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Donnerstag, 26. November 2015

Die Todsünde: eine schwere Verletzung der Pflicht zur Eigenliebe

Leider kenne ich zu viele Katholiken, die denken, sie täten sich mit ihrer fortgesetzten Todsünde etwas Gutes. 
Manch einer meint sogar, ohne seine Todsünde nicht leben zu können. Ihre Eigenliebe treibt sie sozusagen zu ihrer Sünde, so meinen sie. Der gegenwärtige Moment ist ihnen tatsächlich wichtiger als ihr Schicksal in der Ewigkeit.

So zu denken und auch noch danach zu handeln, zeigt Verblendung in höchstem Maße, denn eine Todsünde ist nicht nur eine schwere Beleidigung Gottes, sondern sie verletzt auch in schwerer Weise die Liebe, die man sich selbst schuldet.


Die wahre Eigenliebe wäre nämlich, sich vorzunehmen, um keinen Preis dieser Welt auch nur eine einzige Todsünde begehen zu wollen, wie im Folgenden der katholische Moraltheologie Victor Cathrein S.J. trefflich darlegt.
„Die Todsünde verletzt auch in schwerster Weise die Liebe, die sich jeder selbst schuldet. 
Um eines augenblicklichen Genusses willen wirft der Sünder die Gnade und die Freundschaft Gottes, ja Gott selbst und das ewige Leben von sich und überliefert sich der strafenden Gerechtigkeit des ewigen Richters. 
Es ist wirklich so, wie es bei Tobias heißt: „Die Sünde und Unrecht tun, sind die Feinde ihrer Seele.“ (Tob. 12,10.) 
Die Todsünde ist unser einziger wahrer und unversöhnlicher Feind. 
Mögen sich alle Feinde der Welt und mit ihnen alle Mächte der Finsternis gegen uns verschwören, sie können unserer Seele nicht schaden, wenn wir selbst nicht wollen.

Sie können uns wohl die zeitlichen Güter, vielleicht selbst das Leben nehmen, aber die Seele, die Gnade, die Ewigkeit, den Besitz Gottes können wir nur durch die eigene schwere Sünde verlieren.
 Diese ist deshalb der wahre und einzige Todfeind des Menschen.
Darum mahnt uns die Heilige Schrift so oft zum Kampf gegen die Sünde. „Kämpfe für die Gerechtigkeit bis in den Tod, so wird Gott wider deine Feinde für dich streiten.“ (Sir 4,33.)
„Fliehe vor der Sünde wie vor einer Schlange.“ (Sir 21,2.)
 
Dieser Mahnung folgend haben die Gerechten des Alten und des Neuen Bundes in ihren Versuchungen gesprochen: Lieber sterben als sündigen. 
Der Versucherin zum Ehebruch antwortete der ägyptische Joseph: „Wie sollte ich ein so großes Übel tun und sündigen wider meinen Gott?“ (Gn 39,9.) 
Vor die Wahl gestellt, zu sündigen oder in die Hände ihrer Verfolger zu geraten und zu sterben, antwortete die keusche Susanna: „Ich will lieber ohne die Tat in eure Hände fallen, als sündigen vor dem Angesichte des Herrn.“ (Dn 13,23.) 
Ähnlich antworteten der ehrwürdige Greis Eleazar und die Mutter der Makkabäer mit ihren Söhnen den Verfolgern. (Makk 6,24 ff; 7,2ff.) 
Ihnen folgten die christlichen Märtyrer und Heiligen aller Jahrhunderte. 
Sie haben die schwersten Leiden und Verfolgungen erduldet, selbst den schmerzlichsten Tod, um ihr Gewissen rein von Sünden zu bewahren. 
Jeder Christ, der seine Seele rette will, muss in ihre Fußstapfen treten. 
„Was nütze es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewänne, aber an seiner Seele Schaden litte?“ 
„Willst du in das Leben eingehen, so halte die Gebote.“ 
Alles aus: Victor Cathrein S.J., Die katholische Moral in ihren Voraussetzungen und ihren Grundlinien, Herder 1907. S. 313
Siehe auch:


Predigtreihen zum Thema „Gebote Gottes“



Predigten über das Gewissen:


29. Aug. 2010 ... Das Gewissen ist eine Tatsache und so alt und verbreitet wie das Seelenleben des Menschen überhaupt. Menschen ohne Gewissen hat es nie ...
www.glaubenswahrheit.org/predigten/chrono/2010/20100829/


10. Okt. 2010 ... Das Gewissen sollte bestimmte Eigenschaften haben. Die wichtigsten Eigenschaften sind Wachsamkeit und Zartheit. Ein wachsames ...
www.glaubenswahrheit.org/predigten/chrono/2010/20101010/


9. Aug. 2015 ... In den letzten Jahrzehnten wird in der Welt und in der Kirche viel, sehr viel vom Gewissen gesprochen. Ich frage mich, ob die, welche vom ...
www.glaubenswahrheit.org/predigten/chrono/2015/20150809/

3. Okt. 2010 ... Richtig ist das Gewissen, wenn es mit der objektiven Norm des Gesetzes übereinstimmt. Wir alle wissen, dass das nicht immer der Fall ist.
www.glaubenswahrheit.org/predigten/chrono/2010/20101003/

23. Okt. 1994 ... Es ist heute meine Absicht, vom Gewissen als einem Gottesbeweis zu sprechen. Wir müssen zunächst wissen, was das Gewissen ist.
www.glaubenswahrheit.org/predigten/reihen/199405/19941023/


22. Jan. 2006 ... Die erste Naturanlage, die wir uns hier vor Augen führen wollen, ist das Gewissen, das Gewissen, von dem heute so viel die Rede ist, das ...
www.glaubenswahrheit.org/predigten/chrono/2006/20060122/


Predigten über die Ewigkeit:
14. Okt. 1990 ... Hier wirken wir unsere Erfüllung oder unsere ewigeNichterfüllung. ... Der Weg zur Ewigkeit ist kein lässiger Spaziergang, sondern ein ...
www.glaubenswahrheit.org/predigten/reihen/199003/19901014/
1. Nov. 2002 ... In diesem Brief schreibt ein Herr: „Ich weiß nicht, ob Sie schon einen Artikel über das ewige Leben geschrieben haben. Ich möchte Ihnen ...
www.glaubenswahrheit.org/predigten/chrono/2002/20021101/
4. Juli 1999 ... Eine ganze Ewigkeit sollen wir mit ihm, dem vollkommensten aller Menschen, dem Gottmenschen, beisammen sein. Christus aber führt uns ...
www.glaubenswahrheit.org/predigten/chrono/1999/19990704/
www.glaubenswahrheit.org/predigten/themen/gericht/20071007/
9. Juni 2013 ... Vor wenigen Tagen fragte mich eine Dame aus unserer Gemeinde: „Kann man sich den Himmel verdienen?“ Mit dieser Frage sind das ...
www.glaubenswahrheit.org/predigten/chrono/2013/20130609/
11. Juli 1999 ... In der Litanei von allen Heiligen kommt die Anrufung vor: „Daß du unsere Herzen in Sehnsucht zum Himmel erheben wollest.“ Wir flehen also ...
www.glaubenswahrheit.org/predigten/chrono/1999/19990711/

14. Januar 2007. Gottes Gerechtigkeit – Die ewige Verdammnis. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Geliebte im Herrn!
www.glaubenswahrheit.org/predigten/chrono/2007/20070114/
18. Nov. 1990 ... Die Aussicht auf die ewige Verwerfung gibt dem Menschen die Kraft, die ... Wer aber wider den Heiligen Geist lästert, der wird in Ewigkeitkeine ...
www.glaubenswahrheit.org/predigten/reihen/199003/19901118/
20. Nov. 1988 ... Gottes Wirklichkeit bleibt in Ewigkeit, und dieses Wort sagt: Es gibt eine ewige Hölle, es gibt eine Verdammnis, es gibt eine ewigeUnseligkeit.
www.glaubenswahrheit.org/predigten/chrono/1988/19881120/
7. Okt. 2007 ... Oktober 2007. Die Hölle – ewige Strafe der Verdammten. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Geliebte im ...


Sonntag, 14. Dezember 2014

Die katholische Kirche als einzige Arche des Heils verlässt man nicht

Außerhalb der katholischen Kirche gibt es kein Heil, das ist ein Dogma.
Dass trotzdem unzählige katholische Bischöfe und sogar der Papst so tun, als sei die katholische Kirche eine Religion unter vielen und sie dadurch seit Jahrzehnten global entwerten, ist ein Ärgernis kaum beschreibbaren Ausmaßes.

Besonders in den letzten zwanzig Monaten habe ich von vielen Katholiken weltweit gelesen, die vor allem am Verhalten von Papst Franziskus irre geworden sind, der leider nicht seiner Pflicht nachkommt, seine Brüder im Glauben zu stärken, sondern täglich an deren Glauben zerrt und die daher mittlerweile katholische Kirche verlassen haben.


Was tun diese Bedauernswerten wohl jetzt? 
Vorher waren sie auf einem Schiff in ganz schwerem Sturm mit meterhohen Wellen und dann sind sie, zwar aus Verzweiflung, aber nicht ohne vorherige Überlegung, freiwillig ins tosende Wasser gesprungen. Und das, obwohl wir doch von Gott die feste Zusicherung haben, dass das Schiff der katholischen Kirche nie untergehen wird, gleich wie schlimm der Sturm aussieht.

Wer nicht weiß, dass Gott seine Auserwählten immer auf die eine oder andere Weise prüft, ob sie Seiner auch wert sind, und nicht bedenkt, dass die katholische Religion eine Religion des Kreuzes ist, kann leicht den Mut verlieren.


Geduldig und für Gott ertragenes Leiden jeder Art kann man übrigens aufopfern und so in reiche Verdienste für die Ewigkeit umwandeln. Das geht allerdings nur, wenn man im Gnadenstand ist, d. h. von unbereuten, ungebeichteten Todsünden frei ist.

Uns ist von Gott geoffenbart worden, dass die Prüfung am Ende der Zeiten so schlimm werden wird, dass, wenn diese Zeiten von Gott nicht abgekürzt würden, auch die Auserwählten nicht mehr durchhalten könnten. 
Mittlerweile muss man sich angesichts des Massenabfalls vom katholischen Glauben wohl fragen, "ob nicht die letzte Zeit ist." 

Es ist eine furchtbare Prüfung, wenn das oberste "Bodenpersonal" der wahren Kirche Gottes versagt und schweres Ärgernis gibt, aber wer Ärgernis nimmt, d.h. sich durch das schlechte Beispiel anderer, gleich, wer sie sein mögen, zu eigenen Sünden verführen lässt, nämlich zur Verzweiflung und zum Glaubensabfall, ist leider nicht unschuldig daran. 

Wenn man als Blinder von Blinden geführt sind, fallen beide in die Grube, wie wir aus dem Evangelium wissen. Jeder muss daher selbst versuchen und vor allem im Gebet Gott darum bitten, so scharfsichtig wie möglich zu werden, dann wird er sich auch nicht von blinden oder verblendeten Kirchenführern in die Grube führen lassen. 
Dazu muss man von den Wahrheiten des Glaubens etwas wissen und nicht nur ahnen. Wer nicht wenigstens den sehr leicht verständlichen "Katechismus von Basel" in- und auswendig kennt, wird wohl über Bord gespült werden, in diesem schrecklichen Sturm, der sich gerade zum Orkan auswächst. 

Vor allem muss man selbst um die Gnade der Beharrlichkeit bis zum (eigenen) Ende beten, denn aus eigenen Kräften kann niemand durchhalten, man braucht täglich neu den göttlichen Gnadenbeistand und muss diesen jeden Tag als "das große Geschenk" neu erbitten, wie der heil. Kirchenlehrer Alphons Maria von Liguori immer mahnte und wie hier beschrieben ist.

Was man in heutigen Zeiten außerdem selbst tun muss, beschreibt Prälat Prof. Georg May, einer der großen rechtgläubigen und unermüdlichen katholischen Kämpfer der Neuzeit im folgenden vortrefflich:
(Wie immer lohnt es sich, die ganze Predigt Außerhalb der Kirche kein Heil vom 19. Oktober 2014 zu lesen.)

"Die Beru­fung zum Chris­ten­tum ist noch nicht die Ret­tung. Wir müs­sen viel­mehr im Chris­ten­tum ver­har­ren, wir müs­sen in der Kir­che blei­ben, wir müs­sen wahre Glie­der des Lei­bes Christi wer­den. Glie­der, meine lie­ben Freunde, kön­nen den Leib nicht ver­las­sen. Sie kön­nen abge­schnit­ten wer­den, aber dann müs­sen sie ster­ben. 

Men­schen, die aus der Kir­che flie­hen, ver­las­sen die Arche des Hei­les. Warum tun sie das? Häu­fig aus irdi­schen, welt­li­chen Grün­den. Wegen der Kir­chen­steuer, so sagt man, oder wegen ärger­li­cher Vor­fälle von Pries­tern und Bischö­fen. 

Meine lie­ben Freunde, sind wir in die Kir­che ein­ge­tre­ten wegen eines Men­schen oder wegen unse­res Got­tes und Hei­lan­des? Und blei­ben wir in der Kir­che wegen eines Men­schen oder wegen der Wahr­heit und der Gnade? 
Ver­lässt jemand den Fuß­ball­club FC Bay­ern, weil Uli Hoeneß ins Gefäng­nis gehen musste wegen Steu­er­hin­ter­zie­hung? Kün­digt jemand sein Konto bei der Deut­schen Bank, weil da ein Mana­ger vor Gericht gezo­gen wird? 

Hier in Buden­heim wurde ein vor Jahr­zehn­ten am Ort wir­ken­der Pfar­rer ver­däch­tigt, eine uner­laubte Bezie­hung zu einer in der Pfar­rei täti­gen Dame zu unter­hal­ten. Eine mei­ner Nach­ba­rin­nen hat sich des­we­gen von der Kir­che abge­wandt, wie mir ihr Mann, der Pro­tes­tant ist, erzählte. Ich habe zuver­läs­sige Män­ner die­ser Pfar­rei befragt. Män­ner, die um die Ver­hält­nisse wis­sen. Sie haben mir ent­schie­den und ein­mü­tig gesagt: „Diese Behaup­tung ist ein fal­sches Gerücht. Daran ist nichts wahr.“ 

Ich habe noch nie etwas davon gehal­ten, sich wegen Schwä­chen und Män­geln von Men­schen von der Kir­che zu tren­nen. 
„Die Tren­nung von der Kir­che ist immer ein grö­ße­res Übel als die Übel, denen man durch die Tren­nung ent­ge­hen will“, schrieb im drit­ten Jahr­hun­dert der hei­lige Bischof Cyprian. Die Tren­nung von der Kir­che ist immer ein grö­ße­res Übel als die Übel, denen man durch die Tren­nung ent­ge­hen will. 

Was bringt die Flucht aus der Heils­ge­meinde Christi? Wor­aus wol­len die Flücht­linge das Wort Got­tes ent­neh­men? Woher die Gnade schöp­fen? Wer hin­dert uns, fromm zu sein, wenn ein Pries­ter und ein Bischof ver­sagt?

Wir müs­sen in der Kir­che blei­ben und in der Kir­che als Chris­ten leben. Im zwei­ten christ­li­chen Jahr­hun­dert schrieb Jus­tin in sei­ner Ver­tei­di­gungs­schrift für die Chris­ten: 
„Wenn ein Christ in sei­nem Wan­del sich nicht so zeigt, wie Chris­tus uns gelehrt hat, so soll er nicht als Christ ange­se­hen wer­den, mag er auch mit der Zunge die Lehre Christi beken­nen.“ Auf das Leben kommt es an, auf die Ver­wirk­li­chung. 

An ers­ter Stelle muss ein Glied der Kir­che im unver­kürz­ten Glau­ben der Kir­che ste­hen. Der Glaube prägt die Kir­che, gibt ihr ein unver­wech­sel­ba­res Gesicht. Wer zur Kir­che gehö­ren will, muss ihren Glau­ben tei­len. Was nützt es, in die Kir­che auf­ge­nom­men zu wer­den und nicht am Glau­ben der Kir­che fest­zu­hal­ten. Unser Heil hängt am Glau­ben. (...)

An zwei­ter Stelle muss ein Christ treu zur Sit­ten­lehre der Kir­che stehen.​
Was nützt es, Glied der Kir­che zu sein, aber die Gebote, die sie in Got­tes Namen ver­kün­det, zu miss­ach­ten. Das Hal­ten der Gebote ver­bin­det uns doch mit Chris­tus, es bekräf­tigt die Zuge­hö­rig­keit zur Kir­che, es bezeugt unsere Liebe zum Hei­land. 

Nie­mand hat das deut­li­cher aus­ge­spro­chen als der Apos­tel Johan­nes: 
„Daran erken­nen wir, dass wir ihn (Chris­tus) erkannt haben, wenn wir seine Gebote hal­ten. Wer sagt: Ich habe ihn erkannt, und hält seine Gebote nicht, der ist ein Lüg­ner und in dem ist nicht die Wahr­heit.“ 

Es ist das unmess­bare Glück, meine lie­ben Freunde, dass wir die Gebote Got­tes ken­nen. Wir dür­fen über vie­les froh sein, was in unse­rer Kir­che vor­han­den ist, aber ich per­sön­lich habe es immer als ein wahr­haf­tig unmess­ba­res Glück emp­fun­den, zu wis­sen, was ich tun muss, weil Gott es so geord­net hat. Denn das ist der Weg des Hei­les. 
Es kann nichts heil­sam sein, was gegen den Wil­len Got­tes ist. Es ist meta­phy­sisch unmög­lich, dass eine Sünde dem Men­schen Heil bringt – das ist meta­phy­sisch unmög­lich. Die Gebote des Herrn sind ein siche­rer Füh­rer. Sie beleh­ren den Men­schen, sie machen Toren zu Wei­sen. 

Chris­tus, meine lie­ben Freunde, macht seine Jün­ger für die getreue Wei­ter­gabe sei­nes Erlö­sungs­werks an alle Men­schen bis ans Ende der Zeit ver­ant­wort­lich. Was er den Apos­teln auf­trug: „Macht alle Men­schen zu mei­nen Jün­gern“, das ist an uns gesagt. 
Beim Gericht wer­den wir gefragt wer­den: Was hast du getan, um die Men­schen dei­ner Umge­bung zum Glau­ben, zur Kir­che zu füh­ren? War dein Leben ein Zeug­nis für Chris­tus?"

Siehe auch:
Der Glaubensabfall am Ende der Zeiten
und
Der heil. Kirchenlehrer Johannes von Damaskus über den Antichrist
und
Der heil. Papst Pius X. hat vor der kommenden Eine-Welt-Kirche gewarnt

und 
Wie wachsam der heutige Katholik sein muss und wie er sich wappnen muss
und

Dienstag, 27. August 2013

Wie beichtet man ohne Kenntnis der Gebote?

Von 60 Millionen Einwohnern Italiens sollen 51 Millionen katholisch getauft sein. Laut einer aktuellen Umfrage, die offensichtlich einen Querschnitt der Bevölkerung betraf, kann nicht einmal mehr jeder fünfte Italiener die 10 Gebote richtig aufzählen. 41 Prozent kennen nur noch ein einziges Gebot, 17,2 Prozent der Italiener gar keines mehr.

 
17, 2 Prozent von 60 Millionen sind ca. 10,2 Millionen. Es gibt aber nur 9 Millionen Italiener, die nicht katholisch sind. Das heißt, selbst wenn man annimmt, dass alle 9 Millionen Italiener, die nicht katholisch sind, kein einziges Gebot kennen, bleiben immer noch 1, 2 Millionen übrig, die rein rechnerisch Katholiken sein müssen. Es gibt also 1,2 Millionen italienische Katholiken, die kein einziges Gebot kennen! Himmel hilf! 

Zur Vorbereitung auf die Beichte muss man sein Gewissen ja nach Überschreitungen der zehn göttlichen Gebote absuchen. Wie gehen die Katholiken, die unter die 41% Italiener fallen, die nur noch ein Gebot kennen, zur Beichte? Ich nehme an die Antwort ist die gleiche wie hier in Deutschland: es geht kaum noch einer zur Beichte.

Übrigens gibt es weltweit Gerüchte, dass der Konflikt um Syrien sich zu einem Weltkrieg auswachsen könnte. Man wird dann an einigen Stellen der Erde nie wissen, wann ein Marschflugkörper „Tomahawk“ um die Ecke geflogen kommt, und wenn man es endlich hört, ist es schon zu spät. Zu spät dann auch für die Beichte. 

Bei Gott gilt aber immer noch folgendes, auch wenn es kaum noch ein Priester verkündet:
Wer mit einer schwe­ren Sünde, mit einer Tod­sünde belas­tet, aus die­ser Welt schei­det, wird in alle Ewig­keit in der Ver­damm­nis ver­blei­ben. 
Das ist die Lehre der Kir­che über die ewige Unfer­tig­keit, über die ewige Nicht­vol­lendung. Das kirch­li­che Lehr­amt hat diese Lehre zu wie­der­hol­ten Malen deut­lich aus­ge­spro­chen. Quelle: Die Hölle als Ort der ewi­gen Ver­wer­fung
Wer nicht an einen kommenden Weltkrieg glaubt und schon länger nicht mehr zur Ohrenbeichte war: es gibt auch Leute, die vor ihre Tür treten und auf der Treppe so unglücklich ausrutschen, dass sie sich das Genick brechen. Dumm nur, wenn das im Stand der Todsünde passiert ist.

Siehe auch:

Sonntag, 2. Dezember 2012

Du sollst den Namen Gottes nicht eitel nennen

"Ja, du sollst Namen Gottes nicht eitel nennen – du sollst also nicht falsch – und auch nicht in leichtsinniger Weise schwören. 
Ich hoffe, dass es unter uns keinen so gottlosen Menschen gibt, der sich getraute, falsch zu schwören. Möchte es auch keinen geben, der leichtsinniger Weise schwört!

Ich wünschte, dass der Name Gottes von keinem – von keinem einzigen aus uns durch das sogenannte Fluchen entehrt würde.

Wir sollen den Namen Gottes nicht eitel nennen, sondern von Gott und von göttlichen Dingen mit der gebührenden Ehrfurcht und Ehrerbietigkeit sprechen. 
Dagegen versündigen sich diejenigen, welche den Namen Gottes oder das Wort Gott – oder den heiligsten Namen Jesu beständig im Munde führen und leichtsinniger Weise missbrauchen.  
Fromme Christen sprechen den Namen Gottes und den Namen Jesu nur mit Andacht aus; man hört zwar von ihnen öfters ein herzliches: „In Gottes Namen! – Gott zu Lieb´! – Wie Gott will! Mein Jesus! – Jesu, stehe mir bei!“ aber man hört von ihnen nie eine leichtsinnige und unanständige Redensrat, wodurch das Wort Gott oder der Name Jesu bloß aus Verwunderung, zu einer Beteuerung, im Zorne oder aus Scherz ausgesprochen und dadurch eitel genannt wird.
alles aus: P. Aegidius Jais O.S.B., Predigten, die Alle verstehen, und die Meisten brauchen können. Seinen ehemaligen Schülern zur freundschaftlichen Erinnerung, gutgesinnten Christen zur erbaulichen Lesung, Zweiter Band, Verlag der Mayr´schen Buchhandlung, Salzburg, 1825
Zu meiner großen Schande habe ich vor meiner Bekehrung zu den oben von P. Jais beschriebenen Leuten gehört, die den Namen Gottes ständig im Mund geführt haben, wenn ich meinen Zorn oder meine Verwunderung ausdrücken wollte. Mir graut jetzt noch, wenn ich an die unzähligen Male denke und ich bin immer auf´s Neue erstaunt über Gottes Langmut mit solchen Leuten wie mir. 

Nachdem ich einmal begriffen hatte, was es mit dem zweiten Gebot auf sich hatte, habe ich immer ganz genau aufgepasst, dass ich diesbezüglich bloß nichts Falsches sage (auf anderen Gebieten gelingt mir das schlimmerweise noch nicht so gut). 
Ich habe auch angefangen, meine damals noch nicht bekehrten Familienmitglieder eindringlich zu bitten, sie möchten von ihrer Unsitte, an allen unmöglichen Stellen diesen Namen zu gebrauchen, ablassen, was sie zu meiner großen Verwunderung auch tatsächlich beherzigt haben!

Ich kenne auch jemanden, dessen Arbeitskollegin ständig das Wort „Kruzifix“ gebraucht hat. Er hat ihr dann eine E-Mail geschrieben (sie wusste schon, dass er katholisch ist), es treffe ihn jedes Mal enorm, wenn sie das Wort so leichtfertig daher sage, ob sie damit wohl aufhören könne. Antwort: Es täte ihr leid, sie habe das gar nicht gemerkt! 

Und Schluss war mit dem Fluchen.

Wenn man einmal darauf achtet, wie oft sich die Leute sich gegen das zweite Gebot verfehlen, wird man sehr traurig. 

Ich denke, hier könnte jeder Katholik bei sich und bei anderen sehr viele Sünden verhindern, wenn er wachsam und in aller Sanftmut für Gottes Namen kampfbereit wäre.


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