Sonntag, 18. November 2012

Schwere Selbsttäuschungen bei Begräbnissen

Dass es auf zeitgenössischen "katholischen" Begräbnissen wohl durchgängig so schlimm ist, wie Pater Denecke FSSP auf Frischer Wind beschreibt, war mir neu. 
Das kommt daher, dass ich immer nur auf Begräbnissen nach dem alten Ritus war. 

Der Artikel erinnerte mich jedoch an das, was mein Konversionspfarrer schon vor sechs Jahren über Begräbnisse seiner Mitbrüder gesagt hatte und daran, dass er einen befreundeten nicht-modernistischen Mitbruder hatte, dem bei einem solchen Begräbnis der Kragen geplatzt ist. 
Als er nämlich gesehen habe, dass er der einzige gewesen sei, der ein schwarzes Messgewand dabei gehabt habe, alle anderen aber ein weißes, habe er in die Runde gefragt: "Feiern wir hier schon eine Heiligsprechung?" und sei wieder gegangen.

Michael Voris erklärt in dem ersten Video unten, dass es auch in den USA wohl fast durchgängig solche "Heiligsprechungsfeiern" gibt und fasst noch einmal kurz und prägnant die massiven theologischen Irrtümer zusammen, die zu solchen Feiern führen, die statt die Anwesenden aufzurütteln ihr Gewissen zu untersuchen, ob sie auch im Stand der heiligmachenden Gnade sind oder wohlmöglich im Stand der Todsünde, sie in falscher Sicherheit wiegen und suggerieren jeder, gleich wie er gelebt habe, käme in den Himmel.

Mir ist jetzt auch klar, wieso meine Versuche, noch einen Priester zur letzten Ölung, die ja eine Beichte einschließt, an das Bett der Sterbenden zu bekommen, wenn ich von sterbenden Verwandten oder Bekannten meiner "katholischen" Nachbarn oder Bekannten gehört habe, meist ignoriert wurden. 
Wenn ohnehin alle in den Himmel kommen, wozu braucht man dann einen Priester am Sterbebett?

Ja, warum braucht man einen? Weil jeder nach dem Tod sofort vor das Gericht des dreimal heiligen Gottes kommt und man sich selbst nach dem Tod sofort in die Hölle stürzt, sofern man im Stand der Todsünde aus dieser Welt geschieden ist, weil man Gottes unendlich heilige Gegenwart in diesem Zustand gar nicht ertragen kann.

Dazu passt das Video darunter, online gestellt von der amerikanischen Bischofskonferenz, das daran erinnert, dass der Heiland gewarnt hat: "Der Weg ist schmal." Er hat uns erinnert, dass viele auf dem breiten Weg wandeln, der in das Verderben führt.

Siehe auch: Die letzten Dinge: Tod, Gericht, Himmel, Hölle





Kommentare:

KleinesLicht hat gesagt…

Der 1. genannte Link funktioniert leider nicht. :-(

Martina Katholik hat gesagt…

Dankesehr für den Hinweis, wird sofort geändert!

KleinesLicht hat gesagt…

Danke! Übrigens (auch) mich freut es, dass Sie doch wieder bloggen.

Martina Katholik hat gesagt…

:-)

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