Dienstag, 6. Mai 2014

Neues Blog: Die Verfolgung der katholischen Kirche unter dem Hitler-Regime



Ein solches Blog war mehr als überfällig:
www.verfolgungkatholischekirchedurchnazis.blogspot.de/

Möge es dazu beitragen, dass man den Katholiken bald nicht mehr so leicht erzählen kann, sie hätten zu wenig getan, um im Dritten Reich die Judenverfolgung zu verhindern.

Sie wurden nämlich selber von Hitler enorm verfolgt. Es ist eine Schande, dass die Kirchenmänner dazu schweigen und sich heute mehr um das Andenken der Juden, als um das der von Hitler ihres Glaubens wegen verfolgten und getöteten katholischen Laien und Priester kümmern. 

Früher wurde die Autorin von "Priester vor Hitlers Tribunalen", Benedicta Maria Kempner für ihr Lebenswerk, die Aufarbeitung der Priesterschicksale im Dritten Reich, von Papst Paul VI. immerhin noch mit dem Orden Pro Ecclesia et Pontifice geehrt. So weit mir bekannt ist, war es jedoch kein Anliegen dieses Papstes und auch nicht seiner Nachfolger, die enorme Katholikenverfolgung unter dem Hitlerregime der Welt bekannter zu machen.

Montag, 5. Mai 2014

Hl. Johannes Eudes: "Schlechte Priester sind ein Ausdruck des Zornes Gottes"

"Schlechte Priester sind ein Ausdruck des Zornes Gottes".

Dieser Satz wird unter englischsprachigen Katholiken häufig zitiert, aber nie war eine Quelle angegeben. Ich hatte mir extra eines der sehr seltenen Bücher über den hl. Johannes Eudes im Antiquariat besorgt, in der Hoffnung darin bestätigt zu finden, dass er tatsächlich von ihm gesagt wurde. Leider stand er nicht darin.

Heute fand ich "zufällig" endlich die Quelle, denn er hat auch ein Buch über das Priestertum geschrieben und darin steht er zwar nicht wörtlich, aber er ist die Zusammenfassung des dort ausführlich erklärten Zusammenhangs mit den Sünden der Menschen:
In Chapter 11, Qualities of a Priest St John Eudes writes:
Bad priests are a sign of God’s anger
‘THE MOST EVIDENT MARK of God’s anger and the most terrible castigation He can inflict upon the world are manifested when He permits His people to fall into the hands of clerics’ who are priests more in name than in deed, priests who practice the cruelty of ravening wolves rather than the charity and affection of devoted shepherds.
Instead of nourishing those committed to their care, they rend and devour them brutally. Instead of leading their people to God, they drag Christian souls into hell in their train. Instead of being the salt of the earth and the light of the world, they are its innocuous poison and its murky darkness.
St. Gregory the Great says that priests and pastors will stand condemned before God as the murderers of any souls lost through neglect or silence. Tot occidimus, quot ad mortem ire tepidi et tacentes videmus. Elsewhere St. Gregory asserts that nothing more angers God than to see those whom He set aside for the correction of others, give bad example by a wicked and depraved life.’
Instead of preventing offenses against His Majesty, such priests become themselves the first to persecute Him, they lose their zeal for the salvation of souls and think only of following their own inclinations. Their affections go no farther than earthly things, they eagerly bask in the empty praises of men, using their sacred ministry to serve their ambitions, they abandon the things of God to devote themselves to the things of the world, and in their saintly calling of holiness, they spend their time in profane and worldly pursuits.
When God permits such things, it is a very positive proof that He is thoroughly angry with His people, and is visiting His most dreadful anger upon them. That is why He cries unceasingly to Christians, “Return, 0 ye revolting children . . . and I will give you pastors according to my own heart” (Jer. 3, 14-15). Thus, irregularities in the lives of priests constitute a scourge visited upon the people in consequence of sin.’
Welcher Segen gute Priester sind wird im folgenden Abschnitt beschrieben:
Hl. Johannes Eudes,
ein sehr guter Priester
ganz nach dem Herzen Jesu
St John Eudes then goes on to examine the signs of good priests, and their value in God’s sight. Here is a selection of some of the qualities of God priests that are particularly needed in these times, which are a sign of divine grace:
On the other hand, the greatest effect of God’s mercy, the most precious grace He bestows upon mankind, is to send worthy priests, men after His own heart, seeking only His glory and the salvation of souls. The greatest blessing that God bestows upon a church, the most signal manifestation of divine grace, is to have a saintly shepherd, be he bishop or priest. This is indeed the grace of graces and the most priceless of all gifts for it includes within itself every other blessing and grace. What is a priest after God’s heart? He is an inestimable treasure containing an immensity of good things.
‘He is an ever burning and shining light set in the candelabra of Mother Church, burning before God and shining before men: burning in his own love for God, shining by his charity for his fellow man; burning with the perfection of his inner life, shining by the perfection of his exterior deportment; burning in fervent prayer for his people, shining by his preaching of the word of God.
The priest is a sun cheering the world by his presence and bearing. He brings heavenly blessings into every heart. He dispels the ignorance and darkness of error and radiates on every side bright beams of celestial light. He extinguishes sin and gives life and grace to the multitudes. He imparts new life to the weak, inflames the lukewarm, fires more ardently those who are aglow with the sacred flame of divine love.
He is an angel purifying, illuminating and perfecting the souls that God has entrusted to him. He is a seraph sent by God to teach men the science of salvation which is concerned only with knowing and loving Almighty God and His Divine Son, Jesus Christ. The priest is an archangel and a prince of the heavenly militia, waging constant war against the devil who strives to drag countless souls into the depths of hell.
He is a captain in the mighty army of God, always ready to battle for the glory of God and the defense of Holy Mother Church. He is ever prepared to lay siege to the world, the flesh and the devil. For him the conquest of kingdoms means only the salvation of souls for each soul is a kingdom more precious than all the empires of the world.

Sonntag, 4. Mai 2014

Papst Franziskus "fühlt sich berufen, eine neue Kirche zu gestalten"

Das erfahren wir von keinem geringeren als seinem „C8-Chef“, Kardinal Rodriguez Maradiaga, der in dieser Funktion im englischsprachigen Raum durch seine ultraprogressiven Aussagen und Prognosen vor Monaten schon einigen Wirbel unter den wenigen Katholiken verursacht hat, die sich überhaupt noch für das ewig gültige Lehramt interessieren bzw. überhaupt wissen, dass es so etwas gibt und kein Papst eine neue Lehre nach seinem eigenen Gutdünken schaffen kann.

Dass Papst Franziskus sich berufen fühlt, die Kirche neu zu gestalten, ist nichts Neues, hat er der Welt vor laufenden Kameras doch schon kurz nach seiner Wahl erklärt, dass er von einer „armen Kirche für die Armen" träumt. Dass es so etwas in der gesamten Ekklesiologie nicht gibt 
(nachzulesen z.B in der Dogmatik von Ott), interessierte weder ihn noch die katholischen Kommentatoren weltweit. 


Dafür tourte und tourt einer seiner Lehrer, der Erfinder der argentinischen Spielart der Befreiungstheologie („Theologie des Volkes“), der Rahner-Schüler Juan Carlos Scannone SJ durch die deutschsprachigen Lande, um einem progressiven Publikum zu erklären, was genau damit gemeint ist und auf was sich alle Progressiven demnächst freuen können.

Nun hat Kardinal Rodriguez nachgelegt mit der Beschreibung von Papst Franziskus Kirchenbild, das sich wie der Wunschtraum der UN und ihren „spirituellen“ Organisationen, wie dem World Parliament of Religions, der United Religions Initiative, dem World Council of Churches (Weltkirchenrat) oder auch Hans Küngs „Stiftung Weltethos“ anhört:

(eigene Übersetzung, gefunden in dem ultraprogressiven “katholischen” Wochenmagazin “The Tablet”)

"Unter anderem soll die Kirche sein: `Im Dienste dieser Welt während sie Christus und dem Evangelium treu ist; frei von aller weltlichen Spiritualität, frei von den Gefahren, um sich selbst besorgt zu sein, eine Mittelklasse zu werden, sich in sich selbst abzuschließen, eine klerikale Kirche zu werden und dabei fähig sein, sich selbst als offenen Raum anzubieten, in der sich alle treffen und anerkennen können, weil es Raum für Dialog, Vielfalt und Willkommensein in ihr gibt.´ Franziskus möchte auch eine Kirche, die `Frauen gerechte Aufmerksamkeit schenkt und ihnen Bedeutung gibt, sowohl in der Gesellschaft als auch in ihren Institutionen´, sagte der Kardinal."
Was das konkret heißt, konnte jeder, der es sehen wollte, im gesamten letzten Jahr mit Schrecken erfahren und jüngst wurde durch die skandalöse Taufe des „Nachwuchses“ eines lesbischen „Paares“, in einer argentinischen Kathedrale und der Aussage der Verantwortlichen, dass dies „ohne Jorge Bergoglio als Papst nicht so leicht möglich gewesen wäre“, gezeigt, was in der Zukunft wohl noch alles auf uns zukommen wird. 
Deutsche Berichte über diese Taufe hier und hier, auf das skandalöse, weltweit verbreitete Video darüber verlinke ich nicht

Sich nur auf die Kurie zu verlassen, in der sehr zum Missfallen von Kardinal Rodriguez der Widerstand gegen Papst Franziskus Versuch wächst, "eine neue Art, Kirche zu sein, zu erschaffen", wird wohl nicht ausreichen, um noch größeres Übel abzuwenden.

Solange sich die Katholiken nicht endlich wieder berufen fühlen, ein heiliges Leben nach den zehn Geboten Gottes und den Kirchengeboten zu führen, statt sich wie bisher geschehen vollkommen an die weltweit verbreitete, dekadente Pop-Kultur anzugleichen, wird das wohl noch eine geraume Zeit so weitergehen. Schwere Sünden der Laien und schlechte Priester stehen in enger Wechselwirkung; beides ruft den Zorn Gottes hervor, wie man früher noch wusste.

Siehe auch:
"Evangelii Gaudium" ist „Befreiungstheologie pur“

und
Es ist sehr wichtig, die Sprache der "Progressiven" entschlüsseln zu können, (erklärt in diesem Post und diesem Post), denn wie ich gerade im Kommentarbereich eines englischen Blog lesen konnte, ist ein "emeritierter Pastor", der eigentlich "konservativ" ist, dazu nicht fähig und freut sich über die Aussagen von Kardinal Rodriguez. Solche Naivität ist der Grund, warum Hans Küng und Freunde so leichtes Spiel hatten.

Nachtrag:

Die „neue Kirche“ der Barmherzigkeit und die „Revolution“ Franziskus

http://www.katholisches.info/2014/05/13/die-neue-kirche-der-barmherzigkeit-und-die-revolution-franziskus/




Samstag, 3. Mai 2014

Über das Blumenarrangement neulich bei der Heiligsprechung der Päpste (mit Nachtrag)




hat sich ein bekannter englischer Blogger interessante Gedanken (666...) gemacht. (Was seine Leserinnen Annie und Tereze Avila dazu kommentieren, ist auch lesenswert.)
Mir war dieses eigenartige Symbol auch schon - unangenehm - aufgefallen, aber ich kann leider nicht so viel schreiben, wie ich möchte, denn da gibt es noch das "bisschen Haushalt"...

Nachtrag: Das Symbol hat mir keine Ruhe gelassen. Nachdem ich sämtliche Religions- und andere Initiativen der UN durchforscht habe, finde ich, es ähnelt am meisten, selbst in den Farben, den Logos, die „Weltethos“ verwendet, die von der UN unterstützte Stiftung von Hans Küng, dem Freund und Förderer des jetzigen Papstes.

http://www.weltethos-institut.org/index.php?id=213
siehe auch hier:
http://www.blankenese.de/event-details/das-projekt-weltethos-bruecke-in-die-zukunft.html


Siehe auch:
Über das Handzeichen auf der offiziellen Geburtstagskarte von Papst Franziskus

und
Hans Küng: “Wir kontrollieren alles"

Freitag, 2. Mai 2014

Sehr schöne Fotos, wie "Restaurationisten" die Karwoche und Ostern begingen

Spätestens seit seinem Interview mit der Jesuitenpublikation Americamagazine weiss die ganze Welt, dass Papst Franziskus keine "Restaurationisten" mag und auch nicht solche Christen, "die stur eine Vergangenheit, die nicht länger existiert, rückzugewinnen versuchen":
“If the Christian is a restorationist, a legalist, if he wants everything clear and safe, then he will find nothing.Tradition and memory of the past must help us to have the courage to open up new areas to God. 
Those who today always look for disciplinarian solutions, those who long for an exaggerated doctrinal ‘security,’ those who stubbornly try to recover a past that no longer exists­—they have a static and inward-directed view of things. 
http://americamagazine.org/pope-interview
Das ICRSP ist wohl unter diese unbeliebten "Restaurationisten" einzuordnen, (ein Begriff, aufgenommen auch in das mittlerweile berühmte Pope-Francis-little-book-of insults; deutsch: "Papst Franziskus´ kleines Buch der Beleidigungen") kann aber meines Erachtens enorm stolz darauf sein. 
Allein diese Bilder sind ein Traum. Bei solchem prachtvollen Schmuck für den Altar, auf den das allerheiligste Altarssakrament  am Gründonnerstag übertragen wurde, kann der Betrachter leicht glauben, dass zumindest beim ICRSP noch an die Realpräsenz geglaubt wird. 

Leider ist es nicht erlaubt, ihre Bilder hochzuladen, aber ansehen kann man sie, so lange es einem gefällt (wobei ich allerdings den Ton abstellen würde):
Wenn man bei der Auflistung der jüngsten Fotos auf Retour à la page de choix des albums klickt, kann man alle ihre Bilder der letzten Jahre betrachten.



Ein Musterland der "Neuen Weltordnung": Nepal

Wer in Nepal einen neuen Personalausweis will, hat seinen christlichen Glauben zu „überdenken“, meldet Katholisches.info heute.
Wer einen Pass mit einem Eintrag „Drittes Geschlecht“ (bzw. "other", "anderes") will, weil er meint, weder Mann noch Frau zu sein, muss in Nepal gar nichts überdenken. 


Seit der Recherche für meine Posts über das von der Weltregierung UN enorm geförderte „Dritte Geschlecht“ (siehe unter "Labels" rechts unten)  ist mir bekannt, dass es in Nepal schon länger Ausweise gibt für Leute, die in eigener Entscheidung "festgestellt" haben, dass sie zu einem „Dritten Geschlecht“ gehören. 
Dass es dort recht viel von diesen Leuten gibt, dafür hat die UN mit ihrer Untereinheit UNDP (auf Deutsch: Entwicklungsprogramm (!!) der Vereinten Nationen) sich mächtig ins Zeug gelegt  und zwar wie üblich mittels unabhängig scheinender LGTB-NGOs, wie z.B. dieser wichtigen. Bei einer Volkszählung 2011 wurde das "Dritte Geschlecht" in Nepal schon miterfasst.

Damit diese Politik zügig weitergeführt werden kann, traten Ende letzten  Jahres 365 "Dritt-Geschlechtler" bzw. "Andere" in die erfolgreiche Marxistisch-Leninistische Partei Nepals ein, um möglichst viele Abgeordnetensitze im Parlament zu bekommen.

Wer in Nepal eine ID-Card erhalten will, auf der „Drittes Geschlecht“ steht, wird heutzutage beklatscht und als Vorbild in den Medien beworben, wer Christ ist und einen normalen Personalausweis will, wird unter Druck gesetzt, seinen Glauben zu verleugnen. 

Die UN waren enorm erfolgreich in der Entchristianisierung der Welt seit ihrer Gründung 1945, ohne dass viele Leute gemerkt haben, was abläuft, das muss man ihnen lassen.

Seit Dezember 2007 gibt es in Nepal schon offiziell ein „Drittes Geschlecht". 
Bei uns in Deutschland wurde das "Dritte Geschlecht" als Versuchsballon im November letzten Jahres erstmals mit Neugeborenen gestartet (Näheres siehe hier). 
Jetzt kann sich jeder ausrechnen, wie lange es bei uns spätestens dauern wird, bis Christen bei der Beantragung ihres Personalausweises auch hier aufgefordert werden, "ihren Glauben zu überdenken".

Videos über das "Dritte Geschlecht" in Nepal: hier

Über ein weiteres Neue Weltordnungs-"Musterland", Indien, in dem es hunderttausende "Transgender" gibt, die seit 14 Tagen auch als "Drittes Geschlecht" anerkannt werden: hier (auf Englisch)






Donnerstag, 1. Mai 2014

Hans Küng: "Wir kontrollieren alles" (II)

Die angekündigte Antwort auf den letzten Post "Wer ist „wir“, die alles in der katholischen Kirche kontrollieren, für Hans Küng? "muss noch etwas warten, denn ich bin gerade im Blog-Archiv über diesen Post gestolpert:
Margot Käßmann, Luthers Exkommunikation, der Mauerfall und Hans Küng

Darin schimmert auch schon durch, wer "wir" ist, zumindest lässt der Inhalt ahnen, wer mit wem verbandelt ist. Ich konnte mich noch erinnern, dass ich bei der Recherche zu diesem Post erstaunt herausgefunden hatte, dass die Protestantin Frau Käßmann bei dem Katholiken Herrn Küng studiert hat, was bei der Abneigung die Protestanten gegenüber Katholiken und hier besonders dem Papstamt gegenüber haben, enorm erstaunten sollte. 

Jedoch funktionierte der Link dazu in dem Post nicht mehr und so googelte ich erneut nach dieser Information. Dabei fand ich sogar noch Besseres. Eine (Agit-Prop)Rede, die Frau Käßmann gehalten hat, als Herr Küng  für seine Stiftung Weltethos (die die katholische Kirche in einem marxistischen "Weltethos" und in den Weltreligionen untergehen lassen will) geehrt wurde.
"(...) 1977 kam ich 19-jährig nach Tübingen. Eigentlich nicht der ideale Ort, mit dem Theologie-Studium zu beginnen, aber das wusste ich nicht, ich hatte weder von Theologie noch vom Studieren eine Ahnung. 
Und das waren bewegte Zeiten in Tübingen. Im Juni war die Tochter von Ernst Käsemann in Argentinien ermordet worden – die Gerechtigkeitsdebatte, Militärdiktaturen in Südamerika, Rüstungsexporte, das stand auf der Tagesordnung von ESG, KHG und anderen. Nach dem Selbstmord von Ulrike Meinhof, nach Schleyerentführung und Mogadischu nahmen sich in jenem Herbst Gudrun Ensslin, Andreas Bader und Jan-Karl Raspe in Stammheim das Leben. Die Leichen kamen in die Pathologie, nur einen Steinwurf vom Theologicum entfernt – unser Land, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, das wurde diskutiert. Aus kleinstädtischem und kleinbürgerlichem Milieu stammend, kam ich aus dem Staunen nicht heraus. Bewegte Zeiten, in denen Jürgen Moltmann »Theologie nach Auschwitz« las und Eberhard Jüngel »Schöpfungstheologie«. 
Und dann bekam ich einen »heißen Tipp«: du musst mal bei den Katholiken hören, da ist einer, der rebelliert gegen den Papst!«. Das hörte sich doch spannend an, und so habe ich im Sommersemester ’78 dann bei Hans Küng in der Vorlesung gesessen über »Das apostolische Glaubensbekenntnis.« 
Ich gestehe, dass ich mich nicht exakt an den Inhalt erinnere und trotz allen Stöberns meine Mitschriften nicht mehr gefunden habe. Aber an diese Stimme mit dem melodischen Schweizer Akzent und an die Klarheit der Aussagen erinnere ich mich gut. Es war möglich zu verstehen, mitzudenken – und das ging mir in diesen ersten Semestern gewiss nicht immer so!(...)
Quelle:http://www.weltethos.org/data-ge/c-00-aktuell/2002-friedenspreis-goettingen-3.php

Wen wundert da noch, dass Frau Käßmann bei allen Taufscheinkatholiken und allen Herrschaften, die die katholische Kirche protestantisieren wollen, offene Türen einrennt? Wer mit Herrn Küng befreundet ist, hat nämlich das große Los für eine "ökumenische" Karriere gezogen.
Mit Herrn Küng ist es ähnlich wie mit Prinz Charles. Sehr viele denken, dass beide etwas deppisch sind, dabei ziehen sie weltweit etliche Fäden im Hintergrund. Und beide hängen ebenfalls zusammen, aber dazu demnächst mehr.


Siehe auch:Hans Küng: “Wir kontrollieren alles" (Teil 1)
Die Frage, wer "wir" ist, wird noch beantwortet, wer jedoch die Einträge des letzten Jahres verfolgt hat, wird die Frage schon alleine beantworten können.



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