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Donnerstag, 10. März 2016

Zweifelte der heil. Joseph jemals an der Jungfräulichkeit der allerseligsten Jungfrau Maria?

Kurze Antwort: Nein, niemals, denn er hatte sie direkt aus dem Tempel, wo sie mit anderen Jungfrauen bestens bewacht aufwuchs, in seine Obhut genommen. 

Jedermann wußte, dass der Messias, der damals allgemein erwartet wurde, aus dem Hause David stammen und aus einer Jungfrau geboren werden würde, wie der Prophet Isaias vorhergesagt hatte.

Joseph wusste, dass sowohl er als auch seine Braut aus dem Hause David stammten und war sich sicher, dass ihre Schwangerschaft, die er an seiner heiligen, reinen Braut deutlich wahrnahm, nur bedeuten konnte, dass sie bestimmt war, den Messias zur Welt zu bringen.

Warum aber überlegte der demütige heil. Joseph dann, seine Braut zu entlassen?

Die Antwort gibt der Ex-General der Theatiner, Joachim Ventura, 
in dieser Predigt über den heil Joseph ab S. 61. 

Seine Ausführungen untermauert er mit Zitaten der Kirchenväter.

Es lohnt sich die ganze Predigt zu lesen, etwas Schöneres und Erbaulicheres über den heil. Joseph habe ich noch nie gelesen.


(Wie man Frakturschrift liest, wird hier erklärt. Screenshots der Predigt unten zum Vergrößern anklicken.)










Mehr von und über P. Joachim Ventura hier.


Mittwoch, 24. Dezember 2014

Maria und Joseph auf Herbergssuche

Maria und Joseph auf Herbergssuche
Krippenfiguren aus der 

Kollektion "Immanuel" von Heide
In damaliger Zeit ging vom dem römischen Kaiser Augustus der Befehl aus, dass der ganze Erdkreis aufgeschrieben werde. Diese Aufschreibung geschah als die erste unter der Statthalterschaft des Cyrinus (Quirinius) über Syrien. 
Jeder musste daher an den Stammort seiner Familie gehen, um sich da aufschreiben zu lassen.*

Am Abend vor Christi Geburt,
Michael Rieser, 1869
gefunden bei wiki
Da gingen auch Maria und Joseph, weil sie aus dem königlichen Geschlechte Davids waren, nach Bethlehem, der Stadt Davids. 

Wegen der vielen Fremden, die schon gekommen waren, fanden sie indes keine Herberge.** 
Sie gingen deshalb in eine vor der Stadt befindliche Grotte. 

Hier wurde Jesus Christus geboren, der eingeborene Sohn Gottes und Heiland der Welt; und die jungfräuliche Mutter wickelte das Kind in Windeln und legte es in eine Krippe.

* Die Schätzung geschah nach jüdischer Sitte. Zum sicheren Nachweis echt israelitischer Abstammung und Zugehörigkeit zu einer bestimmten Familie wurde nach Stamm, Geschlecht, Haus und einzelnen Familien gemustert, die Familienregister befanden sich am Stammort der Familienglieder. Auch die unveräußerlichen Erbgrundstücke lagen innerhalb des betreffenden Stammanteils.– 
So musste ein heidnischer Kaiser, der „die ganze Welt“ zu beherrschen glaubte, die mehr als 700 Jahre früher gegebene Weissagung des Propheten Michäas in Erfüllung bringen, dass der Messias in Bethlehem geboren werde.

** So geschah hier ganz buchstäblich, was der heil. Johannes (1,11) sagt: "Er kam in sein Eigentum, aber die Seinigen nahmen ihn nicht auf." Ein trauriges Vorbild der Verblendung, womit später die Mehrzahl der Juden den Erlöser und seine Gnade von sich stieß.

Alles aus: Handbuch zur Biblischen Geschichte, Schuster und Holzammer, mit Approbation des Erzbischofs von Freiburg, Herder 1906.

Siehe auch: 

Montag, 22. Dezember 2014

Was heißt: "Im Anfang war das Wort?"

Was der Beginn des Prologs des Johannes-Evangeliums, der in der dritten heil. Messe am hochheiligen Weihnachtsfest gelesen wird, bedeutet, wird hier in einem "Goffine" kurz und prägnant erklärt.

Unten sind die Snippets aus diesem Goffine, durch darauf klicken werden sie größer.


Und hier wird erklärt, was für ein großartiges Buch der "Goffine"  ist.

Siehe auch die Predigt von Prälat Prof. Georg May:
Am Anfang war das Wort






Sonntag, 21. Dezember 2014

Die Menschheit vor der Ankunft des Messias Jesus Christus

Frage: Haben die Menschen während der viertausend Jahre vor der Ankunft des Erlösers selig werden können?

Antwort: Ja, sie konnten durch die zukünftigen Verdienste des Welterlösers selig werden.

Erklärung:
Während der viertausend Jahre bis zur Ankunft des Erlösers Jesus Christus eignete Gott in seiner Barmherzigkeit den Menschen im Voraus die künftigen Verdienste seines Sohnes zu; er gewährte ihnen Gnaden, und sie konnten durch weise Benützung dieser Gnaden heilig und gerecht leben.


Es sind in der Tat unter den Juden mehrere heilig geworden: Abel, Seth, Noe, Abraham, Isaak, Jakob usw. und selbst unter den Heiden*), unter letzteren führt man Melchisedech und Job an. – 

Um aber vor der Ankunft des Erlösers selig werden zu können, musste man: 
1) den wahren Gott kennen, lieben und ihm dienen; 
2) dem Lichte der Vernunft folgen; 
3) an den verheißenen Messias glauben und auf seine künftigen Verdienste hoffen; 
ebenso wie die Menschen, nachdem es Gott gefallen hat, seine herrliche Verheißung auszuführen, glauben müssen, dass der Messias gekommen ist und ihr ganzes Vertrauen auf die überreichen Verdienste seiner Erlösung zu setzen haben.

So war der erwartete oder der gegebene Erlöser zu allen Zeiten der Trost und die Hoffnung der Kinder Gottes; und die Religion ist immer einförmig, oder vielmehr immer dieselbe vom Anfang der Welt an; man hat immer denselben Gott als Urheber, und denselben Jesus Christus als Erlöser des Menschengeschlechtes anerkannt.

*) Man nennt so die vom Volke Gottes verschiedenen Völker

Alles aus: Historische, dogmatische, moralische und liturgische Erklärung des Katechismus nebst Widerlegung der Haupteinwürfe der Ungläubigen gegen die Religion von Ambrosius Guillois, Pfarrer zu Mans, mit Approbation, Verlag G.J. Manz, 1848

So viel zu der Frage, die ich schon öfter im Internet gelesen habe, ob der Gott des Alten Testamentes derselbe ist wie der des Neuen Testamentes. 
Antwort: natürlich ist es derselbe Gott, nur war im Alten Testament noch vieles dunkel, was durch das Erscheinen des Lichtes der Welt, des göttlichen Messias Jesus Christus hell und klar geworden ist. 

Leider haben sich viele Juden von dem speziell ihrem Volk angekündigten Erlöser abgewandt, als er vor 2000 Jahren endlich erschienen war, weil sie sich einen anderen, einen mächtigen Erlöser, der sie aus irdischem Elend erlösen würde, vorgestellt hatten. Diese Juden wollten einen Messias mit einem Reich von dieser Welt. 


Auf so einen mächtigen, irdischen Messias warten die heutigen Juden interessanterweise immer noch, was man leicht feststellten kann, wenn man mal ein halbes Jahr ihre auf Englisch veröffentlichten Zeitungen im Internet und besonders ihre eigene Berichterstattung über ihren aktuellen Kampf um den Tempelberg liest.

Siehe auch:
Was bedeutet Testament im religiösen Sinn?
und

Christus wurde erwartet
und
Die Offen­ba­rung Got­tes im Alten Bund
und
Die Offen­ba­rung Got­tes in Jesus Chris­tus
und

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