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Freitag, 19. Februar 2016

Das Gefühl für christliche Ehrbarkeit - ertötet

Die Zeiten, in denen sogar deutsche Kardinäle die Frauen ermahnten, sich christlich ehrbar zu kleiden, sind leider lange vorbei. Solche Ermahnungen gab es früher noch häufig.

Da die meisten Katholikinnen aber lieber auf Modemagazine und Hollywoodfilme mit dem neuesten Schrei von unsittlicher Kleidung hören wollten, als auf diese guten Bischöfe, hat der liebe Gott offensichtlich beschlossen, sie sich selbst zu überlassen und keine so guten Priester mehr zu schicken. 

Schlechte Priester sind ein Ausdruck des Zornes Gottes. Ohne gute Priester nimmt die Unmoral immer mehr zu und kaum einer merkt noch, wie tief man in Wirklichkeit schon gefallen ist. 

Hier ist eine weitere der zahlreichen früheren Ermahnungen:
Kardinal Schulte hat vor einiger Zeit einen Erlass gegen die ungeziemende Frauenkleidung erlassen, in dem er u. a. sagt:  
„Das schlimme Beispiel das von den führenden sogenannten ersten Kreisen in Bezug auf die Gesellschaftskleidung gegeben wird, findet in allen Schichten des Volkes auf offener Straße und im gesamten öffentlichen Leben Nachahmung und droht nachgerade jedes Gefühl für christliche Ehrbarkeit zu ertöten…  
Es ist tief traurig, wenn bischöfliche Erlasse heute nicht mehr daran vorbeikommen, zu erklären, dass nur jene weibliche Gewandung als genügend gelten kann, die den Oberkörper bis an den Hals, wenn auch Hals frei, sowie die Oberarme nicht unbedeckt lässt und den Unterkörper wenigstens bis über die Knie bedeckt, dass ferner durchsichtige Stoffe keine genügende Kleidung sind und hierbei Alter und Stand keinen Unterschied machen. 

Gefunden in „Schönere Zukunft, Nr. 3, 1925
Mode der Zwanziger Jahre:
Zwei sehr gut angezogene Herren
mit fünf nicht genügend bekleideten Frauen
(zweimal Knie und fünfmal Oberarme unbedeckt)
Mit „Kleidung, die den Unterkörper wenigstens bis über die Knie bedeckt“, meinte der Kardinal übrigens keine revolutionären „Damenhosen“, sondern nur Röcke.





Donnerstag, 28. Mai 2015

Das "ökumenische Konzil von Jerusalem" rückt wohl näher

Als ich neulich diese unglaublichen Aussagen von Papst Franziskus las (kurz: wir haben Ökumene des Blutes, ganz gleich was der "Märtyrer" über Christus und "die Kirche" geglaubt hat) und dann auch noch diese von Kardinal Dolan (kurz: Katholiken und Juden haben eigentlich ein und dieselbe Religion ) sagte mir meine Nase, dass das schon lange geplante "ökumenische" oder "II." Konzil von Jerusalem offensichtlich  sehr schnell näher rückt.

Da nach 50 Jahren ohne Katechese und Unterricht in biblischer Geschichte sich so gut wie jeder Katholik beide UN-katholischen Aussagen mittlerweile verkaufen lässt (glauben wir denn nicht alle an denselben Gott?), steht der Durchführung ja eigentlich nichts mehr im Wege.

Meine Voraussage: 2017 zur "500-Jahr-Feier von Luther" erst Ökumene im Ratzinger-Stil (Die verschiedenen "Kirchen" werden "eine", bleiben aber "Kirchen". Papst Franziskus arbeitet schon eifrig mit den verschiedenen Protestanten daran, wie z. B. hier) und dann 2020 auf nach Jerusalem, wo die Juden dann alles anführen werden. 

(Siehe diesen ausführlichen Post hier über das "ökumenische Konzil von Jerusalem".)

Dagegen wird sich dann keiner trauen, was zu sagen, man will ja nicht Anti-Semit sein - und: sind nicht die Juden unsere "älteren Brüder im Glauben"? 

(Dass die zeitgenössischen "älteren Brüder" nicht an Christus als den Messias glauben und auch nicht glauben wollen, spielt keine Rolle mehr, wie schon seit "Nostra aetate" und mindestens 15 Jahre davor nicht.)

In diesem Buch steht, dass die UN bzw. UNESCO für 2020 eine Welteinheitsreligion geplant haben, in der es keinen Platz für Christus geben wird. 
(Nur wer immer noch schläft, kann nicht sehen, wie eifrig schon seit Jahrzehnten von UN und UNESCO an ihr gearbeitet wird.)
Anklicken zum Vergrößern
Snippet aus:
In the Presence of Our Enemies: A History of The Malignant Effects in American Schools of the UN's Unesco and Its Tranformation of American Society From The Lips of Those Who Did it
Das Auftreten des „UN-Messias“, der von Jerusalem aus alle Nationen regiert, ist im "ökumenischen oder "II." Konzil von Jerusalem" übrigens auch eingeplant.

Die Baupläne für seinen Tempel in Jerusalem gibt es auch schon lange. 
Dass ihm Unzählige nachrennen werden, ist jetzt schon garantiert.

Nachtrag: Die "Familiensynode", in der die katholische Lehre  "pastoral" bzw. "deduktiv" demontiert werden soll, passt auch ins Bild, denn die anderen Religionsanhänger konnten es noch nie leiden, dass die Katholiken es mit der Gnade Gottes schafften, sich knapp 2000 Jahre nicht "scheiden" zu lassen. Anpassung auf ein niedriges Niveau musste sein.

Die UN-Welteinheitsreligion lehrt nämlich auch eine WelteinheitsUNmoral. (Nur wenn alle komplett verlottert und im Stand der Todsünde sind, ist der Teufel zufrieden.)
Und:
Über das von einem seriösen katholischen Journalisten, Edward Pentin, berichtete Geheimtreffen (der UN-Agents-of-Change) zur Veränderung der katholischen Lehre auf der Synode hier.



Freitag, 15. Mai 2015

Weisungen der deutschen Bischöfe zur Frauenmode und taktische Freimaurerziele

„So wenig die katholische Moral gegen eine zweckmäßige und geschmackvolle Kleidung oder auch selbst gegen den Wechsel der Mode an sich einzuwenden hat, ebenso entschieden und bedingungslos muss sie die gegenwärtig herrschenden Modeunsitten mit ihrer tendenziösen Entblößung oder Herausstellung des Körpers, weil sie letzten Endes einer zynischen heidnischen Lebensauffassung ihren Ursprung verdanken und auf Reizung geschlechtlicher Sinnlichkeit berechnet sind, verwerfen und mit Abscheu ablehnen.“ 
Zumal im Heiligtum und am Tisch des Herrn haben Frauen in durchaus ernster und ehrbarer Kleidung zu erscheinen. 
Aufgabe des katholischen Volksteils ist es, nicht nur die schlechte Mode zu bekämpfen, sondern sich ausdrücklich um Schaffung und Einführung einer gediegenen und schönen Frauenkleidung zu bemühen.“
Lang ist es her, dass man so etwas von den deutschen Bischöfen vernahm, es war in ihren „Leitsätzen und Weisungen“ im Januar 1925*.

Leider wurde diese Aufforderung von den deutschen Katholikinnen und den dazu gehörenden Vätern und Ehemännern wohl nicht besonders ernst genommen, denn von einem deutschen Volksmissionar kam die Klage, dass wenn man in Rom um 1930 (junge) Frauen mit nackten Oberarmen sähe, man fast sicher sein könne, dass es sich um deutsche Pilgerinnen handele.

Die herrschenden Modeunsitten, auf die die deutschen Bischöfe damals Bezug nahmen, waren solche wie im Bild unten. 

Modezeichnung 1925
Heute lachen Katholikinnen über so was im allgemeinen  nur noch, denn so etwas gilt mittlerweile als komplett angezogen (sogar das Knie ist bedeckt!) oder sie werden aggressiv, wenn man sie auf ihre Kleidung hinweist, die heutzutage häufig sogar dem ähnelt, was man früher nur im Rotlichtmilieu trug. 
Wie aggressiv unsittliche angezogene Frauen werden können, musste ein amerikanischer Priester erleben, der seinen Beruf ernst nahm und sie darauf hinwies.

Die meisten „fortschrittlichen“ Katholikinnen, die solche unsittliche Kleidung auch noch verteidigen oder sogar noch bei ihren Töchtern fördern, ahnen meist nicht einmal, dass sie nur „nützliche Idioten“  für Kommunisten, Freimaurer und andere Kräfte sind, die seit Jahrhunderten planen, jede christliche Zivilisation zu zerstören:
Die US-Amerikanerin Colleen Hammond, Ex-Modell und Schauspielerin, die sich zum katholischen Glauben bekehrte, erzählt in ihrer mehr als 90.000 Mal verkauften Autobiographie, wie der Verlust jeglicher Scham in der weiblichen Kleidung ein taktisches Ziel der Freimaurerei war, um die Religion im Volk zu entwurzeln
Hammond, Mutter von vier Kindern, zitiert unter anderem eine Ausgabe der "International Review on Freemasonry" aus dem Jahr 1928, in der es heißt: 
„Die Religion fürchtet nicht Schwerthiebe; sie kann aber unter den Hieben der Zersetzung erlöschen. Gebrauchen wir einen Vorwand wie den Sport, die Hygiene, die Gesundheit. Es ist notwendig zu korrumpieren; daß unsere Jugendlichen die Nacktheit praktizieren.“ 
Um eine zu heftige Gegenreaktion zu verhindern, muß methodisch vorgegangen werden: mit der Freilegung des Ellbogens zu beginnen, dann mit dem Knie fortzufahren, dann mit den völlig entblößten Beinen und Armen, schließlich mit dem Oberkörper angefangen bei den Schultern, usw. usw.“ (Colleen Hammond: Dressing with dignity, Rockford 2005, S. 53).
Ein halbes Jahrhundert vor dem in der zitierten Freimaurerzeitschrift erschienenen Artikel lautete die Strategie der Freimaurersekte nicht anders. Während des Pontifikats von Papst Gregor XVI. (1831-1846) entdeckte die Polizei im Kirchenstaat Dokumente und Korrespondenz von Mitgliedern der Geheimgesellschaft der Carbonari. 
Darin hieß es, daß zur Eroberung der Macht die Sitten der Menschen zersetzt werden müßten. 
Quelle:
http://www.katholisches.info/2012/03/31/freimaurerei-zersetzung-der-sitten-und-homo-ehe-was-sich-seit-200-jahren-nicht/

Mehr über die hoch erfolgreiche Benutzung der „Mode“ zur Zerstörung der christlichen Sitten hier:
http://www.michaeljournal.org/corruptionfashions.asp


Siehe auch:
Nur Röcke
und
Die katholische Dame trägt mindestens "Midi"

*Zitiert nach: Lehrbuch der Moraltheologie von Otto. Schilling, II. Band, Max Hueber Verlag, München, mit Imprimatur, 1928. S. 12


Sonntag, 19. April 2015

Berufe für Katholiken in UN-Zeiten oder: Verkauf unsittlicher Waren im Supermarkt

Da man ja immer öfter von Floristen oder Bäckern oder seit neuestem auch Pizzeria-Inhabern liest, die besonders in Amerika von der UN-geförderten "Gay-Lobby" verfolgt werden und allzu oft mit kostspieligen und häufig existenzvernichtenden Folgen vor einen Richter gezerrt werden, weil sie für praktizierende Homosexuelle keine Torten oder Blumengestecke oder Pizzas zu deren „Hochzeit“ anfertigen wollen, um nicht an fremden Sünden mitzuwirken, unterhalten wir uns öfter darüber, was man als Katholik heutzutage überhaupt noch arbeiten kann, ohne ständig Gefahr zu laufen, von den UN-gesteuerten LGBT-NGOs verklagt zu werden oder an fremden Sünden mitzuwirken.

Neulich wurde uns klar, dass man als Katholik nicht mal mehr im Supermarkt arbeiten kann, zumindest nicht, wenn in diesem Kondome verkauft werden.*

In unser früher rein katholischen Gegend hat eine „katholische“ Familie ihren dritten Supermarkt eröffnet und diesmal die Kondome an der Hauptkasse so platziert, dass diese beim Anstehen und Bezahlen an der Wand hinter der Verkäuferin zu sehen sind, dass man also praktisch darauf gucken muss. Ich frage mich, wie viele Kinder beim Warten schon die Aufschriften gelesen und ihre Eltern gefragt 
haben, was das für bunte Packungen sind.

Wenn ich über solche Entwicklungen wie sehr gut sichtbare Kondome an der Supermarktkasse auf dem früher rein katholischen Dorf nachdenke, wundere ich mich immer wieder, wie leicht und unbemerkt und vor allem unbedauert von den allermeisten es gelungen ist, in nicht mal fünfzig Jahren eine ganze, zumindest nach außen hin noch christliche Zivilisation niederzubrechen.

Das gelang natürlich nur, indem man an den Priesterseminaren nicht mehr die gute alte Moraltheologie lehrte.

Als ich vor sieben Jahren einen „konservativen“ Priester nach einem Ratschlag für ein gutes Moraltheologiebuch fragte, sagte dieser zu meinem größten Erstaunen: 

„Ich kann Ihnen keines empfehlen, denn Moraltheologie hatten wir im Priesterseminar nicht! Aber vielleicht fragen sie mal bei den Piusbrüdern nach, die haben ja eine recht strenge Moral!“
Damals war ich noch recht frisch katholisch und begriff noch nicht das ganze Ausmaß seiner leicht dahin gesagten Sätze.

Seitdem weiß ich immerhin, dass es Priester gibt, die im Beichtstuhl sitzen, ohne die geringste Ahnung von Moraltheologie zu haben, aber dort berufsgemäß ständig über moraltheologische Fragen richten müssen.

Zu diesen Priestern kommen noch die, denen man absichtlich eine verwässerte Moraltheologie a la Häring oder noch schlimmer beigebracht hat.

Wenn man solche Priester dann in katholische Gegenden bringt, sorgen sie nicht mehr für sittliche Ordnung, wie es eigentlich ihre Aufgabe wäre und nach nicht mal fünfzig Jahren hat man das oben beschriebene Ergebnis: Katholiken verkaufen ohne mit der Wimper zu zucken Kondome in ihrem Lebensmittelgeschäft.

Wie schon in einem früheren Post gesagt, ist die absichtliche Aufweichung der Moraltheologie schon seit weit vor dem Konzil im Gange, denn die gute katholische Moraltheologie steht der Schaffung der Eine-Welt-Religion im Wege.

In einem noch sehr guten Buch von weit vor dem Konzil steht über die Sündhaftigkeit des Verkaufs unsittlicher Waren nämlich noch Folgendes:

Artikel zu verkaufen, die zu sündhaftem Zweck bestimmt sind, ist schlechthin unerlaubt; unsittliche Schriften, Glauben und Religion gefährdende Bücher, Antikonzeptionsmittel (empfängnisverhütende Mittel) und dergleichen zum Verkauf bereit zu halten und anzubieten wäre schwer sündhaft.  
Angestellte dürften sich nicht zu solchem Dienste herabwürdigen lassen, sie wären streng zu verpflichten, nötigenfalls sich um eine andere Stelle umzusehen.

Dass die Herstellung oder Beteiligung an der Herstellung des zur Unsittlichkeit Dienenden noch strenger zu beurteilen ist, versteht sich von selbst.
Zitat aus: Lehrbuch der Moraltheologie von Otto. Schilling, II. Band, Max Hueber Verlag, München, mit Imprimatur, 1928. S. 311 
Die unsittlichen Schriften gibt es heutzutage auch im Supermarkt, es muss nicht mal „Playboy“ sein, schon die „Gala“ reicht heute, wie ich neulich beim Arzt feststellen konnte, der das Blatt ausgelegt hatte. 
Dass die „Bravo“, die Heranwachsende als Zielgruppe hat, unter extrem unsittliche Schriften (Vorsicht, Link zur Onlineausgabe dient nur zur Veranschaulichung der hoch unsittlichen Inhalte) fällt, ist den meisten Verkäufern und vor allem den Eltern wegen Mangel an moraltheologisch gut ausgebildeten Priestern mit Sicherheit nicht mehr klar.

* Die UN bewerben seit Jahrzehnten auch global den Gebrauch von Kondomen und verkleiden das mit dem "Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten" und besonders HIV. Sie bezeichnen den Gebrauch von Kondomen als "sustainable", "nachhaltig". 
Wo dieser Begriff drauf steht, ist 100%ig das gesamte globale Bevölkerungsreduzierungsprogramm der UN drin.
So helfen alle mit ihren schweren Sünden mit, die Ziele der UN zu erreichen, nämlich, dass jeder möglichst wenig Nachkommen hat, und kommen sich dabei auch noch modern und aufgeklärt vor.



Sonntag, 16. November 2014

Darf man sich von "Hirntoten" Organe spenden lassen?

Diese Frage, über die es enorme Verwirrung in katholischen Kreisen gibt, wird hier ausführlich und sehr gut erklärt von einem Priester beantwortet, leider wie fast immer auf Englisch.

Um es kurz zu beantworten: nein man darf nicht. 

Warum nicht? Weil seit Jahrzehnten eine Umdefinierung des Todeszeitpunktes im Gange ist, eben im Hinblick darauf, „ethisch erlaubt“ Organe transplantieren zu können. 

Als es noch nicht die Möglichkeit der Organtransplantion gab, war die einfache Mediziner-Regel: jemand ist tot, wenn er kalt, blau und steif ist.

Das für Transplanteure Dumme ist hierbei: Von einer solchen Leiche kann man keine Organe entnehmen, sie sind unbrauchbar. Daher musste man das Konzept des "Gehirntodes" sozusagen erfinden, um dadurch von noch lebenden „Leichen“ Organe entnehmen zu können.

Ein Herz zum Beispiel kann zur Transplantation niemals aus einer Person entnommen werden, die schon irreversiblen Herzstillstand hatte, denn ein solches Herz kann bei keinem "Empfänger" jemals wieder zum Schlagen gebracht werden.

Kurz zusammengefasst: eine „Organspende“ kommt immer von einer noch lebenden Person. Handelt es sich bei der Spende um nicht paarige Organe, wie Herz, Leber usw. lebt diese Person nach der Organentnahme 100%ig nicht mehr. 
Die Organentnahme hat also den Tod verursacht und das ist entsprechend dem 5. Gebot nicht erlaubt, gleich wie die „moderne“ Medizin diesen Sachverhalt zu vertuschen versucht.

Am besten man liest alles mehrmals hier.
Anhören kann man es sich auch: hier

Freitag, 8. August 2014

Wie man selbst über die Hintergründe der Kirchenkrise recherchiert

Die ungeheure Kirchenkrise hat meines Erachtens zu 90% ihre Ursache darin, dass es seit Jahrzehnten zu leicht war und ist, die Katholiken guten Willens hinters Licht zu führen. 
Besonders erhellend war für mich zu lesen, dass Hans Küng, einer der Weltspitzenleute im ultraprogressiven "Katholiken"-Team, das genauso sieht.

Die meisten Katholiken, die noch guten Willens sind, haben auch keinerlei Ahnung davon, welch unglaubliches, unermüdlich arbeitendes Netzwerk die progressiven "Katholiken" seit weit über 60 Jahren für das Projekt "Kirche im Aufbruch
aufgebaut haben, um eines ihrer Spezialbegriffe zu benutzen - Aufbruch ist in diesem Begriff ein anderes Wort für Zerstörung. 

Daher machen sich "konservative" Katholiken öfter über Progressive lustig, wozu wirklich kein Grund besteht, denn diese Leute arbeiten planmäßig durchdacht, was man von der anderen Seite leider häufig nicht sagen kann. 
Je mehr man über die emsigen Abbruchkatholiken weiß, desto mehr wird einem das Lachen vergehen.

Es ist ein weiterer Beweis für die Göttlichkeit der katholischen Kirche, dass sie nicht schon lange vollkommen im Grab liegt, denn kein weltliches Unternehmen hätte eine weltweite, so planmäßig ausgeführte Attacke solchen Ausmaßes länger als maximal 10 Jahre überstanden.

Beim "Who is who" der Kirchenzerstörung, ist es durchaus nützlich zu wissen, wer z. B. der Schüler von wem ist, denn vom Lehrer kann man wiederum auf den Schüler schließen. In progressiven Zeitungen wird so etwas auch öfter mitgeteilt
. Ein Beispiel dafür:

In einem Antiquariat hatte ich mir einmal sehr preiswert ein Moratheologiebuch erstanden, weil ich unbedingt eines haben wollte und es so gut wie keine älteren mehr gibt (sie sind alle beim "neuen Pfingsten" auf dem Müll gelandet, damit keiner mehr nachprüfen soll, was früher Konsens in der katholischen Sittenlehre war).

Der Autor dieses Buches war der mir bis dahin unbekannte Bernhard Häring, es hieß "Das Gesetz Christi“. Mir kam das Buch schon beim Überfliegen der Seiten merkwürdig vor und ich konnte nicht recht damit warm werden, denn ich hatte vorher schon zu viele Bücher von heiligeren Katholiken gelesen, u. a. die Bücher des Gründers des Ordens dem Herr Prof. Häring angehörte, dem heil. Alphons Maria von Liguori.

So stand das ungeliebte Buch unbeachtet im Regal, bis ich auf der Seite, wo „Wir sind Kirche“ die Erstunterzeichner auflistet, den Namen Bernhard Häring sah. „Oh“, dachte ich mir, "jetzt wird es interessant." 
Dank dem Spiegel-Archiv wurde mir schnell klar, warum mir sein Buch so suspekt war. (Mittlerweile ist es im Müll.) Wen der rote Spiegel Mitte der 60er Jahre so anpries, der konnte nur hochprogressiv oder Kommunist oder beides sein.
"Professor Bernhard Häring, 52, gilt als der bedeutendste katholische Moraltheologe der Gegenwart. Der deutsche Redemptoristenpater (Hauptwerke: "Das Gesetz Christi", "Ehe in dieser Zelt", "Christ in einer neuen Welt") lehrt an der römischen Lateranuniversität und wurde von Johannes XXIII. zum Konzilstheologen ernannt. 
Häring Ist Sekretär der Kommission, die das Schema 13 ("Kirche und moderne Welt") vorbereitete, und trat für eine Revision des katholischen Mischehe-Rechts ein. 
Johannes XXIII. lobte in der letzten Audienz vor seinem Tode Härings Buch "Das Konzil im Zeichen der Einheit", das am besten seine - des Papstes - Konzilsideen wiedergebe. Papst Paul VI. zog sich im Februar 1964 zu Exerzitien unter Härings Leitung zurück. (...)"
Besonders interessant wurde es mit Prof. Häring ab 1977, zu einer Zeit als nur Eingeweihte Ahnung hatten, welche LGTB-Lawine, die Vereinten Nationen (UN) weltweit auslösen würden.
Damals berichtete der Spiegel über Bernhard Häring Folgendes: 

"Bernhard Häring, 64, deutscher Moraltheologe und Professor an der Lateran-Universität zu Rom, wirkt in einem dokumentarischen Sex-Film mit. Das Kino-Werk (Titel: "Italien im Pyjama") reiht typische Episoden über Italiens sexuelle Sitten aneinander, zeigt aber auch die Operation einer Geschlechtsumwandlung. Häring gibt Kommentare dazu und weicht dabei gelegentlich klar vom Kirchenkurs ab -- so, wenn er empfängnisverhütende Mittel rechtfertigt oder Verständnis für zurückgelassene Gastarbeiter-Frauen zeigt, die sich mit neuen Partnern trösten."
1993 hatte Herr Prof. Häring „einen Traum“. Er träumte davon, dass die Kardinäle am Anfang des dritten Jahrtausends einen Papst wählen würden, der, kurz zusammengefasst, die katholische Kirche total demoliert. Wer in seinem Traum, wie die Kirche verändert werden soll, nicht den Fahrplan von Papst Franziskus erkennen kann, der muss seit März 2013 geschlafen haben.
Solche Priester wie Bernhard Häring hat Herr Küng also in sein „Wir sind Kirche"-Boot geholt, denn laut der Website von „Wir sind Kirche“, ist Herr Küng einer der geistigen Väter des KirchenVolksBegehrens 1995“. („Die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche ist aus dem 1995 in Österreich gestarteten Kirchenvolks-Begehren hervorgegangen.“ sagt dieselbe Website)

Beim jüngsten Gericht werden alle sehen, wie viele Seelen solchen Wölfen im Schafspelz auf den Leim gegangen sind und aufgrund ihrer Agitation eine schwere Sünde begangen haben oder sich gar bis heute in der Rolle als „wiederverheirateter Geschiedener“ gefallen, weil solche „Theologen“ ihnen eingeredet haben, dass die frühere Sichtweise auf die Sünde überholt ist.

Als ich selbst noch nicht katholisch war, hatte ich eine Menge katholische Bekannte, die rückblickend so gut agitiert waren, dass sie fast alle Kampfslogans von „Wir sind Kirche“ wiedergaben ohne wirklich dazu zugehören oder überhaupt zu wissen, dass es diesen Verein gibt. Sie hatten eben allerlei aus den Medien und den modernistischen Predigten aufgeschnappt und das unhinterfragt einfach wiederholt. 
Einer ihrer Lieblingssätze war: „Das kann man heutzutage nicht mehr so sehen“ , wobei „Das“ sich meistens auf Fragen der Moral bezog, z. B. auf voreheliche geschlechtliche Beziehungen, „Scheidung“ usw.

Da sie sich nie gefragt hatten: „Wer sagt, dass man das heutzutage nicht mehr so sehen kann?“ und „Wem nutzt eine solche Änderung der Sitten?“ hatten die Kirchenzerstörer mit ihnen ein leichtes Spiel.

Was ich bei solchen Google-Recherchen herausgefunden habe, kopiere ich immer in ein Worddokument, damit ich nicht wieder das ganze Internet durchsuchen muss, falls ich den Namen in anderem Zusammenhang erneut lese.

So geschehen kürzlich, als ich etwas über den C8-Chef Kardinal Rodriguez Maradiaga erfahren wollte. Beim allwissenden, progressiven John L. Allen, früher beim National Catholic Reporter, las ich zufällig in einem Nebensatz, wessen Schüler der Kardinal gewesen war: nämlich der vom „großen liberalen“ Moraltheologen Bernhard Häring in Rom. (Zu dem Zeitpunkt konnte mich schon nichts mehr wundern.)

Kardinal Rodriguez hatte im letzten Jahr in seiner neuen Funktion als C8-Chef schon so viel geredet, dass jeder wissen konnte, was er so alles Ultraprogressives denkt, aber folgende Information von John L. Allen war doch noch das besondere I-Tüpfelchen. Kardinal Rodriguez findet nämlich Bernhard Häring „ein Idol“.

Wer noch mehr wissen möchte und Zeit hat, kann dann noch verschiedene Namen kombinieren, so kann man nach „Hans Küng Bernhard Häring“ suchen und findet dann z. B. das interessante Buch (Wer dann noch Lust hat kann noch nach den beiden anderen so gefundenen Namen googeln):

Wider den Fundamentalismus. Kein Zurück hinter das Zweite Vatikanische Konzil
Rudolf Schermann; Bernhard Häring; Hans Küng; Hermann Boventer; u.a. Kirche Intern - Edition Tau 1990., Pappe
So wird einem immer klarer, warum Hans Küng so wegen Papst Franziskus frohlockt, hat dieser doch zusätzlich einen Zögling seines mittlerweile verstorbenen Geistesgefährten Bernhard Häring zum C8-Chef gemacht.

Aber das ist alles nur die Spitze des Eisbergs.

Die Katholiken waren und sind einfach nicht genügend nüchtern und wachsam. 
Die meisten merken nicht, wenn ihnen Journalisten - und leider auch Priester (!) - mit den entsprechenden Emotionen untermalt, was den Verstand ausschalten soll, jeden a- und anti-katholischen Schrott verkaufen. Sie merken es auch unter anderem deshalb nicht, weil sie die katholische Lehre nicht ausreichend kennen. 

Und - allzu viele wollten es auch nicht merken, weil das, was ihnen als neu verkauft wurde, ihrem Bauch schmeichelte. 

Wer wollte vor 40 Jahren nicht einen „katholischen Moraltheologen“ haben, der empfängnisverhütende Mittel verteidigt?

Nachtrag: Wie mit Bernhard Härings „Das Gesetz Christi“ die gesamte vorkonziliare Moraltheologie „erneuert“ werden konnte kann man in diesem Buch lesen, wie ich gerade zufällig beim Googeln gefunden habe. 
„Handlungszentriert und Sündenorientiert“ soll die Moraltheologie heutzutage nicht mehr sein und „moralische Normen“ möchte man auch nicht mehr. (S .13. und S. 14)

Vor über 100 Jahren wollten Freimaurer und Kommunisten die Sünde abschaffen, seit 50 Jahren helfen Priester mit.




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