Mittwoch, 16. Juli 2014

Anglikanische und englische "Gender-Kultur"

Die Anglikaner, deren "Glaubensverteidigerin" Königin Elisabeth II. ist, die in eigenen Sachen immer äußerst traditionell  verfährt, haben "Frauenbischöfe" zugelassen. Transgender“priester“ gibt es dort übrigens schon länger.

Seit 50 Jahren wird - Gott sei es geklagt - vom Vatikan so getan, als handele es sich bei den anglikanischen Bischöfen tatsächlich um echte Bischöfe. Nach wie vor gilt aber, was Papst Leo XIII. 1896 feststellte und was auch vorher von den Katholiken so gesehen wurde: Die anglikanischen Weihen sind null und nichtig.

Vatikaninsider hat als Hauptschlagzeile über die neuen anglikanischen Zustände berichtet. Da ich dort öfter klicke, um zu lesen, mit was die Leser indoktriniert werden sollen, stoße ich immer wieder auf das zugehörige Bild. 

Wo dort Bischöfe sind, muss ich mich nicht fragen, denn dort gibt es nur Laien zu sehen, auch wenn sich diese für Bischöfe halten. 
Was mich aber wirklich interessiert ist: wo ist auf dem Bild die Frau zu sehen? 
Was ich allerdings sehe, sind enorm effiminierte Männer.

Aber wahrscheinlich fällt das nicht mehr vielen Deutschen auf, denn spätestens seit Heinz Erhard und Peter Alexander sind sie auf solche Männer als neues Männerbild trainiert worden. Diese Verweich- oder Verweiblichung der Männer war eine der Voraussetzungen, um den Feminismus bei den Frauen in Fahrt zubringen. 
Feminismus ist ein Orwellscher Begriff. In Wirklichkeit sind damit die Frauen nicht weiblicher geworden, sondern vermännlicht oder zu fast unbekleideten Schlampen gemacht worden.

Ergebnisse dieser „50jährigen Familien-Revolution“, hat heute die Daily Mail veröffentlicht (Vorsicht!: am Rand sind immer hunderte nackte Frauen, die "Befreiung" von Kleidernung war eines der Hauptprodukte des „Feminismus“). 
Erstaunlicherweise wird die Revolution auch mal so genannt, sonst tut man ja heute so, als sei das alles ein ganz normaler Entwicklungsprozess gewesen.

Die Zahl der zuhause bleibenden Mütter hat sich demzufolge in England in den letzten fünfzig Jahren halbiert und weil beide Eltern ganztags arbeiten, lassen 66% ihre Kleinkinder tagsüber von anderen Leuten indoktrinieren, was ihnen von den Medien und vom Staat als „Betreuung“ verkauft wird.

Wie England in weiteren 50 Jahren aussehen wird, wissen nur die Planer dieser sozialen Zustande. So wie es aussieht soll dann keiner mehr wissen, ob er "Männlein oder Weiblein ist". 
Die Daily Mail ist jedenfalls eine der Hauptzeitungen in Europa für Transgender-Indoktrination. Ich nehme an, eine Tageszeitung wird diese Rolle auch bald bei uns übernehmen. "Die Welt" fängt schon damit an.

Wozu dient das alles? Es erfüllt mehre Ziele. Erstens "Population Reduction", Bevölkerungsverringerung, denn wer nicht weiß, ob er Mann oder Frau ist, bekommt meist keine Kinder, sondern ist mit seinem "Gender" beschäftigt und außerdem kann man so hervorragend das in Rudimenten noch bestehende Familiengefüge aufbrechen und Familien sind nunmal die beste Unterstützung für den einzelnen (Und waren nebenbei früher Wächter der Moral ihrer Familienmitglieder. Dass man das seit Jahrzehnten in der EU weiß, und nicht wünscht habe ich auf einem ihrer älteren Strategiepapiere gelesen). 
Fällt die Familie weg, ist der Einzelne der Regierung schutzlos ausgeliefert.

Erstes Skandal-Interview mit Scalfari ist wieder online auf der Vatikanseite - mit Nachtrag

hat tip mundabor.

So weit ich mich erinnere, war das Interview heruntergenommen worden, weil Herr Scalfari zu viel anders formuliert hatte, als es von Papst Franziskus angeblich gesagt worden war. Dafür war es aber schon damals recht lange (Monate) online auf der Vatikanseite gewesen.

Am letzten Sonntag erst haben wir wieder den gleichen Zirkus vorgeführt bekommen. Im dritten (Interview) an Herrn Scalfari soll dieser laut P. Lombardi wiederum unscharf, wenn auch "im Geist" des Interviews berichtet haben.

Jeder, der etwas klar denken kann, muss sich fragen, wieso ich als Papst jemandem, der schon beim ersten Mal angeblich nicht genau wiedergegeben hat, was ich gesagt habe, drei Interviews in acht Monaten gebe.


Ich muss mich langsam der Meinung anschließen, die ich schon in einigen internationalen Kommentarbereichen gelesen habe. Das hier ist seit Monaten PSYWAR. Wozu internationale Medienprofis, die Mitgründer des Council on Foreign Relations waren, im Vatikan alles gut sind.


Über das Council on Foreign Relations:




Nachtrag: Zwischenzeitlich wurde das Interview erneut entfernt. Der Link in Mundabors Post funktionierte jedenfalls und führte zur Vatikanseite mit dem Interview. Jetzt steht dort: not found.
Dass es nicht mehr da ist, habe ich nur gemerkt, weil ich nachsehen wollte, ob es wie beim ersten Mal unter der Rubrik "päpstliche Ansprachen" abgelegt war. Es war wieder dort, wie hier zu lesen ist.

Siehe auch Posts zum ersten Scalfari-Interview:
Das "neue Genre" päpstlicher Ansprachen erfordert eine neue "Hermeneutik"

Dienstag, 15. Juli 2014

Wer für Papst Franziskus König des Universums ist

Auf der "hochkarätig" besetzten Tagung im Vatikan zur "Inklusiven Weltwirtschaft" (Teilnehmer: Zentralbanker und andere führende UN-Globalisten - dazu bald mehr) sagte Papst Franziskus, dass für ihn der Mensch der König des Universums ist. Das berichtete gestern Zenit. (Nachtrag: Auf der Vatikanseite kann man es auch nachlesen).
The Pope thanked those present for their work and their initiatives “to restore balance to this imbalanced situation and to recover mankind, restoring him to the centre of reflection and the centre of life. He is the king of the universe!” he exclaimed. “And this is not theology, it is philosophy and human reality."
Übersetzung der beiden letzten Sätze: 
"Er (der Mensch, das Menschengeschlecht) ist König des Universums!" rief er (der Papst) aus. "Und das ist keine Theologie, das ist Philosophie und menschliche Realität."

Der Christkönig,
Der Herr, vor dem jedes Knie sich beugen muss 
Tatsächlich, diese Privatmeinung ist keine Theologie. Theologie ist, dass Jesus Christus König des Universums ist. 

Das ist alles wenig überraschend, denn seine bisherigen Handlungen ließen diese Einstellung vermuten. 
Interessant, dass er das so offen vor den Zentralbankern und den Globalisten gesagt hat, die statt über ihre unzähligen mächtigen, seit Jahrzehnten global agierenden Institutionen Gottes 10 Gebote zu verkünden, die von Menschen willkürlich definierten Menschenrechte der UN (inklusive dem "Menschenrecht" LGTB zu sein und dem nicht-Recht gegen LGTB zu sein) global allen via Medien und schon den kleinen Kindern in der Schule mittels von den UN verordneter LGTB-Indoktrination aufzwingen und sich somit wie Könige benehmen, die sich jederzeit ihre eigenen Gesetze machen können, denen dann alle gehorchen müssen. (In diesem Video wird erklärt, dass die UN spezielle "Menschenrechte" jederzeit auch wieder wegnehmen können.) 
Für und gegen was Papst Franziskus ist, wird so immer noch klarer, falls es noch nicht klar genug war.

Video unten: Der Chef-Vertreter der Globalisten Weltregierung UN verkündet, dass LGTB-"Rechte" über religiöses Recht gegen LGTB-Verhalten zu sein, triumphiert:
Schon vor einem Jahr war Ban Ki-Moon von Papst Franziskus entzückt. Jetzt zählt er mehr denn je auf ihn,  um u. a. die "Würde des Lebens für alle" voranzubringen. 
"Dignity for all", "Würde für alle" wird bei den UN vor allem in bezug auf LGTB verwendet. Hier die LGTB-Dignity-Rede von Frau Clinton vor den Vereinten Nationen am "Tag der Menschenrechte" in Genf.


Siehe auch, was englischsprachige Blogger zu dieser Verschiebung des Königtums sagen:
Who is the King? Depending on the Pope of the Day, It could be Christ...or it could be Elvis!

und
He is the king of universe!
und
zum allgemeinen Verständnis der Zusammenhänge, erklärt von einer Expertin in UN-Themen:
Wenn Zentralbanken die Welt regieren



Montag, 14. Juli 2014

Der anti-Mittelalter-Papst

Nicht zum ersten Mal kommen sonntags Horror-Nachrichten aus dem Vatikan. Diesmal ist es ein neues Skandal-Interview, dass Papst Franziskus seinem Atheisten-Freund Scalfari und Gründer der linksradikalen Zeitung "La Repubblica" gegeben hat. Früher kannte man übrigens das Sprichwort: zeige mir deine Freunde und ich sage dir, wer du bist.

In dem Interview wird wieder reichlich Dreck auf die Kirche geworfen und künftige Zerstörung angekündigt, diesmal ist das Zölibat unter Beschuss. 

Damit auch ja keiner verpasst, was Herr Scalfari über angebliche Äußerungen des Papstes gesagt hat, trat P. Lombardi vor, der, wie schon beim ersten Scalfari-Interview, dem "neuen Genre päpstlicher Ansprachen", durch seine Aussagen wiederum klar stellt, dass solche Interviews die neue Normalität sind. Ob der Papst das alles genau so gesagt habe, wisse man nicht, aber der "Geist der Unterhaltung" sei im Interview eingefangen (als Vatikansprecher kann man den Papst auch nicht fragen, ob er das alles gesagt hat, denn sein Aufenthaltsort ist unbekannt…). 
Übersetzt heißt das wohl: Man kann alles für tatsächlich gesagt halten, was Herr Scalfari angibt, vom Papst gehört zu haben.

Wie Mundabor denke ich, dass auch diesmal wieder die Mehrzahl der Katholiken, die nicht begreifen können oder wollen, welche absichtliche Kirchen-Demontage vor sich geht, Entschuldigungen für das Verhalten des Papstes finden werden.

New Catholic von Rorate Caeli meint, mit den Beschuldigungen der Medien, die angeblich Aussagen des Papstes verdrehen, sollte Schluss sein, da jetzt wohl endgültig klar ist, dass der Papst ein Medienprofi ist, der die Medien benutzt, um seine Agenda voranzutreiben.

Dass die meisten deutschen Katholiken immer noch nicht begriffen haben,was vor sich geht ist verständlich, bekommen sie in ihrer Muttersprache doch nur eine begrenzte Auswahl an internationalen Nachrichten präsentiert und haben, weil die wenigsten internationale Medien lesen, daher ein verzerrtes Bild.

Mich wundert nur, wie leicht man in man den ganzen letzten Monaten auch amerikanische und englische Katholiken so leicht veräppeln konnte, denn in ihrer Sprache wurde wirklich viel diskutiert, welche international agierenden enorm teuren Medienprofis der Papst schon seit längerer Zeit in den Vatikan geholt hat, und auch darüber, dass ihn ein Team von diesen ständig über seine Medienauftritte berät.

Wer etwas Ahnung von der Arbeit dieser Leute hat, deren berühmte Firmen übrigens alle in der einen oder anderen Weise mit der Weltregierung UN verbunden sind, weiß, dass ständig Daten über die internationale Berichterstattung erhoben werden und mit der Medienstrategie und dem gewünschten Ergebnis, das man geplant hat, verglichen werden.

Dass diesmal auch das Zölibat unter Beschuss ist, wundert mich nicht, da laut argentinischen Katholiken die langjährige beste Freundin von Kardinal Bergoglio, Alicia Barrios, schon seit über einem Jahr überall herumerzählt, dass das Zölibat bald fallen wird. 

Neulich durfte sie anlässlich des Israelbesuches von Papst Franziskus vor Kameras sagen, dass die Zeit der „mittelalterlichen Päpste“ ein für allemal vorbei ist. (Video s.u.)

„Mittelalterliche Päpste“, die „geistig noch im Mittelalter leben und eine mittelalterliche Theologie haben, waren übrigen schon immer das Feindbild von Papst Franziskus-Freund Hans Küng, der schon 1985 erklärte, dass er mit seinen zahlreichen Freunden, die in der einen oder anderen Weise ebenfalls alle für die UN arbeiten „alles kontrolliert“.

Das Zölibat 
abschaffen, das laut Küng angeblich erst im Mittelalter eingeführt wurde, wollten Küng und Co. auch schon lange:
Papst Franziskus setze auf "Kollegialität" statt auf "päpstlichen Absolutismus", sagt der Tübinger Theologe Hans Küng. Ein sichtbares Zeichen dafür sei der Fragebogen zu den Themen Familie, Ehe und Sexualität, den der Vatikan an alle Bistümer geschickt hat. Im Interview äußert Küng auch die Hoffnung, dass Franziskus das Zölibatsgesetz aus dem 11. Jahrhundert offen diskutieren lässt. (Quelle)
Nimmt man das jüngste Scalfari-Interview dazu, läuft ja alles wie geschmiert nach Plan.


"Pope Francis is a priest who works for peace" says Mrs. Alicia Barrios. "Papst Franziskus ist ein Priester, der für Frieden arbeitet." sagt Frau Alicia Barrios.

Als „Friedenspriester“ wurden im Kommunismus diejenigen Priester bezeichnet, die eng mit dem Regime zusammengearbeitet haben und die katholische Lehre dafür unter den Tisch fallen ließen, weshalb sie "Frieden" mit dem Regime hatten. 

"Friede" war ja auch eins der Schlagwörter, was aus der UDSSR kam und für den man angeblich war. "Friede" hieß, wie damals noch gute Priester warnten: alles unter kommunistischer Kontrolle. Heute weiß man, dass die Kommunisten von Beginn an auch bei den UN saßen (siehe hier und hier)

Laut UN-Expertin Joan Veon heißt "Frieden" in UN-Sprache: kein Widerstand gegen die UN-Agenda. Wie gut Papst Franziskus mit den UN zusammenarbeitet, wurde in diesem Blog schon mehrmals thematisiert. Die UN zählen auf ihn, sagen sie selbst.

Freitag, 11. Juli 2014

Sittenlehre vom Tode

Wenn in einem Kerker einige hundert Menschen eingesperrt wären, über welche das Todesurteil ergangen ist, von denen jedoch keinem der Tag oder die Stunde seines Todes bekannt wäre, indessen einer nach dem anderen, und oft gerade der, von dem man es am wenigstens vermutet, zum Tode herausgeholt würde; würde da nicht jedem das Herz zittern, so oft sich die Tür des Kerkers öffnete?


Nun ist über uns alle das unveränderliche Todesurteil gefällt, wir sind alle in unseren Leibern wie in Kerkern eingeschlossen (Ps. 141,8), es wird einer nach dem anderen zum Tode hinausgeführt, und dennoch stört man sich nicht im Geringsten daran! 
Man lebt so fort, als hätte man ewig zu leben; man ist bloß auf den Leib bedacht; bloß für diesen häuft man Güter auf; für die Seele aber geschieht nichts, als dass man sie mit Sünden und Lastern belädt.

Ist dieses wohl vernünftig gehandelt? Der Leib wird eine Speise der Würmer werden
(Anmerk.: heutzutage allzu oft sogar bei Katholiken Opfer des Feuer bei der „Feuerbestattung“.); die Seele aber wird in die Ewigkeit wandern, wo sie bloß von den auf der Welt erworbenen Verdiensten wird leben müssen. 
Wer möchte also so töricht und vermessen sein, dass er zeitlebens nur für seinen Leib sorgte, die Seele aber außer Acht ließe?

O Mensch, sagt der heil. Franz von Sales (Philothea, T.1, K 13), bedenke doch, dass bei deinem Tode die Welt für dich enden wird. Die Ehren, Wollüste und Reichtümer, die du auf ihr genossen, werden alsdann wie Schattenbilder, wie Rauch verschwinden und dir nichts zurücklassen als die späte Reue, dass du ihnen so begierig nachgetrachtet und darüber deine Seelengeschäfte und dein ewiges Heil vernachlässigt hast.

Alsdann wirst du erkennen, dass du Gott um ein Nichts beleidigt hast; alsdann wirst du die Andacht, die Buße und die guten Werke, die du zeitlebens vernachlässigt hast, schätzen lernen und danach verlangen, alsdann werden deine Sünden, die du sonst gar nicht beachtet hast, wie große Berge vorkommen.

Wie wird es dann wohl in deiner Seele sein, wenn sie von ihrem so töricht geliebten Leibe scheiden, alle eitlen Ergötzlichkeiten, Gesellschaften, Freunde, usw. verlassen und ganz allein in das unbekannten, schreckliche und fürchterliche Land der Ewigkeit reisen muss, wo sie nicht weiß, wie es ihr ergehen wird; wo sie keine Freunde, die sie in die himmlischen Wohnungen aufnähmen (Luk. 16,8), antreffen wird, weil sie während ihres Erdenlebens versäumt hat, sich solche Freunde zu erwerben, dagegen an Gott, Den sie sich zeitlebens zum Feind gemacht hat, einen unerbittlich strengen Richter, an den Engeln und Heiligen aber, ja sogar an den Teufeln furchtbare Ankläger finden wird. 
Wie! Schaudert dich nicht bei dem Gedanken?

Weißt du aber, was du tun musst, dass dieser schreckliche Augenblick nicht so fürchterlich sein möge? 
Lebe jetzt so, dass du dich vor dem Sterben nicht zu fürchten brauchst. Tu das bei Lebzeiten, was du im Tode wünschen wirst getan zu haben. 
Stirb mit dem heiligen Apostel Paulus täglich, indem du dein Fleisch samt seinen Lüsten und Begierden kreuzigst und dein Herz von der Welt, ihren Gütern und Eitelkeiten freiwillig losreißt, ehe dies der Tod in gewaltsamer Weise tun wird, dadurch wirst du nicht schon jetzt vor großer Todesfurcht bewahrt werden, sondern es wird dich dereinst auch das Sterben selbst nicht so schwer ankommen. 
Mit anderen Worten: fürchte die Sünde, dann brauchst du Tod, Gericht und Hölle nicht zu fürchten.


Anmutung. O Welt! Weil ich die Stunde nicht wissen kann, in welcher ich dich verlassen muss, so will ich dir auch nicht an dir hängen. Auch meine Freunde und Angehörigen will ich künftig nicht anders, als mit einer heiligen auf Gott gerichteten Liebe und Zuneigung lieben, welche durch den Tod nicht aufhören, sondern wie 
Gott ewig dauern soll.
Ich will mich vorbereiten und alle Sorge anwenden, um glücklich in die Ewigkeit hinüberzugehen, ich will alle meine Sünden aufrichtig bereuen, und will mein ganzes Leben hindurch Buße tun und Gott, mein höchstes Gut, durch keine, auch nicht die geringste Sünde mehr beleidigen. 

Du aber, o Herr! nimm mich in deinen Schutz an jedem furchtbaren Tage, lass mir doch die Todesstunde sanft und selig und lieber alle anderen Stunden meines Lebens traurig und leidvoll sein! Ich bitte dich durch Dein heiliges Leiden und Sterben und alle Qualen, die Du bei Deinem Tode erduldet hast, bewahre mich vor den Qualen der Hölle und lass meine Seele nicht ewig verloren sein! 
Sei und bleibe mein Heiland und mein Erlöser! Amen.

Quelle: alles aus einem hundertfünfzig Jahre alten Goffine


Von den Letzten Dingen




Donnerstag, 10. Juli 2014

Tot vor der Haustür

Heute hatte ich Besuch von einer netten, katholisch getauften, Bekannten, die leider in fortgesetzter öffentlicher schwerer Sünde lebt und meinen Beklehrungsversuchen seit knapp acht Jahren widersteht, denn sie will von ihrer Sünde nicht lassen. 
Dass solche Verstocktheit wiederum unter "Sünden gegen den Heiligen Geist" fällt (heilsamen Ermahnungen gegenüber ein verstocktes Herz haben und in der Unbußfertigkeit vorsätzlich verharren, s. u.), soll jetzt hier nicht weiter erörtert werden.

Obwohl sie, wie gesagt, ziemlich nett im Umgang ist, sehe ich sie nur äußerst selten, weil ich die irrige Weltanschauung solcher Katholiken nicht ertragen kann. Ich muss hinterher zu viel darüber nachdenken, dass die Kirchen- und damit auch Weltkrise noch viel schlimmer ist, als man im Internet lesen kann.

Zum Beispiel erzählte sie mir, dass eine ihrer Bekannten, die in einem Zwei-Familienhaus mit ihrem in der oberen Wohnung lebenden Bruder wohnte, diesen kürzlich tot vor ihrer Haustür gefunden hat. Ob er schon tot die Treppe hinuntergestürzt war, z. B. wegen Herzinfarkt oder Hirnschlag, oder erst aufgrund des Sturzes zu Tode gekommen war, wusste meine Bekannte nicht. 


Die Schwester des Toten war entsetzt, zumal kurz vorher der 90jährige Vater gestorben war. Aber der „war ja schon sooo alt“ und „hatte ein schönes Leben gehabt“. 
Meine Bekannte hatte ganz die Sichtweise ihrer Bekannten. Sie fand auch furchtbar, dass schon ein 61jähriger sterben muss. Dass wir hier im Jammertal sind, aus dem man froh sein sollte, erlöst zu werden, ist solchen Katholiken nämlich ganz unverständlich. 

Allein diese Episode wird mir wieder für die nächsten Tage reichen. Warum? Weil Katholiken bei Geschichten von Toten vor der Haustür eigentlich nur eines denken sollten:
War der Tote wohl im Stand der heiligmachenden Gnade, ja oder nein?
Genau das gleiche sollten sie bei 90jährigen Verstorbenen denken. War er im Moment seines Todes im Stand der heiligmachenden Gnade, ja oder nein?
Wenn er nicht im Stand der heiligmachen Gnade war, dann nutzt im auch sein „schönes Leben“ und mein Bedauern rein gar nichts, denn dann ist er laut katholischer Dogmatik auf ewig in der Hölle. Der reiche Prasser aus dem Evangelium hatte auch ein schönes Leben und ist auf ewig in der Hölle. 
Wenn er im Stand der heiligmachenden Gnade war, aber noch nicht so heilig, dass er sofort in den Himmel kommen konnte, dann nutzt ihm ebenfalls mein Bedauern nichts, sondern nur mein Bittgebet, dass er möglichst schnell aus dem Fegfeuer entlassen wird.

Früher hätte man in solchen Fällen unvorhergesehenen Todes oft sagen können: „Mir ist ein großer Trost, dass der Tote auch außerhalb der gebotenen Sonn- und Feiertage in der hl. Messe war, dass sogar lässliche Sünden ihm ein Gräuel waren und er noch am Tag vor seinem Tod zur Beichte war.“ 
Jeder Katholik hätte dann erleichtert aufgeatmet. Und seine Energie hätte man statt ins Lamentieren ins Beten für jemanden, der wahrscheinlich noch nicht im Himmel, aber im Fegfeuer ist, wo er noch vorhandene Sündenstrafen abbüßen muss (die Sündenschuld ist ihm ja in der Beichte nachgelassen worden). 

Ansonsten gilt das, was immer galt: jemand, der sein ganzes Leben lang nicht an Gott gedacht hat, wird sich beim Treppensturz wohl kaum bekehrt haben.


Wesen der Sünden gegen den Heiligen Geist:
"Eine Sünde frei­lich ist des­we­gen von der Ver­ge­bung aus­ge­nom­men, weil der, der sie begeht, die Ver­ge­bung ablehnt. Das ist die Sünde gegen den Hei­li­gen Geist. Wer unbuß­fer­tig in der Sünde ver­harrt, wer von der Sünde nicht las­sen will, weil er sie liebt und weil er sie recht­fer­tigt gegen­über aller Bestrei­tung, ein sol­cher kann keine Ver­ge­bung fin­den. Wer ver­här­tet ist im Bösen, der geht unwei­ger­lich ver­lo­ren." (Quelle)

Predigten über die heiligmachende Gnade:

25.5.1986: Die heiligmachende Gnade | Glaubenswahrheit.org...
25. Mai 1986 ... Die heiligmachende Gnade wird in der Theologie auch als Rechtfertigung bezeichnet, weil eben durch die heiligmachende Gnade die ...
www.glaubenswahrheit.org/predigten/themen/gnaden/19860525/

14.6.1987: Die heiligmachende Gnade | Glaubenswahrheit.org...
14. Juni 1987 ... Wenn der Mensch mit der einwirkenden Gnade mitwirkt, dann wird ihm die heiligmachende Gnade geschenkt. Wenn der Mensch mit der ...
www.glaubenswahrheit.org/predigten/reihen/198704/19870614/

7.8.1988: Das Wesen der Rechtfertigung | Glaubenswahrheit.org...
7. Aug. 1988 ... Rechtfertigung ist die Versetzung aus dem Zustand der Todsünde in den Zustand der heiligmachenden Gnade. Diese Wirkung kann nur Gott ...
www.glaubenswahrheit.org/predigten/chrono/1988/19880807/

Vermehrung der heiligmachenden Gnade - Glaubenswahrheit.org
28. Juni 1987 ... Juni 1987. Vermehrung der heiligmachenden Gnade. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Geliebte im ...
www.glaubenswahrheit.org/predigten/chrono/1987/19870628/

Die Begleitschaft der heiligmachenden Gnade - Glaubenswahrheit.org
2. Juli 2000 ... Zur Begleitschaft der heiligmachenden Gnade zählen an erster Stelle die Gaben des Heiligen Geistes. Sie sind Geschenke des dreifaltigen ...
www.glaubenswahrheit.org/predigten/chrono/2000/20000702/

Die formalen Wirkungen der Rechtfertigung - Glaubenswahrheit.org
14. Aug. 1988 ... Die heiligmachende Gnade ist eine übernatürliche Seinsweise, nicht nur eine Huld Gottes, wie Luther wollte. Davon hängt ungeheuer viel ab, ...
www.glaubenswahrheit.org/predigten/chrono/1988/19880814/

24.7.1988: Die Ursachen der Rechtfertigung | Glaubenswahrheit.org ...
24. Juli 1988 ... In der Gnade gibt es viele Unterscheidungen. Die wichtigste war die in die helfende und in die heiligmachende Gnade. Die helfende Gnade, so ...
www.glaubenswahrheit.org/predigten/chrono/1988/19880724/

7.5.2000: Die Gnade der Gottesfreundschaft | Glaubenswahrheit.org ...
7. Mai 2000 ... Und so ist auch die Lehre der thomistischen Theologenschule zu verstehen, wenn sie sagt: „Die heiligmachende Gnade tilgt die Sünde.“ Wenn ...
www.glaubenswahrheit.org/predigten/chrono/2000/20000507/

Die Folgewirkung der Rechtfertigung - Glaubenswahrheit.org
21. Aug. 1988 ... Was kommt noch in unsere Seele, wenn die heiligmachende Gnade einzieht? Nun, es kommen erstens die theologischen Tugenden.
www.glaubenswahrheit.org/predigten/chrono/1988/19880821/

Donnerstag, 3. Juli 2014

Nützliche Lehre von der bis an das Lebensende verschobenen Buße

Darf sich der Sünder darauf erlassen, dass er sich am Ende des Lebens bekehren werde? 
Durchaus nicht; denn das hieße auf Gottes Barmherzigkeit sündigen, und wäre eine der Sünden wider den Heiligen Geist, die weder in dieser, noch in der anderen Welt nachgelassen werden (Matth. 12,31). 
Gott, sagt der heil. Augustinus, straft auch solche Sünder gewöhnlich, dass sie schließlich ihrer selbst vergessen, weil sie, da sie noch bei guter Gesundheit waren, Gott vergessen haben. Ja, Gott selbst sagt (Jer. 2,27.28): „Sie wenden mir den Rücken zu, und nicht das Angesicht. Aber zur Zeit ihrer Trübsal sprechen sie; Steh auf und rette uns! Aber ich werde zu ihnen sagen: Wo sind eure Götter, die ihr euch gemacht? Lasset sie aufstehen und euch retten in der Zeit euer Trübsal!“ 
Und wenn man auch ein tröstliches Beispiel an der späten Bekehrung an dem bußfertigen Schächer hat; so ist dieses wie der hl. Augustinus bemerkt, doch nur eines, damit kein Sünder verzweifle: es ist aber auch das einzige; damit kein Sünder die Buße aus Vermessenheit verschiebe. 
Was soll man von denen hoffen, die sich erst am Lebensende bekehren? 
Alles Gute, vorausgesetzt, dass sie sich auch wirklich wahrhaft bekehren. Dies ist aber etwas Seltenes. 
Aus Hunderttausenden, deren Leben gottlos war, schreibt der heilige Hieronymus, wird kaum ein Einziger im Tode wahrhaft bekehrt werden, und die Verzeihung seiner Sünden erlangen; und der heilige Vincenz Ferrer sagt, es sei ein größeres Wunder, wenn einer, der übel gelebt habe, gut sterbe, als wenn ein Toter erweckt werde. 
Man darf sich auch nicht darüber wundern; denn die Buße am Lebensende ist gewöhnlich nur eine erzwungene Buße. Der Sünder verlässt nicht seine Sünden ,sondern seine Sünden verlassen ihn (Anmerk.: Soll heißen, weil der Sünder aus Kraftmangel nicht mehr sündigen kann). Und er würde gewiss nicht den Vorsatz der Besserung fassen, wenn ihn die Todesangst nicht dazu triebe, wie er auch nicht zu sündigen aufhören würde, wenn er nicht zu leben aufhören müsste. Was soll man von einer solchen Buße hoffen?
Das oben im Zitat aus einem Goffine Gesagte findet man in allen alten Büchern. Kein Kirchenlehrer hat etwas anderes gesagt. Besonders anschaulich wird in der Predigt des heiligen Kirchenlehrers Alphons Maria von Liguori „Tod eines Weltmenschen“ erklärt, warum es fast unmöglich ist, sich kurz vor dem Tod noch zu bekehren. 

Tod des hl. Kirchenlehrers
Beda Venerabilis.
Hier muss man sich über
die übernatürliche Reue
keine Gedanken machen
Ob bei diesem Sterbenden der Gnadenstand vorhanden
 ist scheint ungewiss.
Immerhin sieht es aus,
als würde sich der Teufel geschlagen abwenden.
Das Hauptproblem ist nämlich die Reue, die der Sterbende erwecken muss, denn übernatürliche (!) Reue über seine Sünden ist die Vorbedingung für das Bußsakrament, um wieder in den Stand der heiligmachenden Gnade zu kommen und auch das Sakrament der letzten Ölung wird würdig nur im Stand der heiligmachenden Gnade empfangen.


Wenn man sich aber im Leben mehr 
um das Weltliche als um Gott gekümmert hat, kann man auch am Lebensende schwerlich an ihn denken, bzw. seine Sünden übernatürlich bereuen. Übernatürlich bereut man Sünden, wenn man sie verabscheut, weil sie Gott beleidigt haben. 

Der hl. Alphons schildert in „Tod eines Weltmenschen“ auch einen Fall, in dem ein Sterbenskranker, der vom herbeigerufenen Priester bei der Beichte vor der letzten Ölung aufgefordert wurde, Reue zu erwecken, erwiderte: 
„Ach Herr Pfarrer sprechen sie mir doch nicht von so hohen Dingen, ich weiß gar nicht was sie meinen.“

Siehe auch:
Die Letzten Dinge - Tod, Gericht, Himmel, Hölle






Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...