass man das nicht einmal mehr verbergen möchte. 
Seite 1 des Memorandums des AJC an Kardinal Bea SJ

Neulich las ich in der Internetausgabe einer jüdischen Zeitung (leider weiß ich nicht mehr welche, weil ich an dem Tag ziemlich viele jüdische Nachrichten gelesen habe), die Juden sollten sich nicht über den Papstbesuch in Israel aufregen, man habe nichts mehr von der katholischen Kirche zu befürchten, weder spirituell und auch sonst nichts. 
Da ich zu dem Zeitpunkt schon seit einiger Zeit die erfolgreiche jüdische Einflussnahmen auf die Hierarchie der katholischen Kirche studiert hatte, interpretierte ich das so: sie haben "nichts mehr zu befürchten", da sie längst alles unter Kontrolle haben. Schließlich wurde Papst Franziskus von amerikanischen Juden letztes Jahr zu einem der 50 prominentesten Juden in 2013 gekürt, was erstaunlich wenige Katholiken weltweit beunruhigt hat, was wahrscheinlich daher kommt, dass die wenigsten überhaupt noch wissen, dass das moderne Judentum, das Jesus Christus als Messias ablehnt, eine sehr anti-christliche „Religion“ ist. 

Eigentlich suchte ich nur Informationen über Kardinal Bea´s Verhältnis zu den Juden und fand durch Zufall dieses oben verlinkte Dokument, das jeder Katholik 
kennen sollte, der seine Kirche liebt und nicht zu denen gehört, die frohlocken, dass sie bis zur Unkenntlichkeit verändert wurde seit über 50 Jahren.

In dem Memorandum an Kardinal Bea bemerken die jüdischen Absender vom AJC, man sei erleichtert, dass es schon seit 1948 zu leichten Veränderungen in der Liturgie gekommen ist, da Elemente, die die Juden störten, schon entfernt wurden. 
Dann hängt man eine Liste an, was einen noch alles stört. Die Liste ist enorm lang und umfasst neben der Liturgie auch Breviergebete, Gesangbücher, Predigten und eigentlich das gesamte öffentliche katholische Leben.

Mich wundert jetzt nicht mehr warum das, was wir zu unserer großen Trauer heute in der einzig wahren, der katholischen, Kirche nur noch vorfinden,  nur sehr wenig Ähnlichkeit hat mit dem, was wir in unseren zahlreichen alten, weit vorkonziliaren, Büchern als katholische Liturgie, Volksandachten, Brauchtum und Glaubensinhalte beschrieben finden. 
Kein Wunder, dass die Vertreter der Juden 1968 zur Beerdigung von Kardinal Bea kamen und besonders das AJC ihn hoch pries.

Dass es vor dem Konzil den Auftrag gab, bezüglich der anderen Religionen und hier besonders des Judentums, eine "völlig neue Tradition zu schaffen", erklärt in diesem Video ausführlich P. Thomas Stransky, der damals enger Mitarbeiter von Kardinal Bea war. Der Auftrag dazu kam vom Papst selbst, wie P. Stransky nebenbei bemerkt. 

Nun weiß jeder, der sich einigermaßen in (vorkonziliarer?) Fundamentaltheologie auskennt, dass niemand, auch nicht der Papst "eine völlig neue Tradition schaffen" darf, denn die katholische Tradition überliefert uns mit Sicherheit, was der dreifaltige Gott geoffenbart und angeordnet hat. Der Papst ist der oberste Hüter dieser Tradition und darf nicht ihr (Neu)Schöpfer werden. 
(Auch wenn ein neues Dogma erklärt wurde, war dessen Inhalt nicht "neu" vom Papst geschaffen, sondern der Inhalt wurde, kurz gesagt, schon immer von der ganzen Kirche geglaubt und mit der Dogmatisierung nur zu den für die ganze Kirche verbindlichen Glaubensinhalten erhoben.)
Wer nicht das ganze Video mit P. Stransky ansehen möchte, 
zwei wichtige Stellen sind in diesem Video integriert.

Es gab noch ein weiteres Memorandum, das die Juden an den Vatikan schickten, hierin störte sie das Bild der Juden in der katholischen Lehre, das sie nachhaltig geändert haben wollten.
(Nachzulesen unter “The image of the Jews in catholic teaching“  im Archiv des AJC, 
http://www.ajcarchives.org/ajcarchive/DigitalArchive.aspx. 
Nachtrag: ein direkter Link dazu findet sich hier, zusammen mit atemberaubenden Informationen zum Zustandekommen dieses Memorandums: http://www.ccjr.us/dialogika-resources/documents-and-statements/roman-catholic/second-vatican-council/naprecursors/1260-ajc1961june22)

Mittlerweile sind wir so weit, dass Radio Vatikan, offensichtlich ohne etwas dabei zu finden, berichtet, dass auch die Juden sagen, der Papst habe die 2000 Jahre alte katholische Doktrin geändert.

„Es begann mit Johannes XXIII., der die 2000 Jahre alte katholische Doktrin geändert hat, und es möglich gemacht hat, dass Katholiken und Juden als Partner zusammenarbeiten können im Prozess, den wir im Jüdischen ,Tikkun ha-Olam‘ nennen: ,Die Welt reparieren nach dem Bild, das Gott für all seine Kinder bereit hält.‘
und
aus einem aktuellen Artikel auf der AJC-Website, von einem Rabbi, der jüngst mit 49 anderen Juden vom AJC im Vatikan bei Papst Franziskus war.

(Nachtrag: Video über dieses Treffen mit den Vertretern des AJC hier und hier)
Fifty years ago next year the historical document Nostra Aetate (“In Our Time”) was promulgated and with it the beginning of a fundamental change in the relationship between Jews and Catholics. In just 50 years, these two faith communities have developed a deep theological connection. Nostra Aetate declared that the past teachings of the Catholic Church, which led to such vilification of Jews, were to be rejected and replaced with teachings about the close lineage of the Jews and Catholics. It taught in no uncertain terms that God’s covenant with the Jews remains unbroken. - See more at: http://www.ajc.org/site/apps/nlnet/content3.aspx?c=7oJILSPwFfJSG&b=8480439&ct=13719205#sthash.l5GUOP44.dpuf
Ich nehme an die meisten der hochrangigen Kleriker im Vatikan wollen die 8 Homilien gegen Juden und judaisierende Christen (hier Homilie II auf Englisch), geschrieben von keinem geringeren als dem hl. Kirchenvater Johannes Chrysostomus, nicht mehr kennen. Der würde heute außerdem von den Juden der Anti-Defamation League  als „Anti-Semit“ verklagt, da bin ich leider ziemlich sicher.

Heutzutage folgt man auch in der Fakultät für Theologie der Universität Graz dem modernistischen Trend – ich fürchte, anders kann man heutzutage  keine Karriere mehr machen –  und stellt z. B. eine Arbeit über den „Antijudaismus ín der christlichen Liturgie" ins Netz, wo man genau das alles als beklagenswert und daher mittlerweile gestrichen oder geändert angibt, was die Juden in dem Memorandum an Kardinal Bea 1961 noch beanstandet hatten: Liturgie, Breviergebete, Gesangbücher… Man übernimmt dabei sogar die jüdische Argumentationsweise. Erstaunlich. 

[DOC]

Antijudaismus in der christlichen Liturgie - www-theol.uni ...

www-theol.uni-graz.at/cms/.../Antijudaismus_06.doc
(Link lädt beim Anklicken ein Worddokument herunter) 

(Nachtrag: der Autor ist, mich wundert es nicht, seit 2007 UNESCO-Professor für den interkulturellen und interreligiösen Dialog in Südosteuropa.)
Nachtrag II. Der Artikel ist jetzt unter diesem Link zu finden.

Das ist das Bild, was sich bietet, wenn man nachforscht, so weit man in alten Büchern und im Internet forschen kann. Ob die jüdischen Gruppierungen selbst wiederum nur benutzt wurden, von anderen Kräften, die die katholische Kirche seit etlichen Zeiten zerstören wollen, ist ungewiss. Um das beurteilen zu können, würde ein Besuch in einigen großen Archiven der Welt sicherlich helfen. So wie es aussieht, muss man dazu aber bis zum Jüngsten Gericht warten, an das weder die Juden, noch andere Feinde der katholischen Kirche glauben.

Siehe auch:
How the Jews Changed Catholic Thinking
und 

aus dem Jesuitenmagazin America, Ausgabe November 1963,

Montag, 29. Juli 2013

De facto Verbot der alten Messe - Papst Franziskus möchte nicht, dass jemand die „verlorene Vergangenheit der Kirche zurückgewinnt“

Was man zwischen den jüngsten Zeilen von Papst Franziskus lesen kann, wird bestätigt durch eine seiner jüngsten Handlungen: einem de facto Verbot der alten Messe, bislang nur auf die Franziskaner der Immaculata begrenzt.


Aus seiner jüngsten programmatischen Ansprache:

4. Einige Versuchungen gegen den Auftrag als Jünger und Missionar
Die Option für den missionarischen Charakter des Jüngers wird Versuchungen unterworfen sein. Es ist wichtig, die Strategie des bösen Geistes zu begreifen, um einander in der Unterscheidung zu helfen. Es geht nicht darum, hinauszugehen und Dämonen zu vertreiben, sondern schlicht um eine dem Evangelium gemäße Nüchternheit und Schlauheit. Ich erwähne nur einige Haltungen, die eine „versuchte" Kirche darstellen. Es geht darum, gewisse augenblickliche Vorschläge zu kennen, die sich als Dynamik des Auftrags als Jünger und Missionar tarnen und den Prozess der Umkehr in der Pastoral aufhalten können, bis sie ihn zum Scheitern bringen. 
 (...)
Punkt d) Der pelagianische Entwurf. Er erscheint grundsätzlich unter der Form der Restauration. Angesichts der Übel der Kirche sucht man eine nur disziplinäre Lösung in der Wiederherstellung von überholten Verhaltensweisen und Formen, die nicht einmal kulturell bedeutend zu sein vermögen. In Lateinamerika gibt es ihn in kleinen Gruppen, in einigen neuen Ordenskongregationen, und er zeigt sich in Neigungen zu doktrineller und disziplinärer „Sicherheit". Grundsätzlich ist er statisch, auch wenn er sich eine Dynamik ad intra vornehmen kann, die eine Rückentwicklung betreibt. Sie sucht, die verlorene Vergangenheit „zurückzugewinnen".
Tut mir leid, aber damit hat er den Angriff auf jeden (Orden) ermutigt, der versucht „die verlorene Vergangenheit“ – nicht nur in Lateinamerika - zurückzugewinnen. Was ich zwischen den Zeilen lese ist leider folgendes:

Alles was in der Kirche unter der Form der „Restauration“ erscheint, gehört zur Strategie des bösen Geistes und stellt eine „versuchte Kirche“
(interessante Ekklesiologie übrigens) und einen falsch verstandenen Auftrag des Jüngers und Missionars Christi dar. 
Wer in Doktrin und Disziplin seine Sicherheit sucht, ist vom falschen Geist beeinflusst, ebenso, wie derjenige, der versucht, überholte Verhaltensweisen und Formen, die nicht einmal kulturell bedeutend zu sein vermögen, wiederherzustellen. 
Solche Versuche der "Restauration" können den Prozess der Umkehr in der Pastoral aufhalten.

Ich kann hier nur schlecht eine "Hermeneutik der Koninuitität" herauslesen, da hier wohl offensichtlich zugegeben wird, dass ein Prozess der Umkehr in der Pastoral stattgefunden hat, der unter keinen Umständen aufgehalten werden soll.


Kein Wunder, dass Alberto Melloni, Inhaber des UNESCO Lehrstuhls über den religiösen Pluralismus und den Frieden an der Università di Bologna, der als Vertreter der sogenannten Schule von Bologna (siehe auch hier) die historische weltweite progressive Deutungshoheit über das Vatikanum II innehat, und dieses als Bruch mit der Tradition deutet, so von Papst Franziskus bisherigen Handlungen und Aussagen begeistert ist und sich in Lobeshymnen überschlägt, während er Papst Benedikt XVI. im direkten Vergleich mit Papst Franziskus einen rigiden Theologieprofessor nannte. Erst heute morgen habe ich über dass Thema Melloni/Pope Francis gegoogelt. 

Alberto Melloni gibt neben seinen vielfältigen Arbeiten gegen die wahre Kirche Christi die schöne Zeitung für Theologie, die Herr Melloni „katholisch“ nennt heraus, mit dem Titel „Rethinking Europe“. 
Darin interessiert er sich laut Beschreibung nicht nur für die Katholische Kirche, sondern auch für die "anderen" christlichen „Traditionen“ und die Weltreligionen. Reines UN/UNESCO-Programm eben und leider auch Programm der Menschen, die seit 50 Jahren in der Katholischen Kirche das Sagen haben.

Wer noch nicht glaubt, dass Papst Franziskus es mit dem von ihm vorgestellten Programm ernst meint, sollte zur Kenntnis nehmen, dass den birituellen Franziskanern von der Immaculata (FI), einem bislang florierenden Orden, mit Wirkung zum 11. August 2013, dem Fest der hl. Klara von Assisi, die alte Messe so gut wie verboten worden ist:
Was aber am meisten erstaunt, sind die letzten fünf Zeilen des Dekrets vom 11. Juli:
„Zusätzlich zum oben gesagten hat der Heilige Vater Franziskus verfügt, daß jeder Ordensangehörige der Kongregation der Franziskaner der Immakulata angehalten ist, die Liturgie nach dem ordentlichen Ritus zu zelebrieren und daß der eventuelle Gebrauch der außerordentlichen Form (Vetus Ordo) ausdrücklich von den zuständigen Stellen genehmigt [sic] werden muß, für jeden Ordensangehörigen und/oder jede Gemeinschaft, die einen Antrag stellen wird.“
Das Staunen rührt vor allem daher, daß das, was hier dekretiert wird, den von Benedikt XVI. erlassenen Bestimmungen widerspricht, die für die Zelebration der Messe im Alten Ritus „sine populo“ keinerlei Anträge oder Genehmigungen vorsehen. (Quelle)
Siehe auch hier, hier, hier und hier

Ich frage mich vorausschauend: Darf ich dann überhaupt noch den von mir sehr geliebten hl. Kirchenlehrer Alphons Maria von Liguori, über dessen Schriften die Congregatio Rituum in Rom 1803 aus Anlass seiner Heiligsprechung gesagt hat, dass sich darin nichts findet, das eine Rüge verdient, hier im Blog zitieren? 
Oder fällt das auch unter die „Neigung zur doktrinellen Sicherheit“ unter der "Form der Restauration"?
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