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Donnerstag, 23. Juni 2016

Die „Progressiven“ wollen das Papstamt sprengen, indem sie die Unfehlbarkeit abschaffen

Eigentlich saß ich seit zwei Stunden an einem Post über die geheime Aufschrift auf dem Lieblingsbild von Papst Franziskus, aber das will mir im Moment nicht gelingen. 

Zur Ablenkung wollte ich mal lesen, was die Progressiven so schreiben, ich hatte schon lange nicht mehr geguckt. Und siehe da, sie erklärten mir, warum sie hinter ihrem Frontmann Hans Küng, der nach eigener früherer Aussage mit seinen Freunden schon lange alles in der katholischen Kirche kontrolliert, das Dogma der Unfehlbarkeit attackieren wollen.
Über Hans Küngs Schreiben an Papst Franziskus bezüglich der Abschaffung der Unfehlbarkeit hatte hier katholisches.info berichtet.

Ich hatte mich schon länger gefragt, warum sie die Unfehlbarkeit sprengen wollen, denn dass jeder Katholik auf den Papst hören muss, ist ja unter Papst Franziskus und seiner Arbeit als Change-Agent ihre beste Waffe; wie Sandro Magister schrieb: „Unfehlbarer als er ist keiner“.

Aber die Progressiven denken immer in die Zukunft, wie sie noch mehr zerstören könne. Kurz zusammen gefasst, sie schreiben, wenn es keine Unfehlbarkeit mehr geben würde, gäbe es auch kein definiertes Magisterium, also kein Lehramt mehr, dann könnte wie im Protestantismus jeder Theologe vortreten und seine noch so unglaubliche Meinung vorbringen. Besonders denkt man bei den Progressiven an „theologische“ Meinungen zu „Zeitfragen“ (sprich Homehe, Transgender, Abtreibung usw.)

Mit anderen Worten, die katholische Kirche wäre bald ebenso zersplittert wie die Protestanten. 10 Protestanten, 10 Meinungen.

Die Progressiven behaupten, sie würden damit nur auf Forderungen der Protestanten eingehen, die sich sonst nicht mit uns versöhnen können. Ohhh und hahaha!

Jeder kann sich doch mittlerweile denken, wer hinter dieser Idee steckt. Die Protestanten werden doch nur als Speerspitze benutzt, ebenso wie die Moslems. 

Hier erklärt Rabbi Pinchas Goldschmidt, Präsident der Europäischen Rabbinerkonferenz, im Fernsehinterview, die „moslemischen Brüder seien ihre natürlichen Verbündeten in Europa“.

hat tip: 
http://callmejorgebergoglio.blogspot.de/2016/01/muslims-are-jews-natural-allies-in.html
Die Moslems würden den Juden helfen beim Kampf gegen „das alte Europa“, sagt er, sprich bei Kampf gegen ein Europa, das mal christlich war und das auch jetzt in säkulärer Form anderen Religionen immer noch Vorschriften machen will, wie Kopftuchbann usw. 

Die Anhänger eines großen deutschen Blogs, der seit Jahren gegen "Islamisierung" kämpft, würde das wohl überraschen, dass die Juden "ihre moslemischen Brüder" als ihre Verbündete im europäischen Religionskampf sehen.

Ja, es war kein Zufall, dass Rabbis sich die „Willkommenskultur für Flüchtlinge“ ausgedacht haben.

Rabbi Pinchas Goldschmidt ist, wie sollte es anders sein, gern gesehener Gast bei Papst Franziskus, der ja mit seiner ständigen Unterstützung der massenhaften Moslemimmigration nach Europa ganz auf Linie ist.


Nachtrag: Hier kann man sehen, wie Papst Franziskus am 20. Juni den "Weltflüchtlingstag" gefeiert hat.
Besonders interessant ist im Link das Video über den ungehinderten Migrantenkrieg gegen Einheimische in Calais.
Der neueste Coup: "Ein Christ macht Raum für jeden, lässt jeden kommen", so Papst Franziskus
Aber scheinbar keine Frauen und Kinder, nur junge kräftige Männer...



Samstag, 11. Juni 2016

Papst Franziskus baut die Kirche um nach dem Modell des jüdischen Sozialpsychologen Kurt Lewin

Kürzlich las ich einige Tweets von Blogger Maurice Pinay über die Finanzierung des mir bis dahin unbekannten Kurt Lewin durch den American Jewish Congress und seine aktuelle Ehrung durch das berühmt-berüchtigte Tavistock-Institut.


Als ich das blau Unterstrichene im obigen Tweet las dachte ich sofort: Aber das ist genau der Veränderungs-Prozess, den Papst Franziskus offensichtlich in der katholischen Kirche anwendet: Auftauen, auf eine neue Ebene bringen, einfrieren.“


Kurzes Googeln ergab, dass Kurt Lewin Jude war, wie übrigens interessanterweise auch die meisten anderen Begründer der verschiedenen Zweige der „Wissenschaft“ der Psychologie.

Wie die Psychologie seit weit über 100 Jahren benutzt wurde, um das christliche Gesellschaftssystem aufzubrechen, soll im Moment hier nicht diskutiert werden.


3-Phasen-Modell
Kurt Lewin war Begründer der experimentellen Sozialpsychologie und Erfinder des „3-Phasen-Modells“.

Der Inhalt des 3-Phasen-Modells ist eben das im Tweet oben blau Unterstrichene:
Man findet eine Struktur in der Gesellschaft oder einer Organisation vor, die einem nicht passt, dann taut man das Ganze auf, bringt es in Bewegung, leitet es dann dorthin, wo man es gerne haben möchte und friert es dann an diesem Punkt wieder ein. 
Genial, die Kinder dieser Welt sind schlau. 

Warum Juden gerne christliche Gesellschaftssysteme verändern, soll hier auch im Moment nicht erörtert werden, nebenbei ist ja immer meine Meinung, dass selber gründlich forschen am besten bildet.

Wenn man so nachdenkt, wird das Auftauen in der westlichen Gesellschaft seit 100 Jahren und in der katholischen Kirche seit weit über 50 Jahren verstärkt angewandt.
Besonders nachdrücklich wird das Einfrieren angewendet, denn man darf über die überdeutlichen Veränderungen nicht sprechen, z. B. darf man nicht diskutieren, ob der Novus Ordo wirklich erfolgreich war, das wird einem als Denkmuster einfach von oben aufoktroyiert und vieles mehr.

Heute hatte ich mal wieder Zeit zum googeln und das Thema Kurt Lewin lies mir keine Ruhe.
Ich wollte herausfinden, ob erstens Papst Franziskus vielleicht diesen Kurt Lewin kennt, weil er ja eine Ausbildung in Psychologie haben soll. Und zweitens wollte ich sehen, ob es vielleicht irgendwelche Progressive gibt, die mir dazu was sagen können.

Und siehe da, ich bin spät dran, denn über das Thema Kurt Lewin /Papst Franziskus wurde sogar 2015 in Amerika schon eine Doktorarbeit eingereicht!

Der Titel ist: 
Unfreezing the Organizational Culture of the Catholic Church: 
A Case Study of Pope Francis’ Organizational Culture Change Initiative Using the Transformational Leadership Theoretical Framework, 
was in etwa heißt: 
Das Auftauen der Organisationskultur der katholischen Kirche: 
Eine Fallstudie der organisatorischen Kulturveränderungsinitiative von Papst Franziskus unter Benutzung der theoretischen Rahmenstruktur der transformationalen Führerschaft
Quelle

Die Doktorandin hat zur Unterstützung ihrer These, dass Papst Franziskus ein Change-Agent ist (darüber hatte ich schon 2013 geschrieben), der vorhat, die katholische Kirche nach einem Plan massiv zu verändern, einfach etliche Aussagen von ihm bezüglich seiner Ziele und sein Vorgehen, um diese Ziele zu erreichen, untersucht und daraus ihre Schlüsse gezogen. 
(Das ist das, was ich seit drei Jahren hier in diesem Blog mache, aber ich wusste noch nicht, das man dafür einen Doktortitel bekommen kann, Scherz beiseite.) 

Das Ganze hat sie mit sozialpsychologischen Theorien untermauert, die genau auf die Vorgehensweise von Papst Franziskus passen, zum Beispiel muss man bei solchen Veränderungsvorhaben genau wissen, woher der Widerstand kommen könnte.

Dabei ist sie zu dem Schluss gekommen, Papst Franziskus arbeitet nach dem Modell von Kurt Lewin, er hat eine monumentale Aufgabe in Angriff genommen, nämlich die katholische Kirche von ihrer 
Klerus-Zentriertheit“ wegzubringen zur katholischen Soziallehre hin (in ihrer Doktorarbeit wird genau erklärt, was unter beidem zu verstehen ist) und er ist ihrer Analyse nach in diesem Prozess in der Phase des Auftauens.

Ich denke, mittlerweile ist Papst Franziskus schon tüchtig in Phase zwei, beim „in Bewegung bringen“. 
Das sagen nicht nur alle seine Freunde in den progressiven katholischen Medien, sondern man kann es auch an seinen täglichen Aussagen sehen.

Zufällig weiß ich von denselben Progressiven, dass sie eine Angst haben: Nämlich dass sich vor allem die Priester weigern könnten, sich „in Bewegung bringen zu lassen“.

Ausgemachtes Feindbild aller Progressiven ist nämlich verständlicherweise der junge traditionelle Priester“, der an dem festhalten möchte“, was schon immer gelehrt worden ist und wie es schon immer in der katholischen Kirche war.

Dennoch sind die Progressiven enorm siegessicher, denn viele haben schon verlauten lassen - war es nicht auch Kardinal Kasper - dass man bald am „Punkt ohne Umkehr“ wäre. 

Mir ist jetzt klar, dass sie damit meinen, dass sie den gewünschten neuen Zustand der Kirche dann so „eingefroren“ haben, dass keiner mehr zurück kann…

Dass Hochmut vor dem Fall kommt, glauben sie offensichtlich nicht.

Siehe auch:

Der durchgeführte Plan zur Manipulation der Massen
und
und
Das drei-Affen-Spiel seit dem II. Vatikanischen Konzil




Donnerstag, 14. April 2016

Das drei-Affen-Spiel seit dem II. Vatikanischen Konzil

Wenn ich so über die Situation der dem kirchlichen Lehramt treuen Katholiken nachdenke, kommt mir immer wieder das Bild der drei Affen in den Sinn.


Denn wem auch immer auffällt, dass seit mindestens fünf Jahrzehnten etwas nicht stimmt in der katholischen Kirche und die kirchlichen Texte seit dem Konzil die klare Sprache vermissen lassen und Raum für jedwede Interpretation geben, der wird angeleitet, so zu tun als wäre rein gar nichts, weil ja an den „Dogmen und der Lehre nichts geändert worden ist“.

Diese Strategie ging offensichtlich auf, solange es kein Internet gab. 

Mittlerweile jedoch ist es leicht möglich zu sehen, wie die „progressiven“ Katholiken das ganze Spiel sehen und was sie meinen, was in den Texten steht, denn sie stellen ihre Sichtweise ausführlichst ins Internet.

Kurz nach der Wahl von Papst Franziskus fing ich an, mich mit ihrer Sichtweise zu beschäftigen und zu erforschen,was sie meinen, was in den neueren kirchlichen Texten steht. 

Und siehe da, mit Anleitung der Progressiven konnte ich sehr leicht lesen, dass dort tatsächlich steht, was sie dort lesen

Ja noch mehr, ich konnte herausfinden, dass sie seit 50 Jahren, von Rom aus völlig ungestört, das auch umsetzen konnten, was sie meinen, das dort steht. 

Sie bekommen dabei sogar noch Unterstützung von Bischöfen und Kardinälen weltweit, die ebenfalls meinen, dass dort steht, was die Progressiven schon eifrig an krassen Veränderungen ins Werk gesetzt haben. 

Man kann leider nicht umhin, daraus zu schlussfolgern, dass auch der jeweilige Papst in diesen 50 Jahren meinte und meint, dass dort steht, was die Progressiven dort lesen, denn sonst würde ja wohl mal gegengesteuert. 

Dass man in Rom gegensteuern kann, konnte man in den letzten drei Jahren überdeutlich sehen, wo jeder gestoppt wurde, der zu "restaurationistische" Tendenzen zeigte, während die Progressiven in allen ihren Aktionen eifrigst unterstützt wurden.

Bei alledem wird immer fleißig gerufen: „Aber wir ändern die Lehre nicht!“ 
Nein, denn das können die Progressiven auch nicht, aber sie ignorieren sie komplett und haben es so geschafft, in 50 Jahren etwas aufzubauen, was nicht mehr im entferntesten dem ähnelt, was früher jeder Papst, Kardinal und Bischof als katholisch angesehen hat.

Gott sei Dank gibt es mittlerweile das Internet, man kann sich ausführlich informieren und so weigern sich von den wenigen verbliebenen Gläubigen, die Katholiken nicht nur dem Wort nach sind, immer mehr, das drei-Affen-Spiel mitzuspielen.

Es gibt nämlich jede Menge zu sehen, zu hören und darüber zu sprechen, z. B. mit welcher Strategie die Progressiven ans Werk gegangen sind, nämlich vor allem mit der „see, judge, act“. d. i. "sehen, urteilen, handeln"-Methode. 

Vor längerer Zeit habe ich schon mal darüber geschrieben und bin jetzt durch „Amoris Laetitia“ wieder darauf gestoßen. 

Mittlerweile gibt es sogar immer mehr Bücher darüber, wie die Progressiven es gemacht haben, fast die ganze Kirche zu sprengen.

Hinter der "sehen. urteilen, handeln"-Methode steckt nichts anderes, als die Einführung von sogenannten "Fallstudien" in die Kirche


Damit versucht man durch Betrachtung der emotionalen und soziologischen Umstände in Einzelfällen, 
z. B. den Ehebruch nicht mehr als Ehebruch einzustufen. 
Wie ein Jesuit beobachtete, werden in "Amoris Laetitia" Unwissenheit, Leidenschaft oder Verwirrung als situativ angeblich entschuldigende Gründe angeführt.

Fallstudien lassen sich in jedem auf der modernen Tagesordnung stehenden Gebiet durchführen, z. B. beim Homosex oder auch bei Transgender.

Mittlerweile ist einigen konservativen Katholiken aufgefallen, dass solche Fallstudien Grundlage von "Amoris Laetitia" sind, wie hier z. B. Sandro Magister oder hier einem Jesuiten.
Mit dieser „sehen urteilen, handeln“-Methode, die erstmals in „Mater et Magistra“ und später in „Gaudium et Spes“ erwähnt wurde, haben die Progressiven die scholastische Theologie fast komplett aus der Kirche verdrängt und aus ihr, zumindest nach außen hin, ein rein weltliches Sozialinstitut, das ab und zu mal von "Jesus" redet, gemacht.

Ich hoffe mal Zeit zu finden, demnächst noch mehr darüber zu schreiben, bis dahin kann ja jeder mal selber forschen im Internet oder hier im Archiv lesen.

Unten ist z. B. ein Screenshot der Website des Australian Catholic Social Justice Council (ACSJC). die von der australischen Bischofskonferenz gegründet wurde, die dort das Vorgehen bei der „sehen, urteilen, handeln"-Methode erklärt und wie man damit "die Zeichen der Zeit" liest. 
Wenn man liest, wozu das ACSJC gegründet wurde und Ahnung hat, was die Ziele der Vereinten Nationen sind, kommt man nicht umhin festzustellen, dass es sich hierbei offensichtlich um eine Untergruppe der Vereinten Nationen handelt, die zufällig ein „katholisch“ im Namen hat, aber deren komplett weltliche, häufig kommunistische Ziele umsetzen hilft, die zu großen Teilen der katholischen Lehre und Moral widerstreiten.

Dabei ist das oben verlinkte kein Einzelfall, sondern so gut wie jede kirchliche Gruppierung ist im Laufe von weit über 60 Jahren den Zielen der UN stromlinienförmig gemacht worden.

Sogar die Passionisten arbeiten mittlerweile für die Ziele der UN, wie es mir scheint, ohne es richtig zu merken, denn sie meinen, sie brächten ihr "Charisma" dort ein, formulieren aber nur weltliche Ziele, die sie mit Hilfe der UN umsetzen wollen.
Ban Ki-Moon freut sich, das die Päpste so gut mit den Vereinten Nationen zusammen arbeiten
Siehe auch:
Warum progressive "Katholiken" sehr interessante Leute sind

und
Was haben das Konzilsdokument "Gaudium et Spes" und die Enzyklika "Mater et Magistra" mit der Familiensynode zu tun?






Dienstag, 12. April 2016

Kardinal Burke verärgert seine lehramtstreuen Anhänger mit seinen Äußerungen zu "Amoris Laetitia"

Kardinal Burke hat auf die jüngste Veröffentlichung von Papst Franziskus mit einem Beitrag im "National Catholic Register" reagiert. (Nachtrag: Deutsche Übersetzung hier)
(Vorab: Er sagt, keiner muss sich an "Amoris Laetitia" halten, siehe unten.) 

Was er noch gesagt hat, hat zu nicht wenig Verstimmung unter seinen treuen Anhängern im anglo-amerikanischen Sprachraum geführt (siehe hier, hier und hier), die ihm bislang nicht übel genommen hatten, dass er sie mit dem Desaster in Rom seit drei Jahren weitgehend allein gelassen hat. 

Jetzt sind sie jedoch enorm verstimmt, weil sie sich von ihm mit dem Vorwurf angegriffen fühlen, sie sähen, wie die säkularen Medien auch, in dem Dokument eine „Revolution“ und eine „Abweichung vom Lehramt“ und verwirrten damit zusätzlich andere Katholiken.


Quelle
Ich hoffe zwar, dass Kardinal Burke mit seiner Kritik an denjenigen, die in der Apostolischen Exhortation eine „Revolution“ sehen, in erster Linie die progressiven Katholiken gemeint hat, die mit Unterstützung von P. James Martin SJ, einem der Herausgeber des Jesuiten- Magazins „America“, jubilieren, weil sie ihre Homosex-Betätigung in dem Dokument nicht mehr als Sünde bezeichnet finden. (siehe die Tweets links)

Kardinal Burke hat seine Kritik jedoch so unglücklich formuliert, dass diejenigen Katholiken, die der katholischen Tradition treu sind, treu bleiben wollen und diese auch verteidigen wollen, sich von ihm angegriffen sehen.

Ansonsten versucht Kardinal Burke in seinem Beitrag im National Catholic Register wortreich zu erklären, dass sich keiner an die post-synodale Apostolische Exhortation „Amoris Laetitia“ halten muss, weil es kein lehramtliches Dokument darstellt, sondern der Papst darin nur seine persönliche Meinung und das Geschehen auf der Bischofssynode wiedergibt. 
Man müsse sich lediglich an das kirchliche Lehramt halten und "Amoris Laetitia" auch in diesem Licht lesen. Wie letzteres gehen soll, hat er nicht gesagt.

Warum ein Papst ein Dokument mit
 256 Seiten Umfang, lediglich mit seiner persönlichen Meinung als Inhalt, herausgibt, an das sich keiner halten muss, weil es nicht zum Lehramt zählt, erklärt Kardinal Burke leider nicht. 

Er erklärt auch nicht, wie es sein kann, dass die persönliche oder private Meinung des Papstes offensichtlich in weiten Zügen nicht mit dem kirchlichen Lehramt übereinstimmt, denn wenn beides beständig deckungsgleich wäre, kämen ja weder die säkularen Medien, noch die „progressiven“ Katholiken, noch die lehramtstreuen Katholiken auf die gemeinsame Idee, es handele sich um eine „Revolution“…


Ist tatsächlich ein Mann, der „privat“ nicht mit dem kirchlichen Lehramt übereinstimmt, von einer Mehrheit der Kardinäle zum Papst gewählt geworden?

Wo also ist der schon lang ersehnte Helden-Kardinal, der den lehramtstreuen Katholiken im diesem Kampf zu Hilfe kommt?

Ich bin sch
on lange der Meinung von Hilary White, es gibt ihn nirgends:

"I am acquainted with Cardinal Burke, at least a little, and honestly folks, he’s a good guy but a company man to the core. In all the outrages of the last three years, he has done the same thing over and over. He has either remained silent (Lalalalala Laudato Si… I can’t heeeaaar yooooouuu!) And, as Steve said above, each time he has said something publicly that has been taken by the press or anyone else as critical, he has instantly dived for the phone to backpedal as fast as he could.

I know people who have worked with him, and who probably will continue to do so. He did some pretty fun stuff at Synod 1, reportedly calling Walter Kasper a liar to his face in front of a bunch of other bishops, but he’s not the Guy. He never was. The really hard truth is, there isn’t one. The clericalist impulse in modern churchmen is just too strong. No one is coming to save us.

I realize it’s a hard habit to give up, but we really, really have to stop looking for a superhero to rescue us. We hate the idea that we’re it. We’re the ones stuck with the task of calling it like it is. The only bishop I think I still have any respect for (for the moment) is Athanasius Schneider, and he came right out and said recently that the task of defending the Faith is being laid on the lay faithful."
Eine Zusammenfassung von Punkten, die lehramtstreue Katholiken weltweit an "Amoris Laetitia" zu kritisieren haben, mit Links zu anderen guten Beiträgen gibt es hier.
Eine ausführliche deutsche Zusammenfassung der Entsetzen erregenden Inhalte kann man hier lesen.

Mittwoch, 16. September 2015

Papst lädt führende Gegner der katholischen Lehre zur Bischofsynode ein

Die Liste der 279 an der im Oktober stattfindenden Bischofsynode zur "Familie" teilnehmenden Bischöfe, Prälaten und Priester wurde mittlerweile veröffentlicht. 
45 Teilnehmer lud Papst Franziskus persönlich ein.

Zu diesen 45 gehören auch solche, die öffentlich konträre Positionen zur Lehre und Praxis der katholischen Kirche vertreten, wie Voice of the Family es formulierte.

Ich würde es mal weniger vornehm formulieren: er hat Mitglieder der f
ünften Kolonne eingeladen, die schon vor Jahrzehnten in Stellung gebracht wurde, deren Mitglieder sich reichlich Nachfolger herangezogen haben und die die katholische Kirche von innen heraus zerstörten und zerstören, ohne dass dieser überdeutlich erkennbare Abbruch, der von den Progressiven seit Jahrzehnten „Aufbruch“ genannt wird, allzu viele Katholiken gestört hätte und stört. 
Die Zahl der Priester, die öffentlich gegen den Abbruch ihre Stimme erhoben, war leider ebenfalls sehr begrenzt.

Ein Gutes hat das Ganze: nach der Synode wird es schwierig sein, die Katastrophe in der Kirche immer nur auf die „ungehorsamen Bischöfe
 zu schieben. 
Ich bin es nämlich wirklich leid, immer nur "die bösen Bischöfe" als Buhmänner vorgestellt zu bekommen in Predigten, die sich mit der Kirchen- und Gesellschaftskrise beschäftigen.

Für einige Priester und Laien, die den Papst bis dato ständig vor „Fehlinterpretationen durch die Presse“ meinten bewahren zu müssen, wird es ein böses Erwachen geben.

Aber sicher wird der eine oder andere auch hierfür eine Lösung finden und sich sagen, der Papst sei eben "falsch beraten" worden oder es kommt wieder die beliebte „Wölfe -Theorie": „Es gibt in Rom so viele böse Wölfe, da kann der Papst gar nicht anders, sonst...“

Vielleicht sollten Anhänger der „Wölfe-Theorie" mal bei seiner Schwester Elena Bergoglio nachfragen. 
Dort hätten sie schon 2013 erfahren können, dass ihr Bruder schon immer sehr durchsetzungsstark war und sich von niemandem von seinen Überzeugungen abbringen lässt, wie der ultraprogressive National Catholic Reporter schon 2013 freudig berichtete, denn dort wusste man schon damals, was das für die Kirche an „Aufbruch“ bedeuten würde.

Wer nicht mitbekommen hat, was auf dem ersten Teil der Bischofsynode schon los war, einfach rechts auf diesem Blog in der Spalte „Labels“ unter Bischofsynode nachlesen. 
Besondere Schmankerl darunter: 

Die Laienvereinigung Voice of The Family weist darauf hin, dass nach geltendem Kirchenrecht jeder Katholik das Recht und die Pflicht hat, die katholische Lehre und Moral gegen Angriffe von Seiten der Hierarchie zu schützen.



Dienstag, 20. Januar 2015

Wer sind die "Menschen guten Willens" und wer hat "Frieden auf Erden"?

Spätestens seit Papst Johannes XXIII. wird die Bedeutung der Stelle in der Heiligen Schrift „Friede auf Erden den Menschen, die eines guten Willens sind“ leider komplett entgegen der katholischen Überlieferung verdreht.

In einem späteren Post werden wir sehen, dass das keineswegs ein Zufall ist. Seitdem ist dieser falsche Gebrauch nie mehr gerade gerückt worden. Alle späteren Päpste blieben seither in diesem – leider  UNunkatholischen Fahrwasser.
Einleitung der Enzyklika Pacem in terris

Ich wurde darauf aufmerksam, weil alle Progressiven  und zwar weltweit – auch 50 Jahre später immer noch bejubeln, dass die damals von Kommunisten, Freimaurern und den UN als bahnbrechend angesehene Enzyklika „Pacem in terris“, sich an "alle Menschen guten Willens" richtete, was erstmalig in der Kirchengeschichte auch Nicht-Katholiken einschloss:
Am 11. April 1963, einem Gründonnerstag, veröffentlichte der bereits von einer schweren Krebskrankheit gezeichnete Papst Johannes XXIII. seine nicht nur an Katholiken, sondern (erstmals) "an alle Menschen guten Willens" gerichtete achte Enzyklika "Pacem in terris". Keine zwei Monate später war er tot. 
Quelle
Dass Papst Johannes XXIII. schon als Erzbischof Roncalli eng mit den UN zusammenarbeitete, ist kein Geheimnis. Was der neu definierte "gute Wille" mit den UN zu tun hatten, das folgt wie gesagt bald, denn das würde diesen Post sonst zu lang machen.

Unten folgende katholische Erklärung des „guten Willens“ und des darauf folgenden Friedens mit Gott ist vom dem früher sehr berühmten Ludolf von Sachsen, dessen Schriften den heil. Ignatius von Loyola beeinflussten. 


In allen Büchern, die vor 1940 herausgegeben wurden, sowie in dieser päpstlich approbierten Bibelausgabe der Vulgata mit Erklärungen ist das ebenso erklärt.

Folgendes ist aus diesem Buch, kursive Hervorhebungen wurden übernommen:

"Und Friede auf Erden den Menschen, nicht irgendwelchen Menschen, sondern jenen, die guten Willens sind. (Lk. 2,14), jenen also, die den menschgewordenen Christus guten Willens aufnehmen und nicht verfolgen. 
Fern beliebt nämlich den Frevlern das Heil (Ps 119,155), alle aber, die die Weisung des Herrn lieben, empfangen das Heil in Fülle (Ps 119,165). 
Denn nach der Überzeugung des Papstes Leo heißt wahrer Friede für den Christen, nicht von Gottes Willen getrennt zu sein und nur an göttlichen Dingen Gefallen zu finden. 
Mit Gott Frieden zu haben, heißt wollen, was er befiehlt, und nicht wollen, was er verbietet. 
Der Friede wird also den Menschen guten Willens, also den guten Menschen verkündet. 
Für die Güte seines Willens, wird der Mensch gut genannt, und nicht so sehr für die Güte der anderen Seelenkräfte, weil der Wille die anderen Kräfte zu ihrem Tun antreibt und seine Güte oder Bosheit sich deshalb allen anderen Kräften mitteilt. 
Böse Menschen haben keinen Frieden, weil den Frevlern das Heil fern bleibt. Durch das Wort des Engels wurde auch offenbar, dass der Friede, den vor allem die Propheten für die Ankunft Christi geweissagt hatten, der innere Friede des guten Willens war. 
So heißt es auch in dem Buch der Sprüche: Der Gerechte freut sich, wenn Recht geschieht (Spr. 21,15). Der zeitliche Friede, der bei der Ankunft Christi herrschte, als alle Völker unter römischer Herrschaft zusammenlebten, war vor allem ein Sinnbild für diesen angekündigten Frieden."
Es ist klar, dass in der obigen Erklärung von Ludolf von Sachsen ausschließlich von dem, was der einzig wahre, der dreifaltige Gott will und befiehlt, die Rede ist. Das muss man nach 50 Jahren falschem Ökumenismus leider dazu sagen. 

Der dreifaltige Gott will vor allem, das sich alle Menschen zu Ihm bekehren, die von ihm geoffenbarte katholische Lehre vollumfänglich gläubig annehmen und sich taufen lassen und bis zum Ende ihres Lebens im Stand der heiligmachenden Gnade bleiben, weil Er die Todsünde verbietet und jeder Mensch nur auf diesem Weg zu Ihm in den Himmel kommen kann.


Siehe auch:
Der heil. Kirchenvater Hieronymus über die Menschen "guten Willens".


Nachtrag: Wer Jesus Christus ohne eigene Schuld nicht kennt, ihn aber nicht zurückweisen würde, sobald er ausreichend Kenntnis von Ihm bekäme, hätte natürlich auch einen guten Willen.


Sonntag, 26. Oktober 2014

Papst Franziskus "induktiver" Kampf gegen "die rechte Szene in der Kirche"

Seit vier Stunden versuche ich einen Post über "induktiv versus deduktiv" bzw. den "Dreischritt: Sehen, Urteilen, Handeln, " zu machen. 
Beides bezeichnet die nicht mehr neue Methodik, mit der seit 50 Jahren die Kirche "aufgebrochen" wurde, ohne dass die "Konservativen" diese Methodik bemerkt hätten.

Leider bin ich heute nicht in der Form, das in einem einzigen Post so unterzubringen, dass es jeder versteht, auch wenn er noch nie etwas davon gehört hat und es zu verstehen ist notwendig, wenn man erkennen will, was wirklich von den Progressiven durchgeführt wird.

Dabei verändern sie nicht die kirchliche Lehre, diese Beteuerung konnte ich heute wieder von ihnen lesen. "Wer das denkt, der irrt!" So versichern die Progressiven landauf, landab und weltweit in Interviews und Artikeln. 
Das stimmt nur bedingt, denn sie haben auch schon die Lehre verändert.

Hauptsächlich aber setzen die Progressiven die katholische Lehre schachmatt. 

Und das machen sie mit der induktiven Herangehensweise an Einzelfälle, einer Methodik, die sie eben auch in die schön und harmlos klingenden Worte "sehen, urteilen, handeln" kleiden.*

Das kommt übrigens alles 
aus Harvard und mit dieser Methodik hat man in den letzten Jahrzehnten nicht nur die Kirche "aufgebroch
en".

Weiß ich alles von den interessanten Progressiven, die z.B. hier darüber berichten.

Im folgenden Zitat spricht der Ex-Misereor-Chef Josef Sayer (Misereor ist eine FBO, der ich ebenso wie "Adveniat" keinen Cent für ihr aufbrecherisches Werk geben würde).

Jeder sollte mal genau überlegen, was Herr Prof. Sayer da wohl ganz genau sagt. Wenn man was nicht versteht, sollte man danach googeln. 

Wenn das alle „konservativen" Katholiken machen würden, könnten die Progressiven sie nicht mehr so leicht ausschmieren wie in den vergangenen fünf Jahrzehnten, als sie noch nicht alles über sich und ihre akribisch geplante Kirchenzerstörung mit Harvard-Methoden ins Internet gestellt hatten.
Der neue Papst ist ein Teamspieler? 
Ja, und er kann auf andere hören, deren Meinungen und Positionen aufnehmen und zum Wohl des Ganzen zusammenführen. Die Konferenz in Aparecida hatte unter dem Mitwirken Bergoglios ganz bewusst den Dreischritt „Sehen – Urteilen – Handeln“ als Methode gewählt, obwohl einem Teil der Bischöfe das gar nicht passte. 
Was soll man denn gegen dieses Vorgehen haben? 
Ha, was glauben Sie! Die ganze rechte Szene war dagegen und beharrte darauf, zunächst die kirchliche Lehre darzustellen und daraus Ableitungen für das Leben zu treffen. 
„Sehen – Urteilen – Handeln“ geht umgekehrt vor: 
Erst die Situation und das Leben analysieren, also etwa die Lage der Menschen in Lateinamerika. 
Dann die Situation von der Botschaft des Evangeliums her bedenken. 
Und schließlich Empfehlungen für die kirchliche Praxis geben. (Quelle)

Morgen oder übermorgen wird erklärt, was der Ex-Misereor-Chefin dem Interview über die progressive Strategie genau gesagt hat, aber wie gesagt, selber forschen bildet.

Prof. Sayer ist übrigens Priester und war u. a. Professor für "Pastoraltheologie". Für die "Nachhaltigkeitsziele" der UN, sprich Agenda 21, hat er auch sieben Jahre gearbeitet, was nicht wundert, sondern  perfekt ins Bild passt.

*(googeln nach "Papst Franziskus  Sehen, Urteilen, Handeln, " oder "Pope Francis See, Judge, Act" lohnt sich)

Siehe auch:
Hans Küng: “Wir kontrollieren alles"
und
Was haben das Konzilsdokument "Gaudium et Spes" und die Enzyklika "Mater et Magistra" mit der Familiensynode zu tun? (Dort wurde die "induktive Methode" mit ihrem Dreischritt eingeführt.)
und
The Pyschotic Synod: "A Grave Malady of Intellect" (erklärt ausführlich "induktiv versus deduktiv" an Beispielen, leider nur auf Englisch)

und 
Das Harvard-Magazine erklärt die revolutionäre Geschichte der "Case-Studies", die 1870 erfunden wurden mit ihrem "induktiven" Vorgehen: 
Making the Case
Professional education for the world of practice








Donnerstag, 23. Oktober 2014

Papst Franziskus Sieg auf ganzer Linie: Der erste Erzbischof hat den Hauptvorschlag des Synodenprogramms schon umgesetzt

Wie schon hier beschrieben, fanden einige konservative und/oder traditionelle Katholiken, dass Papst Franziskus und seine Freunde auf der Familiensynode eine schwere Niederlage einstecken mussten.
Lei
der ist dabei offensichtlich der Wunsch der Vater des Gedanken, denn wie es scheint, hat kaum einer die Abstimmungsergebnisse gesehen, wo eine Mehrheit der Bischöfe für die strittigen Punkte gestimmt hat, aber eben noch nicht die erforderliche zwei Drittel-Mehrheit. 

Eine Mehrheit der Synodenbischöfe also stimmt für bis dato revolutionäre Themen? Wo ist da die Niederlage?

Wir durften uns kürzlich von einem Priester (der, wie es scheint nur „Tagespost“ liest, wo man natürlich nicht viel erfahren kann) das Übliche anhören: 

Die bösen Medien erzeugen einen Druck und erwecken falsche Hoffnungen für die Synode; wir sollen uns alle nicht irre machen lassen, denn: es ist auf der Synode noch kein lehramtliches Dokument herausgekommen!!! 
Na wunderbar, dann können wir uns ja alle, wie schon seit 50 Jahren, beruhigt weiter schlafen legen.

Ich muss sagen, dass mich Aussagen solcher Priester, die die Gläubigen in falscher Sicherheit wiegen, mittlerweile zorniger machen als all die Progressiven im Vatikan und anderswo, die übrigens sehr interessante Leute sind

Gab es zur Durchsetzung der weltweiten Handkommunion etwa ein „lehramtliches Dokument“? 
Nein, im Gegenteil, bis heute gibt es keines, wohl aber ein lehramtliches Dokument, das besagt, dass auch im Novus Ordo die Mundkommunion weiterhin die ordentliche Form des Kommunionempfangs ist. 

Für Handkommunion gibt es nur eine Ausnahmeregelung (Indult), in der steht, dass nicht der Priester oder Bischof über die Handkommunion entscheidet, sondern der einzelne Gläubige.  Und trotzdem wird allen die Handkommunion von Priestern oder Bischöfen aufgedrückt, obwohl diese Ausnahmeregelung nicht einmal für alle Teile der Weltkirche in Kraft ist. 
Es gibt seit Jahrzehnten auch ungezählte Fälle in denen, in Ungehorsam gegen die Bestimmungen des Vatikan, den Gläubigen sogar die gewünschte Mundkommunion von Priestern verweigert wird, natürlich ohne disziplinäre Folgen für solche Priester.

Nach fünfzig Jahren „Kirchenaufbruch“ durch Progressive müsste man doch mittlerweile auf der „konservativen“ Seite gemerkt haben, wie der Hase läuft.

Um ihre "aufbrechenden" Ziele durchzusetzen, brauchen die Progressiven nämlich nicht einmal ein „lehramtliches Dokument“, wie die Geschichte reichlich zeigt. 

Im Gegenteil, davon wollen sie ja wegkommen, es soll ja möglichst vom Lehramt und besonders von Dogmen niemand mehr reden und am besten gar nicht wissen, dass so was überhaupt existiert.

Die Progressiven wissen seit Jahrzehnten genau, auf welche nur ihnen bekannten Zauberworte 
(weil sich kein Konservativer für ihren Sprachcode interessiert) aus Rom hin sie loslegen müssen. 

Ein aktuelles und vom Papst selbst oft gebrauchtes Zauberwort heißt „Öffnung“ oder – ganz deutlich  Keine Angst vor Neuem“. 

Und schon geht es los, alle Progressiven haben den Startschuss gehört, so wie z. B. in der Diözese Atlanta, wo der Erzbischof persönlich einen „Gay Pride March“ unterstützt. Der „Schwulenstolz-Marsch“ fand am 14. Oktober 2014 statt. Das dazu passende Einladungs-Flugblatt der Diözese in Regenbogenfarben kann hier besichtigt werden.

Das war übrigens acht Tage, nachdem ein Ehepaar auf der Bischofssynode vom Papst ermutigt, forderte:

Pfarreien sollen "gleichgeschlechtliche Paare" willkommen heißen.

Offensichtlich hat auch kaum einer der „Konservativen", die meinen, der Papst hätte eine Niederlage erlitten, gemerkt, was der wirkliche Sieg der Synode war: 
Seitdem wird nämlich „Homosexualität“ sogar vom Vatikan unter der Rubrik „Familie“ geführt. Ein Supercoup!

Zusätzlich kann man u. a. im Synodenabschlussbericht bei den zahlreichen ohne Trauschein lebenden „Paaren" 
(heute im Vatikan "irrreguläre Beziehung" genannt) , zu Deutsch: Todsündern gegen das 6. Gebot, „positive Werte finden. 
Solche „Paare“ werden natürlich auch von nun an unter der Rubrik "Familie“ geführt.

Aber, alles kein Grund zur Beunruhigung, es gibt dazu kein lehramtliches Dokument!

Übrigens: Obwohl der Bischof von Rom sonst soooo kollegial ist, hat er, gegen den Mehrheitswillen seiner Kollegen, diejenigen Passagen des Synodenabschlussdokuments, für die es keine Mehrheit unter den Synodenvätern gab, dennoch zur Aussendung an die „Ortskirchen“ bestimmt, wo sie jetzt ein Jahr lang mitdiskutiert und bearbeitet werden:

Insgesamt drei Abschnitte bekamen nicht die qualifizierte Mehrheit von über 123 Stimmen, bei zweien ging es um die wiederverheirateten Geschiedenen und beim dritten um die Einstellung gegenüber Homosexualität. 
Eine Mehrheit der Synodenväter hieß sie gut, aber nicht die notwendige zwei Drittel Mehrheit. 
Die Entscheidung des Papstes zur Veröffentlichung zeigt aber, dass das Teil der Debatte sein soll, wenn auch der Wille der Bischöfe sich deutlich geäußert hat. 
Nun geht der synodale Prozess weiter, die Ortskirchen sind am Zug.
Man sieht deutlich, was Papst Franziskus wichtig ist. 

Aber wie gesagt, diese Aussendung ist ja kein lehramtliches Dokument. Schlaft alle weiterhin gut!

Wer nicht schlafen will, sondern im Sinne von Papst Franziskus mitarbeiten, kann bei diesem englischen Blogger lesen, wie man „Schwule und Lesben“ und sogar noch weitere „LGBT“ler am besten in den „Ortskirchen“ willkommen heißen kann.

Wer stattdessen lieber lesen möchte, wie die Progressiven weltweit feiern und warum: hier und hier oder hier, in einem berühmten Jesuitenmagazin.


Siehe auch:
Synodenzwischenbericht aus dem Vatikan redet himmelschreiende Sünde schön
und

Das Schweigen der Priester zu den Vorgängen im Vatikan

Dienstag, 21. Oktober 2014

Warum progressive "Katholiken" sehr interessante Leute sind

Seit einiger Zeit schon habe ich erkannt, dass man heute nicht um die progressiven "Katholiken" herumkommt, wenn man wissen will, was wirklich in der katholischen Kirche abläuft. 
Mindestens zweimal wöchentlich beschäftige ich mich seit über einem Jahr mit ihren Schriften. Mittlerweile muss ich sagen, man kann wirklich von ihnen lernen. 
Allerdings muss  man wissen, was man von ihnen lernen kann, ihr progressives Gedankengut jedenfalls nicht, denn: Neuerungen im Glauben sind unstatthaft.

Was also kann man von den Progessiven abgucken?

Die Progressiven haben missionarischen Eifer und wie. Leider in die ganz falsche Richtung. Sie wollen eine andere Kirche gestalten, die den Bauchgelüsten aller Menschen schmeichelt oder sie wollen die katholische Kirche sogar ganz zerstören. Und zur Mithilfe in diesem Kampf wollen sie so viele Leute wie möglich gewinnen
. Deshalb predigen sie ohne Unterlass ihr Neues Evangelium.
Das alles kann man leicht aus ihren Schriften entnehmen, denn sie sind ziemliche Plaudertaschen nicht nur in Schrift, sondern auch in Wort, wie Kardinal Kasper kürzlich vorgeführt hat.

Wenn die Progressiven ihren Eifer nur in die richtige Richtung lenken wollten, so wäre in maximal 10 Jahren der ganze Erdkreis katholisch, ja wirklich, das ist nicht übertrieben. 


Da die Progressiven solche Plaudertaschen sind, kann man bei ihnen alles, wirklich alles über die Kirchenkrise lernen. 


Zwei Monate nachdem Papst Franziskus auf den Balkon getreten war, allerspätestens, nachdem ich gelesen hatte, dass P. Juan Carlos Scannone SJ., der Erfinder der argentinischen Spielart der Befreiungstheologie, sein Freund und Lehrer ist, konnte ich nicht mehr länger meine selbst verordnete rosarote Brille aufsetzen und musste mir eingestehen, dass etwas noch schwerer in Unordnung war, als ich bis dahin dachte. 
Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt schon viel Kirchengeschichte gelesen, leider, möchte ich fast sagen, nur aus ziemlich alten Büchern und aus neueren Schriften von Traditionskatholiken und letzteren fehlen leider entscheidende Fakten. 

So studiere ich also seit einem Jahr privat Kirchengeschichte aus progressiven Quellen. Was man da lernen kann! Die Progressiven wissen alles, da sie hinter allem stecken (hier ein kleines Beispiel). So viel kann man zu Lebzeiten gar nicht studieren, wie sie allein im Internet über ihre Kirchenbekämpfung veröffentlicht haben. 

Bei so einem Studium wird einem irgendwann klar, dass ihnen ihre Macht nur von jemand anderem gegeben wurde. Jeder Katholik weiß, dass das letztendlich Gott ist, Der vor 2000 Jahren auch den Verfolgern des göttlichen Heilandes zeitliche Macht gegeben hat und Der generell durch Schlechte die Guten prüft, und den Schlechten Möglichkeit gibt, Gute zu werden, sofern sie mit Seiner Gnade mitwirken wollen; aber ich meine hier mächtige Menschen, die hinter den Progressiven stehen.

In alten Kirchengeschichtsbüchern kann man lesen, dass sich das Christentum in den ersten Jahrhunderten noch viel schneller ausgebreitet hätte, wenn nicht die römische Weltmacht hinter seinen Feinden gestanden hätte, bzw. sein Feind gewesen wäre.

So ist es auch jetzt, jetzt steht wieder eine Weltmacht hinter den Feinden der Kirche und zwar die Vereinten Nationen (UN)
Um Kirchenkampf zu machen, haben sie hier besonders ihre Unterabteilung UNESCO eingesetzt. 
Es ist erstaunlich wie viele Progressive ihren Lehrstuhl von der UNESCO finanziert bekommen. In Bologna gibt es z. B. einen solchen Lehrstuhl, der sich besonders bemüht, das Vatikanum II und den dort erfundenen "Dialog mit den anderen Religionen" umzusetzen, damit es "Frieden" gibt. 

Da die UNESCO seit Jahrzehnten alle Schulbücher kontrolliert (das kann an neben vielem mehr in diesem genialen Buch nachlesen), ist es kein Wunder, dass es immer schwieriger wird, Kinder katholisch zu erziehen. 

Ich wollte schon lange einen Post schreiben, dass ich denke, dass sie UN die Weltmacht am Ende der Zeiten sind, die laut Offenbarung des heil. Johannes die Menschen zur Unkeuschheit verführt und dadurch auch kontrolliert (kann man in den lehramtlichen Erklärung in dieser Vulgata lesen), denn die UN sind der Hauptverbreiter und –förderer von LGBT und allen anderen Unzuchtssünden. 


Wie schon die Jugend von ihnen absichtlich in unvorstellbarer Weise verdorben wird, kann man eindrücklich (Shame on you, United Nations) bei dieser amerikanischen Ärztin nachlesen, die versucht hat auf einer UN-Sitzung gegen das "Menschenrecht auf Sex für Kinder" (!!) zu kämpfen. 

Außerdem kann man bei den Progressiven lernen, niemals aufzugeben. Als sie angefangen haben, gegen die katholische Kirche zu kämpfen, muss es aussichtslos ausgesehen haben, aber da sie schon seit mindestens 15 Jahrzehnten mit allen Mitteln kämpfen und nie nachlassen, haben sie scheinbar gesiegt. 
Ich las einmal sinngemäß in einer katholischen Zeitschrift, dass Gott Arbeit und Mühe belohnt und deshalb lässt er die Progressiven auch zeitlichen Erfolg haben, eben weil sie so viel arbeiten. 
Spätestens nach ihrem letzten Atemzug wird natürlich abgerechnet, wenn sie sich nicht vorher bekehren und Buße tun wollen, denn niemand kämpft ungestraft gegen Gott.

Fällt mir noch was ein? Im Moment nicht. Nur dass, wenn man sich zu viel mit den Progressiven beschäftigt, man mit der Unwissenheit 
der Traditionskatholiken bezüglich der wirklichen Lage in der Kirche ziemlich ungeduldig werden kann. Außerdem machen sich leider viele "konservative" Katholiken über Progressive lustig, weil sie diese nicht ernst nehmen, was ein sehr schwerer Fehler und damit ein enormer strategischer Vorteil für die Progressiven ist. 
Wenn man den Feind nicht ernst nimmt, kann dieser noch leichter siegen. 

Es gibt leider viele Konservative, die immer noch meinen, die Progressiven würden in einer Generation aussterben, nicht wissend, dass sich letztere jede Menge Nachwuchs herangezogen haben. Außerdem ist heute ohnehin fast jeder Katholik ein Progressiver, wenn auch meist ohne es selbst zu merken. 

Und was sollte man von den Progressiven niemals lernen? 


Sie lügen und zwar wie gedruckt, zwar nicht, wenn sie ihre Generalstabsmäßig geplante Attacke gegen die katholische Kirche beschreiben, aber wenn sie sich darüber auslassen, was angeblich "katholisch" ist. Und sie lassen sich reichlich über ihr Neues Evangelium aus.
Das ist oft ein solch unglaublicher Agitprop, dass selbst die Autoren der schrecklichen Agitpropbücher gegen die katholische Kirche, die in der DDR erschienen sind, noch etwas hätten lernen können. 

Daher kann es sehr gefährlich sein, bei den Progressiven zu lesen, denn wer nicht ganz genau die katholische Lehre und die katholische Morallehre kennt, kann bei ihnen sehr leicht infiziert werden, denn sie kennen sich sehr gut mit Psychologie und auch mit Masseneinflussungstechniken wirklich sehr gut aus, ganz wie ihre mächtigen Freunde bei den UN. (Papst Franziskus z. B. hat als junger Mann u. a. auch Psychologie studiert laut Biographie, man kann etliche davon bei Google-books durchforsten.) 
Daher ist das meiste, was sie sagen und schreiben mit allen Wassern der Werbepsychologie gewaschen.

Spätestens übermorgen gibt es einen Post über induktiv versus deduktiv, ein schon seit Jahrzehnten angewendetes Zaubermittel zur Glaubenszerstörung, besonders in Lateinamerika, auch bekannt als "sehen, urteilen, handeln", das jetzt auch erstmals auch auf einer Synode angewandt wurde und offensichtlich zum neuen innerkirchlichen Standard werden soll. 
Das kann man auch alles bei den immer gut informierten Progressiven lesen, sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch

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