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Dienstag, 21. Oktober 2014

Katholische "Pop"-Ordensschwester singt Madonnas "like a virgin"

Wenn ich so alle meine Posts der letzten zwei Jahre überblicke, kann ich mir nicht helfen, aber wenn wir nicht dem Ende der Zeiten zügig näher kommen, weiß ich nicht, wie der vorhergesagte schreckliche Glaubensabfall am Ende der Zeiten noch aussehen soll.

Und jeden Tag wird noch schlimmer, als es ohnehin schon war. Dies ist der jetzt neue Idealtyp einer Nonne (im Link gibt es ein Video von dem unseligen Lied, des katholisch getauften und zum jüdischen Kabbala-Glauben konvertierten Popstars "Madonna", das sich über Jungfräulichkeit lustig macht, was jetzt die katholische Ordensschwester Cristina singt). 

Schwester Cristina wurde schon vor Monaten für ihre Pop-Aktivitäten vom Vatikan gelobt, ich hatte schon mal über sie berichtet.

Montag, 23. Juni 2014

Papst Franziskus trifft Franziskaner der Immakulata und zeigt sich bestens informiert über die Vorgänge

Das Treffen mit 60 Franziskanern fand schon am 10. Juni statt, berichtete heute Vaticaninsider:

"Die Franziskaner sangen das Ave Maria von Fatima und erneuerten in die Hände des Papstes ihre Gelübde der Ganzhingabe an die Immakulata. Dann wurden Fragen bezüglich der umstrittensten Themen in Bezug auf die internen Verfahren des Ordens an den Papst gestellt. 

Papst Franziskus erwies sich in allen Fragen als gut informiert, folgte der Angelegenheit aufmerksam und zeigte mehrmals seine Wertschätzung für Pater Volpi (Anmerk.: den kommissarischen Leiter, der ebenfalls anwesend war) und brachte so Gerüchte zum Schweigen, dass die Aktionen des kommissarischen Leiters und seiner Mitarbeiter ohne Wissen des Papstes vorgenommen wurden.
(...)
Franziskus sagte auch, dass er die Schließung des ordenseigenen Theologischen Instituts der Franziskaner der Immakulata (STIM) wollte, damit die Seminaristen an den päpstlichen theologischen Fakultäten in Rom studieren.
(...)

Am Ende des Treffens verabschiedete sich der Papst von allen Teilnehmern einzeln. Zwei von ihnen drückten ihre Verblüffung über die Behandlung des Ordensgründers P. Stefano Manelli aus."

Zum ganzen Text geht es hier, wer besser Italienisch als Englisch kann, kann alles  hier nachlesen.
Nachtrag: Katholisches.info hat den gesamten Text von Vaticaninsider hier ins Deutsche übersetzt
und hier einen zweiten interessanten Bericht zu dem Thema

Hier ist ein aktueller Bericht mit weiteren Details vom Blog rorate caeli zu dem Thema.

Siehe auch:
"Vor- oder gar anti-konziliare Formung für Ordensnachwuchs nicht zulässig"
und

Das Grundproblem der Franziskaner der Immakulata laut dem vom Papst geschätzten Pater Volpi
und
Papst Franziskus "fühlt sich berufen, eine neue Kirche zu gestalten"

Links zur Berichterstattung von "Katholisches.info" über die Behandlung des Ordens der Franziskaner der Immakulata unter Papst Franziskus:




Mittwoch, 7. Mai 2014

"Vor- oder gar anti-konziliare Formung für Ordensnachwuchs nicht zulässig"

Das sagte laut Katholisches .info jüngst kein Geringerer als der Franziskaner José Rodriguez Carballo, seit Mai letzten Jahres Sekretär der Kongregation für die Institute geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens.

Kommentar: Offensichtlich hat man in Rom unter Papst Franziskus nicht einmal mehr vor, so zu tun, als sei Glaube und Kirche vor und nach dem Konzil der gleiche bzw. dieselbe. Denn: wenn das, was vor dem Konzil über 19 Jahrhunderte lang von allen Katholiken geglaubt wurde und das, was nach dem Konzil seit 50 Jahren geglaubt werden soll ein und dasselbe ist, was könnte man dann gegen eine "vorkonziliare" Ausbildung des Nachwuchses haben?

Katholisches.info gibt leider fast nie seine Quellen an. Aber ganz offensichtlich handelt es sich bei der obigen Meldung um eine Übersetzung dieses spanischen Artikels. Dort kommentierte ein Leser dazu:
Es scheint, als wäre das Vatikanum II ein Dogma des Glaubens. Ein Theologe kann die Transsubstantiation leugnen, die Auferstehung, die Gottheit Christi, etc.. und nichts passiert. Stattdessen sprechen über sie das Vat II (das nur ein Pastoralkonzil war). Heuchler!
Siehe auch:
Papst Franziskus "fühlt sich berufen, eine neue Kirche zu gestalten"
und 
Das neue, nach-konziliare Ideal des Ordensnachwuchses? Die italienische, nicht von Rom gemaßregelte "Pop"-Schwester Cristina, die Papst Franziskus als Impulsgeber für ihr "Herausgehen zur Evangelisierung" angibt (höchst bedenklicher Video-Ausschnitt ihrer öffentlichen "Performance" hier)
Kurienkardinal Ravasi hat ihren Auftritt öffentlich per Twitter gelobt.
Ihre Antwort an Kardinal Ravasi (siehe dort unter 20. März) und was Schwester Cristina selbst noch so twittert: hier

Montag, 21. Januar 2013

Für "Brunonis" : Wie der sel. Papst Urban V. es zu gut mit den Kartäusern meinte


(Der Kartäuserblog von Brunonis ist hier zu finden.)

Papst Urban V.
Bildquelle
Gefunden in einem alten homiletischen Quellenwerk:

Während des Exils in Avignon gedachte einer der dort residierenden Päpste, der sel. Urban V. (1362-1370), in der Meinung, die gänzliche Enthaltung von Fleisch könne Kranken und Schwachen nicht zuträglich sein, in den Regeln des Kartäuserordens, die eine solche Enthaltung vorschreiben, eine Änderung vorzunehmen.

Die Bestürzung über diesen Plan bei den Kartäusern selbst war groß. Die Gegenvorstellungen des Ordensgenerals vermochten jedoch den Papst nicht zu bewegen, von der Änderung Abstand zu nehmen. 

Da erschien eines Tages eine eigenartige Schar am päpstlichen Hof. Es war eine Abordnung des Kartäuserordens, bestehend aus den ältesten, kerngesunden Mitgliedern ihrer Klöster.

Der Sprecher trat vor den Papst und begann: „Wir danken eurer Heiligkeit für Eure Teilnahme am Wohl und Wehe Eurer Söhne. Wir sind nun hierhergekommen, um Eurer Heiligkeit zu beweisen, dass Fleischgenuß für ein langes und gesundes Leben nicht notwendig ist. Zuerst sollten Mitglieder im Alter zwischen 70 und 80 Jahren hierhergeschickt werden.
Da man aber glaubte, dass der Beweis noch durchschlagender wäre, wenn noch ältere Ordensleute kämen, hat man uns ausgewählt, um für unsere Heilige Regel zu sprechen, die den Fleischgenuß verbietet. Der Jüngste von uns zählt 87 Jahre, der Älteste an die 100 Jahre; und das bin ich selbst.“

Ein so eindrucksvoller Beweis blieb nicht ohne Wirkung: der Papst hob die Verordnung auf und ließ die Kartäuser bei ihrer früheren strengen Lebensweise.


Montag, 12. November 2012

Der Abschiedsbrief des Weltpriesters Franz Pfanner

an seine Familie zu seinem Eintritt ins Kloster, in den Orden der Trappisten, gefunden bei der Recherche zu P. Eduard Scheby OCR auf der Website des Klosters Mariawald :
P. Franz Pfanner
Agram, 9. Sept. 1863 
„Liebste Mutter und Geschwister!
Es wird Euch überraschen, was ich Euch heute zu wissen mache. Ich verlasse Agram, und zwar auf immer. Morgen reise ich ab, und hinaus nach Deutschland in die Rheinprovinz, in ein dortiges Trappistenkloster. Ich tue es, weil ich es so für Gottes Willen erkenne, wie ich schon vor 13 Jahren es als Gottes Willen erkannte, daß ich Priester wurde.  
Schon lange war dieser Gedanke in mir, ein Ordensmann zu werden, seitdem ich aber in Jerusalem war, und jene heiligen Orte sah, habe ich mir diesen Gedanken nicht mehr aus dem Kopfe bringen können, und mein Bischof von Brixen hat es gutgeheißen, nachdem ich ihn dreimal darum gebeten habe. Wie man in einem Trappistenkloster lebt, könnt Ihr aus dem Trappistenbüchlein lesen, das ich Euch schicke.  
Ich will auch so leben mit der Hilfe Gottes, und möchte darum auch diesen Stand. Ich tue das mit guter Überlegung und gesundem Verstande, und wenn vielleicht hie und da einer meint und Euch sagt, ich handle nicht gescheit, so kümmere ich mich nicht darum.  
Ich will nicht reich werden und keine Ehrenstellen suchen, und nichts gelten in der Welt, sondern arm und ungekannt in der Einsamkeit dort leben, und hoffentlich für immer, wenn man mich dort brauchen kann. Übers Jahr werde ich Euch schreiben, was mit meinem Geld und Geldforderungen und Sachen zu tun ist. 
Ich bitte Euch alle, daß Ihr für mich betet, daß ich Kraft habe, zu erfüllen, was dort gefordert wird. Vielleicht werdet Ihr sagen, ich hätte doch sollen nach Hause kommen und bei Euch Abschied nehmen. Ja, gerne hätte ich von Euch Abschied genommen mündlich, aber es wäre mir und Euch viel schwerer gefallen, von einander uns zu trennen auf immer; der schriftliche Abschied tut nicht so weh.  
Zu diesem Abschied sage ich Euch dieses: Lebet so, daß wir alle einst im Himmel uns wiederfinden können. Mutter! Seid nicht blind an Euren Kindern, weder an den kleinen noch an den erwachsenen. Ihr müßt als Mutter einst Rechenschaft ablegen. 
Und Ihr Geschwister! Unterstützet und helfet der alten Mutter und machet ihr ihre Pflicht leicht durch Gehorsam. Denket oft ans Sterben, nicht bloß ans Hausen (Sparen).  
Und Ihr verehelichten Geschwister, lebet christlich in Eurer Ehe, in hl. Frieden und denket: Was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber an der Seele Schaden leidet. 
Erziehet Eure Kinder in Zucht: Man braucht nicht reich zu sein, um in den Himmel zu kommen, wohl aber brav. Ich werde mein Leben lang für Euch beten, daß Ihr in den Himmel kommt, und sonst um gar nichts, das ist genug. 
Ich habe den Schwestern hier im Kloster noch nicht gesagt, daß ich ins Kloster gehe, erst morgen werde ich es sagen und dann gleich abreisen, damit ich das Weinen und Jammern nicht lange hören muß, so muß man es machen, wenn man von der Welt los werden will. 
Fürchtet Euch nur nicht, wenn ich in jenem Kloster nicht haben kann, was man in der Welt haben darf. Weinet nicht über mich, sondern weinet über Euch selbst und über Eure Kinder! 
Ich bin nicht zu bedauern, ich wähle frei diesen strengen Stand, es zwingt mich niemand dazu. Im Gegenteil braucht es einen hitzigen Kampf, von hier fortzukommen.  
Also, lebet wohl und gut! Auf Wiedersehen im Himmel! Ich sage Euch, besonders der Mutter, für alles Gute herzliches Vergelts Gott.  Ich verbleibe in den hl. hl. Herzen Jesu und Mariä
Euer stets zugetaner Sohn und Bruder
W. Pfanner. 
NB. Ich wünsche, daß diesen Brief alle lesen, ich hatte nicht Zeit, jedem der Geschwister eigens zu schreiben.“
Pater Pfanner wurde später Abt des von ihm unter größten Schwierigkeiten mitbegründeten, bedeutenden Klosters Mariastern in Bosnien und später in Südafrika erster Abt der von ihm begründeten weltbekannten Mission Mariannhill. 

Den Geist, der aus diesem Brief spricht, bräuchte man dringend für eine erfolgreiche "Neu-Evangelisierung".

Nachtrag: Gebet um die Seligssprechung des Dieners Gottes Franz Pfanner hier.
Gott, Du hast Deinen Diener Franziskus mit solchem Verlangen nach Vollkommenheit erfüllt, daß er die Welt verließ; / Du hast ihn in vielen Verdemütigungen erprobt / und ihn in allen Schwierigkeiten des Lebens mit unerschütterlichem Gottvertrauen und christlichem Starkmut begnadigt; / Du hast von Jugend auf sein Herz mit dem Verlangen beseelt, / allezeit den Willen Gottes zu erfüllen; / Du hast sein Herz entflammt mit dem Feuereifer eines wahren Missionars, / dem kein Opfer zu groß war, um Seelen zu retten: wir bitten Dich, verherrliche Deinen Diener Franziskus und gewähre auf seine Fürbitte hin uns Hilfe in unseren Anliegen …, vollkommene Ergebung in den göttlichen Willen / und erwecke nach seinem Geiste heilige Priester, opferfreudige Ordensleute und seeleneifrige Missionare. Amen.

Die außergewöhnliche Bekehrung des P. Eduard Scheby OCR

"Die Konversion dieses dem strengsten Orden von der Regel des heil. Benedikt angehörigen Mannes gehört zu den merkwürdigsten, die uns auf unserem Wege aufgestossen sind, und eine autobiographische Darstellung derselben würde gewiss das allgemeinste und lebhafteste Interesse erregen. Leider stehen die strengen Ordensregeln einer solchen entgegen, und so müssen wir uns mit den folgenden Mitteilungen begnügen, die wir der Güte eines Freundes des Obigen verdanken, der viel mit demselben verkehrt hat. 

Eduard Scheby ist zu Tönning in Schlesien geboren. Er war der Sohn sehr wohlhabender Eltern und widmete sich, nach Absolvierung seines Gymnasialkursus, zu Kiel und Heidelberg dem Studium der Rechte. 



Im vollkommensten Indifferentismus erzogen und aufgewachsen, kam er im Herbst 1845 auf einer Ferienreise nach Wien. Nach einigem Aufenthalt daselbst fiel er in eine schwere Krankheit, in welcher er von einer alten Frau mit großer Liebe und Aufopferung gepflegt wurde. 
Nach seiner Genesung schlug sie jede ihr angebotene Entschädigung aus, erbat sich aber als einzige Belohnung von ihm, dessen vollständige Glaubenslosigkeit sie wohl erkannt haben mochte, dass er, wenn auch nur ein einziges Mal, eine Kirche besuchen möchte. Gern erfüllte Scheby diesen so uneigennützigen Wunsch seiner treuen Pflegerin und tat damit den für sein ganzes Leben entscheidenden Schritt.

Am Morgen des Tages nach diesem einmaligen Kirchenbesuch, so erzählte er selbst unserem Gewährsmanne, stand der Heilige Geist zu Häupten seines Bettes und wartete auf sein Erwachen. Und als er die Augen aufgeschlagen hatte, kam der Heilige Geist über ihn und er war katholisch.

Er ging sogleich zu einem Priester, den er sich von seiner Pflegerin hatte nachweisen lassen – es war der Pater Madlener aus dem Orden des allerheiligsten Erlösers – und teilte ihm seinen Entschluss mit, in die Kirche aufgenommen zu werden. 
Der Ordensmann prüfte ihn, und da ergab sich denn das wunderbare Factum, dass Scheby, wie schon bemerkt, nie um irgendwelche Religion bekümmert, auch nie einen lutherischen, geschweige denn einen katholischen Katechismus in den Händen gehabt hatte, so vollständig mit allen Dogmen der katholischen Kirche vertraut war, dass es eines vorbereitenden Unterrichts nicht bedurfte und er das Glaubensbekenntnis ablegen konnte. 
Unser Gewährsmann hat dieses Factum damals auch aus dem Munde des Paters Madlener bestätigen hören, so dass die Glaubwürdigkeit außer allen Zweifel gesetzt ist.

Scheby hielt sich nach seiner Konversion noch geraume Zeit in Wien auf, während welcher er viel mit seinem mehrerwähnten Freunde verkehrte, der später erklärte, Scheby habe zu den originellsten Persönlichkeiten gehört, die ihm in seinem Leben vorgekommen seien. (…)

P. Eduard Scheby OCR
Bald darauf kehrte Scheby in seine Heimat zurück, verkaufte die ihm zugehörigen Güter, nahm Abschied von seinen Verwandten und trat zu Wittem bei Maasstricht in den Orden der Redemptoristen. 

Aber nach einigen Jahren genügte ihm die Strenge dieses Ordens nicht mehr, er sehnte sich nach strengerer Aszese und Abtötung, und trat daher aus seinem Orden aus und ging 1852 nach dem Oelenberge um Elsass, wo er in den Trappistenorden eintrat. Er lebt gegenwärtig zu Mariawald in der Diözese Köln.
Alles aus: Convertitenbilder aus dem neunzehnten Jahrhundert von David August Rosenthal, erster Band - Deutschland, Hurter´sche Buchhandlung, 1866

Nachtrag: P. Scheby war sogar von 1866 bis 1875 Prior des Klosters Mariawald. Näheres hier und hier. Er war nicht der einzige wunderbar Bekehrte bei den Trappisten, siehe hier.


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