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Sonntag, 19. März 2017

Gebet zum hl. Joseph in schweren Anliegen

Lieber hl. Joseph, Freund des heiligsten Herzens Jesu, reinster Bräutigam der allzeit unbefleckten, ohne Makel der Sünde empfangenen Jungfrau Maria, kaum wurdest du von Gott zum Haupt der heiligem Familie auserwählt, als Kümmernis und Sorgen, Trübsal und Not dein Anteil wurden.

Welch überaus schmerzliches Anliegen war es für dich, als du in Bethlehem keine Herberge für die liebe Mutter des Heilandes fandest und in einem Stall Unterkunft suchen musstest! Welch Schmerz war es für dich, als du sahst, wie Maria ihr neugeborenes göttliches Kind in armselige Windeln gewickelt in die Krippe auf Stroh legte.

Welch ein Schrecken und welche Angst jagte dir der Befehl des Engels ein, mit dem himmlischen Kind und seiner Mutter bei der Nacht nach Ägypten zu fliehen! Wie überaus schmerzlich und kummervoll war die Reise in dieses Land, wo man den wahren Gott nicht kannte, und welche Armut und Not drückte dich dort, als du die nötige Unterkunft und Nahrung suchen und durch mühevolle Arbeit gewinnen musstest; und in welcher Armut, nur mit harter Arbeit, brachtest du im kleinen Haus zu Nazareth mit Jesus und Maria dein Leben zu !

Du hast an dir selbst erfahren, was Kümmernis und Sorgen, Trübsal und Not für den Menschen sind.
Deshalb wende ich mich zu Dir in meinem schweren Anliegen und bitte dich inbrüstig, nimm dich meiner an und bewege durch deine mächtige Fürbitte, dass dein Pflegekind Jesus sich meiner erbarme und in meiner Not mir helfe.
Denn es ist noch nie gehört worden, dass jemand deinen Schutz angerufen hat, ohne getröstet worden zu sein.
Mit diesem Vertrauen erscheine ich vor dir und empfehle mich dir inständig.
Ach verschmähe meine Bitte nicht, Pflegevater unseres Heilandes, sondern nimm sie huldreich an. Amen


gefunden in:
Leidensblumen aus dem Garten der Heiligen, Ein Exempel- und Erbauungsbuch für alle Betrübte und Leidende, herausgegeben von Georg Ott, Stadtpfarrer in Abensberg, mit bischöflicher Approbation, Verlag Friedrich Pustet, 1888



Dieses Bild des hl. Joseph
hängt bei uns seit Jahren am Esstisch und
 ist zu kaufen hier



Mittwoch, 8. Februar 2017

Gebet vom sel. Papst Pius IX. für die Kirche




O Herr, allmächtiger Gott, der Du das Böse zulässt, um das Gute dadurch zu bewirken, 
höre auf das demütige Gebet, womit wir Dich um die Gnade bitten,
inmitten so vieler Verfolgungen Dir treu zu bleiben und bis ans Ende im Guten auszuharren; 
und gib uns durch die Fürbitte der allerseligsten Jungfrau Maria die Kraft, 
uns immer Deinem heiligsten Willen zu fügen. 
Amen.

aus "Brot der Engel", Katholisches Gebetbuch, Herder, 1908



Mittwoch, 4. März 2015

Vor allem von der Andacht hängt der Erfolg eines Gebetes ab

Welche Eigenschaften sollte ein Gebet haben?
Als erste Eigenschaft ist die Andacht zu nennen. Die beim Beten notwendige Andacht ist nicht mit der dabei notwendigen Aufmerksamkeit gleich zu setzen.

Dank der Aufmerksamkeit richtet sich der Geist auf Wortlaut und Inhalt des Gebetes; dank der Andacht gibt sich der Wille leicht und gern dem Dienste Gottes hin (S.th.2,2,q.82,a.1). 
Es wäre also denkbar, dass etwa die Aufmerksamkeit vorhanden wäre, jedoch die Andacht fehlte. 

Worin besteht die Andacht?
Die Andacht besteht somit in der bereitwilligen Hingabe an den Dienst Gottes, in einer andauernden Willensrichtung auf Gott, in dem demütigen Willen, Gott als den höchsten Herrn zu verehren.

Wie gelangt man zur Andacht?
Die andächtige Stimmung des Herzens ergibt sich aus der Betrachtung der Güte Gottes und der göttlichen Wohltaten, diese Betrachtung führt zur Liebe Gottes, die sich als nächste Ursache der Devotion erweist, verstärkt wird die Stimmung der Devotion durch die Betrachtung der eigenen Fehler. (Matth. 6,5. IPetri 5,5. Jak. 4,6. Luk. 18,10ff. u.ö. S.th. 2,2,q.82,a.3).

Vor allem von der Andacht hängt der Erfolg des Gebetes ab (S.th. Suppl., q.72,a.2ad2). 
Der heilige Augustinus sagt daher: „Sit orantis affectus, et erit exaudientis effectus“, ist der Affekt des Betenden vorhanden, so wird der Erfolg nicht ausbleiben (Sermo 56,5). 

Entscheidend ist immer die Richtung des Herzens auf Gott, corde clamandum est, mit dem Herzen muss man laut zu Gott rufen (Augustinus, Enarr. in Ps. 118, sermo 29,1.) .

Dies ist jedoch nicht so gemeint, als müsste man die Andacht fühlen, und als wäre ein Gebet bei Trockenheit des Gemütes (ariditas mentis) wertlos, vielmehr gilt auch hier: 
je mehr Energie des Willens, Affekt in diesem Sinne genommen, aufgewendet wird, umso größer wird die sittliche Bedeutung des Gebetes; ja wenn das Gefühl kalt bleibt und wir das bedauern, so heißt das schon beten, quia, si vel hoc dolemus, iam oramus. (Augustinus, De div. quaest. Ad. Simplic. I, 21.)
(…)

Ursachen des Mangels an Andacht

Andachtslosigkeit kann auf verschiedene Ursachen zurückgehen. Es kann sich dabei um Versuchung oder um göttliche Heimsuchung und Erprobung handeln, deren Frist von Gott weise festgesetzt ist; zuweilen jedoch ist der Grund in krankhaften Zuständen zu suchen. 
Ferner kann die Dürre des Gemütes eine selbstverschuldete sein, so beim Sünder, der in schweren Sünden dahinlebt oder dahinlebte, so bei Indifferenten und Trägen, der jede Anstrengung im Dienstes des Seelenheils für überflüssig hält oder feig vermeidet, oder beim Kinde dieser Welt, dessen Gedanken im Nichtigen aufgehen.

Ist jedoch der gute Wille und entsprechende Energie vorhanden, so ist das Gebet um das für das Seelenheil Nützliche niemals umsonst, trotz der Dürre des Gemütes; ja tatsächlich wird das Gebet umso wertvoller sein, je mehr Energie aufgewandt wird und je mehr man bedauert, nicht andächtiger beten zu können. 

Soll man nur beten, wenn man Lust dazu hat?
Dem Satze man solle nur beten, wenn man sich dazu angetrieben fühlt, ist daher im Sinne wahrhaft christlicher Denkweise der andere entgegenzustellen, man soll, wenn die Umstände das Gebet erfordern oder nahelegen, davon sich nie lediglich wegen Unlust abhalten lassen, überzeugt, dass Gott, was er anfänglich, um die Geduld und Sehnsucht der Herzens zu stärken, versagt, vielleicht bald gewähren wird.

Alles - bis auf die kursiven Zwischenüberschriften - aus: Lehrbuch der Moraltheologie von Otto. Schilling, II. Band, Max Hueber Verlag, München, mit Imprimatur, 1928. S. 172



Montag, 2. März 2015

Welches Gebet unbedingt sicher erhört wird


Hubert Salentin: Im Gebet. 
Manch einer ist enttäuscht, wenn er z. B. ständig um einen Lottogewinn betet und doch nie gewinnt. Ein anderer betet vielleicht um geringere zeitliche Güter, bekommt aber auch nicht das Erwünschte. 

Stimmt dann die Verheißung vielleicht doch nicht, dass man alles, worum man betet, sofern man glaubt, erhalten wird?
Doch sie stimmt, man muss allerdings wissen, auf welche Güter sich diese göttliche Verheißung bezieht, nämlich auf das zum eigenen (ewigen) Heil Nützliche.

Folgendes ist die beste und knappste Erklärung, die ich zu diesem Sachverhalt je gelesen habe:
"Die erwirkende Kraft hat das Gebet von der Gnade Gottes, der uns zum Gebet ermuntert und dem rechten Gebet Erhörung verheißt. „Bittet, und es wird euch geben werden“ (Matth.7, 7); „alles, um was ihr gläubig bitten werdet im Gebet, werdet ihr empfangen“ (Matth. 21,22).(…) 
Prinzip der Erhörung bleibt die Rücksicht auf Erlangung des Heiles. 
Ist daher, was man erfleht, unter diesem Gesichtspunkt nicht nützlich, so verdient der Betende nicht, erhört zu werden. 
Würde einer um den Beistand zur Sünde beten, so würde er nicht nur keine Erhörung finden, sondern zugleich das Verdienst des Gebetes einbüßen. 
Würde man um etwas bitten, was für das Seelenheil bedeutungslos ist, so würde man zwar nicht erhört werden, aber doch das Verdienst des Gebetes nicht verlieren. 
Betet man um das, was für Erlangung des Heiles nützlich ist, so wird das Gebet Erhörung finden; damit ist jedoch nicht gesagt, dass dies sofort zutreffen müsste. 
Im Übrigen gilt, dass das Gebet um das zum Heil Nützliche unbedingt sicher erhört wird, wenn es im rechten Geiste oder im Namen Jesu, in seinem Sinne und in Vereinigung mit ihm erfolgt. (Joh. 14,13f., Matth. 7,11.18,19f. S. th. 2,2, q. 83, a. 15 ad 2). 
Eine bestimmte Ausnahme betrifft das Gebet für den Nächsten. Dieser kann, wie ja schon die Erfahrung lehrt, durch seinen Freiheitsgebrauch das Gebet für ihn vereiteln, wenn er nämlich zum Empfang der Gnade nicht disponiert ist.* (S.th.2,2,q.83,a.7 ad 2;vgl. Jer.15,1)."

Zitat aus: Lehrbuch der Moraltheologie von Otto. Schilling, II. Band, Max Hueber Verlag, München, mit Imprimatur, 1928. S. 170

* Erklärung dazu:
"Nie­mand ist imstande, das Gute, das er will, zu tun und das Böse, das er nicht will, zu unter­las­sen außer durch Christi Gnade. Nichts Gutes, das zur Fröm­mig­keit und zur Gerech­tig­keit gehört, kann ohne die Gnade Got­tes gesche­hen. 
Unsere Auf­gabe ist es, der Gnade wür­dig zu wer­den, dem gnä­di­gen Gott, dem Gna­den­spen­der uns zu öff­nen, die Anre­gun­gen der Gnade zu ver­spü­ren und ihnen zu fol­gen. Es gibt eine schöne Anru­fung in einer Lita­nei, und die lau­tet: „Von der Ver­nach­läs­si­gung dei­ner Ein­spre­chun­gen, o Herr, erlöse mich.“ 
Von der Ver­nach­läs­si­gung dei­ner Ein­spre­chun­gen, o Herr, erlöse mich. 
Gott nötigt nie­man­den. Auch wenn er ruft, läßt er dem Men­schen die freie Ent­schei­dung. 
Aber wenn wir träge sind, ver­mag nie­mand uns mit sei­nem Gebet zu hel­fen. Das Reich Got­tes wird nicht den Schla­fen­den zuteil, son­dern denen, die wachen und arbei­ten."
aus der Predigt:
Bereit sein für das Gna­den­wir­ken Got­tes
Siehe auch: 
Das sehr wichtige tägliche Gebet um die große Gnade der Beharrlichkeit bis zum Ende
und 
Gebet zum göttlichen Heiland nach der heiligen Kommunion um Beharrlichkeit bis zum Ende

Sonntag, 4. Januar 2015

Das "Gebet" der Vereinten Nationen im Gotteslob

Im Gotteslob findet sich auf S. 87 übrigens ein "Gebet" der Vereinten Nationen.

Dass die deutschen Bischöfe 
so etwas in ihr Gebet- und Gesangbuch aufnehmen, ist vor dem okkulten Hintergrund der Vereinten Nationen (UN) erstaunlich. 
Vornedrin steht nämlich, es handele sich um ein "katholisches“ Gebet- und Gesangbuch. Man muss fürchten, dass die deutschen Bischöfe keine katholischen Gebete mehr erkennen können.

Ebenso erstaunlich ist, dass sich ein jüdisches Friedensgebet ganz in der Nähe des Gebetes der UN findet, das sich im Inhalt interessanterweise davon nicht wesentlich unterscheidet. 

Da die Juden immer noch nicht den Heiland Jesus Christus als Gott anerkennen wollen und der Name des göttlichen Heilands daher in dem Gebet fehlt, fragt man sich, was das soll, denn der Heiland hat uns gesagt, wir sollen in Seinem Namen zum Vater beten, da in keinem anderen Namen Heil ist. 
Außerdem hat Er uns gesagt, dass wer Ihn nicht hat, auch den Vater nicht hat, denn niemand kommt zum Vater als durch Ihn.

Haben die Juden im Gegenzug auch katholische Gebete in ihre Gebetbücher aufgenommen? Wohl kaum, nur die Katholiken nehmen seit Jahrzehnten alles Unkatholische auf.

Außerdem gibt es dort ein Gebet von Mutter Teresa, die der Lucis Trust der UN zu ihren Lebzeiten unter die „Weltführer“ 
rechnete*, das als Mitverfasser den Protestanten Frère Roger von Taizé hatte.

Wir sind im glücklichen Besitz etlicher alter echt katholischer Gebetbücher. Mit den modernen "katholischen" Gebetsbüchern haben sie so wenig Ähnlichkeit wie eine Orange mit einer Kartoffel. 

Richtig krass wurde es mit der Veränderung der katholischen Gebetbücher, wann wohl? Ab der Gründung der Vereinten Nationen und ihrer weltweiten „kulturellen“ (Um)-Erziehungsabteilung UNESCO.

Über das Symbol auf dem Gotteslob vornedrauf will ich für heute mal nicht weiter nachdenken.


* falls der Link oben nicht geht:

World Goodwill - Lucis Trust

www.lucistrust.org/en/content/download/1747/21253/file/2000-4.PDF

mother, by your kindness we have found. Without it we receive nothing. ..... renowned world leaders as. Pope John Paul, Mother Teresa, the Dalai Lama, Rabbi.


Montag, 15. September 2014

Über die Andacht zu den sieben Schmerzen Mariens

Je größer der Heilige, desto mehr Schmerzen hatte er zu ertragen. Kein Mensch hatte mehr Schmerzen zu ertragen als die Gottesmutter.

Es gilt als besonderes Anzeichen der Auserwählung, wenn man eine Andacht zu den sieben Schmerzen der Gottesmutter hat. 


Eine alte  Enzyklopädie für katholische Theologie erklärt die sieben Schmerzen Mariens hier. Die Brevierlesung zum Fest Mariä Sieben Schmerzen am 15. September gibt es hier.

Hier folgt eine, in besseren Zeiten sehr beliebte 
Andacht zu den sieben Schmerzen Mariä
vom hl. Kirchenlehrer Alfons Maria von Liguori

Was denjenigen versprochen wird, die diese Andacht üben oder verbreiten, erklären die Mönche von Papa Stronsay hier.


Die sieben Schmerzen Mariä
Albrecht Dürer, 1496

Erster Schmerz

Ich habe Mitleiden mit dir, o meine geliebte Mutter Maria, um des ersten Schmerzensschwertes willen, das dein Herz durchbohrte, als dir durch den Hl. Simeon alle Mißhandlungen vor Augen gestellt wurden, die deinem Jesus von den Menschen widerfahren würden.

Sie waren dir alle durch die Heilige Schrift bekannt, ja du wußtest sogar, dass er vor deinen Augen am Kreuze, nachdem er all sein Blut vergossen, den Geist aufgeben werde, verlassen von allen, ohne dass du ihm helfen, ihn verteidigen könntest.

Um dieser bittern Erinnerung willen, die so lange Jahre dein Herz betrübte, bitte ich dich, o meine Königin, erlange mir die Gnade, daß ich das Leiden Christi und deine Schmerzen im Leben und im Sterben immer in meinem Herzen trage.

Zweiter Schmerz

Ich habe Mitleiden mit dir, o meine geliebte Mutter Maria, um des zweiten Schmerzensschwertes willen, das dein Herz durchbohrte, als du sahest, wie dein unschuldiges Kind Jesus von denselben Menschen, um deren Seligkeit willen er in die Welt gekomen war, verfolgt wurde. 


Mitten in der Nacht mußtest du damals heimlich nach Ägypten fliehen. Um all der Leiden willen, die du, o zarte Jungfrau, mit deinem vertriebenen Kindlein erduldetest auf dieser langen und mühsamen Reise durch wüste und rauhe Länder und während deines Aufenthaltes in Ägypten, wo du unbekannt und fremd mehrere Jahre arm und verachtet lebtest, bitte ich dich, meine geliebte Königin, erlange mir die Gnade, geduldig und mit dir vereint bis zu meinem Tode alle Leiden dieses elenden Lebens zu erdulden, damit ich dereinst von den Peinen der Hölle, die ich verdient habe, befreit werde.

Dritter Schmerz

Ich habe Mitleiden mit dir, o meine geliebte Mutter Maria, um des dritten Schmerzensschwertes willen, das dein Herz durchbohrte, als du deinen lieben Sohn Jesus verloren hattest und er drei Tage lang von dir getrennt in Jerusalem blieb.

Gewiß fandest du damals, o meine geliebte Königin, da du den Gegenstand all deiner Liebe nicht mehr bei dir hattest und nicht wußtest, warum er dich verlassen habe, Tag und Nacht keine Ruhe; gewiss hast du damals unausgesetzt nach dem geseufzt, der dein höchstes Gut war.

Ich bitte dich um der Seufzer willen, die du während dieser drei bittern und für dich gar zu langen Tage zu Gott schicktest, erlange mir die Gnade, nie wieder meinen Gott zu verlieren, damit ich immer hier auf Erden mit Gott vereinigt lebe und damit ich in seiner Gnade dereinst diese Welt verlassen möge.

Vierter Schmerz

Ich habe Mitleiden mit dir, o meine geliebte Mutter Maria, um des vierten Schmerzensschwertes willen, das dein Herz durchbohrte, als du deinen Sohn zum Tode verurteilt, mit Stricken und Ketten gebunden, mit Blut und Wunden bedeckt, mit Dornen gekrönt und auf dem Wege unter dem schweren Kreuze, das er auf seinen verwundeten Schultern trug, fallen sahst, da er, wie ein unschuldiges Lamm, aus Liebe für uns zum Tode ging.

Damals sahet ihr einander an, und eure Blicke wurden ebensoviele schmerzliche Pfeile, mit denen eure von Liebe zu einander entzündeten Herzen verwundet wurden. Um dieses großen Schmerzes willen bitte ich dich, mir die Gnade zu erlangen, dass ich immer ergeben in den Willen meines Gottes lebe und dass ich immer freudig, mit Jesus vereinigt, mein Kreuz bis zu meinem letzten Atemzuge trage.

Fünfter Schmerz

Ich habe Mitleiden mit dir, o meine geliebte Mutter Maria, um des fünften Schmerzensschwertes willen, das dein Herz durchbohrte, als du auf dem Kalvarienberge vor deinen Augen deinen geliebten Sohn Jesus unter so furchtbaren Schmerzen, von den Menschen verhöhnt, auf dem rauhen Kreuzbette sterben sahest, ohne dass du ihm auch nur die geringste Erleichterung, die man selbst dem größten Verbrecher in der Todesstunde nicht versagen würde, verschaffen konntest.

Um der To­des­angst willen, die du damals, geliebte Mutter, mit deinem sterbenden Sohne ausstandest; um der Traurigkeit willen, die du empfandest, als Jesus zum letzten Male vom Kreuze herab mit dir sprach und Abschied von dir nahm und mit dem heiligen Johannes uns alle als deine Kinder dir übergab; und um der furchtbaren Schmerzen willen, die du erdulden musstest, als du ihn sein Haupt neigen und den Geist aufgeben sahest, bitte ich dich, erlange mir von deiner gekreuzigten Liebe die Gnade, dass auch ich abgestorben sei allen Dingen dieser Welt und daß ich mein ganzes Leben hindurch nur für Gott lebe und auf solche Weise dereinst dahin gelange, ihn von Angesicht zu Angesicht im Himmel zu schauen.

Sechster Schmerz

Ich habe Mitleiden mit dir, o meine geliebte Mutter Maria, um des sechsten Schmerzensschwertes willen, das dein Herz durchbohrte, als man das süße Herz deines Sohnes durchstach, der schon für jene Undankbaren, die auch nach seinem Tode nicht müde wurden, ihn zu misshandeln, gestorben war.

Um dieses heftigen Schmerzes willen bitte ich dich, du wollest mir die Gnade erlangen, dass ich immer in dem für mich durchbohrten und geöffneten Herzen Jesu wohne, in diesem Herzen, das jene Liebesflamme ist, in der alle Seelen, welche Gott lieben, ihre Ruhe finden: damit ich daselbst, solange ich lebe, an nicht anderes denke und nichts anderes liebe als Gott allein. O allerseligste Jungfrau, du kannst dies bewirken, von dir hoffe ich es!

Siebenter Schmerz

Ich habe Mitleiden mit dir, o meine geliebte Mutter Maria, um des sie­benten Schmerzensschwertes willen, das dein Herz durchbohrte, als du deinen toten Sohn in deinen Armen hieltest. Er ist nicht mehr lieblich und schön wie damals, da du ihn im Stalle zu Bethlehem in deinen Armen hieltest; nein, er ist blutig, sein heiliger Leib ist ganz zerrissen von den Geißelschlägen, und man kann sogar seine Gebeine durch die Wunden erkennen.

„O mein geliebter Sohn“, sagtest du damals, „mein geliebter Sohn, wozu hat deine Liebe dich gebracht!“ Und als man ihn in das Grab legte, da wolltest du ihn begleiten und ihn mit eigenen Händen im Grabe zurechtlegen, um, nachdem du zum letzten Male Abschied von ihm genommen, dein liebendes Herz dort zu lassen.

Um all dieser furchtbaren Leiden willen, die deine heilige Seele erdulden mußte, er­lange mir, o du Mutter der schönen Liebe, die Verzeihung aller Beleidigungen, die ich meinem mich so innig liebenden Gott zugefügt habe und die ich von Herzen bereue.

Stehe du mir bei, o Maria, in allen Versu­chungen; stehe mir bei in meiner Todesstunde, damit ich durch die Verdienste Jesu Christi und die deinigen selig werde und eines Tages mit deinem Beistande, nach dieser elenden Verbannung auf Erden, im Himmel das Lob Jesu und dein Lob die ganze Ewigkeit verkünden könne. Amen.


Siehe auch:
Die wahre Marienverehrung, erklärt vom hl. Alphons von Liguori



Samstag, 16. August 2014

Über das beharrliche Gebet

Der heil. Joachim hat durch beständiges Bitten und Flehen Erhörung gefunden; ein Zeichen für dich, christliche Seele, dass auch du in all deinen Anliegen beharrlich, d. h. ausdauernd bitten und nicht nachlassen sollst, wie der göttliche Heiland sagt. 
Du wirst vielleicht schon um manche Gnade zu Gott gefleht, auch die Mutter Gottes und andere Heilige um ihre Fürbitte angerufen und doch keine Erhörung gefunden haben. Wo fehlt es nun? Hat ja doch Jesus Christus gesagt: „Jeder, der bittet, wird empfangen."

An Gott fehlt es nicht, denn Er erhört das rechtschaffene Gebet immer, aber nicht immer so, wie es der Mensch gerade verlangt. Gott weiß, was dem Menschen gut und nützlich ist; ganz besonders aber hat Gott das Heil der Seele im Auge. 
Nun kann es sein, und es geschieht auch oft, dass du um etwas bittest, das deinem Seelenheil schädlich ist, oder doch dem Heile deiner Seele nicht nützlich; deshalb will dich Gott hierin nicht erhören, sondern gibt dir etwas für dich Besseres. 

Leer kehrt dein Gebet, wenn es rechtschaffen ist, niemals von Gottes Thron zurück; es bringt dir jedesmal eine Gabe mit. Dafür aber muss nun dein Gebet auch beharrlich sein. 
Eben hierin fehlt es bei gar vielen Menschen. Sie bitten und stehen, aber nicht ausdauernd, sie lassen, wenn sie nicht gleich Erhörung finden, im Gebete nach, werden mißmutig und verzagt und finden so keine Erhörung. Im Evangelium ermahnt uns Jesus zu beten mit diesen Worten: ,,Bittet und ihr werdet empfangen; suchet und ihr werdet finden; klopfet an und es wird euch aufgetan.

Es könnte scheinen, sagt der heilige Alphons von Liguori, als wäre es genug, wenn er sagte: Bittet; warum setzt er denn noch hinzu: suchet und klopfet an? 
Es war das keineswegs überflüssig: durch die Beifügung desselben wollte der göttliche Heiland uns deutlich machen, dass wir so ungestüm wie Bettler sein müssen, die sich nicht abweisen lassen und fort und fort bitten und klopfen, bis sie gehört werden und Almosen empfangen. 

So will also der Herr dass auch wir tun: dass wir bitten und immer wieder aufs Neue bitten: Er möge uns beistehen, möge seine Hand über uns halten, möge uns seine guten Gaben geben. Sobald du aufhörst zu beten, wendet sich Gottes Hand von dir weg und was bist, was vermagst du denn ohne Hilfe des Herrn? 

Lass also nicht ab vom Gebete und sei versichert, dass du, wenn du mit Vertrauen und Ergebung im Namen Jesus beharrlich bittest und flehst, gewiss Erhörung findest, denn also hat Jesus gesagt:
„Was ihr immer im Gebete begehret, glaubet nur, dass ihr es erhaltet, so wird es euch werden." (Mark. 11,24)
Gebet. O Herr Jesus, lehre mich doch beten, wie du es verlangst und gib mir die Gnade, dass ich in all meinen Nöten, Versuchungen und Gefahren immer sogleich zu dir meine Zuflucht nehme, der du mein Helfer und Erretter bist. Amen.
Aus: Legende von den lieben Heiligen Gottes. Nach den besten Quellen bearbeitet und herausgegeben. Stadtpfr. Georg Ott, mit oberhirtlicher Gutheißung, Verlag F. Pustet, 1858


Dienstag, 1. Juli 2014

Lehr- und Gebetbuch vom heiligsten und kostbarsten Blute Jesu Christi

Heute ist das Fest des kostbaren Blutes Christi. 

Der eifrige Priester Michael Sintzel hat im vorletzten Jahrhundert alle damals gebräuchlichen Andachten und Gebete zum heiligsten und kostbarsten Blute Jesu Christi im unten abgebildeten Buch zusammengefasst und noch etliche leicht verständliche Erklärungen, wie z.B. zum Usprung dieser Verehrung, hinzugefügt. 

Wenn man in solche Bücher guckt, kann man sich nicht genug wundern, wie die katholische Religion besonders ihrer einst sehr beliebten Volksandachten und Gebete beraubt wurde.
Dieses Buch ist zu lesen unter diesem Link.

Mittwoch, 30. April 2014

Maria, meine Zuflucht und mein Trost


ist der Name eines sehr schönen Lehr-, Gebets- und Betrachtungsbuches über die Gottesmutter, zusammengestellt von einem enorm seeleneifrigen Priester und kostenlos zu lesen und herunterzuladen bei der Bayerischen Staatsbibliothek (unter PFD-Download oben links) hier.

Verlagsort: Regensburg | Erscheinungsjahr: 1859 | Verlag: Pustet
Signatur: Asc. 5516 b
Permalink: http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10270053-5



Samstag, 5. April 2014

Womit man sich früher in der Fastenzeit beschäftigt hat

Z.B. mit dem Lesen solcher seit Generationen bewährten Gebets- und Betrachtungsbücher über das Leiden Christi, wie diesem hier vom hl. Kirchenlehrer Alphons Maria von Liguori:
Das bittere Leiden und Sterben unseres Herrn Jesu Christi : ein Gebet- und Betrachtungsbuch für die heilige Fastenzeit; nebst Meß-, Beicht- und Communion-Gebeten
Man kann es hier online lesen und links oben unter "PDF-Download" auch kostenlos herunterladen.
Seite 1: Welche Gewalt die Betrachtung des Leidens Christi hat, die Liebe zu Gott in den Herzen der Menschen zu entzünden.
Eine etwas andere Version gibt es hier 


Samstag, 15. März 2014

Was man bei einer Versuchung zur Sünde tun muss - Rat eines Kirchenlehrers

Das Folgende sind die Worte des hl. Kirchenlehrers Alphons Maria von Liguori, nachzulesen in diesem Katechismus, gedacht  auch für Katecheten.
Man muss als Katechet (den Gläubigen) vor allem die Übung des Gebetes einschärfen, nämlich dass man oft Hilfe bei Gott suchen muss, um nicht in die Sünde zu fallen. 
Besonders gilt das für die Zeit der Versuchung, denn wer sich alsdann nicht Gott anempfiehlt, der geht mit Sicherheit verloren. 
Deshalb muss man es oft beim Unterricht wiederholen, dass so oft sich die Versuchungen zeigen, besonders solche zur Unkeuschheit, man sofort die Namen Jesus und Maria anrufen müsse,  und dies so lange als die Versuchung dauert. Wer betet, darf nicht fürchten, in eine Sünde zu fallen, denn Gott ist sein Beistand. 
Die heil. Theresia sagte, sie hätte auf einen Berg steigen mögen, um von dort aus nichts anderes zu rufen als die Worte: „O ihr Seelen, betet, betet!"
Was der hl. Alphons allerdings auch gesagt hat:
Gebete herabsprechen ohne Entschluss alle Sünden zu unterlassen nutzt wenig 
Einer der notwendigsten Entschlüsse muss viertens sein: die Gelegenheit zum Sündigen hinwegzuschaffen. Der böse Feind lacht unserer Vorsätze und Versprechungen, so lange wir die nächste böse Gelegenheit nicht fliehen. 
Als einst der Teufel gefragt wurde, was für eine Predigt ihm am meisten missfalle, war die Antwort: jene, in welcher von der Flucht der bösen Gelegenheit gehandelt wird.

Das Urteil von Päpsten über den hl. Alphons: hier klicken


Sonntag, 22. Dezember 2013

Was man bei der hl. Wandlung beten soll

„Gelobt und gepriesen sei das heiligste Herz und das kostbarste Blut Jesu im allerheiligsten Sakrament“. (300 Tage Ablass)
Ewiger Vater ich opfere Dir auf das kostbarste Blut Jesu Christi zur Genugtuung für meine Sünden und für die Anliegen der heiligen Kirche.“ (100 T.A.)

„Auf dem Altare sind nicht mehr Brot und Wein, da darf auch ich nicht mehr der alte sein!“
Hörst Du die Stimme vom Throne der Gnaden: „Was willst du, armes Menschenkind, das ich dir tun soll!“
„Herr, ich will, dass ich sehend werde“, dass ich Dich erkenne… das ich mich
erkenne,…in meinem vielen Fehlern und Schwächen! Herr, ich will, dass ich durch Deine Gnade umgewandelt werde, in einen neuen Menschen! Ja, Herr, ich bitte Dich, halte Wandlung auch an mir! „Ein reines Herz erschaffe mir, o Gott, und den rechten Geist erneuere in meinem Innern!“ Ps. 50,12. „Herz Jesu, bilde meine Herz nach Deinem Herzen!“ Mach mich demütiger! – sanftmütiger! – geduldiger und zufriedener! – bis ins Kleinste pflichtgetreu! – und recht opferstark, Du großes Opferherz Jesu! – keusch und rein! – O Jesu, gib mir die Liebe zu Dir! – herzliche Liebe zu den Meinen! Aufrichtige Liebe zu dem Nächsten! – Herr, tilge meinen Wankelmut, erhalt mich immer fromm und gut!

„Keine hl. Wandlung ohne eigene innere Umwandlung!“
Als umgewandelte neue Menschen sollen alle vom Altare gehen! Das ist die Herzenswandlung bei der heiligen Handlung! 

Hast du die versäumt, dann hast du viel versäumt! So viele sind nur „fromme“ Christen, solange sie beten, und solange sie in der Kirche sind. Warum nur! Sie halten niemals Wandlung bei der heiligen Handlung!

Alles aus dem herausragenden Büchlein des seeleneifrigen Pfarrers Leo Drenkard,
Die Beste Stunde des Tages, 10 Meßandachten nebst einer Beicht- und Kommunionandacht. das zwei Jahrzehnte lang ein katholischer Bestseller war und durch das er in anrührender Form ungezählten Seelen den einzigartigen unendlichen Wert des hl. Messopfers nahe gebracht hat. 
Es gibt noch einige wenige Exemplare davon zu kaufen: hier

Pfarrer Denkrad weist auch darauf hin, das die 15 Minuten nach der hl. Kommunion, die wichtigsten überhaupt sind, dass man daher nicht sofort aus der Kirche rennen soll. Wenn man in dieser kostbaren Zeit weder Danksagung macht, noch den Heiland um Gnade bittet, tugendreicher zu werden, könne man kaum je besser, frömmer und heiliger werden. 

und 

Samstag, 30. November 2013

Gebet zur Adventskranzweihe oder -segnung

stammt aus einem Münsteraner Gebetsbuch von 1950 und ist vom Priester als Weihegebet für den Adventskranz in der Kirche zu sprechen oder vom Hausvater als Segnungsgebet für den Adventskranz der Familie, dann ohne Kreuzzeichen an den gekennzeichneten Stellen.

Siehe auch: Katholische Kerzenfarben am Adventskranz 



Nachtrag:
Leider hat der Sarto Verlag seine Website verändert wodurch die ursprünglich hochgeladene Datei mit der Gebetstafel nicht mehr online zu lesen ist. 
Wer das Gebet haben möchte, muss es hier bestellen:

Sarto Verlag

Donnerstag, 14. November 2013

Katholischer Haussegen

Der Segen komme reichlich über dieses Haus und über alle, die in demselben wohnen! Die Gnade des Heiligen Geistes heilige alle!

Der Name, in dem allein
 Heil ist, der allerheiligste und süßeste Name Jesus, ergieße in reichlichem Maße Heil und Segen über dieses Haus und alles, was darin ist!

Es möge in diesem Hause stets fortwalten und herrschen Frieden, Eintracht und aufrichtige Liebe, Unschuld, Frömmigkeit und Gottesfurcht.


Die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria wolle in mütterlicher Sorgfalt für alle sorgen und alle bewahren vor jeglichem Übel des Leibes und der Seele!

Die mächtige Fürbitte des glorwürdigen heiligen Josef erflehe unseren Arbeiten glückliches Gedeihen und allen unseren Leiden reichliche Verdienste!

Die heiligen Schutzengel mögen alle in diesem Haus vor den Nachstellungen des bösen Feindes beschützen und einst sicher führen ins himmlische Vaterland!

Der Segen des allmächtigen Gottes
*, des †Vaters und des † Sohnes und des † Heiligen Geistes komme über uns und bleibe bei uns immerdar.    Amen.


gefunden auf einem alten Gebetsbildchen von 1900 mit Imprimatur

*ab dieser Stelle ein Kreuzzeichen machen

Siehe auch:
Geheiligtes Heim - Die Grundausstattung eines Katholiken






Sonntag, 20. Oktober 2013

Papstmesse: „Ideologische Christen“ sind eine „Krankheit“ und Gebete sprechen ist falsch

Gefunden unter "Vatikanische Dokumente" auf der Website von Radio Vatikan vom 17.10.2013.
Ausführlicheres auf Englisch hier

Unten ein Video von zwei klugen Katholiken, der eine Herausgeber der US-Zeitung The Remnant und der andere Rechtsanwalt, die dazu alles sagen, was zu sagen ist und nicht nur bezüglich der Gebete und deren Verdienstlichkeit einiges klar und richtig stellen.


Papstmesse: „Ideologische Christen“ sind eine „Krankheit“

 Wenn ein Christ „Schüler der Ideologie wird, dann hat er den Glauben verloren“. Das sagte Papst Franziskus an diesem Donnerstag bei seiner Frühmesse im Vatikan. (...)

„Aus Glauben wird so Ideologie, und die Ideologie erschreckt die Menschen, sie treibt sie in die Flucht, sie entfernt sie von der Kirche und entfernt die Kirche von den Menschen. 

Das ist eine schwere Krankheit, diese ideologischen Christen – eine Krankheit, aber eigentlich nichts Neues, oder? Schon der Apostel Johannes sprach in seinem ersten Brief davon. Christen, die den Glauben verlieren und die Ideologien vorziehen, werden steif, moralistisch, ohne Güte. Wie kann ein Christ so werden? Was passiert mit einem Christen, einem Priester, Bischof oder Papst, der so wird? Das ist ganz einfach: So ein Christ betet nicht. Wenn du nicht betest, dann machst du immer die Tür zu.“
Der „Schlüssel, um die Tür zum Glauben zu öffnen“, sei das Gebet, so Franziskus. Wer nicht bete, sei „arrogant, selbstsicher, nicht demütig“. „Ich sage Beten und nicht: Gebete“, präzisierte der Papst, denn die Schriftgelehrten und Pharisäer zur Zeit Jesu hätten „viele Gebete gesprochen“ – aber um in der Öffentlichkeit als fromm zu gelten. Gebete sprechen und Beten, das seien zwei verschiedene Dinge. (...)



Darauf, dass Papst Franziskus auch 
einmal zu Atheisten sagt, dass "wer nicht bete, arrogant, selbstsicher, nicht demütig“ sei, darauf wartet man bis jetzt vergeblich. Im Gegenteil: Atheisten werden hofiert, dürfen Interviews im neuen Genre päpstlicher Ansprachen führen und veröffentlichen, die sogar auf der Vatikanwebsite erscheinen und werden nicht einmal vom Papst aufgerufen, sich zu bekehren.

Gebete des Engels von Fatima:
1. Erscheinung im Frühling 1916
Der Engel lehrte den Kindern folgendes Gebet:
“Mein Gott, ich glaube an Dich, ich bete Dich an, ich hoffe auf Dich und ich liebe Dich. Ich bitte Dich um Verzeihung für jene, die nicht an Dich glauben, Dich nicht anbeten, nicht auf Dich hoffen und Dich nicht lieben.”
2. Erscheinung im Sommer 1916
Der Engel fragte die Kinder:
“Was macht ihr? Betet! Betet viel! die heiligsten Herzen Jesu und Mariens wollen euch Barmherzigkeit erweisen. Bringt dem Allerhöchsten ständig Gebete und Opfer dar. Bringt alles, was ihr könnt als Opfer dar, als Akt der Wiedergutmachung für die Sünden, durch die Er verletzt wird und als Bitte für die Bekehrung der Sünder. Gewinnt so für euer Vaterland den Frieden. Ich bin sein Schutzengel, der Engel Portugals. Vor allem nehmt an und tragt mit Ergebung die Leiden, die der Herr euch schicken wird.”
3. Erscheinung im Herbst 1916
Der Engel erschien und hatte in der linken Hand einen Kelch, über dem eine Hostie schwebte, von der einige Blutstropfen in den Kelch fielen. Er liess den Kelch frei in der Luft schweben, kniete nieder und forderte die Kinder auf, dreimal zu beten:
“Heiligste Dreifaltigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist, in tiefster Ehrfurcht bete ich Dich an und opfere Dir auf den kostbaren Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit Jesu Christi, gegenwärtig in allen Tabernakeln der Erde, zur Wiedergutmachung für alle Schmähungen, Sakrilegien und Gleichgültigkeiten, durch die Er selbst beleidigt wird. Durch die unendlichen Verdienste Seines Heiligsten Herzens und des Unbefleckten Herzens Mariens bitte ich um die Bekehrung der armen Sünder.”


Sonntag, 7. Juli 2013

Was es bedeutet, wenn man nicht für die Bekehrung der Sünder betet

Wer nicht für die Bekehrung der Sünder betet, legt an den Tag, dass seine Liebe zu Jesus Christus gering ist, denn diejenigen, die Ihn wirklich lieben, möchten Ihn von allen geliebt sehen. 

aus: Werke des Hl. Alphons Maria von Liguori, erster Supplementband, Der Briefwechsel des hl. Alphons,  S. 535

Sonntag, 26. Mai 2013

Die Andacht des heiligen Philipp Neri zur allerseligsten Jungfrau Maria

Wer Jesus liebt und ehrt, der liebt und ehrt auch seine heilige Mutter. Alle Heiligen waren eifrige Diener der heiligen Mutter Gottes, auch Philipp Neri. Er nannte sie nur seine liebe Mutter, seine Liebe, seinen Trost. Sein gewöhnliches, beständiges Gebet zur heiligen Jungfrau war: 
„Jungfrau Maria, Mutter Gottes, bitte Jesus für mich! O Jungfrau und Mutter!" 
Mit diesem kurzen Gebete, sprach er, werde die höchste Würde der Jungfrau ausgedrückt und verkündet. Seine Schüler mussten täglich 63mal dieses Gebet wiederholen, und daraus der heiligen
Jungfrau eine Krone flechten. Seine Beichtkinder und besonders jene, welche gegen die heilige Reinheit versucht wurden, lehrte er dieses Gebet verrichten, empfahl es ihnen und sie erfuhren jedesmal wunderbare Hilfe.

Christliche Seele, bete auch du dieses kleine Gebet recht oft, und du wirst bald wunderbare Wirkungen empfinden!

Die allerseligste Jungfrau erscheint
dem hl. Phlip Neri
Giovanni Battista Tiepolo
Der heilige Philipp behauptete von sich selbst, dass er von Maria unzählbare Wohltaten empfangen und besonders gegen die Anfälle des Teufels wunderbare Hilfe erhalten habe. Die heilige Maria erschien ihm öfters; einige Zeit vor seinem Tode machte sie ihn auf der Stelle gesund; auch anderen erlangte er durch ihre Fürbitte die Gesundheit und Hilfe in ihren Nöten. 

Einer seiner liebsten Jünger, der fromme und gelehrte Cäsar Baronius, wurde zum Tode krank. Da rief der heilige Philippus mit heißer Inbrunst zu Jesus:
„Ich bitte, ich will, dass Cäsar gesund werde." Sein Gebet aber war vergeblich; da wandte sich der Heilige zu Maria und sein Flehen wurde durch ihre Fürbitte erhört; Cäsar wurde auf der Stelle gesund! — 
Wegen solcher Gunstbezeugungen, die ihm Maria erwies, schärfte er daher seinen Schülern und Beichtkindern beständig ein: 
„Meine Kinder! ehret die Mutter Gottes, liebet Maria!"
Willst du nicht auch Maria, die liebe, süße, gütige Frau und Mutter ehren und lieben? Ach, wie unglücklich wärest du, wenn du Maria nicht liebtest; du kannst ohne sie nicht Jesus lieben und wirst nicht selig werden!!

alles aus: Legende von den lieben Heiligen Gottes. Nach den besten Quellen bearbeitet und herausgegeben. Stadtpfr. Georg Ott, mit oberhirtlicher Gutheißung, Verlag F. Pustet, 1858



Freitag, 3. Mai 2013

11 Deutsche Herz-Jesu-Gebete des 14. und 15. Jahrhunderts


alle aus: Deutsche Herz-Jesu-Gebete des 14. und 15. Jahrhunderts, Karl Richstätter S.J., Verlag Kösel & Pustet, 1926 

Beim Stundenschlag oder zu Beginn eines Werkes - Gebet des hl. Petrus Canisius

Christus heilt den Blinden
El Greco
Ich lobe und preise Dich, süßester und gütigster Jesu, in allem und für alles Gute, das Deine glorreiche Gottheit und heiligste Menschheit in uns durch das edelste Werkzeug Deines Herzens gewirkt hat und noch wirken wird in alle Ewigkeit. Amen.

Vor dem Einschlafen - Gebet des hl. Petrus Canisius

Nimm jeden Atemzug auf, in Vereinigung mit dem Dank, welchen die Heiligen aus Deinem Herzen, o guter Jesus, schöpften, und Dir Dank sagten für die ihnen gewährten Gaben.
Ich will atmen in Vereinigung mit jeglichem Gebet, das aus Deinem göttlichen Herzen, guter Jesus, in alle Heiligen überströmte, und zum Heile aller Lebenden und Verstorbenen. Ich verlange und wünsche, dass Du jeden meiner Atemzüge im Schlafe als in dieser Meinung getan und zu Dir empor gesandt annehmest. Amen.

Durch diese Stoßgebete gesichert, wirst du glücklich einschlummern, und Derjenige, der den Wünschen einer Ihn liebenden Seele nichts versagen kann, wird durch Seine göttliche Macht jene Wünsche erfüllen.

siehe auch: Hl. Petrus Canisius, Apostel nach dem Herzen Jesu

Empfehlung in das göttliche Herz


Vir dolorum - Der Schmerzensmann
Tot Sint Jans Geertgen
Ich empfehle mich mit allen meinen Sünden in das heilige, verwundete Herz, das die göttliche Liebe am Kreuz als den Quell ewigen Lebens erschlossen hat. Dort entströmte das heilige, kostbare Blut, womit wir alle erlöst sind. 

Lieber Herr, reinige mich von all meinen Sünden in dem kostbaren Blute, das aus Deinem liebreichen Herzen floss, als Du aus Liebe, um unserer Sünde willen, nackt und bloß am Kreuze hingest.

In Deine heiligen Wunden verberge ich mich.
In die Tiefe Deiner Gottheit versenke ich mich. 

In die Wunde Deines gütigen Herzens, milder Herr, fliehe ich.
Vor allen Sünden, die mich von Dir trennen, bewahre mich. 

Altdeutsche Herz-Jesu-Gedanken

Sagt euch los, ja sagt euch los, innerlich und äußerlich von allem, was nicht Gott ist, und beugt eure Schultern unter das Joch Jesu in Lieb und Leid. 
Kann seine getreue Hand Leid und Kreuz über euch verhängen, es kann das milde Herz auch süßen Trost und beseligende Liebe spenden.
„Testament der Gottesliebe“, um 1360

Predigten über das Leiden und dessen Sinn und Wert im Leben des Christen: hier


Schutzengelgruß

Schutzengel
Pietro da Cortona
O mein ehrwürdiger heiliger Engel, mein lieber Beschützer, ich grüße dich in dem liebreichen Herzen unseres lieben Herrn Jesus Christus und in dem jungfräulichen Herzen Mariä und in dem hohen und göttlichen Wesen der heiligsten Dreifaltigkeit.

Ich bitte dich demütig, tritt hin vor den Thron meines himmlischen Bräutigams und grüße mir in Ehrfurcht mit den neun Chören der Engel die glorreiche Königin des Himmels, die Mutter meines Herrn.


Gebet eines Priesters zum heiligsten Herzen Jesu

Christus König und Hohepriester

O barmherziger Herr Jesu Christe, ich danke Dir und preise Dich um des süßenminniglichen Wortes willen: „Mich dürstet“, das Du am Kreuze gesprochen und womit Du das Leiden Deines Leibes und den Durst Deines Herzens offenbart hast, in welchem Du nach aller Menschen Seligkeit verlangst. 

Darum bitte ich Dich, lieber Herr Jesu Christe, gib mir um Deiner großen Barmherzigkeit willen, dass ich stets so rede und handle, wie es Dir zum Lobe und den mir anvertrauten Seelen zum Heile gereicht, auf dass Dein heiliger Name und der gute Name der Priester durch mich nicht entweiht werde. Amen. 
Pater noster. Ave Maria.

Herz Mariä
Fridolin Leiber
O Maria, Mittlerin der Menschen, du hast freien Zutritt zum Herzen deines Sohnes. Erflehe dort reiche Gnaden für alle deine Kinder. Ich bitte dich aus ganzer Seele, lege auch Fürsprache ein für mich, damit ich für meine unzähligen Sünden Verzeihung erlange. Amen.


Gedenk all Deines Herzens Pein!
Christus, tot auf seinem Leichentuch liegend
Philippe de Champagne

Ich bitte Dich, Du Heiland mein, 
Gedenk´ Deines Herzens bitterer Pein,
Gedenk´ Deiner Krone aus Dornen so schwer, 
Denk’ an die Nägel, auch an den Speer, 
Und an die Wunden von Blut so rot, 
Die keiner pflegte in Deiner Not,
Vergiss nicht, Herr, Deinen bitteren Tod,
Schütz’ vor der Höll´ mich, Herr, mein Gott.


Verborgener Schatz

O getreuester Freund und liebster Herr Jesu Christe, ich, Dein armes, unwürdiges Geschöpf, bitte Dich, gedenke des reichen, verborgenen, unaussprechlichen Schatzes Deiner unergründlichen, erbarmenden Liebe, die Du uns in der Wunde Deines liebreichen Herzens eröffnet hast.

Ich klage Dir die bittere Armut meines lauen Herzens, in dem die Liebe kalt geworden ist. Verleihe mir heute, ich bitte Dich, durch Dein liebendes Herz die starke Glut göttlicher Liebe, die die kalten Herzen erwärmt und gleichgültige Herzen mit Deiner Liebe entzündet.

Lass Deine Liebe so mächtig in uns zunehmen, dass sie mit glühenden Flammen all die vielen Unvollkommenheiten verzehre und mit ihrer großen Glut alles vernichte, was uns an jener innigen Vereinigung mit Dir hindert, zu der Du uns berufen hast. 

Denn Du hast unser Herz so edel erschaffen, dass ihm nichts Geschaffenes weder Ruhe bieten noch genügen kann, sondern nur die unerschaffene Liebe, die Du selber bist.


Heiliges Leben im Herzen Jesu

Mein Gott und Herr, siehe, ich will alles verlassen und allem entsagen, was ich je besessen. Wenn ich die Liebe Deines Herzens betrachte, so ist meine Liebe gegen die Deine nur wie ein Stäubchen. Verfügte ich auch über alle Liebe im Himmel und auf Erden, so wäre sie nichts, verglichen mit Deiner unendlichen Liebe. Denn Du hast mich geliebt, als gäbe es niemanden auf der Welt als nur mich allein.  
Wenn ich dies überdenke, dann muss ich erkennen, dass Du von mir verlangst, so rein zu leben wie ein Engel. In Deiner göttlichen Gegenwart soll ich wandeln, das Ansehen bei den Menschen nicht suchen und nach irdischer Liebe nicht trachten. —
O süßer Jesu, mein höchstes Gut, nun schaust Du in mein Herz und ich in das Deine! Amen.


Empfehlung in das heiligste Herz

O gütigster Herr Jesu Christe, in Dein Herz empfehle ich alle gerechten Menschen, alle meine Freunde und besonders N. N.. 
Gib ihnen, dass sie täglich durch Nachahmung Deines Lebens in Heiligkeit und Liebe zunehmen. 
Gib, dass ihre Gebete, ihre Tugenden und Verdienste Dir wohlgefällig seien. 







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