Der Katholik und die Welt

"Liebet nicht die Welt*, noch was in der Welt ist." ( 1. Joh. 15) "Und werdet dieser Welt nicht gleichförmig,..." (Röm. 12,2) *Die Welt bedeutet im Evangelium des heil. Johannes die Prinzipien der gottentfremdeten Menschheit.

Sonntag, 5. Juni 2016

Der deutsche Herz-Jesu-Jesuit Karl Richstätter

Wer sich im Herz-Jesu-Monat Juni tiefer mit der Herz-Jesu Verehrung befassen will, kommt an Karl Richstätter SJ nicht vorbei. 

In seinem früher weltberühmten Werk "Die Herz-Jesu-Verehrung des deutschen Mittelalters", das damals großes Aufsehen erregte, wies er nach, dass die Herz-Jesu-Verehrung bei den Deutschen schon im Mittelalter in großer Blüte stand.

Zudem hat er noch weitere, kleinere Schriften über die deutsche Herz-Jesu-Verehrung herausgeben.

P. Richstätter war auch "Mystik"-Spezialist, der schon in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts beklagte, dass viele Priester echte von falscher Mystik nicht mehr unterscheiden können. (
Unten sind zwei Links zu zwei seiner Artikel über das Gebiet der Mystik.)

Eins meiner Lieblingsbücher ist sein Buch über Mater Salesia Schulten, einer besonders begnadeten deutschen Mystikerin.

Kurz: von Karl Richstätter SJ ist alles gut, was man von ihm noch kaufen kann. 


Einen Nachruf auf diesen Musterjesuiten gibt es hier.

Als Papst Franziskus gewählt wurde, war ich noch so naiv zu glauben, dass die Herz-Jesu-Verehrung in der katholischen Kirche endlich wieder zu Ehren käme, denn die Verbreitung dieser Andacht zum Herzen des Welterlösers ist traditionell Sache der Jesuiten.
Karl Richstätter hat diese Aufgabe jedenfalls sehr ernst genommen. 

Was ich aus allen seinen Schriften gelernt habe, ist von unschätzbarem Wert. 
Wie jeder gute Priester hat er alles aus übernatürlichem Blickwinkel gesehen. So schrieb er 1932 in "Das Herz des Welterlösers": 
Mit kühler Berechnung wird der ganze Dekalog niedergebrochen. Das aufrechte Verbrechertum redet in den Worten und Grundsätzen Nietzsches. 
Gedankenlos laufen auch Katholiken, selbst gebildete, hinter Führern her, deren Grundsätze in direktem Gegensatz zur Lehre Christi und seiner Kirche stehen. Wie viele lassen sich durch Versprechen sozialistischer und kommunistischer Agitatoren einfangen! 
Auch in katholischen Kreisen ist weithin eine vergängliche Diesseitskultur das große Idol geworden. 
Für die übernatürlichen Ideale, die Christus der Welt gebracht hat, die im Jenseits liegen und die unvergänglich sind, fehlt vielen Blick und Sinn. 
Das tritt in ihrer Lebensauffassung, in ihren Lebensgrundsätzen und ihrer Lebensführung deutlich genug hervor. Gott und sein Gebot ist ihnen dafür nicht maßgebend.
Mit all dem verbindet sich jetzt die schreckliche wirtschaftliche Not …


Die PDF wird heruntergeladen, wenn man die Links anklickt:

[PDF]Karl Richstätter Deutsche Mystik und Ignatianische Aszese

gul.echter.de/.../doc.../176-01-1926-1-025-037-richstaetter-0.html

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Deutsche Mystik und Ignatianische Aszese im Innenleben des hl.Petrus Canisius. Von Karl Richstätter S. J.. Deutschc Mystik und Ignatianischc Aszese, stilles ...

[PDF]Die M.ystik in der Gesellschaft Jesu

gul.echter.de/.../doc.../352-05-1930-2-147-155-richstaetter-0.html

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Die M.ystik in der Gesellschaft Jesu. Von Karl Richstätter S. J.. Mystik bezeichnet im weiteren Sinne des Wortes nach. P. Meschler S. J. •das höhere Gebiet des ...

Eingestellt von Martina Katholik um 23:14
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Labels: Hl. Herz Jesu, Jesuiten, Mystik

Samstag, 4. Juni 2016

Volksmission in München

Das waren himmlische Zeiten in München, als der große Erzbischof Antonius v. Thoma eine großartige Volksmission abhalten ließ. Leider ist unvorstellbar, dass der heutige Erzbischof von München und Freising jemals auf die Idee einer solchen Volksmission käme.

Die früher regelmäßig stattfindenden Volksmissionen sind nach dem Vatikanum II komplett zum Erliegen gekommen, ohne dass das irgendeinen stören würde. Ich habe jedenfalls noch nie gelesen oder gehört, das das Fehlen jedweder Volksmission weder ein Katholik und leider auch kein Priester beklagt hat.

Um die Zahlen im Bericht richtig einordnen zu können: damals hatte München 407.000 Einwohner. Außerdem hatte Bayern damals noch einen katholischen König.

Volksmission in München 
In München, der Hauptstadt Bayerns, ist heuer vom 17. bis 25. März eine große Volksmission gehalten worden. Neun Tage lang wurden in 12 großen Kirchen je drei Predigten, im Ganzen also 324 Predigten gehalten. 120 Patres waren auf der Kanzel und im Beichtstuhl tätig. 

Die Mission hatte einen überaus großen Erfolg. Die Kirchen waren bis zum letzten Platz gefüllt, an manchen Tagen war es geradezu unmöglich nach Beginn der Predigt auch nur ein bescheidenes Stehplätzchen zu bekommen. 
In der neuen Kapuzinerkirche, die 8 Tage zu vor eingeweiht worden war, war das Gedränge so groß, dass die Kapuziner in ihrem alten Kirchlein noch eine Nebenmission eröffnen mussten.

Man darf wohl annehmen, dass bei den einzelnen Predigten, wenigstens am Abend, zwischen 50.000 bis 60.000 Menschen zugegegen waren und dass nach Abzug derjenigen, welche die drei Predigten täglich anhörten, 100.000 bis 150.000 erwachsene Münchener den Missionspredigten beiwohnten. Für die Kinder wurden eigene Vorträge gehalten. 

Die Beichtstühle waren förmlich belagert mit 6 und 8 Reihen von Andächtigen. Leider konnten Tausende wegen mangels an Platz und Beichtvätern nicht ankommen. In St. Antonius allein wurden 12.000 Beichtzettel ausgegeben und 28 Patres haben dort Beicht gehört. In St. Ludwig gingen 11.000 zur hl. Kommunion. 

Ein Kapuziner sagte zu einem Bekannten: In ganz München wurde in den letzten drei Jahren nicht so viel gebeichtet, wie es in den letzten Tagen in der Pfarrkirche St. Peter allein der Fall war. 
Täglich wurde bis 10 Uhr nachts Beicht gehört. Um 10 Uhr wurde durch ein Glockenzeichen in der Kirche der Schluss des Beichthörens angekündigt. 

Die Teilnehmer waren aus allen Ständen. Hoch und Nieder, Adelige, Beamte und Bürger, Angehörige der Garnison, selbst die höchsten Offiziere, königliche Prinzen und Prinzessinnen fanden sich in den Kirchen ein, um die gottbegeisterten Prediger zu hören und die heiligen Sakramente zu empfangen. Viele Tränen der Rührung und der Andacht und der Reue wurden vergossen. 

Als die Mitglieder der katholischen Arbeitervereine München-Süd und Sendling-Thalkirchen unter der Anführung ihrer Vorstandschaften und mit den übrigen katholischen Männern in der St. Antoniuskirche die Generalkommunion empfing, blieb kein Auge tränenleer. 

München zählt ungefähr 300.000 Katholiken und unter diesen etwa 180.000 Kommunikanten und etwa 100.000 mögen bei der hl. Mission die hl. Sakramente empfangen haben. 
Die Mission in München war ein großartiges Werk, dessen Ausführung vollkommen gelungen ist und das unendlich viel Segen gestiftet hat. Das Verdienst dieses Werkes gebührt dem hochwürdigsten Herrn Erzbischof Antonis v. Thoma, der die Mission angeordnet, die entgegenstehenden Hindernisse beseitigt und die Kosten getragen hat. 
Gewöhnlich hält bei Volksmissionen auch der liebe Gott eine eindringliche Extrapredigt durch irgendein auffälliges Ereignis, das Er eintreten lässt. 
Das hat Er auch in München getan. In den ersten Tagen der Mission ist der Kultusminister. Dr. v. Müller an einem Schlaganfall schwer erkrankt und in den letzten Tagen ist er gestorben ohne das Bewusstsein wieder erlangt zu haben. Das Thema dieser Predigt heißt: Memento mori, denk ans Sterben.

Alles aus:Die heilige Familie, Monatszeitschrift für die christliche Familie, Freising 1895
Siehe auch:
Sterb­li­cher, denk’ ans Ster­ben!


Über das Ewige an der Ewigkeit

Tempus fugit


Eingestellt von Martina Katholik um 22:46
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Labels: Ewigkeit, Volksmission

Freitag, 3. Juni 2016

Der dauerlustige Priester oder der Mangel an Gravitas

Neulich sagte ich zu meinem Sohn, dass ich bei manchen neueren Bildern von Weihbischof Athanasius Schneider fast weinen muss. 
Er verstand sofort und sagte: „Wegen der Gravitas.“ Ich fragte: „Heißt das so?“ 

Mit „das“ meinte ich den tiefen Ernst und häufig auch Schmerz auf dem Gesicht von wirklich guten Priestern. 

Wir haben eine Menge von alten Missionsschriften zu Hause und darin sind natürlich auch viele Bilder von früheren Missionsbischöfen oder von in der Mission erfolgreichen Priestern.
Wenn wir nicht genau wüssten, dass so ein Priesterschlag tatsächlich mal existiert hat und unglaubliche Siege für den Christkönig in allen Teilen der Welt
 errungen hat, sogar bei ehemaligen Menschenfressern, wir könnten es kaum glauben. 

Denn der heutige Priester ist freundlich formuliert dauerlustig, um nicht ein anderes Wort für diese ständige Lacherei benutzen zu müssen.

Wir fragen uns dauernd, ob es ihnen so zum Lachen ist, weil sie meinen, schon die ganze Welt für Christus erobert zu haben, wie es ihnen für alle Zeiten vom göttlichen Heiland aufgetragen ist?

Wenn wir uns umgucken, sehen wir nur Verwüstung im einst katholischen Europa, die meisten Europäer wissen nicht einmal mehr, dass vor dem Auftreten von Martin Luther und seinen Nachfolgern im falschen Geiste ganz Europa katholisch war und sich sogar die weltlichen Gesetze am katholischen Glauben ausgerichtet haben. 

Um uns herum finden wir nur rein anti-christliches Gedankengut, festgesetzt auch in den Köpfen fast aller Katholiken, mit der Folge, dass es fast unmöglich ist, mit irgendeinem eine vernünftige Unterhaltung zu führen. 

Wer heute katholisch denken und auch leben will, ist einsam, sehr einsam und es ist sehr schwer, heutzutage den katholischen Glauben zu bewahren, ohne ein ermunterndes Beispiel von anderen vor Augen zu haben, die auch täglich danach leben.

Man sollte denken, wenigstens die Priester wären da, um einen  zu trösten, weil es ihnen genauso geht. 

Aber nein, die Priester, umschiffen meist genial die unvorstellbaren zeitgenössischen Probleme, die jeder sehen, lesen und auch im Umfeld erfahren kann und machen im Gespräch banale Witze, statt die Gläubigen aufzurichten, den täglichen Kampf an allen äußeren und inneren Fronten immer wieder aufzunehmen. 

Manchmal denken wir, die meisten Priester meinen, die Gläubigen hätten keine Zeitung, wüssten nicht, was für Abartigkeiten in der Welt passieren und wären vor allem unfähig, sich über den katastrophalen Zustand der Kirche zu informieren, so dass man nur über Banalitäten mit ihnen reden muss.

Von Gott übrigens redet der zeitgenössische Priester im Gespräch mit Laien normalerweise nie. 
Wir fragen uns oft, was man im Priesterseminar eigentlich lernt.

Mein Sohn, der wesentlich mehr Priester kennt als ich, kommt meist tieftraurig zurück, wenn er mal mehrere von ihnen gleichzeitig getroffen hat, denn meist werden dann Witze von diesen Priestern erzählt und gerne auch religiöse Witze, wohingegen früher jedes kleine Kind im Erstkommunionuntericht gelernt hat, das man über religiöse Sachen keine Witze machen darf.

Wenn wir dann so alles durchdenken kommen wir zu dem Schluss, dass solche Priester den Feinden des katholischen Glaubens, die in der katholischen Kirche seit Jahrzehnten die 
„Aufbruch“arbeit betreiben, die Zerstörung leicht machen, denn der Ernst des einzig wahren katholischen Glaubens wird durch die dauerlachenden Priester komplett verschleiert. 

Wer würde solchen Männern glauben, wenn sie predigen würden, dass sogar die Heiligen zu Lebzeiten vor der ewigen Verdammnis gezittert haben. 
Sollte einem von ihnen einfallen, so etwas zu predigen (ist extrem unwahrscheinlich) würde doch automatisch jeder Zuhörer denken, „Aber aus Deinem Dauerlachen zu schließen zitterst Du offensichtlich nicht?“

Das alles ist übrigens kein neues Phänomen, dem schon lange verstorbenen Plinio Oliveira war das alles auch schon aufgefallen und er hat dazu eine treffende Analyse geschrieben, die ich gerade bei dem empfehlenswerten Blog „The thinking housewife“ gefunden habe, als ich danach gesucht habe, ob Gravitas tatsächlich der Ausdruck für das ist, was ich auf einigen Fotos von Weihbischof Athanasius Schneider sehen kann.

Plinio Oliveira machte ganz ähnliche Beobachtungen und stellte sich ganz ähnliche Fragen bezüglich solcher Priester wie wir heute:

"Note the optimism of these priests. For these poor men nothing is elevated any more. Should someone try to speak to them about the sublimity of God, he would be looked at askew. 
For them life is a cloudless horizon. Their main concern is to joke, which is the lowest level of amiability: to make others laugh.
They do not want to see that the Church is going through the most apocalyptic time of her existence.
Do these poor men have an idea of what it means for us laymen to persevere in the Catholic faith and morals? Do they have any notion of the fights, persecutions and adversities we have to face in order to remain faithful? 
Do they think that they will guide people to practice virtue with this attitude? They imagine that this is what they are doing and that everyone is following them; they believe they are conquering the world. But they are not. They are helping the Church to lose her credibility."

Weihbischof Schneider sticht übrigens nicht nur dem Gesicht nach heraus aus fast allen anderen, er ist sich auch nicht zu schade, ausführlich und ermunternd an Laien zu schreiben. 

So hat er kürzlich dem oft für „The Remant“ schreibenden Christopher Ferrara geantwortet, der einen offenen Brief an ihn geschrieben hatte, weil er als einziger Bischof ausführlich Stellung zur Katastrophe von „Amoris Laetitia“ genommen hat.

Die Antwort von Weihbischof Schneider ins Deutsche übersetzt findet sich hier.

In einigen unserer alten Bücher steht übrigens, dass über den göttlichen Heiland eines nicht berichtet wurde: Er hat nie gelacht.

Wie sollte Er auch, da Er doch als Gottmensch die volle Erkenntnis darüber hatte, wie viele Millionen Seelen im Laufe der Zeit in die Hölle fallen würden, weil sie sich die von Ihm durch Sein blutiges Kreuzesopfer verdiente Erlösungsmöglichkeit nicht zunutze machen wollen und wie viele verloren gehen, weil viele Priester ihre Arbeit nicht richtig machen wollen?

In einem unserer Missionsbücher wird von Priestern in Indien berichtet, die sich niemals eine Pause gegönnt haben. Gefragt warum nicht, sagten sie: 
„Wie können wir uns hinsetzen, wenn in diesem Land täglich zehntausende Seelen in die Hölle fallen?“

Auch wenn kein Bild von diesen Priestern dabei war, eins weiß ich trotzdem hundertprozentig: zu den Dauerlachern haben sie nicht gehört.
Bild aus:
Große Missionsbischöfe: „Im Himmel ist Zeit genug zur Ruhe“ – Msgr. Armand François-Marie de Charbonnel O.F.M. Cap., Bischof von Toronto und Titularerzbischof von Sozopolis

Der heilige
Ezequiel Moreno y Díaz. Missionsbischof auf den Philippinen und in Kolumbien
Sein letzer Wille hier
Seine Betrübnis (
hier):
Was mich betrübt ist der Anblick der tausenden Seelen, die in Hinsicht auf die Dinge unserer Religion in der größten Unwissenheit leben und dass ich diesem Zustand nicht Abhilfe schaffen kann.
In dieser Unwissenheit leben und sterben sie allein, ohne dass ihnen jemand etwas sagen könnte, was ihnen helfen würde, sich zu retten.
Möge der barmherzige Gott ihnen doch irgendwie zur Hilfe kommen!
 und
Der hl. Ezequiel Moreno über Katholiken, die den Feind verteidigen hier 



Eingestellt von Martina Katholik um 13:16
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Labels: Bischöfe, Kirchenkrise, Priester

Donnerstag, 2. Juni 2016

Lauretanische Litanei und Ave Maria in Bildern

Was ich im Marienmonat Mai nicht geschafft habe, gelingt mir endlich im Herz-Jesu-Monat Juni.

Ich wollte schon lange darauf hinweisen, dass es die Lauretanische Litanei schön bebildert hier zu kaufen gibt.
Die Lauretanische Litanei Muttergottes heilige Jungfrau St. LW Sankt A2 0128

Im gleichen Stil gibt es auch das „Ave Maria“ zu kaufen. 
Wir haben seit Jahren beide Bilder zu Hause hängen und bekommen jedes Mal gute Laune, wenn wir sie ansehen.

Ave Maria Englischer Gruß Erzengel Mutter Gottes heilig St. Bü Sankt A3 0053
Ich denke, dass beide Bilder von Fridolin Leiber sind, gemalt in einer Zeit, als die deutschen Katholiken noch auf religiöse Volkskunst bei sich zu Hause Wert legten.
Pater Noster Vaterunser Illustrationen Gott Engel Gebet St. Bü Sankt A3 0054
Das in gleichen Stil gemalte Pater Noster ist jedenfalls 100%ig ihm zuzuschreiben.






Eingestellt von Martina Katholik um 22:34
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Donnerstag, 26. Mai 2016

So gut wie die Bantu-Neger: „Wir sagen die ganze Religion her.“

Neulich las ich bis spät in die Nacht das spannende Buch des großen Afrikamissionars Pater Joseph Fräßle S. C. J.  Meiner Urwaldneger Denken und Handeln , in dem er davon berichtet, wie er aus Bantu-Negern in Belgisch-Kongo, bei denen er die Vielweiberei mit bis zu 30 Frauen pro Mann und teils sogar die Menschenfresserei vorgefunden hatte, in unermüdlicher Arbeit unter großen Opfern und mit Gottes Gnade, Katholiken gemacht hatte. 
Sie waren Katholiken nicht nur dem Bekenntnis nach geworden, sondern ihr Glaube hatte auch eine katholische Kultur im einst heidnischen Umfeld erstehen lassen.

Folgende Stelle aus dem Buch ließ mir danach keine Ruhe mehr, besonders aber der von mir unten hervorgehobene Satz. 
(Um die Stelle zu verstehen, muss man wissen, dass der Missionar besonders befähigte Einheimische als Katechisten anstellte, um die Leute in dem großen Missionsgebiet, in dem er oft der einzige Priester weit und breit war, auch in seiner Abwesenheit unterrichten zu lassen. 
So ein Katechist lebte nicht nur in Afrika oft gefährlich, weil er sehr oft fürchten musste, von Stammesmitgliedern, die der katholischen Religion noch feindlich gesinnt waren, vergiftet zu werden.)
Der hochwürdigste Missionsbischof kam, um die heilige Firmung zu erteilen. Die Christenmenge drängte sich auf allen Wegen und Arbeit gab es grenzenlos die ganze Woche vorher.

„Können alle diese Leute auch den Katechismus?“ frug der hohe Herr.
 
„Hört ihr’s meine lieben Christen, der hochwürdigste Bischof zweifelt an eurem Wissen.“ 
„Was tut er? Wir wollen es ihm zeigen! Wo sind unsere Katechisten? Wo bist du, Albert, du Leo, du, Karl?...“ So riefen alle durcheinander. 
„Kommt her, Brüder, wir stellen uns den Dörfern nach auf, jedes Dorf zu seinem Baba [Vater = Pater], und wir sagen die ganze Religion her. Der Bischof soll hören, ob wir was wissen.“ 
Bald standen die Christen von achtzig Dörfern in kurzen Abständen in den Alleen der Mission. Jung und Alt, Männer, Frauen und Kinder schrien Katechismus, Gebete und Lieder herunter, alles, was zwischen den Buchdeckeln stand; jedes Dorf suchte das andere zu übertönen und die Sache schneller herunterzuschmettern. 
„So was habe ich noch nie erlebt“, sprach Seine Gnaden. „Nie hätte ich das für möglich gehalten.“

„... wir sagen die ganze Religion her. Der Bischof soll hören, ob wir was wissen.“

Ob heute sich heute noch viele Bischöfe darum sorgen, ob ihre Firmlinge auch was über die  katholische Religion wissen, ist stark anzuzweifeln, betrachtet man den ungebremsten religiösen Niedergang der letzten 60 Jahre.

Bei der heutigen „Firmling-Lage“ bin ich sicher, dass die sehr gut geschulten Schützlinge von Pater Fräßle jeden deutschen Firmling sehr schlecht aussehen lassen würden, denn die Bantu-Neger hatten, wie Pater Fräßle anschaulich schildert, echtes Interesse für die Religion, Wissensdurst und ein gutes Gedächtnis.

Ich musste dann darüber nachdenken, dass sicher auch ich schlecht ausgesehen hätte neben ihnen, denn ich meine zwar, den Inhalt des Katechismus recht gut zu kennen, aber ihn auswendig gelernt zu haben, das ist doch was anderes.

Um so gut wie P. Fräßles Bantu-Neger zu werden, und auch 
„die ganze Religion hersagen zu können“, lernen wir daher in unserer Familie seit 10 Tagen den Katechismus von Basel auswendig, zunächst nur die direkten Antworten, im zweiten Durchgang auch die Erklärungen. 
Früher hieß es ja allgemein, man weiß nur das wirklich, was man auswendig aufsagen kann.

Wir haben uns vorgenommen, den Katechismus von Basel in dieser Weise dreimal durchzuarbeiten und dann geht es an den Katechismus des Konzils von Trient.

Eines wird einem jedenfalls deutlich, wenn man den Katechismus so Frage für Frage durcharbeitet: 
Bei den Bantu-Negern wäre Papst Franziskus mit seiner Theologie nicht durchgekommen, jedes kleine Negerkind hätte ihm sagen können, dass das, was er sagt, meist nicht mit dem Katechismus übereinstimmt.

Wer mal was sehr Erbauliches lesen möchte, dem sei Pater Fräßles kurzweiliges Buch empfohlen, sieben Exemplare gibt es zur Zeit noch im Antiquariat. 
Es ist sehr schade, dass so glorreiche deutsche Priestergestalten wie P. Fräßle weitgehend vergessen sind.

Wer nicht gleich ein Buch kaufen will, weitere erbauliche wahre Geschichten von und über P. Joseph Fräßle gibt es hier.

Snippet unten: Nachruf auf den Herz-Jesu-Priester Joseph Martin Fräßle
Original hier


Eingestellt von Martina Katholik um 00:13
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Sonntag, 15. Mai 2016

Die erste Predigt des heiligen Apostelfürsten Petrus am Pfingstfest

Leider und nicht zufällig geht diese erste Predigt des Apostelfürsten seit der Seelisbergkonferenz 1947 nicht nur zu Pfingsten komplett unter. (Mehr über die Seelisbergkonferenz in diesem Post.)

Die Predigt enthält die Antwort auf die Frage, wer Jesus Christus getötet hat, einen Aufruf zur Buße und Bekehrung an die Juden und den Hinweis darauf, dass die Weissagungen der jüdischen Propheten auf den göttlichen Heiland Jesus Christus zutrafen und Er der verheißene Messias war.

Die folgenden Snippets sind aus einem früher allgemein hoch gelobten und hier schon mehrfach angepriesenen Handbuch zur biblischen Geschichte, dass man hier als PDF herunterladen kann.



Siehe auch:
Der heil. Erzmärtyrer Stephanus – die Juden verfolgen die Kirche Christi


Zum Vergrößern Snippets anklicken oder hier im Original lesen.




Eingestellt von Martina Katholik um 22:31
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Labels: Apostel, Biblische Geschichte, Hl. Petrus, Juden, Pfingsten

Samstag, 14. Mai 2016

"Pater, was sollen wir jetzt bloß tun?"

Es gibt Gott sei Dank noch den einen oder anderen Priester, der sichtbares Mitleid mit den von Papst Franziskus schwer verwirrten echten Katholiken hat und der nicht schweigt zu den unglaublichen Vorgängen in Rom, sondern wie ein guter Hirte sie anzuleiten sucht, wie sie in dem Chaos nicht den Glauben verlieren.

Folgendes schreibt ein amerikanischer Diözesanpriester, sein ganzer Brief ist hier zu lesen (und wenn nötig mit Google translate zu übersetzen).

"Meine kurze und einfache Botschaft an Sie lautet: standhaft bleiben in der Regel des Glaubens. 
Damit meine ich: standhaft bleiben in dem, was Gott durch die Heilige Schrift und die Heilige Tradition offenbart hat.  
Lassen Sie sich von den Neuheiten der letzten 50 Jahre nicht in die Irre führen und nicht durch die Worte und Taten der Modernisten, einschließlich Papst Franziskus, täuschen. 
Machen Sie den katholischen „Geruchstest“: wenn etwas nicht konsistent oder kompatibel zu sein scheint mit dem, was die katholische Kirche immer geglaubt, gelehrt und praktiziert hat, dann ist es wahrscheinlich nicht katholisch.

Es ist entmutigend, gelinde gesagt, dass es nicht mehr Stimmen von Prälaten und Priestern gibt, die die Irrlehre der heutigen Zeit und die religiösen Ausschreitungen dieses besonderen Papstes anprangern. 
Aber denken Sie daran, dass Sie nicht allein sind und dass in Zeiten und Umständen, in denen wahre Religion verfolgt wurde, ob von innen oder von außen, die göttliche Vorsehung immer einen Rest von wenigen Getreuen erhalten hat."

Und der gute und eifrige Diözesanpriester, der recht häufig bei onepeterfive unter dem Kürzel F. RP kommentiert, sagte in der Diskussion zu diesem Post folgendes auf die Frage eines ratlosen Katholiken:

"Pater, aber was sollen wir jetzt zu tun?"

F. RP: 

"Beten, Buße tun, und wachsen in Glaube, Hoffnung und Liebe. Studieren Sie den Glauben. 

Verkünden Sie das Evangelium in Ernsthaftigkeit und Wahrheit, fordern Sie auch weiterhin Ihre Gemeinde, den Bischof und dem Papst auf, das Evangelium ohne Abstriche zu verkünden. 

Und bitten Sie Tag ein, Tag aus, den Herrn, Sein Volk zu retten. 

Niemals aufgeben, niemals müde werden, das Gute zu tun und nie an der Treue des Herrn zweifeln."

Eingestellt von Martina Katholik um 17:36
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Labels: Kirchenkrise
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Dieses Blog ist unserer lieben Frau von Fatima gewidmet

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