Mein Mann sagt oft, wie glücklich er ist, katholisch zu sein und wie schön es bei uns geworden ist, seit wir katholisch sind. (Dabei war er vor 10 Jahren ein scharfer Gegner meines Kircheneintritts, bis er nicht einmal zwei Jahre später dem Zug der Gnade folgte und selbst katholisch werden wollte.)
Was ist bei uns so schön geworden, seit wir katholisch sind?
Man ist eines Sinnes, in den wichtigsten Fragen des Lebens ist man sich einig, da man den gleichen Glaubenswahrheiten und der gleichen Sittenlehre zustimmt.
Gemeinsam (den Rosenkranz) beten zu können und zu wissen, dass jeder dem gleichen "Credo" zustimmt, schweißt zusammen.
Da jeder Katholik aufgerufen ist, nicht gegen die 10 Gebote und die fünf Kirchengebote zu verstoßen und außerdem die sieben Hauptsünden zu meiden, gibt es einen klaren Verhaltensrahmen, an dem sich jeder Ehepartner orientieren muss und will, weil man nur so in den Himmel kommt und als wunderbare Nebenerscheinung dieses katholischen Verhaltens das Leben schon auf dieser Erde viel einfacher und schöner wird.
Regelmäßige Beichten und die dabei erhaltene Gnade helfen einem, in den Tugenden zu wachsen, zu dem ebenfalls jeder Katholik aufgerufen ist.
Mit einem tugendhaften Ehepartner verheiratet zu sein, ist eine ganz großartige Sache.
In den heutigen Zeiten wo kaum noch einer die Ehe für unauflöslich hält, und fast jeder mit der Möglichkeit rechnen muss, jederzeit von seinem Ehepartner verlassen zu werden, ist es ein unschätzbares Glück, zu wissen, dass der eigene Ehepartner fest an die Unauflöslichkeit der Ehe glaubt.
In Notzeiten, wie ich sie in den letzten vier Monaten erlebt habe, ist es eine unglaubliche Beruhigung und Bereicherung, einen katholischen Mann zu haben.
Unsere einzige Trauer ist, dass wir nicht schon katholisch waren, als wir vor knapp 32 Jahren geheiratet haben. Wir hätten uns dann sehr viel selbst verursachten Kummer sparen können und hätten eine Kinderschar, statt nur ein Kind.
P.S.: Mein Mann sagt, dass er nicht nur fest an die Unauflöslichkeit der Ehe glaubt, sondern dass er mich auch lieb hat...
"Liebet nicht die Welt*, noch was in der Welt ist." ( 1. Joh. 15) "Und werdet dieser Welt nicht gleichförmig,..." (Röm. 12,2) *Die Welt bedeutet im Evangelium des heil. Johannes die Prinzipien der gottentfremdeten Menschheit.
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Dienstag, 31. Januar 2017
Montag, 22. Februar 2016
Die geistigen Werke der Barmherzigkeit erklärt von einem sehr guten Kardinal
An der gleichen Stelle, da der Katechismus von den leiblichen Werken der Barmherzigkeit spricht, nennt er auch sieben geistige Werke der Barmherzigkeit:
Kardinal Faulhaber hatte eine besondere Begabung, die katholische Glaubens- und Sittenlehre so einfach und gleichzeitig anschaulich und unterhaltsam zu formulieren, dass wirklich jeder sie verstehen kann.
- Die Sünder zurechtweisen,
- die Unwissenden lehren,
- den Zweifelnden recht raten,
- die Betrübten trösten,
- das Unrecht geduldig erleiden,
- denen, die uns beleidigen, gerne verzeihen,
- für die Lebenden und die Toten beten.
Diese Werke heißen geistige Barmherzigkeit, weil sie unmittelbar den Seelen der Mitmenschen einen guten Dienst erweisen.
So gewiss es neben der leiblichen wirtschaftlichen Not eine geistige und sittliche Not gibt – auch die Seelen rufen nach Brot und Licht, nach Heimat und Pflege –, so gewiss muss es neben der leiblichen Nothilfe eine Fürsorge für die Seelen geben.
So gewiss es neben der leiblichen wirtschaftlichen Not eine geistige und sittliche Not gibt – auch die Seelen rufen nach Brot und Licht, nach Heimat und Pflege –, so gewiss muss es neben der leiblichen Nothilfe eine Fürsorge für die Seelen geben.
So gewiss die geistige Not der Zeit noch größer ist als die leibliche, weil sie auch jene erfasst, die nicht wirtschaftliche Not leiden, so gewiss ist die Barmherzigkeit an den Seelen noch notwendiger als die leibliche Barmherzigkeit.
(..)
Die leibliche Not macht sich bemerkbar. Die Not der Seelen ist meist still und totgeschwiegen.
Wir müssen acht haben, dass wir über der lauten leiblichen Not die stille Seelennot nicht übersehen.
(…)
Das erste Werk „Die Sünder zurechtweisen“ ist im Evangelium geboten: „Hat Dein Bruder gesündigt, sollst du ihn zurechtweisen“ (Luk.17, 3).
(…)
Das erste Werk „Die Sünder zurechtweisen“ ist im Evangelium geboten: „Hat Dein Bruder gesündigt, sollst du ihn zurechtweisen“ (Luk.17, 3).
Nicht aus Scheinheiligkeit, die in fremden Augen jeden Splitter, im eigenen Auge nicht einmal den Balken sieht! Nicht aus Klatschsucht und Rachsucht, überhaupt nicht aus selbstsüchtigen Gründen, sondern aus Barmherzigkeit mit der Seele des Bruders!
Zuerst müssen wir ein mea culpa sprechen. Wenn aber der Herr fragt: „Wo ist Abel, dein Bruder?“, dürfen wir nicht ausweichend antworten: „Bin ich denn der Schutzmann meines Bruders?“ (Gen.4, 9.)
„Hat dein Bruder gesündigt, sollst du ihn zurechtweisen.“ Zuerst unter vier Augen, nicht vor fremden Ohren, dann vor Zeugen, zuletzt vor der Kirche (Mat.18,15-7).
Einerseits schonend, anderseits bestimmt und ohne Menschenfurcht.
Aus diesem Heilandswort ist die christliche Tugend der brüderlichen Zurechtweisung heraus gewachsen.
Wenn wir wissen, da oder dort besteht für einen Mitmenschen die Gefahr der schweren Sünde, für die Umgebung die Gefahr schweren Ärgernisses, haben wir die Pflicht, ihn zur Rede zu stellen, außer wir müssten mit Grund fürchten, Sünde und Ärgernis noch größer zu machen.
Gar leicht kann es also unsere Pflicht werden, in einer Versammlung, in einer Gesellschaft, in der Straßenbahn zu erklären: das und das ist nicht wahr, das ist Verleumdung.
Erforschen wir unser Gewissen nicht bloß darüber, ob wir die Demut gehabt haben zu schweigen, sondern auch darüber, ob wir den Freimut gehabt haben, zu reden, wo wir zur Rede stellen mussten.
Die Sünder zurechtweisen ist im Besonderen den geistlichen Hirten und Oberhirten auf das Gewissen gebunden: „Du sollst zurechtweisen in aller Geduld und Lehrweisheit“ (2 Tim. 4,3). „Du sollst sie scharf zurechtweisen, damit sie im Glauben gesunden“ (Tit.1, 13).
Die Hirten und Oberhirten müssen die gesunde Glaubenslehre bewahren und in der sittlichen Ordnung Weizen und Spreu auseinander halten.
Wenn also die Bischöfe ihre Stimme erheben gegen heidnische Auswüchse und Leichenflecken an unserer christlichen Kultur, müssen die Gläubigen hinter ihren Bischöfen stehen.
Das ist der tiefste Sinn des ersten Werkes geistiger Barmherzigkeit: wir sind mitverantwortlich für die Seele des Mitmenschen.
(…)
Gewiss darf man eine Seele nur mit Heilandshänden anfassen, vorsichtig und nachsichtig, aber der Gedanke soll uns nicht mehr loslassen:
Wir sind mitverantwortlich für die Seele des Mitmenschen.
Fortsetzung folgt
alles aus der Allerseelen-Predigt, gehalten von Kardinal-Erzbischof Michael von Faulhaber im November 1931 im Münchner Dom.
Fortsetzung folgt
alles aus der Allerseelen-Predigt, gehalten von Kardinal-Erzbischof Michael von Faulhaber im November 1931 im Münchner Dom.
Kardinal Faulhaber hatte eine besondere Begabung, die katholische Glaubens- und Sittenlehre so einfach und gleichzeitig anschaulich und unterhaltsam zu formulieren, dass wirklich jeder sie verstehen kann.
Da die geistlichen Hirten und Oberhirten ihrer von Kardinal Faulhaber so trefflich beschriebenen Pflicht heute fast fächendeckend nicht mehr nachkommen, lohnt es sich sehr zur eigenen (Gewissens)bildung, Bücher seiner Predigten und Vorträge anzuschaffen, wie z.B.
Zeitfragen und Zeitaufgaben: gesammelte Reden; Zeitrufe Gottesrufe: gesammelte Predigten; Rufende Stimmen in der Wüste der Gegenwart: gesammelte Reden, Predigten, Hirtenbriefe; dies alles und noch mehr von ihm ist erhältlich hier.
Donnerstag, 19. Februar 2015
Das Fasten: ein Akt der Tugend der Enthaltsamkeit
Papst Benedikt XIV. sagte im 18. Jahrhundert schlimme Übel voraus, falls „eine Nachlässigkeit in der heiligen Übung der Fasten eintreten würde“. Diese Übel kann man heutzutage überall mit Schrecken betrachten.
Daher sollte jeder gute Katholik, so viel an ihm liegt, auch heute versuchen, das früher während der 40tägigen Fastenzeit für alle zwischen dem 21. und 60. Lebensjahr vorgeschriebene Abbruchfasten durchzuhalten.
Daher sollte jeder gute Katholik, so viel an ihm liegt, auch heute versuchen, das früher während der 40tägigen Fastenzeit für alle zwischen dem 21. und 60. Lebensjahr vorgeschriebene Abbruchfasten durchzuhalten.
Abbruchfasten heißt täglich einmaliges sich satt essen (kein sich voll essen) und zwei kleine Stärkungen.
Wie erklärt ein sehr guter (vorkonziliarer) Moraltheologe das Fasten:
Wie erklärt ein sehr guter (vorkonziliarer) Moraltheologe das Fasten:
"Das Fasten ist ein Akt der Tugend der Enthaltsamkeit. Die Tugend der Enthaltsamkeit besteht darin, dass die Esslust nach den Grundsätzen der Vernunft und des Glaubens gemäßigt wird.*
Näherhin wird der Tugendakt des Fastens durch die Vernunft auf einen dreifachen sittlich wichtigen Zweck hingeordnet.
- Zunächst dient das Fasten der Zügelung der fleischlichen Begierden (2 Kor. 6,5).
- Sodann soll der Geist des Menschen sich freier erheben können zur Betrachtung der höheren Wahrheiten.
- Überdies soll das Fasten ein Mittel zur Buße und Genugtuung für die begangenen Sünden sein.**
Ambrosius, Hieronymus, Augustinus und Leo I., um nur sie zu erwähnen, haben diese Zwecke des Fastens in eindringlicher Weise dargelegt.
Als spezifisch christliche Zwecke sind noch besonders hervorzuheben die Sühne für die erste Sünde der Menschheit° und der Zweck der Verähnlichung mit Christus.
Soweit das Fasten notwendig ist zur Selbstbeherrschung, zur Sühne und zur Erhebung des Geistes ins Reich der höheren Wahrheit, verpflichtet den einzelnen das natürliche Sittengesetz, dass er das Mittel des Fastens anwende; das Gebot des Fastens ganz im allgemeinen trägt daher naturrechtlichen Charakter."
* (Nr. 128S.th. 2,2,q. 146, a.1f.)Zitat aus: Lehrbuch der Moraltheologie von Otto. Schilling, II. Band, Max Hueber Verlag, München, mit Imprimatur, 1928. S. 257
** (Joel 2,1, S.th.2,2.q.147.a.1.)
° Augustinus. Sermo 65 de temp.
Donnerstag, 17. Juli 2014
Von der wahren gottgefälligen Armut
Homilie zu dieser Heiligenlegende des hl. Alexius:
Lieber, christlicher Leser! wenn ich dir sagte, du sollst diesen Heiligen nachahmen, so würdest du wohl über ein solches Begehren zu Recht staunen und mir antworten:
„Wie kann ich das?" Ja, du magst mir auch erwidern, dass Gott so etwas von dir nicht verlange und dass du auch auf andere Weise heilig und selig werden könnest.
Du hast recht, denn Gott führt oft seine Heiligen auf Wege, die man bewundern muss, die aber nicht immer nachzuahmen sind. Dennoch gibt auch das wunderbare, außerordentliche Leben mancher Heiligen gewisse Fingerzeige, denen wir folgen müssen, wenn wir selig werden wollen.
Ferner musst du auch arm werden an den Gütern dieser Welt. Bist du schon von Gott in einen armen Stand gesetzt, hast du ohnehin mit Not und Mangel zu kämpfen, so sei mit deinem Stand zufrieden und denke an die unbeschreibliche Armut Jesu und seiner Mutter.
Ach wie wenig bedarf der Mensch, und doch wie viel will er immer haben! Ein armer Mensch, der so begierig ist, nach Geld und Hab und Gut, der ist vor Gott nicht arm, denn Gott sieht auf den Willen!
Lieber, christlicher Leser! wenn ich dir sagte, du sollst diesen Heiligen nachahmen, so würdest du wohl über ein solches Begehren zu Recht staunen und mir antworten:
„Wie kann ich das?" Ja, du magst mir auch erwidern, dass Gott so etwas von dir nicht verlange und dass du auch auf andere Weise heilig und selig werden könnest.
Du hast recht, denn Gott führt oft seine Heiligen auf Wege, die man bewundern muss, die aber nicht immer nachzuahmen sind. Dennoch gibt auch das wunderbare, außerordentliche Leben mancher Heiligen gewisse Fingerzeige, denen wir folgen müssen, wenn wir selig werden wollen.
Die vollständige Entblößung des heiligen Alexius von allem, was dem Menschen lieb und teuer ist, seine vollständige Bekämpfung aller, selbst natürlicher, Gefühle weisen auf jenes Wort des Heilandes hin: „Selig sind die Armen im Geiste, denn ihrer ist das Himmelreich."
Ich sage es dir gerade heraus, lieber Christ! ohne Armut kommst du nicht in den Himmel: arm musst du vor Gott werden, arm an aller Lust der Welt, arm an allem Genusse der eitlen Freuden der Weltkinder, arm an Ehrgeiz, am Stolze, an allem Eigensinne, arm an Anmaßung und hohem Streben, das heißt, du musst wahrhaft demütig werden, dich vor Gott verachten, der Geringste und Letzte im Reiche Gottes sein wollen und es tief im Herzen fühlen und überzeugt sein, wie du ohne Gott gar nichts bist und vermagst.
Zu dieser Armut gelangst du, wenn du deine Armseligkeit, deine Sündhaftigkeit, deine Schwäche aufmerksam betrachtest und zugleich deinen Blick auf Jesus richtest, der von seiner Geburt an bis zu seinem Tode die Niedrigkeit und Verachtung sich erwählte! Je mehr du in dieser Armut zunimmst, je mehr du von dir selbst leer wirst, desto reicher wirst du vor Gott an Gnaden und Wohlgefallen.
Ferner musst du auch arm werden an den Gütern dieser Welt. Bist du schon von Gott in einen armen Stand gesetzt, hast du ohnehin mit Not und Mangel zu kämpfen, so sei mit deinem Stand zufrieden und denke an die unbeschreibliche Armut Jesu und seiner Mutter.
Ach wie wenig bedarf der Mensch, und doch wie viel will er immer haben! Ein armer Mensch, der so begierig ist, nach Geld und Hab und Gut, der ist vor Gott nicht arm, denn Gott sieht auf den Willen!
Hat dir aber Gott die Güter dieser Welt beschieden: bist du reich, vermögend, dann hänge ja dein Herz nicht an dies vergängliche Gut. Nimm es dir tief zu Herzen, wie du einst im Tode alles verlassen musst, und wie Gott nimmermehr den lieben kann, der den ungerechten Mammon liebt.
Es gibt viele Heilige im Himmel, die auf Erden reich mit Gütern gesegnet und dabei doch wahrhaft arm waren. Es waren ihnen nämlich ihre Güter ganz gleichgültig und sie benutzten dieselben nur, um damit recht viel Gutes zu stiften.
Endlich musst du auch arm werden an der Liebe zu den Geschöpfen, Jesus will dein ganzes Herz besitzen und Er spricht auch zu dir: „Wer Vater und Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert." (Matth. 10.37)
Gott verlangt von dir nicht, dass du, wie der heilige Alexius, sogar deine natürliche Liebe zu Eltern, Freunden, Ehefrau oder Kind, unterdrückst und sie gar verlässt, aber das verlangt er von dir, dass du Ihn mehr als diese, ja mehr als dein eigenes Leben liebst, dass du dich durch kein Geschöpf von der Liebe deines Gottes und
Herrn trennen lässt, wie der heilige Apostel sagt. (Röm. 8, 38.)
Gott verlangt von dir nicht, dass du, wie der heilige Alexius, sogar deine natürliche Liebe zu Eltern, Freunden, Ehefrau oder Kind, unterdrückst und sie gar verlässt, aber das verlangt er von dir, dass du Ihn mehr als diese, ja mehr als dein eigenes Leben liebst, dass du dich durch kein Geschöpf von der Liebe deines Gottes und
Herrn trennen lässt, wie der heilige Apostel sagt. (Röm. 8, 38.)
O christliche Seele, trachte aus allen Kräften nach dieser gottgefälligen Armut; du gewinnst damit alles, du gewinnst Gott selbst, den unendlich reichen, schönsten Herrn, der da ist die Quelle aller Wonne, aller Seligkeit!
Gebet. O mein Gott und Herr, mache doch mein Herz los von den Gütern dieser Erde und von den Geschöpfen dieser Welt; ja mache mich los von mir selbst. Siehe, ich werfe mich ganz in Deine Arme; ich weihe Dir mein Leben, ich opfere Dir alles, was ich habe; nimm alles hin, nur schenke mir Deine Liebe! Amen.
Alles aus: Legende von den lieben Heiligen Gottes. Nach den besten Quellen bearbeitet und herausgegeben. Stadtpfr. Georg Ott, mit oberhirtlicher Gutheißung, Verlag F. Pustet, 1858
Freitag, 21. Dezember 2012
Die Richtschnur der christlichen Klugheit
Fortsetzung von hier
"Richtschnur der christlichen Klugheit ist nicht die Vernunft allein, sondern die durch den Glauben erleuchtete Vernunft. Ihren edelsten Ausdruck findet sie in der Bergpredigt daselbst ergänzt und vervollkommnet der göttliche Meister das alte Gesetz und befreit es zugleich von den falschen Auslegungen der jüdischen Schriftgelehrten.
"Richtschnur der christlichen Klugheit ist nicht die Vernunft allein, sondern die durch den Glauben erleuchtete Vernunft. Ihren edelsten Ausdruck findet sie in der Bergpredigt daselbst ergänzt und vervollkommnet der göttliche Meister das alte Gesetz und befreit es zugleich von den falschen Auslegungen der jüdischen Schriftgelehrten.
Die übernatürliche Klugheit schöpft demnach Licht und Eingebungen aus den der Welt diametral entgegengesetzten Vorschriften des Evangeliums Zur Anwendung auf die täglichen Handlungen schaut sie auf die Beispiele der Heiligen, die dem Evangelium entsprechend lebten, und in zweifelhaften Fällen lässt sie sich von den Lehren der unfehlbaren Kirche leiten. So gelangen wir zur moralischen Sicherheit, uns nie zu verirren.
Übrigens sind die von ihr angewendeten Mittel nicht nur ehrbar, sondern auch übernatürlich. Es sind Gebet und Sakramente, die unsere Kräfte zur Ausübung des Guten verdoppeln und uns so bessere Erfolge erzielen lassen.
Das wird noch mehr einleuchten bei Erörterung der Bestandteile dieser Tugend."
Übrigens sind die von ihr angewendeten Mittel nicht nur ehrbar, sondern auch übernatürlich. Es sind Gebet und Sakramente, die unsere Kräfte zur Ausübung des Guten verdoppeln und uns so bessere Erfolge erzielen lassen.
Das wird noch mehr einleuchten bei Erörterung der Bestandteile dieser Tugend."
wird fortgesetzt
Aus: Tranquerey, Grundriss der aszetischen und mystischen Theologie
Aus: Tranquerey, Grundriss der aszetischen und mystischen Theologie
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