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Sonntag, 4. Januar 2015

Das "Gebet" der Vereinten Nationen im Gotteslob

Im Gotteslob findet sich auf S. 87 übrigens ein "Gebet" der Vereinten Nationen.

Dass die deutschen Bischöfe 
so etwas in ihr Gebet- und Gesangbuch aufnehmen, ist vor dem okkulten Hintergrund der Vereinten Nationen (UN) erstaunlich. 
Vornedrin steht nämlich, es handele sich um ein "katholisches“ Gebet- und Gesangbuch. Man muss fürchten, dass die deutschen Bischöfe keine katholischen Gebete mehr erkennen können.

Ebenso erstaunlich ist, dass sich ein jüdisches Friedensgebet ganz in der Nähe des Gebetes der UN findet, das sich im Inhalt interessanterweise davon nicht wesentlich unterscheidet. 

Da die Juden immer noch nicht den Heiland Jesus Christus als Gott anerkennen wollen und der Name des göttlichen Heilands daher in dem Gebet fehlt, fragt man sich, was das soll, denn der Heiland hat uns gesagt, wir sollen in Seinem Namen zum Vater beten, da in keinem anderen Namen Heil ist. 
Außerdem hat Er uns gesagt, dass wer Ihn nicht hat, auch den Vater nicht hat, denn niemand kommt zum Vater als durch Ihn.

Haben die Juden im Gegenzug auch katholische Gebete in ihre Gebetbücher aufgenommen? Wohl kaum, nur die Katholiken nehmen seit Jahrzehnten alles Unkatholische auf.

Außerdem gibt es dort ein Gebet von Mutter Teresa, die der Lucis Trust der UN zu ihren Lebzeiten unter die „Weltführer“ 
rechnete*, das als Mitverfasser den Protestanten Frère Roger von Taizé hatte.

Wir sind im glücklichen Besitz etlicher alter echt katholischer Gebetbücher. Mit den modernen "katholischen" Gebetsbüchern haben sie so wenig Ähnlichkeit wie eine Orange mit einer Kartoffel. 

Richtig krass wurde es mit der Veränderung der katholischen Gebetbücher, wann wohl? Ab der Gründung der Vereinten Nationen und ihrer weltweiten „kulturellen“ (Um)-Erziehungsabteilung UNESCO.

Über das Symbol auf dem Gotteslob vornedrauf will ich für heute mal nicht weiter nachdenken.


* falls der Link oben nicht geht:

World Goodwill - Lucis Trust

www.lucistrust.org/en/content/download/1747/21253/file/2000-4.PDF

mother, by your kindness we have found. Without it we receive nothing. ..... renowned world leaders as. Pope John Paul, Mother Teresa, the Dalai Lama, Rabbi.


Donnerstag, 27. November 2014

Unerlaubte Absprachen vor der letzten Papstwahl?

Im anglo-amerikanischen Sprachraum wird seit einigen Tagen diskutiert, ob es unerlaubte Beeinflussungen und Absprachen vor der Papstwahl gegeben haben könnte. 
Der Grund dafür ist ein in Kürze erscheinendes Buch mit dem Titel „The Great Reformer“, Untertitel "Francis and the making of a radical Pope", das über Papst Franziskus und seine Geschichte handelt. (Bild, wie der Autor, Herr Ivereigh, Papst Franziskus das Buch überreicht hier.)

Der Autor ist der bei anglo-amerikanischen Katholiken gut bekannte Austen Ivereigh, vormalig Pressesprecher von 
Cormac Kardinal Murphy-O’Connor, dem früheren römisch-katholischen Primas von England und Wales. 

Laut den Aussagen von Herrn Ivereigh soll Kardinal Murphy-O’Connor sich 2013 mit Walter Kardinal Kasper zusammengetan haben, von Herrn Ivereigh "Team Bergoglio" genannt, und gezielt etliche andere Kardinäle besucht haben, um deren Stimme für Kardinal Bergoglio für das bevorstehende Konklave zu gewinnen. 
Vorher hatten sie Letzteren gefragt, ob er zustimmen würde, wenn er zum Papst gewählt würde. Kardinal Bergoglio soll geantwortet haben,  dass „in einer Zeit der Krise für die Kirche kein Kardinal seine Zustimmung verweigern könne“. 

Darauf soll Kardinal Murphy-O’Connor ihm geraten haben „vorsichtig“ zu sein, worauf Kardinal Bergoglio mit „capisco“, "ich verstehe" geantwortet haben soll.

Das alles soll in Austen Ivereighs kommendem Buch stehen. Als dies bekannt wurde, sah sich Kardinal 
Murphy-O’Connor genötigt, eine Pressemitteilung an den Herausgeber des "The Telegraph" (Bild links) herauszugeben, in der diese Frage an Kardinal Bergoglio, ob er Papst werden wolle, geleugnet wurde. Die weiteren Absprachen vom "Team Bergoglio", über die Herr Ivereigh in seinem Buch berichtet, wurden in der Pressemitteilung an übrigens interessanterweise nicht bestritten.
Der Buchautor schweigt bislang zur Pressemitteilung des Kardinals. Jeder darf nun überlegen, wer hier nicht die Wahrheit sagt. 

Falls Austen Ivereigh die Wahrheit geschrieben hat, hätte das einige extrem unangenehme Konsequenzen für die Beteiligten. Der rührige Br. Alexis Bugnolo, der neulich schon beim Twittern dem angeblich „konservativen“ Kardinal Napier bezüglich des unkatholischen Synodenzwischenberichts auf den Zahn gefühlt hat, hat sich ein wenig im Kirchenrecht umgesehen und diese Konsequenzen hier zusammengestellt.

Hier ist außerdem ein Video mit Austen Ivereigh, in dem er über seine Recherchen bezüglich Papst Franziskus und dessen Wurzeln in der Befreiungstheologie spricht. 

Herr Ivereigh sagt das, was auch während des letzten Jahres in diesem Blog geschrieben wurde, nämlich, Papst Franziskus handelt nicht zufällig, alles ist ein seit Jahrzehnten vorbereiteter Plan, eine andere Kirche zu gestalten, bei dem auch Papst Benedikt voll umfänglich involviert war und ist. 
In Lateinamerika wurde dazu (Anmerk. von mir:  mit Hilfe von Papstlehrer und Rahner-Schüler Juan Carlos Scannone SJ) eine Befreiungstheologie ohne marxistische Wurzeln erfunden, die sogenannte "Theologie des Volkes. Lateinamerika wurde mit den Bischofskonferenzen von Medellin nach Puebla benutzt, um dort unbemerkt von den europäischen Laien (Anmerkung von mir: aber mit kräftiger Mithilfe der deutschen Bischofskonferenz, siehe hier), eine „andere Kirche zu gestalten“, die - später nach Europa "exportiert" - die bis dahin bekannte Kirche ersetzen soll, da die alte Kirche mit ihrer "Ideologie" den selbst berufenen "Reformern" nicht gefällt.

Das ist das, was Herr Ivereigh im Kern sagt und ich bin beruhigt, dass ich mich mit meinen selbst recherchierten Blogposts nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt habe, denn als katholischer Blogger sollte man unbedingt die Wahrheit berichten. Wenn man lange genug recherchiert und kombiniert, kommt man tatsächlich auf das, was der progressive Kirchenkenner Herr Ivereigh im Video erzählt. 

Im Gegensatz zu Herrn Ivereigh freue ich mich nicht über den gelungen Coup der Kirchenzerstörung, ganz im Gegenteil.

Das einzige was Herr 
Ivereigh im Video nicht sagt, ist, dass „Befreiungstheologie“ mit "Befreiung von der dogmatischen Theologie“ übersetzt werden muss und dass die UN (Vereinte Nationen) seit Jahrzehnten eine nicht kleine Rolle bei dem Ganzen spielen, was leider durch die folgereichen Entscheidungen von Papst Pius XII. möglich wurde, siehe hier.

Einer der informellen Chefs, wenn nicht der informelle Chef der UN ist laut Joan Veon Prinz Charles, eine gewagte, aber bestens fundierte Behauptung, die leider jeder Überprüfung standhält. 
Das englische Königshaus mit seiner seit Jahrhunderten bestehenden extremen Abneigung gegen den Katholizismus spielt nach meinen Recherchen eine enorme Rolle in der Kirchenkrise, was aber scheinbar noch niemandem aufgefallen ist. Ich hoffe demnächst Zeit zu finden, diesen "Fund" näher ausführen zu können. In dieses Bild passt jedenfalls, dass der Kardinal, der vor der Papstwahl die Fäden gezogen haben soll, früher Primas von England und Wales war:
Cardinal Murphy-O’Connor’s role included lobbying his North American counterparts as well as acting as a link for those from Commonwealth countries. Quelle
Weitere Berichterstattung zu den angeblichen Absprachen vor dem Konklave:



Montag, 13. Oktober 2014

Die Gestaltung einer "Neuen Kirche" durch Bischöfe: von Medellín nach Puebla

"Eine neue Kirche: Von Medellin nach Puebla." So heißt das zweite Kapitel aus dem 1985 veröffentlichen Buch „Crisis and Change“ des Dominikaners Edward L. Clearly, O.P., hochgeladen von einer Dominikanerprovinz und als Ganzes online lesbar. 

Medellín und Puebla sind die Orte an denen 1968 und 1979 die lateinamerikanische Bischofskonferenz CELAM tagte. 

Mir ist schon länger klar, dass vor allem mit Hilfe der lateinamerikanischen Bischöfe die katholische Kirche „aufgebrochen“ wurde, hatte leider bloß keine Zeit darüber zu schreiben. 

Nach 1985 hatte die „Abteilung Weltkirche“ der Deutschen Bischofskonferenz stark Einfluss auf die Entwicklung in Lateinamerika genommen, und zwar über die Entwicklung einer neuen "katholischen" Soziallehre via Befreiungstheologie.
Das steht nicht in dem verlinkten Buch, da es 1984 endet, aber in den Büchern, die ich mir besorgt habe, herausgegeben von den für das lateinamerikanisch-deutsche Projekt Hauptverantwortlichen, dem Papstkenner Prof . Peter Hünermann und Papstlehrer Juan Carlos Scannone SJ.

Ich kann nicht sehen, dass P. Clearly O.P. diese Entwicklung zu einer „Neuen Kirche“ bedauert, im Gegenteil, er begrüßt sie. 

Er beschreibt auch die spezielle Rolle des Jesuitenordens und der Befreiungstheologie bei der Entwicklung dieser „Neuen Kirche“.

Dass die ganze Veränderung schon seit Anfang des letzten Jahrhunderts vorbereitet wurde, beschreibt er in Kapitel I, in dem er auch ausführlich die Rolle des Vatikanums II erklärt.

Die Progressiven wissen schon seit Jahrzehnten, was in der Kirche an neuen Veränderungen passiert ist und wie das bewerkstelligt wurde und was noch alles geplant ist. 

Wenn man etwas über die Kirchenkrise, die sie als „Veränderung“ und vor allem „Aufbruch“ bejubeln und deren Hintergründe erfahren will, muss man nur bei ihnen lesen.

Leider gilt seit Jahrzehnten für die meisten „Traditionskatholiken“ und die Kirchenkrise, das, was einer der Hauptführer der Progressiven, Hans Küng, gesagt hat und was seine einzige Aussage ist, der ich mich anschließen kann.

"Es war ein leichtes Spiel, es waren nur noch einige Details zu klären, die verärgerte Bande von reaktionären Abweichlern* von der neuen Ordnung hat nicht verstanden, was passiert ist und konnte nicht viel dagegen tun."
*Anmerkung von mir: hier sind ganz offensichtlich die dem Lehramt treuen Katholiken gemeint
Nachtrag: Ich vergaß zu sagen, dass die Entwicklung einer "Neuen Kirche" in Lateinamerika von aus Rom begleitet wurde. Die Arbeit von CELAM und die von ihnen eingeführte neue Methodik, die ihre Empfehlungen nicht mehr von der Dogmatik (deduktiv), sondern vom Einzelfall, von dem aus sie verallgemeinert (induktiv), ableitet, genannt "Sehen-Urteilen-Handeln-Dreischritt", stützt sich besonders auf das Konzilsdokument "Gaudium et Spes" (die Kirche in der modernen Welt).

Siehe auch:
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