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Dienstag, 13. Januar 2015

Warum lädt der Vatikan das „Testament“ von Papst Leo XIII. über die Feinde der Kirche, darunter die Freimaurer, nicht hoch?

Gerade habe ich auf der Vatikanseite folgende Enzyklika gesucht, weil ich daraus zitieren wollte:
Annum ingressi sumus ist ein Apostolisches Schreiben von Papst Leo XIII. anlässlich des 25. Jahrestages seines Pontifikats. Es wurde am 19. März 1902 veröffentlicht. Man bezeichnet das Schreiben als „Testament“ des Papstes, da er ein Resümee seines Pontifikats zieht, aber auch gleichzeitig auf die weitere Entwicklung hinweist. 
Quelle: Wiki
Worin geht es darum unter anderem?
Um die Verfolgung der Kirche durch die Freimaurerei

Er (Papst Leo XIII.) richtet massive Vorwürfe gegen die Freimaurerei und sagt, dass ihr Zweck die Vernichtung von (christlichem) Staat und Kirche sei. 
Von den Freimaurern werde die Kirche verfolgt, sie seien die Initiatoren dieser Kampagnen.„....der in jüngster Zeit an vielen Orten gleichzeitig auflodernde Brand des Hasses, für den man keinen hinreichenden Grund findet, die gleichen Mittel, diesen Brand zu schüren, die Frechheit der Tagesblätter, der Tumult der öffentlichen Versammlungen, die Ausgelassenheit der Theatervorstellungen, die gleiche Art und Weise, die Massen aufzureizen durch schmachvolle Verleumdungen, das alles weist hin auf Gleichheit der Gesinnungen und auf einen einzigen Anführer“. 
Die größte Gefahr sehe er in der Verfolgung des Priestertums, sowie der Bemächtigung religiöser Orte; die Angriffe auf den Heiligen Stuhl denen sich der Papst in einem außergewöhnlichem Maße ausgesetzt fühle, zeuge davon, dass die Freimaurer die Beraubung des göttlichen Stuhls vorantreiben wollen. http://de.wikipedia.org/wiki/Annum_ingressi_sumus

Gibt es diese wichtige Enzyklika unter den anderen Enzykliken von Leo XIII. auf der Vatikanseite zu lesen? 
Nein.

Dann habe ich eine andere Enyzklika "Praeclara gratulationis publicae" gesucht, in der der gute Papst Leo sich auch wiederum u. a. mit den Freimaurern beschäftigt hat

Gibt es diese Enzyklika auf der Vatikanwebsite zu lesen? 
Nein.
Praeclara gratulationis publicae ist ein Apostolisches Schreiben von Papst Leo XIII., welches er am 20. Juni 1894 veröffentlichte. 
In diesem Schreiben ruft er die östlichen und westlichen Kirchen zur „Einheit im Glauben“ auf. In ihm geht er erneut auf die Thematik zur Freimaurerei ein. 
http://de.wikipedia.org/wiki/Praeclara_gratulationis_publicae
Ich muss leider sagen, dass ich es jetzt noch weniger als vorher für einen Zufall halte, dass auch die Enzyklika vom heiligen Papst Pius X. "Notre Charge Apostolique" nicht auf der Vatikanseite zu lesen ist, wie schon vor über ein Jahr hier erklärt

Was hätte man in "Notre Charge Apostolique" lesen können?

Dass es Kräfte gibt, die u. a. 

eine neue „Universelle Kirche“, die auch Ungläubige einschließt, unter dem Vorwand der „Menschenrechte“ auf den Weg bringen wollen

und

die die Person Jesu Christi falsch darstellen wollen, nämlich so, als ob ihm Sünden egal wären und er jeden Menschen liebt, auch wenn derjenige  nicht von seinen Sünden lassen und sich nicht bekehren will.
Kommt das alles jemandem bekannt vor?

Außerdem hat der Vatikan seine Website zum mindestens dritten Mal seit dem Pontifikat von Papst Franziskus neu gestaltet. 
Mittlerweile sieht es nur dort nur noch so aus, als habe es keinen Papst vor ihm gegeben, der außer ihm jemals etwas Nennenswertes gesagt hätte.

Das passt leider zu dem, was ich mal gelesen habe, nämlich, die Freimaurer planten, wenn sie fast am Ziel sind, so zu tun, als wären alle Dogmen abgeschafft, nur eines, nämlich das der päpstlichen Unfehlbarkeit gäbe es noch und das würde dann, im Gegensatz zum echten Unfehlbarkeitsdogma, auf jede Äußerung des Papstes angewendet. 
Der Traum eines jeden Freimaurers:
Ein Papst lässt sich in Sri Lanka

von einem Heiden einkleiden
Ich würde ja gerne was anders sagen, aber wenn ich mich so umgucke und vor allem die täglich an Papst Franziskus Lippen hängenden Katholiken weltweit sehe, die jede Unmöglichkeit, die aus seinem Mund kommt bejubeln und gleichzeitig andere Katholiken beschimpfen oder gar verfolgen, die unkatholische Äußerungen oder Handlungen eben nicht bejubeln wollen, auch dann nicht, wenn sie aus dem Munde eines Papstes kommen oder der Papst sie vorführt, dann denke ich, dass dieser Freimaurerplan tatsächlich gerade vor meinen Augen endgültig umgesetzt und von den meisten widerstandslos geschluckt wird.

So wundere ich mich mit jedem Tag weniger, warum die Freimaurer bei seiner Papstwahl vor knapp zwei Jahren derartig gejubelt haben und ganz genüsslich noch das besondere Datum seiner Wahl ins Spiel gebracht haben, das nämlich der 187. Jahrestag einer päpstlichen Enzyklika war, gegen?

Freimaurer.


Nachtrag: Immerhin ist "Humanum Genus" noch hochgeladen, eines der ganz wenigen Dokumente gegen die Freimaurerei, die man auf der Vatikanseite überhaupt noch findet.
Alles etwas sehr spärlich, wenn man bedenkt, dass es 20 päpstlicher Rechtsakte und Verlautbarungen gegen die Freimaurerei und Geheimbünde seit 1738 gegeben hat (Ausschnitt von diesen ganz unten).

Siehe auch:
"Danke, dass jeglicher Dogmatismus fehlt" - Das Lob, das für den Papst eigentlich peinlich sein müsste
und
"Lucis Trust" lobt Papst Franziskus
und
Schafft Papst Franziskus die Grundlage für die "Eine-Welt-Religion"?

und
Der heil. Papst Pius X. hat vor der kommenden Eine-Welt-Kirche gewarnt

und
Masterplan zur Zerstörung der katholischen Kirche bis zum Jahr 1980
und
Der kommunistische Plan, den Katholizismus zu korrumpieren
und
Einen nur barmherzigen Gott fürchtet niemand mehr - Kardinal Kasper ähnelt einem kommunistischen Agenten

und
Der durchgeführte Plan zur Manipulation der Massen
und 
Über unsere Weltregierung, die UN



Papal documents relating to Freemasonry

From Wikipedia, the free encyclopedia

There are many papal pronouncements against Freemasonry;[1] the most prominent include:

Before Pius IX[edit]

Pius IX[edit]

Leo XIII[edit]


Freitag, 21. März 2014

Die wahre und falsche Unfehlbarkeit der Päpste


Auf das Buch „Die wahre und falsche Unfehlbarkeit der Päpste" hat jemand auf einem englischen Blog hingewiesen.

Es ist online lesbar: hier auf Deutsch und hier auf Englisch

Bischof Feßler war Professor für Kirchenrecht und Generalsekretär beim ersten vatikanischen Konzil. Mehr über ihn hier und hier

Siehe auch:
Wie verbindlich sind die Äußerungen eines Papstes? (g
eschrieben von einem noch lebenden Prof. für Kirchenrecht)

Samstag, 30. März 2013

Wie verbindlich sind die Äußerungen eines Papstes?

"(...) Wenn der Papst im Flug­zeug mit Jour­na­lis­ten plau­dert, dann haben diese Gesprä­che selbst­ver­ständ­lich eine ganz geringe Ver­bind­lich­keit. 
Es han­delt sich dabei um Unter­hal­tun­gen auf einer Reise, bei denen nicht mit letz­ter Ein­deu­tig­keit und in letz­ter Klar­heit, vor allem nicht mit Ver­bind­lich­keit gespro­chen wird. Oder wenn der Papst ein Buch schreibt, dann ist er eben ein pri­va­ter Autor wie andere, und man kann sein Buch unter lite­ra­ri­schen und theo­lo­gi­schen Gesichts­punk­ten beur­tei­len, unter Umstän­den auch Kri­tik daran üben.

Anders ist es dage­gen, wenn der Papst eine
 Enzy­klika erläßt. Eine Enzy­klika ist ein Aus­druck sei­ner Lehr­ge­walt und des­we­gen ver­bind­lich. Wenn in ihr Dog­men
ent­hal­ten sind, dann ist diese Enzy­klika sogar letzt­ver­bind­lich, denn gegen Dog­men, gegen die Wahr­heit selbst im Glau­bens­ge­setz gibt es kei­nen Ein­wand mehr. 

Aber in Enzy­kli­ken fin­den sich auch viele andere Äuße­run­gen, die nicht mit letz­ter Ver­bind­lich­keit aus­ge­sagt wer­den, die des­we­gen auch der Ände­rung fähig sind. Die ver­schie­de­nen Stu­fen der Verbind­lich­keit zu unter­schei­den, ist eine höchst ver­ant­wor­tungs­volle Auf­gabe.

Wor­aus ergibt sich, ob Äuße­run­gen einer Enzy­klika letzt­ver­bind­lich sind? 
Das erkennt man am Stil, wenn der Papst bei­spiels­weise sagt: „Ich spre­che hier mit dem höchs­ten Ein­satz mei­ner Gewalt.“ 
Das erkennt man am Inhalt, wenn es sich näm­lich um eine Glau­bens- oder Sit­ten­wahr­heit han­delt. Das erkennt man auch an der Ver­bin­dung nach rück­wärts, ob näm­lich diese Lehre von der Tra­di­tion gestützt und getra­gen wird

Gegen­über der Wahr­heit gibt es kei­nen Ein­wand. Bei Mei­nun­gen ist eine Ände­rung mög­lich. Wenn und soweit im Wir­ken des Paps­tes Chris­tus hör­bar wird, ist sein Tun und Han­deln ver­bind­lich. Je nach dem Maße der Voll­macht, das er in Anspruch nimmt, ist auch der Grad der Ver­bind­lich­keit zu bestim­men. (...)"

alles aus: Das Pap­st­amt, Predigt vom Kirchenrechtler Prälat Prof. Dr. Georg May



Dienstag, 13. November 2012

Über das Lehramt der katholischen Kirche

"(...) Die Kir­che hat ein Lehr­amt. Ja, der Hei­land gab ja sei­nen Apos­teln den Lehr­auf­trag: „Gehet hin in alle Völ­ker und leh­ret sie – leh­ret sie! – alles hal­ten, was ich euch gesagt habe.“ „Pre­digt das Evan­ge­lium allen Geschöp­fen“, so sagt der Herr nach der Auf­er­ste­hung, und: „Ihr sollt meine Zeu­gen sein in Jeru­sa­lem und Judäa und Gali­läa bis an die Gren­zen der Erde.“ 

Das war der Lehr­auf­trag, den Jesus den Apos­teln gege­ben hat. Und sie haben ihn auf­ge­nom­men, und sie haben ihn aus­ge­führt. Schon am Pfingst­tage tritt Petrus vor die Menge und hält die erste große Mis­si­ons­pre­digt. Keine Gewalt konnte sie vom Glau­bens­zeug­nis abhal­ten, keine Dro­hung konnte sie ein­schüch­tern. „Wir kön­nen unmög­lich von dem schwei­gen, was wir gese­hen und gehört haben“, so sagen sie dem Hohen Rat, als er sie zur Stille, zum Schwei­gen ver­pflich­ten will. Nein, nicht ein­mal die Pflicht der Liebe konnte sie hin­dern, das Evan­ge­lium zu ver­kün­den. 

Als sie sahen, dass der Dienst an den Armen ihnen zu viel Zeit und Kraft kos­tete, da haben sie die Dia­kone bestellt, die Dia­kone, die dem Tisch die­nen soll­ten, wäh­rend sie das Wort Got­tes ver­kün­den. Und schließ­lich haben sie auch ihren Lehr­auf­trag wei­ter­ge­ge­ben. Vier von den Jün­gern Jesu haben ein Evan­ge­lium geschrie­ben, Matt­häus, Mar­kus, Lukas und Johan­nes. 

Die Apos­tel haben Mis­sio­nare bestellt, den Pau­lus und den Bar­na­bas, und diese wie­derum haben Bischöfe auf­ge­stellt, die Herde Got­tes zu wei­den, und ihnen Auf­träge gege­ben. „Ich beschwöre dich vor Gott“, schreibt Pau­lus an sei­nen Schü­ler Timo­theus, „ich beschwöre dich vor Gott, dass du das Wort ver­kün­dest, gele­gen oder unge­le­gen. Was du gehört hast von mir, das ver­traue zuver­läs­si­gen Män­nern an.“ Damit ist das Tra­di­ti­ons­prin­zip in der Kir­che begrün­det, wie es im 2. Timo­theus­brief heißt. 

So trägt die Kir­che die Wahr­heit Got­tes wei­ter, von Jahr­hun­dert zu Jahr­hun­dert, unbe­irrt und nie ver­ges­send. Eben erle­ben wir es wie­der in der Bischofs­syn­ode, wie die Kir­che im Hei­li­gen Vater und sei­nem Mit­ar­bei­ter­stab die Wahr­heit ver­tei­digt. 

Kar­di­nal Arinze hat fei­er­lich bekräf­tigt: „Es ist nicht Men­schen­sat­zung, son­dern es ist Got­tes Wort, dass der Kom­mu­ni­o­nun­wür­dige nicht kom­mu­ni­zie­ren kann.“ Das ist die Spra­che der ewi­gen Wahr­heit. 
Wer nicht frei von schwe­rer Sünde ist, ist unfä­hig, wür­dig, frucht­bar die hei­lige Kom­mu­nion zu emp­fan­gen. 

Die Kir­che ist auto­ri­tär. Sie biegt sich nicht vor den Win­den. Sie unter­wirft sich nicht Mei­nungs­um­fra­gen. Sie ruft nicht unreife Jugend zur Höhe des Lehr­am­tes. Sie löscht auf den Tafeln ihrer Gesetze nicht die Form der Ver­pflich­tung: „Du sollst!“ So will es die Struk­tur des Dog­mas.

Und so ist die Kir­che Leh­re­rin bis heute geblie­ben in der all­täg­li­chen Ver­kün­di­gung wie in der fei­er­li­chen Leh­rent­schei­dung. Wir wis­sen, dass die Kir­che im Besitz der Unfehl­bar­keit ist. 


Die ganze Kir­che kann nie­mals in Irr­tum ver­fal­len, denn sonst hät­ten die Pfor­ten der Hölle sie über­wäl­tigt; dann wäre das Wort des Herrn unnütz gewor­den: „Ich bin bei euch.“ Nein, die Kir­che kann nie­mals als ganze in den Irr­tum ver­fal­len, und zur Garan­tie ihrer Wahr­heit hat der Herr ein unfehl­ba­res Lehr­amt auf­ge­stellt. Jawohl: Unfehl­bar! 

Wenn der Papst als obers­ter Hirt und Leh­rer der Kir­che spricht, wenn er her­vor­hebt, dass er jetzt die ganze Fülle sei­ner Gewalt in Anspruch nimmt, wenn er erklärt, dass es eine end­gül­tige und nie­mals auf­zu­he­bende Ent­schei­dung ist, dann ist er als Ein­zel­per­son, aber obers­ter Reprä­sen­tant der Kir­che im Besitz der Unfehl­bar­keit, die der gan­zen Kir­che zukommt.

Neben ihm könnte – könnte – auch ein All­ge­mei­nes Kon­zil, also die Bischöfe, die mit ihm ver­eint sind, unfehl­bare Wahr­hei­ten ver­kün­den. Das ist zuletzt gesche­hen im Jahre 1870. Damals hat das Erste Vati­ka­ni­sche Kon­zil zwei Dog­men ver­kün­det, näm­lich ers­tens, dass der Papst die Unfehl­bar­keit besitzt, und zwei­tens, dass er den Uni­ver­sale­pis­ko­pat über die ganze Kir­che inne­hat. 

Seit­dem hat kein Kon­zil mehr unfehl­bar gespro­chen. Das letzte Kon­zil war ein Pas­to­ral­kon­zil, das Wahr­hei­ten dar­ge­legt hat, aber an kei­ner Stelle in Anspruch genom­men hat, unfehl­bar zu ver­kün­den. (...)

Alles aus der Predigt Der Auftrag der Kirche von Prälat Georg May

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