Mittwoch, 18. Dezember 2013

Benedikt XVI. findet sich selbst theologisch auf der gleichen Linie wie Papst Franziskus

Für diejenigen, die immer noch meinen, Papst Benedikt XVI. würde etwas bereuen, wenn er auf seinen Nachfolger sieht, gibt es dieses neuere CNA-Interview mit dem Papstfreund Manfred Lütz. Deutsche Sehr-Kurzfassung hier.
„Benedikt sagte zu uns, dass er auch den Eindruck habe, theologisch sehr auf einer Linie mit Papst Franziskus zu sein.“
“Benedict said to us that he also has the impression that theologically he is very in the same line with Pope Francis.”
Glaubt man Manfred Lütz, meint Benedikt XVI., dass er den „Petrusdienst nicht verlassen habe, sondern den Petrusdienst auf andere Weise lebt“.
Lütz explained in a Dec. 4 interview with CNA that during a recent visit with Benedict, the previous Pope “said he didn't leave the service of St. Peter, that he lives the service of St. Peter in another way.”
„Er betet, und das, sagte er, ist ein wichtiger Aspekt des Petrusdienstes.“
“He's praying, and this is an important aspect, he said, of the service of St. Peter.”
Ich wusste bis dato nicht, dass es so etwas gibt, obwohl ich viele Kirchengeschichtebücher gelesen habe: „den Petrusdienst auf andere Weise zu leben“ und zwar nur im Gebet. 
Also haben wir jetzt zwei Päpste? Man könnte den Eindruck bekommen, Manfred Lütz findet das, liest man das ganze Original auf CNA.

Siehe dazu auch den Bericht auf Vaticaninsider



Über das Handzeichen auf der offiziellen Geburtstagskarte von Papst Franziskus

Zuerst habe ich das Foto unten auf Radio Vatikan gesehen  und war sofort über die Geste der geballten Faust schockiert und dachte, es habe ihm vielleicht jemand diese Karte geschickt. Dann stellte ich fest, es handelt sich um die offizielle Geburtstagskarte, herausgegeben vom Internetservice des Vatikan, für den Msgr. Lucio Adrian Ruiz, ein argentinischer Bischof zuständig ist. (Im Moment erscheint die Karte noch, wenn man hier klickt.)

Bislang dachte ich, ein Papst sollte mit drei Finge
rn seiner Hand das Dreifaltigkeitszeichen machen, aber scheinbar ist heutzutage die kommunistische Faust so in Mode, dass man von den Millionen Fotos, die mittlerweile von diesem Papst gemacht wurden, kein anderes auswählen konnte. Der Text der Bildaufschrift gibt das Manifest den Rest.

Screenshot der Internetseite des Vatikan am 18.12. 2013
Bildaufschrift:

Gottes Zärtlichkeit ... manifestiert sich in Zeichen.

Mir kann keiner sagen, dass das ein Zufall ist, zumal es dem Papst nichts ausmacht, in die Nähe zu Marxisten gebracht zu werden, wie er neulich selbst sagte. (Siehe dazu auch diesen Kommentar) 
Außerdem sollte man im Vatikan besser als irgendwo die Bedeutung von Symbolen und (kommunistischen oder freimaurerischen) Handzeichen kennen und ich bin mir leider ziemlich sicher, dass man sie seit mindestens 50 Jahren auch kennt.
Kommunismus Stern & Faust T-Shirt
Bildquelle

Seit dem II. Vatikanum weigert sich der Vatikan, den früher von allen Päpsten verurteilten Kommunismus erneut zu verurteilen. Das Problem ist, dass diese Weigerung nur noch sehr wenigen Katholiken zu denken gibt. Die Enzyklika "Pacem in Terris" wird jedenfalls auch nach fünfzig Jahren von Kommunisten weltweit noch gefeiert.

Zu alledem passt dann leider auch das ursprüngliche Wappen von Papst Franziskus, das er schon als Erzbischof in Buenos Aires hatte, und das damals noch vom Vatikan abgeändert wurde. Heute würde der fünfzackige Stern, auch ein kommunistisches Symbol, wohlmöglich stehen gelassen. 
Die Bedeutung der Entfernung des fünfzackigen Sterns durch den Vatikan ist damals außer einer katholischen Bloggerin, die als Kind aus dem kommunistischen Kuba fliehen musste, niemandem aufgefallen. Ihr Kommentar zu dem Vorgang ist hier zu lesen.


Das ursprüngliche Wappen mit dem fünfzackigen Stern

Siehe auch: 
Über die Bedeutung von Symbolen: Des Kaisers (und des Papstes) neue Kleider
und
"Evangelii Gaudium" ist „Befreiungstheologie pur“






Dienstag, 17. Dezember 2013

Erzbischof Müller: Novus Ordo ist wirksames Mittel gegen Kultur ohne Gott und Liturgiereform ist gelungen

Erzbischof Müllers neueste Aussagen zur Liturgiereform haben bei den englischsprachigen Katholiken einiges Aufsehen erregt, daher wurde ich überhaupt erst darauf aufmerksam. (hier und hier)
Beim Googeln stellte ich fest, dass seine Gedankengänge an den deutschsprachigen Katholiken wohl weitgehend verloren gegangen sind. Daher folgen hier Zitate (kursiv) aus dem Bericht über seinen neuesten Vortrag zur Liturgiereform:

„Ich meine, dass gerade die in Geist und Ritus erneuerte Liturgie ein wirksames Mittel gegen eine Kultur ohne Gott darstellt“, betonte der Präfekt der römischen Glaubenskongregation in seinem Vortrag. Anlass für den Festakt war das 50. Jubiläum der Veröffentlichung der Konzilskonstitution „Sacrosanctum Concilium“ über die heilige Liturgie am 4. Dezember 1963.  
Warum aber dann der Glaubensschwund, wenn die erneuerte Liturgie ein so wirksames Mittel gegen eine Kultur ohne Gott darstellt?
Gegen „scharfe Kritiker“, die das Konzil und die Liturgiereform für den Glaubensschwund der vergangenen Jahrzehnte und die nachlassende Kirchlichkeit in ehemals christlich geprägten Kulturen verantwortlich machten, hat sich Erzbischof Gerhard Ludwig Müller bei einem Festakt am Mittwoch, 4. Dezember, in der Würzburger Residenz gewandt. Die Krise des Glaubens sei vielmehr die Ursache der nicht noch größeren positiven Wirkung der aktiven, bewussten Teilnahme der Gläubigen an der Liturgie.
Also, man höre und staune: "Die Krise des Glaubens" kommt laut Erzbischof Müller nicht durch die Liturgiereform, sondern die Krise des Glaubens führt dazu, dass nicht mehr Gläubige eine "größere positive Wirkung" von der aktiven und bewussten Teilnahme an der erneuerten Liturgie haben!

Der hl. Kirchenlehrer Alphons Maria von Liguori hingegen machte grundsätzlich die Priester und vor allem die unwürdige und unehrbietige Zelebration des heiligen Messopfers für Gottlosigkeit unter den Gläubigen - heute genannt "Krise des Glaubens" - verantwortlich und zitiert dazu die Aussagen des Konzils von Trient. (hier und hier)
Argentinische Gläubige nehmen aktiv an der Liturgie teil, 
links Kardinal Bergoglio
Erzbischof Müller: Krise des Glaubens ist „die Ursache
der nicht noch größeren positiven Wirkung
der aktiven, bewussten Teilnahme der Gläubigen an der Liturgie"
Straßenmessen von Kardinal Bergoglio
Der Kardinal war nicht wie die Piusbrüder aus den Kirchen,
die extra für das hl. Messopfer gebaut wurden, ausgesperrt,
er hat diese Straßenszenen freiwillig aufgesucht
Quelle
Die "erneuerte Liturgie" auf einem Klapptisch
zelebriert von Kardinal Bergoglio
Bildquelle
Die nach dem Konzil erneuerte Liturgie ist für Erzbischof Müller „gekennzeichnet durch eine innere Stimmigkeit und eine äußere Harmonie aller ihrer Aufbauelemente“.
Gegner des Novus Ordo aus der sogenannten "Tradition" leiden nach Erzbischof Müller wohlmöglich an „ideologischer Voreingenommenheit“ und es mangelt ihnen an „theologischen Vernunftgründen“:
„Den beiden entgegengesetzten Reaktionen, denen die Liturgiereform nicht ,weit genug‘ ging, was immer man darunter verstehen mag, und denen, die in ihr einen vollständigen Bruch mit der Tradition sehen oder ihr gar eine Abweichung vom rechten Glauben vorwerfen, kann man den Verdacht ideologischer Voreingenommenheit nicht ganz ersparen.“ Gleichwohl seien die Unsicherheiten und Irritationen ernst zu nehmen, die sich mit dieser Reform ergeben haben. 
Es sei wichtig, den Kritikern der erneuerten Liturgie mit theologischen Vernunftgründen entgegenzutreten. Es reiche nicht, diese nur persönlich als Rückwärtsgewandte abzustempeln, betonte der Präfekt.
Wer also immer noch nicht den Ersatz des traditionellen alten Ritus durch den "Novus Ordo" gut finden kann – wohlmöglich weil ihm noch niemand ausreichend „theologische Vernunftgründe“ präsentieren konnte und auch nie wird präsentieren können – für den ist jetzt die letzte Keule bereit: er denkt und fühlt eben nicht mit der Kirche:
Aufs Ganze gesehen werden nach den Worten des Erzbischofs Katholiken, die mit der Kirche denken und fühlen, die Liturgiereform im Wesentlichen als gelungen bezeichnen.
Frage an Erzbischof Müller: Alle Ecclesia Dei-Gemeinschaften denken und fühlen demnach nicht mit der Kirche?

Vor der hl. Kommunion im Alten Ritus
Diesen "Rückwärtsgewandten" fehlen "theologische Vernunftgründe",
 um "mit der Kirche zu denken und zu fühlen"
Bild gefunden auf dem rückwärtsgewandten Blog
http://arsorandi.blogspot.de/2013/12/collect-of-day-st-damasus-commemoration.html
Meine Schlußfolgerung aus alledem: Wer so wie in dem Video unten den Novus Ordo zelebriert, hat die theologischen Vernunftgründe, die dafür sprechen, verstanden, ist vorwärtsgewandt und denkt und fühlt so mit der Kirche, dass er wenig später sogar Papst werden kann. 
Dass sich sichtbar wenige Gläubige für eine solche erneuerte Liturgie, "gekennzeichnet durch eine innere Stimmigkeit und eine äußere Harmonie aller ihrer Aufbauelemente“, interessieren, kommt eben von der Krise des Glaubens.

Kardinal Bergoglio zelebriert 2011 eine Agitprop-Straßenmesse
Zum Ansehen des Videos Bild anklicken
oder
http://www.youtube.com/watch?v=g8UkGyfLGVo


Montag, 16. Dezember 2013

Video-Diskussion zur Verfolgung der Franziskaner von der Immakulata durch Rom

Auch diesen beiden Herren, Michael Matt, Herausgeber von „The Remant“ und dem Rechtsanwalt Chris Ferrara kann mittlerweile niemand mehr das beliebte Märchen erzählen, der Vatikan könne gegen weltweite kirchliche Missstände aller Art nichts oder nur wenig tun. 

Sind seit Jahrzehnten ungezählte Häretiker in den Orden, unter den Priestern und den Theologieprofessoren? Kein Problem. Homosexuelle und kleine Kinder missbrauchende  Priester? Kein Problem. Seit Jahrzehnten liturgische Missbräuche ohne Zahl und Ende? Kein Problem. Wild gewordene amerikanische Frauenorden, in denen nur noch kommunistische Lesben und Super-Emanzen leben? Kein Problem.

Ein Orden, wie die Franziskaner der Immakulata, der noch nicht einmal "traditionalitsisch" ist, sich nur langsam in diese Richtung bewegt, liest auch die "alte Messe" und hinterfragt Texte des II. Vatikanums und hat mehr Berufungen als die anderen kommunistischen Orden? Aufgepasst: Da kann der "Legalismus und Klerikalismus“ aus Rom, den Papst Franziskus immer wieder anprangerte und den er erst heute wieder verurteilt hat, mit seiner vollen Einwilligung in Form eines P. Volpi zuschlagen. 

P. Volpi, der sich bei seinen Handlungen gar auf den "Stellvertreter Christi" beruft, der diese "spezielle Intervention" angeordnet hat, konnte daher den Orden so angehen, dass sich sogar AP-Journalisten die Augen reiben, weil so ein Vorgehen, das sogar den sehr alten und  kranken Ordensgründer unter Hausarrest stellt, spätestens seit dem II. Vatikanum nicht mehr gesehen wurde.

Zur Geschichte der Verfolgung der Franziskaner der Immaculata siehe fortlaufende Berichterstattung auf Katholisches.info und Dokumentation auf Roratecaeli
Das Video habe ich auf dem sehr empfehlenswerten Blog http://veneremurcernui.wordpress.com/ gefunden, die passenden Erläuterungen und Kommentare dort sind auch lesenswert.
Zum Ansehen Bild anklicken
oder
http://www.youtube.com/watch?v=tn2nF_b76WA





Freitag, 13. Dezember 2013

Die drei Früchte des Glaubens

Wir haben die wesent­li­chen Eigen­schaf­ten des Glau­bens genannt, nun noch die Früchte des Glau­bens. Es sind ihrer drei: 
Die erste Frucht des Glau­bens ist die christ­li­che Klug­heit. Der Gläu­bige ist tat­säch­lich klü­ger als der Ungläu­bige: Er weiß, wor­auf es ankommt, er weiß, was zählt, er weiß, was trägt. Klug­heit ist das Wis­sen um das, was man erstre­ben soll und was man flie­hen muss. Die Klug­heit weist jeder Sache ihren rech­ten Wert zu. Die Klug­heit fragt bei jedem Unter­neh­men mit Sta­nis­laus Kostka: „Was nützt mir das für die Ewig­keit?“. 

Die zweite Frucht des Glau­bens ist die Fröm­mig­keit. Wer wirk­lich glaubt, ernst­haft glaubt, der betä­tigt sei­nen Glau­ben in Ehr­furcht, Ver­eh­rung und Anbe­tung Gott gegen­über, d.h. der Glaube drängt dazu, fromm zu sein. Fröm­mig­keit ist das ehr­fürch­tige anbe­tende Dis­tanz­ge­fühl gegen­über dem geheim­nis­vol­len Gott und gleich­zei­tig das ver­trau­ende lie­bende Hin­stre­ben zum ihm als dem Bese­li­ger. Der volle Sinn der Fröm­mig­keit voll­endet sich in der Got­tes­kind­schaft, durch die die Gläu­bi­gen Gott dem Vater ver­bun­den wer­den in Chris­tus, dem Urhe­ber der Gna­den­ver­bin­dung. 

Die dritte Frucht des Glau­bens ist der Eifer für Got­tes Ehre. Wer glaubt, wirk­lich ernst­haft glaubt, wird für die Ehre Got­tes und das Heil des Nächs­ten eifern. Eifer besagt: Red­sam­keit, Emsig­keit, Rüh­rig­keit im Dienste Got­tes und der Men­schen. Dem Eifer ent­ge­gen­ge­setzt ist die Bequem­lich­keit, die Träg­heit, die Nach­läs­sig­keit. 
Wir kön­nen am Herrn able­sen, was Eifer für Got­tes Sache ist. Den Eifer unse­res Herrn erken­nen wir, wenn er spricht: „Feuer auf die Erde zu wer­fen bin ich gekom­men, und wie wünschte ich es, es wäre schon ent­zün­det. Mit einer Taufe muss ich getauft wer­den, und wie drängt es mich, bis es voll­bracht ist.“ Ein­mal hat der Herr den Tem­pel gerei­nigt und die Ver­käu­fer und Käu­fer aus dem Tem­pel getrie­ben. Da erin­ner­ten sich die Jün­ger an das Wort aus den Psal­men: „Der Eifer für dein Haus ver­zehrt mich.“ 
Der Eifer des Herrn, meine lie­ben Freunde, soll unse­ren Eifer wecken. Wir wol­len nicht müßig gehen, nicht träge im Dienste Got­tes sein. Wir wol­len uns zu Her­zen gehen las­sen, was Pau­lus im Römer­brief schreibt: „Erlahmt nicht im Eifer, seid glü­hen­den Geis­tes, die­net dem Herrn!“

alles aus der Predigt: Eigen­schaf­ten und Früchte des Glau­bens



Mittwoch, 11. Dezember 2013

Bedeutung von "geschlossene Türen zum Frauenpriestertum"

Als vor einiger Zeit Papst Franziskus sagte: „Die Türen zum Frauenpriestertum sind geschlossen.“ war der internationale Jubel unter den  „konservativen“ Katholiken groß. Keiner bemerkte, wie weit wir heruntergekommen sind, wenn man jetzt schon über Selbstverständlichkeiten jubeln muss. 

Da ich damals gerade den Selbstlernkurs progressive Katholikensprache/deutsch“ begonnen hatte, nahm ich den Satz etwas genauer unter die Lupe:
„Die Türen sind geschlossen…“ Nun, wo Türen sind, da ist eine Öffnung in der Wand, nicht wahr? Und kann man geschlossene Türen nicht öffnen, wenn man will? 


Der dazu geplante Post dazu wäre wahrscheinlich auf ewig in der Warteschleife versunken, hätte ich heute nicht auf der „bemerkenswert progressive Presseberichte“-Liste von Wir sind Kirche diesen Artikel: Theologe Beinert: Franziskus beginnt neue Epoche angeklickt.

Herr Theologe Beinert, der offensichtlich Fachmann für links-katholischen Sprachcode ist, erklärt darin u. a. die progressive Bedeutung des Satzes „Die Türen zum Frauenpriestertum sind geschlossen“ sehr klar und einleuchtend:
Frage: Franziskus hat sich in dem Dokument auch deutlich gegen das Frauenpriestertum ausgesprochen. Hat Sie das überrascht? 
Beinert: Nein. Aber was heißt deutlich? Er hat neulich in diesem Zusammenhang gesagt, die Türen seien zu, und jetzt heißt es in „Evangelii Gaudium“, das stehe „nicht zur Diskussion“. 
Johannes Paul II. hat im Gegensatz dazu noch gesagt, das sei definitiv ausgeschlossen. Das sind zwei verschiedene Kategorien der Wortwahl.  
Wenn etwas definitiv nicht geht, dann geht es nicht und dann müssen wir aufhören, darüber zu reden. 
Wenn ich aber sage, es steht nicht zur Diskussion, dann sage ich damit nicht, wie es morgen aussehen wird. Und auch geschlossene Türen kann man wieder öffnen.
Fast genauso hätte ich das auch erklärt. Ist doch recht einfach zu verstehen, die progressive Katholikensprache, oder? 

Bei der „Ikone der Kirchenreformer“ (Originaltext Voralberger Nachrichten), dem Organisator der „Pfarrer-Initiative“ Helmut Schüller, der übrigens nach allem immer noch Pfarrer in Probsdorf und Universitätsseelsorger in Wien ist, hätte man das alles schon im Oktober erfahren können, wie ich mittels Google gerade feststellen konnte.
Frage: Unklar ist für viele, wie liberal dieser Papst wirklich ist. Stichwort: Frauenpriestertum. Franziskus sagt: „Die Tür ist zu.“ 
SCHÜLLER: „Türe zu“ kann auch heißen: Sie ist vorläufig zu. Man kann klopfen, sie langsam wieder aufschließen. 
Ein Papst, der viel verändern will, muss klug vorgehen. Es leuchtet schon ein, wenn er sich vorsichtig verhält. Die Frage ist: Wo finden wir hinter den Überschriften, die er liefert, aufschlussreichere Texte?
Quelle: http://www.vorarlbergernachrichten.at/lokal/vorarlberg/2013/10/10/mussen-potenzial-der-laien-nutzen.vn
Jetzt ist der von Pfarrer Schüller gewünschte "aufschlussreichere Text" ja da: Evangelii Gaudium. Den verstehen, wie es aussieht, auch wieder nur die Progressiven.

Siehe auch:


Dienstag, 10. Dezember 2013

Erinnerungen großer Religionswahrheiten und heiliger Begebenheiten

Wem von Gott die Gnade verliehen ist, so zu leben, dass er sich mit dem Apostel nur im Kreuze, in der Schmach, Armut und Qual seines Herrn Jesus Christus rühmt; dem ist die größte Gnade auf Erden verliehen, weil der Sohn Gottes durch sein Beispiel dem Leiden einen so großen Wert gegeben hat, dass jetzt derjenige, welcher am meisten und am besten leidet, der Glückseligste unter allen Menschenkindern ist, und dereinst die herrlichste Krone im Himmel auf seinem Haupt durch aller Zeiten Zeit schimmernd tragen wird. 
Dieses ist eine unbezweifelte Wahrheit, aber nur wenige begreifen diese.
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Der hl. Antonius, Vater der Einsiedler, floh die Welt, und die Welt folgte ihm bis in seine Einsamkeit nach. Die zu ihm kamen, mahnte er, ernsthaft an die Ewigkeit zu denken, und sagte: 
„Meine Kinder, was ist unser Leben im Vergleiche mit dem zukünftigen? Und was seine Dauer im Verhältnis gegen die Ewigkeit? Bilden wir uns doch ja nicht ein, wir täten vieles für Gott; denn alles, was wir in diesem Leben tun oder leiden können, hat kein Verhältnis mit der Herrlichkeit, die wir in dem anderen Leben genießen.“ 
Durch die Demut allein siegte er über alle Nachstellungen des Teufels und was immer für schändliche Flammen der Satan in seinem Herzen anfachte, löschte er sie durch die Betrachtung der Hölle völlig aus, und durch die Anrufung des Namens Jesus jagte er seine Feinde in die Flucht. 
So streit auch du, wenn du siegen und gekrönet zu werden verlangst.

Alles aus dem schönen alten Buch:

Verlagsort: Augsburg | Erscheinungsjahr: 1820 | Verlag: Doll 
Signatur: Asc. 4775 od 
Permalink: http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10315251-5

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