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Donnerstag, 14. Januar 2016

Tempus fugit

Tempus fugit, die Zeit entflieht.

Schon wieder Mitte Januar, gerade war doch noch Weihnachten? Bald ist Ostern. 


Der sel. Kardinal von Galen bekam von seiner Mutter als Heranwachsender, ich glaube zur Firmung war es, ein Buch in dem als Widmung die Mahnung „modicum“, „nur ein kleine Weile“ (nach Joh. 16:16), stand. 
Bei seiner ersten Stelle als Kaplan stand das zufällig auch über dem Eingangstor.

Zur Zeit muss ich auch oft daran denken: Nur ein Weilchen sind wir auf dieser Welt und wie wir das Weilchen verbringen, das entscheidet üb
er die ganze Ewigkeit. 
Wie wenige Leute denken doch noch daran!


Siehe auch:
Sterb­li­cher, denk’ ans Ster­ben!

Sonntag, 29. März 2015

Letzte Ölung beim verblutenden Ehemann auf der Intensivstation

Gestern vor drei Wochen hat mein Mann das Sakrament der Letzten Ölung empfangen.

Die Letzte Ölung
 (noch in Zeiten ohne Kirchenkrise)
Die Angehörigen haben ja eine schwere Pflicht dafür zu sorgen, dass ein Schwerkranker rechtzeitig das Sakrament der Letzten Ölung empfängt. (Es ist ein Dogma, dass die Letzte Ölung nur von schwerkranken Gläubigen gültig empfangen werden kann.) 
Rechtzeitig heißt, wenn er noch bei Bewusstsein ist und idealerweise noch beichten kann.

Ein Kranker ist häufig so sehr mit seiner Krankheit beschäftigt, dass er vergisst, an das Sakrament zu denken oder auch seine Lage falsch einschätzt. 
Mein Ehemann fand noch zwei Tage vorher, dass es noch nicht so weit wäre, aber ich fand das, denn ich sah seine zunehmende Leichenblässe überdeutlich, wenn ich an seinem Krankenbett saß. 

Er hatte zu dem Zeitpunkt nämlich schon seit 10 Tagen unstillbare Darmblutungen unbekannter Ursache, die seine Blutwerte ins Lebensbedrohliche hatten fallen lassen.

Wen man einmal in den Mühlen eines Krankenhauses ist, ist es nicht so einfach, dieses Sakrament zu empfangen, zumindest nicht, wenn man einen Priester von außerhalb bestellt. 

So kam der von uns herbeigerufene Priester schon einen Tag zuvor, als mein Mann noch nicht auf der Intensivstation lag und musste unverrichteter Dinge wieder gehen, weil er nicht in den Aufwachraum durfte, in dem sich mein Mann nach einem Eingriff am Darm gerade befand.

Die große Angst von mir war vor allem, dass mein Mann sterben würde, ohne das Sakrament der letzten Ölung empfangen zu haben.

Leider schätzen heutzutage viele Katholiken dieses Sakrament gering, halten es gar für überflüssig oder haben sogar Angst davor, wie hier in „Familienterror am Sterbebett“ beschrieben. 

Dabei kann man es gar nicht hoch genug einschätzen, denn laut Dogmatik entfaltet es herausragende Wirkungen, z. B. folgende: 
Die letzte Ölung verleiht dem Kranken heiligmachende Gnade um ihn aufzurichten und zu stärken. De fide.

Die letzte Ölung bewirkt Nachlassung der noch vorhandenen schweren und lässlichen Sünden. De fide.

Die letzte Ölung bewirkt bisweilen, wenn es dem Seelenheil dienlich ist, die Wiederherstellung der leiblichen Gesundheit. De fide. 
alles aus: Ott, Dogmatik
In den zwei Wochen nach der letzten Ölung kamen wir uns vor wie unter dem Fleischklopfer des lieben Gottes, so weich wurden wir Tag und Nacht geklopft, oder wie in seiner Waschmaschine, in der man in der einen Stunde nach oben (immer wenn die Ärzte behaupteten, die Blutung sei gestoppt) und kurz darauf wieder nach unten geschleudert wird (immer wenn sie anhand der Blutwerte zugeben mussten, sie hatten sich leider geirrt). 
Seitdem verstehe ich das Gedicht der heiligen Kreszentia von Kaufbeuren auch besser.

Unser Daueranblick im Krankenhaus:
 Erythrozyten-Konzentrat
Insgesamt hat mein Mann über drei Liter Erythrozyten-Konzentrat erhalten, das, so wie es oben in ihn hineinfloss, in seinen Darm wieder herausblutete. 

Nach zwei Wochen auf der Intensivstation, wo wir auch unseren dreißigsten Hochzeitstag feierten, fand das Drama dann auf dem OP-Tisch ein hoffentlich nicht nur vorläufiges Ende. 
Es wurden ihm 90 cm Dünndarm entfernt, an der er eine Fehlbildung der Blutgefäße hatte, die in der medizinischen Literatur seit 1958 weltweit bislang nur 200 Mal beschrieben wurde und seitdem steht die Blutung. 

Seit drei Tagen ist mein Mann wieder zu Hause und macht Gott sei Dank gute Fortschritte in der Genesung, wenn er auch durch den immer noch bestehenden Mangel an roten Blutkörperchen noch recht bleich ist.

Offensichtlich war es seinem Seelenheil dienlich, dass seine leibliche Gesundheit wiederhergestellt wird. 
Aber wenn er doch gestorben wäre, so wäre für meinen Sohn und mich das betreffende Dogma, dass die Wiederherstellung der leibliche Gesundheit vom Seelenheil abhängig macht (s. o.), ein sehr großer Trost gewesen, denn wer möchte schon, dass der Vater bzw. Ehemann weiterlebt, wenn das seinem Seelenheil nicht dienlich ist? 
Schließlich muss man als Katholik immer an die Ewigkeit denken, denn die Ewigkeit hört niemals aufim Gegensatz zu allem Kummer und Elend in diesem Jammertal, das früher oder später ein Ende hat

Über die anderen Erkenntnisse, die man auf der Intensivstation am Bett eines verblutenden Ehemannes gewinnt, irgendwann mehr.

Ein ewiges Vergelt’s Gott für alle, die aufgrund dieses letzten Posts für meine Familie gebetet haben, wir hatten jedes Gebet bitter nötig! 

Freitag, 2. Januar 2015

"Lucis Trust" lobt Papst Franziskus

Dass Lucis Trust, dessen Verlagshaus einige Jahre lang Lucifer Publishing Company hieß, bevor es in "Lucis Publishing Company" umgenannt wurde und der von Alice Bailey Anfang der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts gegründet wurde, Papst Franziskus aus verschiedenen Gründen ziemlich lobt (s.u.), habe ich gelesen, als ich um Weihnachten herum beim Googlen mal wieder auf dessen Seite kam.

Was ist Lucis Trust? Antwort: Die okkulte Kraft hinter den UN.

Was es mit dem Lucis Trust, dem "spirituellen" Ideengeber hinter den UN genau auf sich hat, ist hier auf Deutsch zu lesen.  

Ich kann nur empfehlen das einmal zu studieren, ebenso wie dies hier und hier
Soweit ich es überblicken kann, stimmt alles, was dort steht, außer dass Jesus Christus bei seiner Wiederkunft ein "weltweites Friedensreich für 1000 Jahre aufrichten wird" (steht im ersten Link). Das ist eine Irrlehre, die Chiliasmus heißt und die es schon sehr lange gibt.

Wenn Jesus Christus wiederkommt, dann kommt er zum Weltgericht, das ist sogar ein Dogm
a.

Um nicht vom Antichristen, den Lu
cis Trust und die UN seit Jahrzehnten vorbereiten, und dessen zukünftigem "Licht- und Friedensreich" getäuscht zu werden, muss man unbedingt die katholische Lehre von den "letzten Dingen" kennen, wenn uns in wahrscheinlich nicht allzu ferner Zeit ein "Christus", der Frieden auf Erden schafft, vorgestellt werden wird.

Mich wundert leider nicht, dass Lucis Trust Papst Franziskus lobt, denn wer dieses Blog öfter liest, weiß, dass ich denke, dass Papst Franziskus die globalen Pläne der Weltregierung UN eins zu eins umsetzt. 
UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon hat Papst Franziskus schon im letzten Jahr zum "spirituellen Führer" der Welt ausgerufen. 
Was Alice Bailey und damit die UN unter "spirituell" verstehen, kann man hier, auf einer von den UN gesponserten Seite der "Aquarian Age Community" lesen.

Die Gründerin von Lucis Trust, Alice Bailey, hat in einem ihrer Bücher eine kommende Generation von "spirituell erleuchteten Kirchenmännern" prophezeit, denen "der Dogmatismus fehlt", die "kirchliche Autorität hassen“ und die "die Neue Weltreligion entwickeln werden". 
"The churches, being today headed towards failure and lacking vision, will eventually and inevitably crash upon the rocks of unwarranted and abused authority, yet out of the wreckage will emerge those true and spiritually enlightened churchmen who - with vision and sure knowledge, free from dogmatism and hating ecclesiastical authority - will develop the new world religion."
Wer Augen hat zu sehen, kann leicht erkennen, dass diese "spirituell erleuchteten" Kirchenmänner schon seit Jahrzehnten von Lucis Trust und den UN erfolgreich gezüchtet wurden. Es ist nicht schwer, eine fünfte Kolonne in die Priesterseminare und die Orden einzuschleusen und in den letzten Jahrzehnten haben klarsichtige Katholiken nicht nur einmal vor der deutlich erkennbaren Existenz einer solchen fünften Kolonne gewarnt.

Dass Papst Franziskus jeglicher Dogmatismus fehlt, bekam er schon vor langem vom italienischen Staatspräsidenten zu hören. Dass er Katholiken nicht leiden kann, die „doktrinelle Sicherheiten suchen“ und „engstirnige Regeln beobachten“ und dass Fundamentaltheologie ihm eins der langweiligsten Sachen auf der Welt ist, kam sogar schon mehrmals von Papst Franziskus selbst. 

Außerdem fühlt sich Papst Franziskus "berufen, eine neue Kirche zu gestalten".
Dass Papst Franziskus extrem etwas gegen die Kurie hat, konnte man zuletzt in seiner Weihnachtsansprache von 2014 hören.

Damit ist er ganz auf einer Linie mit einem anderen „Kirchenmann Bailey´scher Prägung“, nämlich Hans Küng, der ja nicht zuletzt durch sein „Projekt Weltethos“ seit Jahrzehnten eng mit den UN zusammenarbeitet und sich in einem seiner Bücher rühmt, dass zu seinem 75. Geburtstag der damalige UN-Generalsekretär Kofi Annan gekommen ist. 

Herr Küng, der Papst Franziskus von Anfang an bejubelte, ritt schon früher ständig Attacken gegen die Kurie, deren Inhalt erklärt, warum die Herren und Damen vom Lucis Trust und ihre Freunde im gleichen UN-Geist etwas gegen den Apparat der Kurie haben. Die Kurie steht der kompletten Zertrümmerung der katholischen Kirche noch im Weg:
Für entscheidend hält der Tübinger Theologe, dem Ende 1979 die katholische Lehrerlaubnis entzogen worden war, ob dem neuen Pontifex eine Reform der Kurie gelingt. Sonst "kann man alle anderen Reformen hinter den Kamin schreiben", sagte er. 
Schlüsselpositionen müssten mit "fähigen Leuten" besetzt werden, die nicht dem "alten Regime" angehörten. Franziskus brauche vor allem einen Kardinalstaatssekretär, der ebenfalls Reformbereitschaft zeige, betonte Küng. Nur so könne der Papst den "Apparat Kurie" in den Griff bekommen. An diesem Vorhaben sei sein Vorgänger Benedikt XVI. gescheitert. (Quelle)
Kein Wunder, dass Herr Küng von Papst Franziskus so begeistert ist. 

Mehr Hintergründe, warum Herr Küng die Kurie hasst: hier und hier. (Die Kirchengeschichtsfälschungen, die in jedem von Herrn Küngs Interviews stecken und die ihn mit denen von Lucis Trust verbinden, muss für heute mal jeder selber herausfinden.)

Ein reich gesegnetes Neues Jahr 2015 trotz alledem und 

Nachtrag: Hier wird auch Herr Küng und sein Projekt "Weltethos" in einer Publikation von Lucis Trust gelobt.

Siehe auch: 
noch mehr Hintergründe von einem Alice Bailey- und Lucis Trust-Kenner allerdings auf Englisch. Alice Baileys "zweiter Ehemann", Foster Bailey, war übrigens 32. Grad Freimaurer.
und
Lucis Trust U.N. tool for One World Religion
und
Update: Pope Francis and One-World Religion
und



Snippet oben: Einer der drei Gründe, warum Lucis Trust denkt,
dass Papst Franziskus ein "Beschleuniger der Veränderung" sein wird.
Quelle:
http://www.lucistrust.org/en/arcane_school/twelve_spiritual_festivals/pisces/festival_of_pisces_talk



Donnerstag, 11. Dezember 2014

Sterb­li­cher, denk’ ans Ster­ben!

"Sol­che Gedan­ken ent­hal­ten eine ernste Mah­nung: Bereit sein für den Tod. Der Tod wäre nicht so etwas Tie­ferns­tes, wenn die unsterb­li­che Seele nicht wäre, wenn die Ewig­keit nicht wäre, wenn das Gericht nicht wäre, wenn das Ster­ben nicht die Brü­cke ent­we­der zu ewi­ger Freude oder zu ewi­gem Leid wäre. 

Im spa­ni­schen Bür­ger­krieg wurde ein Pries­ter, ein gläu­bi­ger, from­mer Pries­ter, von den „Roten“ gefan­gen­ge­nom­men. Er wurde ver­hört von einem ehe­ma­li­gen Pries­ter, der zu ihm sagte: „Ich möchte kein Miss­ver­ständ­nis auf­kom­men las­sen: Ich habe mei­nen Glau­ben auf­ge­ge­ben und stehe außer­halb der Kir­che.“ Da ent­geg­nete der gläu­bige Pries­ter: „Sie Glück­li­cher, Sie Glück­li­cher. Ich wollte, ich könnte mei­nen Glau­ben los­wer­den. Mor­gen in aller Früh erschos­sen zu wer­den, fiele mir nicht so schwer, wenn ich über­zeugt wäre, danach in ewi­gen Schlaf zu fal­len.“ 

Aber wir fal­len nicht in einen ewi­gen Schlaf, wir fal­len in die Hände Got­tes. Und von die­sen Hän­den steht in der Hei­li­gen Schrift: 
„Es ist furcht­bar, in die Hände des leben­di­gen Got­tes zu fal­len.“ 

Auch das steht in der Hei­li­gen Schrift, nicht nur die Worte von der Barm­her­zig­keit! Viele Men­schen hören nicht gern vom Tode reden. Am liebs­ten schlös­sen sie jedes Mal die Augen und die Ohren, wenn irgend­et­was sie an den Tod erin­nert, damit nicht die behag­li­che Ruhe ihrer Seele gestört werde. 

Aber es ist gut und heil­sam für uns, uns an diese erns­teste aller natür­li­chen Wahr­hei­ten zu erin­nern. 
Nicht, damit wir nie­der­ge­drückt wer­den, son­dern damit wir jeder­zeit gerüs­tet sind für die letzte Stunde. „Sterb­li­cher, denk’ ans Ster­ben!“, so steht im Buch von der „Nach­folge Christi“. 

Nie­mand weiß, wann der Tod kommt. „Seid bereit! Ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.“ 
In mei­ner Hei­mat steht ein Kreuz – ein stei­ner­nes Kreuz. Und auf die­sem stei­ner­nen Kreuz ist der Spruch ange­bracht: 
Der Weg zur Ewig­keit,
der ist doch gar nicht weit.
Um achte fuhr er fort,
um neune war er dort."
Alles aus der Predigt von Prälat Prof. May: Sterb­li­cher, denk’ ans Ster­ben!

Hoffentlich war er "um neune" auf der richtigen Seite der Ewigkeit angelangt und nicht in der Hölle. 
Wie wahr ist das alles, was Prof. May predigt. (Man kann sicher annehmen, dass der gläubige Priester im Beispiel nicht ernsthaft gewünscht hat, er könnte glauben, wie sein abgefallener Mitbruder, dass er nur in einen ewigen Schlaf fiele nach dem Tod.)

Meine immer noch protestantischen bzw. quasi atheistischen Verwandten denken sogar alle fälschlich, sie fielen ins Nichts nach dem Tode. 
Sie werden ziemlich ungehalten, wenn man ihnen sagt, dass es nicht so ist. Diese Gedanken möchten sie zu gerne von sich fern halten, damit sie "sich nicht beunruhigen müssen". Das haben mir auch schon andere Protestanten gesagt. Übersetzt bedeutet das vor allem: Sie wollen ihr Leben nicht ändern und nicht mit ihrem scheinbar bequemen Sündenleben aufhören.

Es kann aber keiner ungestraft gegen die Offenbarung Gottes am Falschen festhalten. Wenn sie bis zum letzten Atemzug an dieser irrigen Meinung festhalten und sich nicht zu Gott bekehren wollen, werden sie in der Hölle auf ewig reichlich Gelegenheit haben, krass beunruhigt zu sein.

Leider gibt es auch genügend Katholiken, die so denken, bzw. sogar glauben, jeder käme in den Himmel, obwohl er in seinem Leben wiederholt schwer gegen alle Gebote verstoßen und sich nie wirklich für Gott interessiert hat und das alles nicht einmal bereut.

Gott sei Dank war eines der ersten Bücher mit denen ich in Berührung kam nach meiner Konversion das "Vorbereitung zum Tode", Betrachtungen für jeden Tag, die vorzugsweise bei noch guter Gesundheit zu lesen sind, vom heil. Kirchenlehrer Alphons Maria von Liguori, einem meiner liebsten Heiligen.

In dem Buch steht unter anderem, dass Gott jedem Menschen von seiner Erschaffung an eine unterschiedliche Anzahl von Todsünden zugebilligt hat, eine theologische Meinung, die, wie der heil. Alphons sagt, auch von den Kirchenvätern gedeckt ist. 

Keiner weiß, wie viele Todsünden ihm zugebilligt worden sind. Nach der letzten Todsünde, bei der Gott dann dem Todsünder keine Gnaden mehr zur Bekehrung gibt, heißt es dann:
Der Weg zur Ewig­keit, 
der ist doch gar nicht weit. 
Um achte fuhr er fort,

um neune war er in der Hölle.
Und das auf ewig.

Ein schönes Weihnachtsgeschenk ist das Buch vom heil. Alphons, das neu aufgelegt wurde, auch für sich selbst.






Freitag, 11. Juli 2014

Sittenlehre vom Tode

Wenn in einem Kerker einige hundert Menschen eingesperrt wären, über welche das Todesurteil ergangen ist, von denen jedoch keinem der Tag oder die Stunde seines Todes bekannt wäre, indessen einer nach dem anderen, und oft gerade der, von dem man es am wenigstens vermutet, zum Tode herausgeholt würde; würde da nicht jedem das Herz zittern, so oft sich die Tür des Kerkers öffnete?


Nun ist über uns alle das unveränderliche Todesurteil gefällt, wir sind alle in unseren Leibern wie in Kerkern eingeschlossen (Ps. 141,8), es wird einer nach dem anderen zum Tode hinausgeführt, und dennoch stört man sich nicht im Geringsten daran! 
Man lebt so fort, als hätte man ewig zu leben; man ist bloß auf den Leib bedacht; bloß für diesen häuft man Güter auf; für die Seele aber geschieht nichts, als dass man sie mit Sünden und Lastern belädt.

Ist dieses wohl vernünftig gehandelt? Der Leib wird eine Speise der Würmer werden
(Anmerk.: heutzutage allzu oft sogar bei Katholiken Opfer des Feuer bei der „Feuerbestattung“.); die Seele aber wird in die Ewigkeit wandern, wo sie bloß von den auf der Welt erworbenen Verdiensten wird leben müssen. 
Wer möchte also so töricht und vermessen sein, dass er zeitlebens nur für seinen Leib sorgte, die Seele aber außer Acht ließe?

O Mensch, sagt der heil. Franz von Sales (Philothea, T.1, K 13), bedenke doch, dass bei deinem Tode die Welt für dich enden wird. Die Ehren, Wollüste und Reichtümer, die du auf ihr genossen, werden alsdann wie Schattenbilder, wie Rauch verschwinden und dir nichts zurücklassen als die späte Reue, dass du ihnen so begierig nachgetrachtet und darüber deine Seelengeschäfte und dein ewiges Heil vernachlässigt hast.

Alsdann wirst du erkennen, dass du Gott um ein Nichts beleidigt hast; alsdann wirst du die Andacht, die Buße und die guten Werke, die du zeitlebens vernachlässigt hast, schätzen lernen und danach verlangen, alsdann werden deine Sünden, die du sonst gar nicht beachtet hast, wie große Berge vorkommen.

Wie wird es dann wohl in deiner Seele sein, wenn sie von ihrem so töricht geliebten Leibe scheiden, alle eitlen Ergötzlichkeiten, Gesellschaften, Freunde, usw. verlassen und ganz allein in das unbekannten, schreckliche und fürchterliche Land der Ewigkeit reisen muss, wo sie nicht weiß, wie es ihr ergehen wird; wo sie keine Freunde, die sie in die himmlischen Wohnungen aufnähmen (Luk. 16,8), antreffen wird, weil sie während ihres Erdenlebens versäumt hat, sich solche Freunde zu erwerben, dagegen an Gott, Den sie sich zeitlebens zum Feind gemacht hat, einen unerbittlich strengen Richter, an den Engeln und Heiligen aber, ja sogar an den Teufeln furchtbare Ankläger finden wird. 
Wie! Schaudert dich nicht bei dem Gedanken?

Weißt du aber, was du tun musst, dass dieser schreckliche Augenblick nicht so fürchterlich sein möge? 
Lebe jetzt so, dass du dich vor dem Sterben nicht zu fürchten brauchst. Tu das bei Lebzeiten, was du im Tode wünschen wirst getan zu haben. 
Stirb mit dem heiligen Apostel Paulus täglich, indem du dein Fleisch samt seinen Lüsten und Begierden kreuzigst und dein Herz von der Welt, ihren Gütern und Eitelkeiten freiwillig losreißt, ehe dies der Tod in gewaltsamer Weise tun wird, dadurch wirst du nicht schon jetzt vor großer Todesfurcht bewahrt werden, sondern es wird dich dereinst auch das Sterben selbst nicht so schwer ankommen. 
Mit anderen Worten: fürchte die Sünde, dann brauchst du Tod, Gericht und Hölle nicht zu fürchten.


Anmutung. O Welt! Weil ich die Stunde nicht wissen kann, in welcher ich dich verlassen muss, so will ich dir auch nicht an dir hängen. Auch meine Freunde und Angehörigen will ich künftig nicht anders, als mit einer heiligen auf Gott gerichteten Liebe und Zuneigung lieben, welche durch den Tod nicht aufhören, sondern wie 
Gott ewig dauern soll.
Ich will mich vorbereiten und alle Sorge anwenden, um glücklich in die Ewigkeit hinüberzugehen, ich will alle meine Sünden aufrichtig bereuen, und will mein ganzes Leben hindurch Buße tun und Gott, mein höchstes Gut, durch keine, auch nicht die geringste Sünde mehr beleidigen. 

Du aber, o Herr! nimm mich in deinen Schutz an jedem furchtbaren Tage, lass mir doch die Todesstunde sanft und selig und lieber alle anderen Stunden meines Lebens traurig und leidvoll sein! Ich bitte dich durch Dein heiliges Leiden und Sterben und alle Qualen, die Du bei Deinem Tode erduldet hast, bewahre mich vor den Qualen der Hölle und lass meine Seele nicht ewig verloren sein! 
Sei und bleibe mein Heiland und mein Erlöser! Amen.

Quelle: alles aus einem hundertfünfzig Jahre alten Goffine


Von den Letzten Dingen




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